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Diskutiere im Thema ADHS Krankheit für sich behalten! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 74

    AW: ADHS Krankheit für sich behalten!

    Ich bin mir da auch grad ziemlich unsicher - alle mir nahestehenden Menschen wissen von der Diagnostik und dass es sehr wahrscheinlich auf ADHS hinauslaufen kann.

    Da ich aber gerade nicht in einem Arbeitsverhältnis stehe, stellt sich mir natürlich die Frage, ob ich das dem nächsten Arbeitgeben in irgendeiner Form sagen sollte... Sicherlich nicht gleich im Vorstellungsgespräch, und vermutlich auch nicht während der Probezeit.

    Aber wann wäre (wenn man's macht) der richtige Zeitpunkt?

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 76

    AW: ADHS Krankheit für sich behalten!

    Den Zeitpunkt wirst nur du finden können. Manchmal ergeben sich Situationen oder Gespräche, wos dann einfach passt und bei manchen wird dieser Moment nie da sein. An der Kunstschule wissen viele Bescheid über meine Krebserkrankung, aber nicht über die Vermutung Ads. Beim Klettern ist es anders. Wenn ich mal wieder Unaufmerksam bin und ich wieder meinen Namen höre, weil ich wieder abgelenkt bin, dann sag ich spaßeshalber "Na, zum Glück gibt's bald Ritalin". Und das auch nur, weil Klettern tödlich verlaufen kann bei Unaufmerksamkeit.
    Und ausserdem, lass die Leute reden, denken, was sie wollen. Keiner muss sich rechtfertigen, und du weißt ja auch nicht, wies bei denen Zuhause abgeht.
    Wenn ich mittlerweile wieder was vergesse und mein Freund schimpft oder meine Ma, dann sag ich "Lass mich, ich hab ADS." :-D

    ____________________________
    Dies ist eine automatisch generierte Nachricht von Aufgeben-war-gestern.de

  3. #23
    aficionado

    Gast

    AW: ADHS Krankheit für sich behalten!

    Katifant schreibt:
    Ich bin mir da auch grad ziemlich unsicher - alle mir nahestehenden Menschen wissen von der Diagnostik und dass es sehr wahrscheinlich auf ADHS hinauslaufen kann.

    Da ich aber gerade nicht in einem Arbeitsverhältnis stehe, stellt sich mir natürlich die Frage, ob ich das dem nächsten Arbeitgeben in irgendeiner Form sagen sollte... Sicherlich nicht gleich im Vorstellungsgespräch, und vermutlich auch nicht während der Probezeit.

    Aber wann wäre (wenn man's macht) der richtige Zeitpunkt?
    Aber warum willst Du das deinem Arbeitgeber sagen? Was erwartest Du von ihm? ADHS ist keine Krankheit, man wird deswegen nicht häufiger krankgeschrieben: Wenn es so wäre müsste man das wahrscheinlich schon beim Vorstellungsgespräch erklären. Ich glaube auch nicht, dass man einfachere Aufgaben erwarten kann wenn man sagt, man hat eine ADHS-Diagnose. Was möchtest Du also damit erreichen?

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: ADHS Krankheit für sich behalten!

    Katifant schreibt:
    Ich bin mir da auch grad ziemlich unsicher - alle mir nahestehenden Menschen wissen von der Diagnostik und dass es sehr wahrscheinlich auf ADHS hinauslaufen kann.

    Da ich aber gerade nicht in einem Arbeitsverhältnis stehe, stellt sich mir natürlich die Frage, ob ich das dem nächsten Arbeitgeben in irgendeiner Form sagen sollte... Sicherlich nicht gleich im Vorstellungsgespräch, und vermutlich auch nicht während der Probezeit.

    Aber wann wäre (wenn man's macht) der richtige Zeitpunkt?
    nie, ist mein Rat. dem Arbeitgeber sagt man es nicht, dass bringt nichts, sondern man riskiert nur eine Kündigung, denn ADS geht nicht weg und so kein Arbeitgeber ist so verständnisvoll zu akzeptieren, dass da einer immer Fehler macht und dann auch noch mit der Sprache herausrückt, dass sich das auch nicht ändern wird. Wenn du es hast, dann bekommst du sicher auch Medikamente und wenn es gut läuft, dann kannst du damit auch gut arbeiten und dann geht es deinen Arbeitgeber auch nichts an, dass du ADS hast.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 74

    AW: ADHS Krankheit für sich behalten!

    aficionado schreibt:
    Aber warum willst Du das deinem Arbeitgeber sagen? Was erwartest Du von ihm? ADHS ist keine Krankheit, man wird deswegen nicht häufiger krankgeschrieben: Wenn es so wäre müsste man das wahrscheinlich schon beim Vorstellungsgespräch erklären. Ich glaube auch nicht, dass man einfachere Aufgaben erwarten kann wenn man sagt, man hat eine ADHS-Diagnose. Was möchtest Du also damit erreichen?
    ADHS ist soweit ich das verstanden habe schon eine Krankheit und ich habe erst mal mit meiner Frage kein konkretes Ziel. Zumal ich ja noch ganz am Anfang stehe...
    Es ist ja auch nicht so, dass ich mich selber brandmarken will beim Arbeitgeber und frage deshalb, wie ihr das so handhabt. Ich möchte da lieber vorher nen Plan haben, als hinterher das Nachsehen - sprich wieder arbeitslos.
    Ich habe ja auch noch keine Ahnung, wie sich eine medikamentöse Behandlung drauf auswirkt, weil ich noch knapp zwei Wochen abwarten muss, bis ich das Ergebnis bekomme.


    Gesendet von meinem iPhone mit Tapatalk - also fantasieloser geht's ja wohl nicht 😅

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: ADHS Krankheit für sich behalten!

    Ich kenne das sehr gut und habe mir immer gut überlegt wem ich was von ADHS erzähle, aber das hat sich im Laufe der Zeit etwas verändert....
    Ich bin auch wieder in der Ausbildung und auf der Arbeit selbst erzähle ich niemandem was davon. Das geht einfach auch keinen was an. In meinem Kurs habe ich mich selbst geoutet, relativ am Anfang sogar, aber nur dadurch, dass ein Dozent von uns ein ADHS´ler ist (unser Sowi Dozent der selbst in der Psychatrie arbeitet und er irgendwann in einer der ersten Stunden fragte ob es außer ihm jemanden mit einer gesicherten ADHS Diagnose gäbe. Ich habe dann einfach den Arm gehoben und er hat gegrinst und meinte "darauf hätte ich gewettet". Wir unterhalten uns öfter darüber, er nimmt keine Medis und wir haben schon oft über das Pro und Contra gesprochen, aber er fällt darüber kein Urteil was mich angeht, er versteht warum ich welche nehme und heißt das auch gut und hat für sich eben mittlerweile anders entschieden. Ich bin eigendlich ganz froh, dass es im Kurs bekannt ist, denn ich muss mich sehr oft zurück halten, aber die anderen wissen eben um meine Impulsivität und wenn ich mal etwas übers Ziel hinaus schieße haben die meisten Verständnis, obwohl ich das eigendlich nicht erwarte, denn auf der Arbeit bin ich anders als im privaten, das war bei mir schon immer so.

    Im Privaten, was soll ich sagen... mein Freund selber ADHS´ler, mein Sohn ebenfalls... die meisten meiner Freunde ADHS´ler oder irgendwie in das Thema involviert oder Menschen bei denen ich die Vermutung schonmal hatte (dazu muss man sagen, dass unser Berufsfeld aus dem ich mittlerweile einfach einige Freunde habe, irgendwie anziehend für uns zu sein scheint....).
    Meine Eltern waren lange skeptisch, aber sie haben sich informiert und grade was meinen Sohn angeht auch wirklich mitgezogen und sich von unserem Facharzt beraten lassen und seit dem verstehen sie einiges besser und haben es akzeptiert sogut es ihnen in ihrer Generation möglich ist. Genauso meine "Schwiegereltern in spee"!
    Mein Ex-Mann und seine Freunde wollten es nie verstehen und hielten es für Quatsch.... sie konnten und wollten es nicht nachvollziehen.

    Wenn ich jemanden neu kennenlerne (bei mir meist durch die Arbeit aber manchmal auch durch Freunde oder Bekannte) würde ich demjenigen nicht auf die Nase binden, dass ich ADHS habe. Ich habe festgestellt, dass sich das entweder irgendwann ergibt oder nicht, ich mache mir nicht mehr so viele Gedanken darum, auf der anderen Seite schäme ich mich aber auch nicht mehr dafür, das ist ein Teil von mir...ein persönlicher und wenn mir jemand nahe sein will dann muss er diesen Teil auch akzeptieren können.

    LG

    Rose


    PS: Umso mehr Gedanken wir uns um eine Sache machen umso komplizierter wird sie in unserem Kopf meistens....

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 58

    AW: ADHS Krankheit für sich behalten!

    danke nietzsche!

    ganz tolle beiträge von dir, hilft mir! ich bin am anfang und weiss noch nicht genau, wen wie stark informieren...

    lg, peter

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    danke nietzsche!

    ganz tolle beiträge von dir, hilft mir! ich bin am anfang und weiss noch nicht genau, wen wie stark informieren...

    lg, peter

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: ADHS Krankheit für sich behalten!

    Ich habe ja erst vor ca. 2 Wochen die bestätigende Diagnose der Klinik erhalten, aber nachdem ich schon einiges über ADHS erfahren habe war die Vermutung bei mir eh schon da.

    Wenn ich zurückblicke wird mir im nachhinein auch vieles klar, hilft mir vllt es besser zu ertragen aber ich tue mich immer noch sehr schwer damit.
    => als Alleinerziehende die sich weigert zu heiraten weil vor Geburt schon getrennt und aus diesem Grund Stress in der Familie -> dadurch fehlende Unterstützung und dann noch das Nichtklarkommen mit mir selbst = sehr interessanter Lebenswandel

    Die Anschuldigungen vom Kindergartenalter bis zum heutigen Zeitpunkt sind auch nicht so schnell verarbeitet weil ich mich ja mein Leben lang gefragt habe ob ich überhaupt normal bin oder nicht doch besser weggesperrt gehöre.

    Meine Tochter, Schwester und eine Arbeitskollegin wissen Bescheid:

    -> Tochter weil Vermutung dass Sie auch betroffen ist und jetzt auch eine Erklärung für einiges Verhalten bei mir hat
    -> Schwester weil ich mich jetzt endlich befreien konnte, weil ich eine Erklärung habe dass ich nicht "nicht will", dass ich mich nicht in etwas hineinsteigere sondern der Knoten so schnell platzt dass es kein Halten mehr gibt, dass ich mich in Tabellen verzettele ohne zu wissen warum, dass ich mit Zeit und mit Zahlen absolut nicht umgehen kann usw.
    -> Kollegin weil Sie Explosionen von mir mitbekommen hat und wir uns sehr gut verstehen

    ADHS ist für mich nicht eine Entschuldigung um mich vor etwas zu drücken. Ganz bestimmt nicht. Ich habe so viel Schuldgefühle wegen meiner Verhaltensweisen mittlerweile aufgebaut dass ich trotz allem endlich mal Erklärungen abgeben kann.

    Momentan bin ich am überlegen ob ich noch einen Kollegen informiere weil er mir mal gesagt hat dass er gar nicht weiß mit meinen Launen, Emotionen und Gefühlsausbrüchen umzugehen obwohl ich ja doch auf der anderen Seite immer so hilfsbereit und nett wäre.

    Ich denke auch dass Aufklärung wirklich Not tut, dass viele Verhaltensweisen keine Absicht sind, dass es einen Grund gibt warum ich keine genaue Zeitspanne sagen kann, dass ich nicht doof bin nur weil ich mit Zahlen (sehr wichtig in unserer Gesellschaft) nicht umgehen kann, warum ich etwas simples nicht organisieren kann.....................

    Es gibt ja leider auch genug Personen im Gesundheitswesen die scheinbar damit ein Problem haben umzugehen.

    Ich verzettel mich schon wieder

    also hör ich jetzt lieber auf

    LG

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