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Diskutiere im Thema Diagnose da - Was nun ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    Diagnose da - Was nun ?

    Diagnose da – was nun ?


    Endlich komme ich dazu diesen Text zu schreiben.


    Nicht dass es mir an Zeit mangeln würde, nein. Jedes mal wenn ich ihn schreiben wollte, verweigerte ich den Schritt wie ein Pferd beim Turnierreiten ein Hindernis.


    Ehrlich gesagt zwinge ich mich im Moment regelrecht dazu.
    Ich schreibe ihn mit einem Textverarbeitungsprogramm vor, aus Sorge, dass mir Firefox wiedermal abstürzen könnten wenn ich 95 % geschrieben habe und ich dann alles nochmal schreiben muss



    Aber kommen wir zum Thema:


    Ich habe wie ich schon erzähl hatte am vergangenen Montag meine Diagnose ADHS im Erwachsenenalter bekommen.


    Für mich war das ein sehr glücklicher Tag, da ich nun endlich mit Bestimmtheit weiß was mir fehlt und ab jetzt ein neuer Abschnitt meines Lebens beginnt, da ich nun weiß wo der „ Feind“ steht.


    Nun wird sich alles ändern – dachte ich. Ja, was genau dachte ich eigentlich ? Dass mir nun mit der Diagnose alles klar wäre, es mir wie Schuppen von den Augen fallen würde und ich meinen künftigen Weg so klar sehen würde wie ich manchmal meine Umwelt klar sehen kann, wenn ich in einer völlig neuen Umgebung bin ?


    Vermutlich. - Doch die Ernüchterung folgte schnell-


    Nun weiß ich was ich habe, habe aber keine Ahnung wie es weitergehen soll.


    Ok - das ist so nicht ganz richtig. Ich weiß wie es weitergehen soll, aber nicht wie ich es anstellen soll da hin zu kommen wo ich hin will.


    Ich lebe in Thüringen und hier ist ADHS für Erwachsene Brachland.


    Ich muss denke ich etwas weiter ausholen. Keine Angst, ich hole mit vielen Ansätzen aus, damit es lesbar bleibt



    Ich habe vor 10 Jahren alle Zelte an meinem alten Wohnort abgebrochen und bin wegen einer Frau nach Thüringen gezogen.


    Die ersten 3 Jahre waren ganz gut. Wir hatten Spaß und ich war durch sie aktiv. Bin raus gekommen und habe ein wenig von der Umgebung und vor allem von Erfurt gesehen.


    Diese Frau hat mich nun 2007 verlassen.
    Aus heutiger Sicht, völlig verständlich, da ich sehr sehr schlimm war. Stimmungsschwankungen, Wutanfälle, Misstrauen, Eifersucht etc.


    Das ganze Programm.
    Ich wusste damals nicht wieso ich so war und ich wusste nicht wieso ich mich dagegen nicht wehren konnte.
    Wenn die Wut oder die Eifersucht kamen, dann fraßen sich diese Gefühle wie ein glühendes Schwert durch meine Innereien und ich spürte wie die Gefühle von meinem Bauch nach oben in meinen Kopf krochen um dann dort vulkanös zu explodieren.


    Seit 2007 habe ich mich immer mehr zurückgezogen. Kaum noch das Haus verlassen oder Unternehmungen gemacht. Wieso auch ? Kein Geld, kein Interesse und keine Ahnung was ich mit mir anfangen sollte.


    Speziell in den letzten 2-3 Jahren ist mir massiv aufgefallen wie ich immer mehr geistig und seelisch abbaue und es mir langsam massiv an die Substanz geht.


    Ich habe keine Freunde, keine Bekannten und keinerlei soziale Kontakte.


    Wenn ich einmal im Jahr an Weihnachten meine Eltern besuche, bin ich ein anderer Mensch.
    Ich habe in dieser Zeit so viel Energie und so viel Tatendrang, es ist unbeschreiblich.


    Wenn ich dann wieder zu Hause bin, hält diese Energie noch 2-3 Tage an und dann ebbt sie wieder ab, bis zu dem Zeitpunkt an dem ich die Tage und Wochen zähle bis wieder ein Jahr herum ist.
    Und die Jahre gehen von Jahr zu Jahr schneller herum.


    Ich habe so viel Zeit mir über alles mögliche Gedanken zu machen, dass meine Ängste immer neue Nahrung bekommen.
    Es ist mir in 10 Jahren nicht gelungen mich hier heimisch zu fühlen.


    Ich habe eine tolle Infrastruktur hier.
    Einkaufsmöglichkeiten die gut erreichbar sind, der Zahnarzt 3 Minuten entfernt, ein Krankenhaus 5 Minuten, Tierklinik 5 Minuten und durch die Bank sehr nette HNO, Allgemein und Augenärzte.


    Ich habe eine günstige und gute Wohnung und das Sozialamt schikaniert mich nicht.


    Eigentlich könnte alles super sein – ist es aber nicht.


    Es gibt keinen ADHS Arzt, keinen ADHS Therapeuten und am wichtigsten – keinerlei soziale Kontakte.
    Was nutzt mir die perfekte Umgebung, wenn ich unglücklich bin ?


    Gleichzeitig habe ich aber auch Angst, wenn ich umziehe an einen schlimmen Ort zu kommen.
    Gewalttätige und laute Nachbarn, ein blödes Sozialamt, eine Wohnung mit Schimmel hinter den Tapeten, endlos lange Wegen zu den Ärzten die dann auch noch unfreundlich sind etc.


    Ich weiß nicht so recht was ich machen soll.


    Wenn ich umziehe, dann möchte ich wieder nach Baden Württemberg umziehen in die Nähe meiner Eltern. Karlsruhe wäre ideal.
    Würde aber auch Stuttgart oder Tübingen nehmen, oder irgendwas im Kreis Karlsruhe.

    Ich denke hierbei vor allem an die tollen Tarife der KVV bei denen ich für knapp 60 Euro im Monat ab 9 Uhr morgens das gesamte KVV Gebiet erfahren könnte.

    Wenn ich in Karlsruhe Stadt leben würde sogar nur für knapp 40 Euro wegen des Karlsruhe Passes.


    In Stuttgart sind die Mobilitätskosten um ein vielfaches höher.
    Für Tübingen spräche die Uniklinik die auch Spezialisten für ADHS hat.


    Aber wie fange ich das an ??


    Wie komme ich von Thüringen nach Karlsruhe oder Tübingen ?
    Wie finde ich am besten heraus ob es dort gute ADHS Therapeuten und Ärzte gibt ?
    Wie finde ich eine Wohnung auf die Entfernung ?
    Ich kann ja schlecht für jede Wohnungsbesichtigung hunderte km mit dem Zug fahren.


    Gibt es in BW spezielle Hilfen für Menschen wie uns, die uns bei der Wohnungssuche unterstützen ?
    Was für Hilfen gibt es überhaupt ?


    Wenn ich umziehe sind mir folgende Dinge wichtig:



    1. Nähe zu meinen Eltern. ( die werden nicht jünger und ich möchte nicht wenn sie richtig alt sind am Ende der Welt leben )
    2. Einen guten ADHS Therapeuten und einen guten ADHS Arzt in der Stadt oder im Einzugsbegiet. ( Also z.b. gut mit dem Zug erreichbar)
    3. Eine ADHS Selbsthilfe- oder Gesprächsgruppe. ( Damit ich endlich mal wieder unter Menschen komme, b.z.w. Die Isolation aufhört. Ich denke das fällt mir bei Gleichgesinnten leichter )
    4. Eine gute und günstige Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel
    5. möglichst viele Hilfsangebote für Menschen mit psychischer Erkrankung



    Es wäre toll, wenn mir jemand etwas helfen könnte.


    Ich habe z.b. eben auch das Problem, dass ich mich in Städten wie Karlsruhe oder Tübingen mit Studenten um die Wohnungen prügeln müsste und wenn ein Vermieter die Wahl zwischen einem Studenten und einem Eu-Rentner mit ADHS hat, denke ich ist die Wahl klar....


    Gibt es vielleicht spezielle Wohnungsangebote für psychisch Kranke Menschen ?


    Ich bin einfach mit der Situation etwas überfordert und weiß nicht wo ich ansetzen soll.


    Ich denke das reicht erst mal.
    Sorry für die „ Wall of Text“ . Ich habe versucht es einigermaßen übersichtlich zu gestalten.
    Mir ist einfach wichtig, dass mein meine Situation richtig erfassen kann.

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Diagnose da - Was nun ?

    Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Diagnose. Der Weg dorthin war bestimmt nicht leicht.

    Kannst du nicht die Anschriften für SHG, Therapeuten, Ärzte usw. im Umkreis deiner Eltern ermitteln, dort einfach mal Termine gebündelt ausmachen und dann vielleicht mal 2 Wochen zu deinen Eltern fahren und dort alles termingemäss abklappern? Dann wärst du im Falle eines Umzuges nicht so unvorbereitet und hättest einen Überblick, wie es dort ist.

    Wenn du feststellst, dass dort alles gut ist, könntest du dich dann vielleicht in Ruhe nach einer eigenen Wohnung oder anderen Unterkunft (Davon habe ich leider so gut wie keine Ahnung.) umsehen. Ich meine, das AD(H)S musst du ja niemanden auf die Nase binden. Und als EURentner sind deine Einkünfte wohl gesicherter, als bei manch einem Studenten. Also wäre ich mir nicht so sicher, dass sie dich nicht als Mieter nehmen würden.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Diagnose da - Was nun ?

    Schwierig deine Situation. Aber ich denke allein der Fakt, dass du nun weißt, dass du ADS hast ist kein Grund zum Umziehen und ich denke, dass was du schilderst wegen deiner mangelnden sozialen Kontakte liegt nicht an Erfurt, sondern an dir und dem ADS und deswegen hättest du vorerst ( bis eine Therapie Besserung bringt) überall wohl diese Probleme. Viele von uns fahren ein Stücken zu ihrem Arzt, also such auch ein Stückchen weiter weg - Leipzig z.B. ist nicht so weit weg, dass man da nicht hinfahren könnte. Aber auch in Erfurt gibt es sicher einen Psychologen, der mit dir einen Verhaltenstherapie machen kann. Wo hast du den deine Diagnose bekommen ? Behandeln die nicht weiter, also zumindest Medikamente verschreiben ?

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Diagnose da - Was nun ?

    Wintertag schreibt:
    Schwierig deine Situation. Aber ich denke allein der Fakt, dass du nun weißt, dass du ADS hast ist kein Grund zum Umziehen und ich denke, dass was du schilderst wegen deiner mangelnden sozialen Kontakte liegt nicht an Erfurt, sondern an dir und dem ADS und deswegen hättest du vorerst ( bis eine Therapie Besserung bringt) überall wohl diese Probleme. Viele von uns fahren ein Stücken zu ihrem Arzt, also such auch ein Stückchen weiter weg - Leipzig z.B. ist nicht so weit weg, dass man da nicht hinfahren könnte. Aber auch in Erfurt gibt es sicher einen Psychologen, der mit dir einen Verhaltenstherapie machen kann. Wo hast du den deine Diagnose bekommen ? Behandeln die nicht weiter, also zumindest Medikamente verschreiben ?
    Ich möchte keine Medis.
    Ich will mein ADHS ohne Medis in den Griff bekommen. Daher ist ein Arzt nicht so wichtig wie ein Therapeut.
    ADHS ist ein Grund umzuziehen, da es hier wie ich schon sagte ADHS Brachland ist.
    Leipzig ist viel zu weit weg. Die Fahrtkosten sind viel zu hoch als das ich sie mir leisten könnte.
    Ich habe meine Diagnose in Stadtroda bekommen, jedoch legen die mir eine Wohnortnahe Therapie nahe. Die wollten mcih zuerst garnicht nehmen, auch nicht zur Diagnose, da ich nicht in ihrem Einzugsgebiet liege.
    Im Endeffekt haben sie mir nur die Diagnostik gemacht, weil es bei mir in der Tat keinen einzigen Arzt mehr gab der das gemacht hätte.

    Eine normale Verhaltenstherapie wäre auch quatsch, wenn der Therapeut kein Experte für ADHS ist. Der sollte schon wissen wovon er redet.

    Meine mangelnden sozialen Kontakte, liegen einfach daran, dass ich mich hier nicht zu Hause fühle und kaum Möglichkeiten habe irgendwas zu machen.

    Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Diagnose. Der Weg dorthin war bestimmt nicht leicht.

    Kannst du nicht die Anschriften für SHG, Therapeuten, Ärzte usw. im Umkreis deiner Eltern ermitteln, dort einfach mal Termine gebündelt ausmachen und dann vielleicht mal 2 Wochen zu deinen Eltern fahren und dort alles termingemäss abklappern? Dann wärst du im Falle eines Umzuges nicht so unvorbereitet und hättest einen Überblick, wie es dort ist.

    Wenn du feststellst, dass dort alles gut ist, könntest du dich dann vielleicht in Ruhe nach einer eigenen Wohnung oder anderen Unterkunft (Davon habe ich leider so gut wie keine Ahnung.) umsehen. Ich meine, das AD(H)S musst du ja niemanden auf die Nase binden. Und als EURentner sind deine Einkünfte wohl gesicherter, als bei manch einem Studenten. Also wäre ich mir nicht so sicher, dass sie dich nicht als Mieter nehmen würden.
    Das mit dem zu meinen Eltern fahren ist nicht so einfach, da ich eine Katze habe und die derweil in Pflege geben müsste. Und das ist teuer. An Weihnachten bezahlen das meine Eltern, aber ich kann ihnen diese Kosten nicht zweimal im Jahr aufbürden.

    Im Moment bin ich ja noch Eu Rentner auf Zeit. Ende 2014 läuft das aus und erst wenn ich nochmal verlängert werde, sollte es unbefristet sein.
    Allerdings habe ich noch nie eine Miete versäumt, in all den Jahren in denen ich hier lebe. Vielleicht sollte ich mal bei meiner Vermietung anrufen und nach einem Schriftstück fragen welches dies bestätigt.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Diagnose da - Was nun ?

    Hallo Teech

    das mit den vielen Absätzen ist eine grandiose Idee !

    Ich bin in Karlsruhe geboren und habe dort auch Verwandschaft - ADHS - Ödland ist es nicht, aber die Klinik ist in Mannheim, ansonsten google mal - da findest du in Karlsruhe schon einiges.

    Ich dachte auch ihc bekomme, meine Diagnose, dann die Wunderpille und "Zack" werde ich ein normaler Mensch.
    Dem war aber nicht so.. Ich habe jede Gefühlslage jetzt durch... Von ADS - das gdshfkz-Gen bis hin zu jhvgageluihvbggau
    Dann habe ich entdeckt, dass ich hinter fast jedem meiner Probleme mein ADS versteckt und das ist wirklich überall so.
    Aber ich habe mir einen Kontrollzwang angeeignet, weswegen ich das relativ gut im Griff habe, besonders vor der Außenwelt.
    HIer bin ich glaub zum Ausgleich ein wenig am "Panikrennen", nachdem mein Thema, ne Weile drin ist, denk ich "Ach was soll's so schlimm ist das dann auch wieder nicht... Ich hab mich ja relativ gut im Griff"

    Ich denke mit meinem Kalendersystem und diesem Forum hier, bekomm ich mein Leben ganz gut hin.
    So langsam finde ich es auch gar nicht mehr schlimm, irgendwie ist es schön ich zu sein. Ich kann wie sehr viele hier stolz auf mich sein und wenn man das erst einmal begriffen hat und sein ADS/ADHS nicht mehr als Feind sieht - dann ist das Leben doch schon mal besser

    Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und auch die Akzeptanz, für dich, denn "Feind", ist etwas negativierend.
    Es macht Dich besonders - ich bin gerne anders, weil ich dadurch ganz andere Stärken habe, wie der normale Durchschnittsmensch.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.925

    AW: Diagnose da - Was nun ?

    Teech schreibt:
    Meine mangelnden sozialen Kontakte, liegen einfach daran, dass ich mich hier nicht zu Hause fühle und kaum Möglichkeiten habe irgendwas zu machen.

    Das mit dem zu meinen Eltern fahren ist nicht so einfach, da ich eine Katze habe und die derweil in Pflege geben müsste. Und das ist teuer. An Weihnachten bezahlen das meine Eltern, aber ich kann ihnen diese Kosten nicht zweimal im Jahr aufbürden.
    Das mit dem nicht richtig angekommen sein, kann ich gut nachfühlen.

    Blöde Idee, aber vielleicht findest du hier jemanden im Forum, der deine Katze so lange nehmen kann? Wäre ja immerhin eine Möglichkeit und man sollte nie nie sagen.

    Langwierig aber kostengünstig wäre ggf. die Fahrt mit dem Wochenendticket, das beinhaltet allerdings viel Umsteigen, weil nur Regionalzüge erlaubt sind. - Falls es das überhaupt noch gibt. Sonst vielleicht Mitfahrzentrale?

    Feind hört sich wirklich nicht so gut an, da hat Black Sheep wirklich recht. Aber vermutlich meintest du nur, dass du jetzt weisst, was dein Problem ist.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Diagnose da - Was nun ?

    Feind hört sich wirklich nicht so gut an, da hat Black Sheep wirklich recht. Aber vermutlich meintest du nur, dass du jetzt weisst, was dein Problem ist.
    Korrekt. " Wissen wo der Feind steht " ist eine Metapher für " Wissen was mit einem los ist "

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Diagnose da - Was nun ?

    Hi Teech,

    sei HERZlLICH WILLKOMMEN und WILLKOMMEN im Club der AD(H)S ler....

    ja mmh ich kann nur sagen, dass allein Wohnen Gift für ADS ler sind, da komme ich sehr schlecht drauf......auch zu viel im Netz surfen....oder Fernsehen dasgleiche....und auch gesunden gehts so.

    Ich lerne immer mal welche hier im Netz kennen, ob 24 oder 50 Jahre total einsam sind die, und können schon keine Bekanntschaften schließen....und wenn ich zurück denke ich lebte so 2-3 Jahre nach einer missratenen WG alleine, ging zwar zur Uni wo hunderte Studies waren, (Massenuni) hangelte mich von Party zu Party....aber mit 23/24 wurde es immer ruhiger....und ich war immer mehr allein.....draußen traf man Morgens auch niemanden.....das sind dann nur gestresste Hausfrauen beim Einkaufen....und keine Jugendlichen....Studies sind in Schule und Uni....andere arbeiten...in den Jobs.....nine to five, wie man in USA sagen würde....Abend sind sie dann kaputt, ich war Topfit wegen meiner vermutlich nicht Auslastung und Hyperaktivität...ein paar kleine Jobs füllten mich nicht aus.....so wurde ich immer einsamer und voll depressiv.....

    erst als ich doch in eine WG zog wurde es besser...erstaunlich besser...und wir alle hatten nach 2 Jahren eine Bez.- Partner abbekommen.....

    Selbsthilfegruppe ist gut, aber die trifft sich ja nur Zeitweise.....

    Also kurz ich rate Dir, besonders, wenn Du keine Medis nehmen willst, solltest Du unbedingt in eine WG ziehen....denn die soziale Reflexion..in Verbindung mit einer Therapie bringt Dich weiter.

    Liebe Grüße Timo

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Diagnose da - Was nun ?

    hallo teech

    danke für deine " geschichte". man sieht sich in einigen punkten wieder. schwierig dir einen rat auf diese komplexe fragestellung zu geben.

    versuche dir "ein bild zu zeichnen", wie du dir dein umfeld im idealfall vorstellst. dann gilt es in kleinen schritten auf den weg dorthin zu gehen. so mach ich es im moment. das dauert und braucht geduld.

    herzlich, peter

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Diagnose da - Was nun ?

    Timotheus schreibt:
    Hi Teech,

    sei HERZlLICH WILLKOMMEN und WILLKOMMEN im Club der AD(H)S ler....

    ja mmh ich kann nur sagen, dass allein Wohnen Gift für ADS ler sind, da komme ich sehr schlecht drauf......auch zu viel im Netz surfen....oder Fernsehen dasgleiche....und auch gesunden gehts so.

    Ich lerne immer mal welche hier im Netz kennen, ob 24 oder 50 Jahre total einsam sind die, und können schon keine Bekanntschaften schließen....und wenn ich zurück denke ich lebte so 2-3 Jahre nach einer missratenen WG alleine, ging zwar zur Uni wo hunderte Studies waren, (Massenuni) hangelte mich von Party zu Party....aber mit 23/24 wurde es immer ruhiger....und ich war immer mehr allein.....draußen traf man Morgens auch niemanden.....das sind dann nur gestresste Hausfrauen beim Einkaufen....und keine Jugendlichen....Studies sind in Schule und Uni....andere arbeiten...in den Jobs.....nine to five, wie man in USA sagen würde....Abend sind sie dann kaputt, ich war Topfit wegen meiner vermutlich nicht Auslastung und Hyperaktivität...ein paar kleine Jobs füllten mich nicht aus.....so wurde ich immer einsamer und voll depressiv.....

    erst als ich doch in eine WG zog wurde es besser...erstaunlich besser...und wir alle hatten nach 2 Jahren eine Bez.- Partner abbekommen.....

    Selbsthilfegruppe ist gut, aber die trifft sich ja nur Zeitweise.....

    Also kurz ich rate Dir, besonders, wenn Du keine Medis nehmen willst, solltest Du unbedingt in eine WG ziehen....denn die soziale Reflexion..in Verbindung mit einer Therapie bringt Dich weiter.

    Liebe Grüße Timo
    Hallo Timo,

    Da würde ich fast sagen - 2 blöde, ein Gedanke :-D
    Ich habe mir das gestern auch schon überlegt, wegen einer WG oder sowas.
    Es gibt z.b. in Karlsruhe etwas von der Caritas - Betreute Wohngemeinschaften in denen 2-5 psychisch Kranke Menschen zusammenleben, oder betreutes Wohnen generell.

    Es wäre aber auch eine normale WG denkbar, denke ich mal.
    Ich werde morgen b.z.w. heute, ist ja schon nach 0 Uhr, bei der Caritas anrufen und mich mal informieren.

    Was ich auf jeden Fall wieder brauche ist ein soziales Umfeld. Mich an den Umgang mit Menschen gewöhnen etc.

    Danke für dein Feedback.

    Teech

    Edit: Wobei ich mir gerade etwas unsicher bin, ob das mit dem Sozialamt zu machen ist, zwecks Miete etc.
    Wisst ihr ob man auf Soazialhilfe in eine WG ziehen darf ?
    Geändert von Teech (24.03.2014 um 03:03 Uhr)

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