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Diskutiere im Thema Veränderung seit eurer Diagnose im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 201

    Veränderung seit eurer Diagnose

    Hallo Zusammen,

    mich würde interessieren was sich bei euch getan hat seit ihr wisst das ihr ADHs habt!

    zb. wie habt ihr euch gesehen ? wie habt ihr die Umwelt wahrgenommen?

    was hat sich geändert seit eurer Diagnose? was hat sich verbessert ? was ist gleich geblieben?

    liebe Grüße

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: Veränderung seit eurer Diagnose

    hallo lissy

    meine diagnose liegt noch nicht lange zurück

    ich hab sie erst mit 44 jahren bekommen und bin seit dem erleichtert aber noch ein stück mehr verbittert

    ich hatte eine schwere jugend und bin seit dem am hadern ob mein leben anders hätte laufen können

    wäre adhs in meiner kindheit erkannt worden

    meiner meinung nach habe ich an den folgen das es nicht erkannt wurde heute schwer zu tragen

    gruß katerkarlos

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 120

    AW: Veränderung seit eurer Diagnose

    Entspannter, da ich jetzt endlich weiß was los ist. Jetzt kann ich lernen und damit arbeiten.

    bzw. mein verdacht hat sich bestätigt.

    Indigochild

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 161

    AW: Veränderung seit eurer Diagnose

    Nehme meine Schwächen jetzt mit mehr Humor. Habe vorher immer gedacht ich bin halt etwas dumm, weil ich mir noch nie wirklich viel merken konnte.
    Dadurch in der Schule immer ziemlich schlecht war, obwohl ich viel gelernt habe.

    Ich kam selber auf den Verdacht ADHS zu haben und ich hatte recht behalten.
    Kann mich wohl doch ganz gut selbst reflektieren.

    Habe auch durch dieses Forum hier unheimlich viel über mich selbst gelernt. Bin auch viel toleranter geworden.

    Nicola

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Veränderung seit eurer Diagnose

    Hmm, schwierige Frage für mich.


    In erster Linie hat die Diagnose mir vieles erklärt. Einerseits warum mein Leben so lief wie es lief und anderseits habe ich meine Familie besser verstanden da ich der festen Überzeugung bin dass diese auch ADHS haben. Für meine Selbstfindung ist dieses Wissen "Warum" sehr hilfreich und gab mir auch endlich einen Punkt an dem ich für mich ansetzen konnte.


    Auf der anderen Seite hat die Diagnose aber auch viele neue Sorgen verursacht. Da ich massivst unter Nebensymptomen wie Depressionen, Ängste, vielleicht auch Borderline leide ist meine Behandlung sehr schwierig.
    Es ist jedenfalls nicht so dass ADHS hilft meine Probleme zu lösen sondern es hat vielmehr auch jede Menge neue Fragen und Ängste aufgeworfen.
    Heute mit all den Diagnosen hat sich das Schlachtfeld enorm erweitert. Ich bin mit viel mehr konfrontiert, muss viel mehr beachten (welche Symptome sind ADHS, welche Depressionbedingt usw.) Das ist alles für mich sehr nervig und stressig. Früher war ich einfach "nur" verrückt und brauchte mich nur darüber zu frustrieren.

    Wenn ich also die paar Jahre zurückblicke muss ich leider feststellen dass sich vieles eher verschlimmert hat. Das Unwissen von damals hat mir paradoxerweise Platz für Hoffnung gelassen dass es mal besser wird. Damals hatte ich noch Träume, dachte dass eine Pille mir irgendwann helfen würde.
    Heute weiß ich zwar bescheid aber dafür ist mir bewusster geworden wie schwer ich betroffen bin. Diese "Wahrheit" hat mir meine Hoffnung auf eine deutliche Besserung meiner Psyche geraubt.
    Mir ist irgendwie bewusster geworden dass ich in meinem "Stalingrad" festsitze und nicht irgendeine "Armee" kommen die mich retten wird. Früher war ich da naiver ! Eben der Träumer
    Erst jetzt weiß ich wie kaputt ich und mein Leben wirklich sind. Diese Erfahrung ist sehr sehr schmerzhaft und ich habe es noch nicht geschafft sie zu akzeptieren.


    Naja, jammern bringt auch nichts. Ich kämpfe halt irgendwie weiter. Hoffe nur dass meine Munition nicht ausgeht um im Militärjargon zu bleiben.


    Aber wenn ich so meine ADHS-Freunde und Bekannte betrachte die mit einem Grinsen einfach ihr Leben vor die Wand fahren (Akohol, finanzielle und berufliche Probleme, soziale Inkmpetenz) weil sie es gar nicht wahrnehmen und ihren unrealistischen Träumereien nachhängen dann weiß ich manchmal echt nicht was besser ist :
    Nicht wissen was mit einem los ist und dafür glücklich sein oder zu wissen wer man ist und unglüklich sein.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Veränderung seit eurer Diagnose

    Hallo :-)
    Einerseitz bin ich erleichtert, doch irgendwie auch traurig, da ich mit meiner Diagnose alleine da stehe.
    Irgendwie weiss ich nicht wie ich damit umgehen soll. Mein Arzt hat anscheinend auch nicht so viel Ahnung :-(
    Man hat sich jahrelang Eigenschaften, Verhaltensweisen etc. angeeignet, die eigentlich gar nicht hilfreich sind, durch ADHS.

    Auf jeden Fall weiss ich jetzt, dass ich für einiges nichts kann und es dafür eine Erklärung gibt, warum ich so bin. Das gibt Hoffnung ;-)

    greetZ

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Veränderung seit eurer Diagnose

    Ich muss das alles noch richtig einordnen.

    Mancher Traum löst sich in Luft auf,dafür scheint die "Realität" manchmal auch gar nicht so verkehrt zu sein.
    Im moment fühle ich mich wie ein Pendel,dass zwischen Intelligenz und Naivität hin und her schwingt.

    Ich hab letztes Jahr festgestellt,dass es so nicht weiter gehen kann und lasse mich jetzt behandeln.
    Das hat mich natürlich total aus dem Leben gerissen.Trotzdem war es wohl die beste Entscheidung meines Lebens.Ich kümmere mich endlich mal um Mich und pfeife auf andere.

    Ich möchte jetzt einen guten Mittelweg finden mit dem ich zufrieden sein kann.

    LG
    Mike

  8. #8
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Veränderung seit eurer Diagnose

    Hallo Lissy, ich habe die Diagnose seit 5 Jahren, also erst mit fast 50 Jahren bekommen. Sie hat einiges erklärt und damit für mehr Klarheit und Entlastung in meinem Leben gesorgt. Dann ging es natürlich los, was sich alles mit dem Wissen noch beeinflussen lässt durch Medis und Therapien. Ob ich evtl. dann doch noch leistungsstärker werde.

    Jetzt nach 5 Jahren kenne ich mich wohl sehr gut mit mir selber aus und habe mein Leben, soweit möglich, auf meine Besonderheiten angepasst und Zeiten mit und ohne Medis haben sich abgewechselt, je nach Lebenssituation und gesundheitlicher Verfassung. So habe ich jetzt einen klaren Blick, was wohl so bleibt: Meine deutlich eingeschränkte Belastbarkeit, mein deutliches soziales Anderssein, weil ich Gruppen nur kurzzeitig ertragen kann wegen Überreizungsgefahr und meine ständige Notwendigkeit, meine Emotionen auszubalancieren, was für sich schon anstrengend ist.

    Durch dieses ganze Wissen bin ich aber nicht mehr dauerüberreizt oder dauer-depri und ich kann meine Begabungen und Interessen sowie meine Kreativität leben, eben auf meine Art. Lange fiel das aus und fragte ich mich, ob ich mir meine Begabungen aus Hochschulzeiten eingebildet hatte.

    Früher habe ich mich, indem ich mich an den Normalos maß mit meinen Ansprüchen an mich selbst, ständig massivst überfordert, wodurch es ja zum Burnout kam, das mich dann irgendwann zur ADHS-Diagnose führte. Das tue ich heute nicht mehr, wodurch ich deutlich distanzierter in der Großfamilie und im Freundes- und Bekanntenkreis geworden bin, wo ich mir früher viel zuviel aufhalste. Ja, ich kann im Grunde kein Großfamilienleben mehr leben. Konnte ich früher auch nicht, aber ich tat es unter Qualen und habe mich damit selber verheizt.

    Meine Lebensqualität hat sich also verbessert, ich lebe wieder viel mehr von mir selber, gleichzeitig aber lebe ich weniger "normal" als früher, logisch, bin ja Hypie! Ich habe viele kleine feine soziale Kontakte, vor allem an gemeinsamen Hobbys orientiert und nicht mehr so emotional.

    Von daher ist es wohl so, dass ich jetzt bewusster das Leben einer "Kranken" lebe als zuvor, aber auf viel gesündere Hypie-Art. Nicht egoistisch, dazu bin ich zu kontaktfreudig. Aber angemessener. Ich war früher kränker.

    LG! Maggy
    Geändert von Maggy (29.03.2014 um 16:32 Uhr)

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Veränderung seit eurer Diagnose

    Hallo. Bei mir ist alles sehr frisch, knapp 4 Tage alt ist die Diagnose jetzt. Da ich jetzt auch noch in den Ferien bei der Oma bin, werde ich auch ein bisschen abgelenkt. Da ich vielen in der Familie natürlich davon erzählt habe, das ich ads vermutete, musste natürlich auch das Ergebnis der Diagnose erzählt werden. Ich erhalte viele tipps von meinem Onkel, Bruder und Mutter, ja sogar von der Oma wie bei mir die verschiedenen Probleme, die ich im Leben habe wie Studium, Chaos in der Wohnung und BAföG etc. Mit so viel Support habe ich absolut nicht gerechnet, denn neben diesen Hilfestellungen geht es ja auch um Therapie und medikation bei mir. Nun ja, etwas uberrolt fühle ich mich grade schon, sogar leicht gestresst. Naja, generell an der ads-Diagnose hat sich wenig bei mir geändert. Also meine Einstellung und so. Schon bevor ich zum ersten Termin ging, habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt und begonnen, mich selbst zu verstehen. Natürlich viel mit Schwerpunkt: ADHS Symptomatik. Deshalb kam dieser aha Effekt schon um einige Zeit vor der Diagnose-feststellung.

    Naja, wenn jemand Tipps und so für mich hat, wie es weitergeht jetzt, würde ich mich freuen über Infos und Ärzte-anlaufstellen für Therapie und medikation, und auch für alltagstipps und Denkanstöße bin ich natürlich auch für PMs und neue nette Kontakte sehr dankbar. Ich hab gehört, ihr seid hier alle rotzcool.

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