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Diskutiere im Thema so versuche ich adhs zu erklären als ich es mit 44 jahren entdeckt habe im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    so versuche ich adhs zu erklären als ich es mit 44 jahren entdeckt habe

    ich stelle diese metaphern nochmal ein da meine nervenärztin total begeistert davon war und meinte
    ich sollte diese in einem forum veröffentlichen

    Ich bin ein Haus, mit Garten

    Gebaut zu einer Zeit in der man noch nichts wusste über Blitzableiter und hochwasserbetten (=adhs)
    Aber ich wurde gebaut in einem Hochwasser Bett in dem oft blitze einschlugen (=Familiäres Umfeld)
    Sieben Jahre ging noch alles gut (Vor Schulzeit)
    Ich hatte auch Bewohner da waren Freunde, Hoffnung, und Zuversicht
    Doch dann änderte sich das Wetter urplötzlich die ganze Zeit lief ich mit dem wind aber urplötzlich kam Gegenwind auf (= stillsitzen konzentrieren nicht draußen rumtollen Hausaufgaben)
    Meine Bauherren (=Eltern) der eine (mein Vater) wollte nach meiner Fertigstellung nichts mehr von mir wissen denn er meinte da wäre noch ein anderer Bauträger im Spiel gewesen, meine Bauherrin(Mutter) konnte mir auch nicht helfen denn sie und mein Vater hatten zwar jeder sein eigenes Haus jedoch hatten sie es auf einem Nebel Grundstück gebaut (Nebel=Alkohol)
    Und so war ich den Witterungen hilflos ausgesetzt, am Anfang war es ja nur der Wind gegen den ich mich stemmen musste aber bald wurde es heftiger und es entwickelte sich daraus ein Sturm bei dem sich dann auch mal Ziegel lösten und dabei Menschen verletzt wurden (betrifft Wut Zorn Aggressionen und Schlägereien)
    Ich war Hochwasser ausgesetzt das meine Grundmauern unterspülte. Blitze schlugen bei mir ein so das sich risse durch die Wände zogen und der Garten wurde weggespült.
    Als man das sah wurde ich in ein Gerüst (=ist die Gesellschaft die mich nie verstanden hat und immer nur zurechtbiegen wollte) gezwängt das mir viel zu eng war es wurden Stützbalken angelegt die mich in Richtungen drücken sollten in die ich nicht wollte, aber es blieb mir nichts anderes übrig denn wenn ich nicht wie die anderen Häuser aussehen würde drohte mir der Abriss.
    Jetzt wurde alles noch schlimmer konnte denn niemand erkennen dass Außer mir niemand diesen Unwettern ausgesetzt zu sein schien.
    Richtig schönes Wetter hatte ich von da an nicht mehr sehr oft, im Gegenteil nun kam auch bei mir immer öfter Nebel auf.
    Viele Jahre stand ich nun da, keinen kümmerte es das ich auf einmal ich weiß nicht wann es begann der Frost(=Depression) einzog er ließ mich oft erstarren manchmal und dann immer öfter selbst wenn die Sonne schien.
    Dann kam der Tag an dem ein schwerer Orkan aufzog der den Schornstein vom Dach fegte und einen Menschen schwer verletzte.
    Ich frage mich immer wieder hätte man mir einen Damm gegen Hochwasser einen Windschutz und einen Blitzableiter gebaut wäre es jemals soweit gekommen?
    Es kam dann eine Zeit da stellte man mir das Wasser die Heizung und den Strom ab (=Gefängnis damit gemeint)
    In dieser Zeit regnete es jeden Tag durch das kaputte Dach herein und im ganzen Haus zog der Frost ein und ich weiß nicht ob er je wieder ganz auftauen wird.
    Als die Zeit vorüber war hat man mein Dach mit Sperrholz abgedichtet was aber zwangsläufig wohl bald wieder verrotten wird.
    Nun stehe ich seit 44 Jahren da, der Putz bröckelt von den Wänden, Türen und Fenster sind undicht mein Fundament ist zerstört und immer wieder dieser eklige Frost.
    Und dieses Gerüst da das mir die Luft zum Atmen nimmt.
    Meine heutigen Bewohner sind Frust. Stress, Angst, Schulden, Zukunftsangst, schlechtes Gewissen.
    Aber das sind alles Hausbesetzer die keine Miete zahlen und unerwünscht sind,
    nur alleine schaff ich es nicht sie rauszuwerfen dafür bin ich zu schwach ich habe kaum noch kraft
    Freunde wohnen nicht mehr hier dafür ist das Haus zu kaputt
    Kurz gesagt ein bisschen Farbe (Damit meine ich Medikinet) reicht noch lange nicht eine Großbaustelle auch nur anzufangen.
    Ich brauche Denkmalschutz und ein neues Gerüst das mich nicht so einschnürt (Behindertenausweis) damit ich ernst genommen werde.
    Ich bin halt nicht so wie der große Rest der Gesellschaft



    gruß katerkarlos

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: so versuche ich adhs zu erklären als ich es mit 44 jahren entdeckt habe

    Ich finde deine Geschichte immer noch verdammt geil!
    Einiges kann ich nachfühlen.


    LG
    Mike

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: so versuche ich adhs zu erklären als ich es mit 44 jahren entdeckt habe

    Wow, ich bin platt.

    Der Vergleich, die Geschichte ist unbeschreiblich.

    Gehört in ein Buch als Erklärung und zum besseren verstehen von ADHS.

    Vielen Dank dafür

    LG EwiSu

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: so versuche ich adhs zu erklären als ich es mit 44 jahren entdeckt habe

    mittlerweile hab ich gdb 40,werde aber kämpfen mindestens 50 grad zu bekommen,

    denn dann bekomme ich einen ausweis und kann ihn wenn ich will auch zeigen,ohne viel erklären zu müssen

    denn egal wo man hinkommt auf ämtern oder so, solange man keine sichtbare behinderung hat wirst du einfach nicht ernst genommen,

    weil es menschen ohne einschränkungen sehr schwer fällt nachzuvollziehen das es einem sehr schlecht geht

    und es sehr schwer ist jemand zu erklären wie es einem geht wenn man selber erst mit 44 jahren erfahren hat das man anders ist

    und selbst so manch ein arzt glaubt es gäbe adhs nicht

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