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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 86

    Das Herz mal zu Wort kommen lassen...

    Hallo,

    viele schreiben und auch ich - Wer kennt das nicht?
    Hier sind soviele Gleichgesinnte, dass man es eigentlich fast nicht glauben kann... Jeden Tag bekommen wir gesagt wie "falsch" wir eigentlich sind und dass so manches bei uns so ganz sonderbar sei...
    Deswegen dachte ich, ich öffne ein neues Thema und fange an zu sagen, was ich sonst nie sage, so offen, dass es wirklich von Herzen kommt und jeder der das auch tun möchte findet hier seinen Platz.

    Danke an alle adhs-chaoten - ihr seid wirklich wundervoll und einzigartig und ich möchte nirgendswo anders das tun


    Ich werde meine Geschichte werde ich später schreiben - irgendwann wenn ich Ruhe habe... Mein Sohn redet ununterbrochen und ich befürchte ich habe wieder keine ruhigen fünf Minuten und bevor mein Kopf Matsch wird und ich heute abend wieder um acht total müde bin... schreibe ich wenn ich meine Zeit habe und Ruhe...
    Bis bald - ihr hört von mir
    Geändert von BlackSheep_f ( 3.03.2014 um 13:26 Uhr) Grund: Absatz hat nicht funktioniert

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Das Herz mal zu Wort kommen lassen...

    So jetzt bin ich mal gespannt - wieviel Zeit ich denn bekomme...

    Achtung ich bin ziemlich sarkastisch und mein schwarzer Humor, zeigt manchmal wie schwarz er eigentlich sein kann.
    Bei so manchen Sätzen, lächle ich und es klingt ziemlich trocken und unlustig.
    Ich meine es aber nicht böse.

    Das erste was ich lernen musste ist Geduld, nicht die Dinge zu erzwingen wollen. Mir geht es so, dass ich mir die Dinge vorstelle und dann sollen sie auch so laufen, blöd ist dabei nur, dass ich Menschen nicht beeinflussen kann und die machen was die wollen.
    Es hat viel gebraucht, mich da in den Griff zu bekommen. Ich habe hier im Forum, den Tanz mit dem rotem Nilpferd gelernt... und seitdem ich mir das so vorstelle, verliere ich nicht so sehr die Kontrolle. Der Kontrollverlust ist ziemlich hart für mich.
    Auch über mich selber. Ich nehme die Emotionen manchmal ziemlich heftig wahr, habe mir meine emotionale Sensibilität auch soweit zu Nutzen gemacht, dass ich mich damit selbst manipulieren kann. Traurige Musik = traurige Stimmung, fröhliche Musik = gute Laune.
    Wenn ich traurig bin und eigentlich gar nicht weiß warum, oder ich keine Lust darauf habe traurig zu sein, höre ich gute Laune Musik und meine Stimmung hebt sich. Ich weiß aber auch, dass wenn ich Ferneseh sehe mich die Dinge emotional so mitnehmen können, dass ich da noch eine Weile daran knabber.
    Ich kann von Himmelhochjauchzend auf Tiefbetrübt in nur einer Sekunde umschalten... Was es meinen Mitmenschen nicht einfach macht.
    Auch der Tropfen, der das Faß zum überlaufen bringt, der ist bei mir oft erreicht.. Ist so tagesabhängig.
    Ich weiß manchmal gar nicht was "meine" Gefühle sind, oder das was ich fühlen will, oder das was ich von irgendeinem Eindruck fühle. Ich weiß manchmal nicht was wirklich, meine echten Gefühle sind.
    Ich kann auch ziemlich emotionslos wirken... Eigentlich kann ich in den Spiegel schauen und mir überlegen wer ich sein will, denn ich kann sein wer ich will, nur weil ich mich dazu so entscheide. Deswegen weiß ich eigentlich gar nicht wer ich bin, weil ich irgendwie soviele Gesichter habe und die sind so unterscheidlich.
    Meine Mitmenschen verzweifeln daran, wenn Sie mich ergründen wollen und es tut mir auch Leid für Sie.
    Ich verstecke meine echten Gefühle und handle manchmal so konfus, nur weil ich nicht haben will, dass mich jemand wirklich wahr nimmt.
    Mein innerstes Ich, das ich selbst gerade kennenlerne, ist der Schatz, den ich verbissen verteidige und niemanden hineinlasse und manchmal denke ich ich brauche da drinnen auch niemand. Deswegen meinte ein guter Freund von mir - ich sollte mich mal öffnen.
    Hier mein Versuch und ich seh mal ob das wirklich was bringt.
    Denn so gefühlvoll wie ich bin, so verschlossen bin ich auch.
    Aber was bleibt mir denn auch anderes übrig, als so zu sein wie ich bin.
    Eine bescheidene Kindheit ist milde, als ich bei meinem ersten Psychatertermin, einen kleinen Teil erzählt habe, hat er mich angesehen und gemeint es ist ein Wunder das ich noch keinen psychischen Totalschaden hätte.
    Ich war auch immer wieder beim Psychater, weil ich mich anders fühlte, aber ich habe keine psychischen Krankheiten, egal wie schlimm, meine Vergangenheit auch war. Vielleciht verdanke ich es meiner Gabe der Ignoranz, wie ich sie liebevoll nenne. Ich kann die Dinge, die ich nicht wahrnehmen möchte, einfach ausblenden, was ich vergessen will, vergesse ich einfach. Die Selbstkontrolle über all das musste ich mir aneignen um zu überleben und das meine ich leider auch so. Ich habe um mein Leben gekämpft. Ich habe echte Narben und schlecht verheilte Knochenbrüche, die mich daran erinnern, was ich ertragen habe.
    Ich werde das Gefühl nie vergessen, als ich KO zu Boden fiel, ich habe mich, meinen Körper verlohren und sah wie alles um mich herum schwarz wurde und cih zu Boden sackte, kraftlos... Ich habe keine Neurosen, Psychosen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung obwohl ich Todesangst durchgestanden habe.
    Ich bin dafür sehr dankbar, in mir diese Stärke zu haben, das durchgestanden zu haben und im hier und jetzt sein zu können.
    Klar, habe ich ein paar Kollateralschäden und ich kämpfe jeden Tag, aber es ist in einem normalen Rahmen.
    Ich gehe gegen meine Familie, denn die halten ADS/ADHS für was ganz schlimmes - das negative Wort möchte ich jetzt auch nicht mehr sagen, weil es einfach nur d... ist. Es hat mich nur sehr aufgewühlt, dass man es sich so einfach macht. Ich bin kein Versager oder Looser - ich habe mehr durchgestanden als die, die sowas von sich geben.
    Nicht lernen zu können, seit der Geburt an Alzheimer zu Leiden und trotzdem überlebensfähig zu sein...
    Wie oft habe ich gehört, dass es ein Wunder sei, dass ich es überhaupt fertig bringe zu atmen... Ich atme und ich befreie mich.
    Manchmal, wenn mir etwas emotional zuviel wird, fühle ich mich, als wenn ich in Flammen aufgehen würde, ich verliehre die Kontrolle und jedes Gefühl, wird ausgebrannt und alles was ich bis dahin fühlte, ist nach dem großen Feuer weg und die Mauer steht stärker um mich herum und ich bin allein.
    Manchmal denke ich, ich bin gerne allein, denn so kann mir keiner weh tun und wenn ich mich auf andere verlasse, dann bin ich verlassen. Ich habe mich damit abgefunden, weil ich es nicht mehr ertrage enttäuscht zu werden. Ich erwarte von jedem nichts und bin jedes mal erfreut, wenn doch was kommt, oder freu mich tierisch, wenn ich was nettes zurück bekomme.

    Deswegen bin ich hier auch so glücklich und Dankbar und viele Ratschläge, habe ich mir zu Herzen genommen und sie haben mein Leben bereichert und verbessert.

    So oft bin ich in eine Situation verrannt und sehe nicht mehr wirklich was wichtig ist. Ich verliere manchmal einfach die Perspektive.

    Ich verzweifle, daran, dass ich mich nicht so konzentrieren kann, jeder Kontrollverlust ist für mich eine Niederlage an mich selbst. Ich habe mir einen Kalender und eine Tafelfolie zugelegt und alles was ich erledigen will, schreibe ich mir da auf, so habe ich Struktur reingebracht.
    Von richtig strukturiert und "PERFEKT" ist es ewig weit weg, aber ich habe wichtige Dinge immer erledigt
    und das ist für mich echt der Wahnsinn, so vergesse ich relativ wenig und habe viele Dinge erledigt
    Was ich von meinem Sohn gelernt habe, das umlenken. Wenn man merkt das einen etwas aufwühlt, oder man das rote Nilpferd schon anrennen kommen sieht, macht man etwas, was einen glücklich macht. Dann vergeht, dieses schlechte Gefühl.
    Wenn mein Sohn wütend wird, nehme ich ihn je nach Situation in den Arm, oder ich rede mit ihm über seine Gefühle, oder aber ich fange die Wut und wir kitzeln sie dann weg. Das wende ich jetzt auch bei mir an. Das zu akzeptieren, wie ich bin und das ich meinem Sohn mit meinem "Ich-sein" nicht schade, habe ich auch von hier gelernt.
    Ich habe hier schon soviel gelernt und es hat mich auch echt weitergebracht und jetzt bin ich gespannt, in wie weit mir das öffnen hilft.
    Ich will gar nicht reden was alles schlechtes passiert ist, weil das gewesen ist, deswegen heißt es ja auch Vergangenheit und irgendwas in mir, hat mir geholfen, das zu verarbeiten, auf meine Weise. Wie ich hier gelesen habe, sind einige, die keine schöne Kindheit hatten und das auch ohne Vollschaden überstanden haben.

    So jetzt hab ich meinen Kopf wieder gematscht und brauche wieder eine Pause.
    So wie ich gelesen habe, bin ich hier nicht die Einzige.
    Ich habe gemerkt, wenn ich Dinge verarbeite, oder überdenke oder so an meinem "Inneren" arbeite, dass ich dann mehr Schlaf brauche.
    Normalerweise reichen mir 6 Std. Schlaf, aber bei solchen Sachen werde ich dann schneller müde und muss auch mehr schlafen, wenn ich denn kann, denn manchmal liege ich Stunden, wach im Bett und möchte schlafen, aber ich kann nicht, weil da soviele Gedanken sind. Und dann denke ich immer an 5 Sachen gleichzeitig.. Und so verquer... Da ist manchmal so ein Chaos in meinem Kopf und manchmal nur so eine Leere, oder so schwer.
    Ich sag dann immer mein Kopf, fühlt sich an, wie eingeschlafene Füße, das kribbelt dann so komisch.. und das habe ich jetzt und dann mach ich Pause, bevor ich in der nächsten Stunde schlafen gehen will

    Danke fürs lesen

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Das Herz mal zu Wort kommen lassen...

    Oh M G
    Jetzt seh ich erst wieviel Text das ist... Kein Wunder war mein Kopf danach Matsch...
    Oh ich glaub ich verstehs wenns keiner bis zum Ende schafft..

    Ihr kennt das sicher auch - gerade dachte ich, oh - das sollte ich noch mit in meinen Beitrag schreiben... Notebook in die Hand.. und weg war's...
    Diese Gedankensprünge, die man immer macht und auch die Kommentare - von anderen -
    "Denk nicht soviel"
    ?? Meinen die das echt ernst??? In meinem Kopf sind tausende von Gedanken, die rumschwirren und manchmal glaube ich, die bringen meinen Kopf zum platzen und dann so ein Spruch - mein Kopf denkt immer und da ist auch viel Müll dabei. Ich denke manchmal wirklich über einen Mist nach, so dass ich mich wirklich über mich wundere, warum ich über sowas nachdenke - zum Glück besitze ich meine Gabe der Ignoranz, dass ich das ausblenden kann.
    Ich bemühe mich auch immer es anderen Recht zu machen, deren Erwartungen zu erfüllen, weil ich eigentlich gar nicht weiß, was ich selbst von mir erwarte.
    Ich habe keine Ahnung, wer ich eigentlich bin, was ich vom Leben möchte, oder wo ich hin will, wer ich werden will.
    Ich definiere mich im Moment nur nach meinen Prinzipien, das was mir wichtiger ist. So habe ich bis jetzt eigentlich ziemlich herausgefunden, was mich glücklich macht. Ach und cih mache Yoga, da bekomme ich meinen Kopf so ziemlich ruhig... und das Entspannen tut auch wirklich gut.
    Ich mache gerne Sport bis zur Erschöpfung, danach kann ich mich besser konzentrieren, ich arbeite hart an mir und bin sehr selbstkritisch und ich weiß nicht, was man meint, wenn man sagt, lass das Herz sprechen...
    Ich mache einfach irgendwas und das mache ich so vor mich hin... aber ob es das ist was mein Herz mir sagt, hab ich keine Ahnung, ich weiß auch nicht was mein Herz sagen würde, wenn ich es verstehen würde... Ich komm da nicht hin, da ist wirklich eine Mauer und es gibt "Zeitfenster" in denen komm ich an mein innerstes Ich, verpasse ich diese Zeitfenster ist es weg und ich komm da nicht hin. Es fühlt sich so an, als wären überall Blockaden in mir... und das sind sie auch echt... Also von der Muskulatur/Wirbel her... Aber auch in mir, in meinem Kopf und in meinem Herz, oder besser drumherum.
    Ich muss immer auf meine "Zeitfenster" warten.
    Auch das mit dem Lernen oder überhaupt - schiebe ich die Dinge gerne, bis zum letzten auf. Zum Glück kann ich mich mit meinem Kalender selbst vereppeln... und so schaffe ich alles noch im Rahmen, meist... Kam letztes? und dieses Jahr nur einmal vor, dass ich einen Abgabetermin um 5 Tage verpasst habe... aber - hey

    Ok - Letztes stimmt nicht... Aber dieses Jahr
    Letztes Jahr waren es auch nur drei oder vier.. und das finde ich echt spitze, da es lange gedauert hat bis ich was auf die Reihe bekomme.

    Ich bin schnell mit einer begeisternden Euphorie dabei und genauso schnell breche ich ab. Mein Lebenslauf, ist ein genauso, wenn nicht sogar schlimmeres Chaos, als mein Leben. Vielleicht denke, ich auch, das es deswegen besser ist alleine zu sein.
    Ich biete keine Beständigkeit und das Chaos, das ich um mich herum aufbaue...
    Mein Sohn ist genauso , wer's gelesen hat - meine Mutter auch...
    Da passt das dann ganz gut ^^
    Und das verrückte ist - wenn alles um mich herum, dann richtig miese Laune schiebt, werde ich plötzlich total ruhig und besänftige die anderen.
    Also je lauter und chaotischer mein Umfeld wird, desto ruhiger werde ich, obwohl ich eigentlich so gar nicht ruhig bin,
    eigentlich..., ich nenne das temperamentvoll ^^ also das absolute Gegenteil.
    Normalerweise lasse ich mich von meinen Gefühlen hinreißen, aber ich mag diesen Kontrollverlust nicht - vielleicht sehe ich das auch zu negativ und viel zu selbstkritisch... Vielleicht strenge ich mich nur zu sehr an, wer zu sein, der ich gar nicht bin, oder sein kann.
    Ich sehne mich nur so sehr, nach der Beständigkeit, das was ich füher für, Spießer, Langweiler... und schon kurz vor
    gehalten habe... Ich glaube ich hätte das jetzt gerne...
    Aber es hat mich immer mal wieder da hin gezogen und irgendwie, hat immer etwas gefehlt... Ich war immer ziemlich wild und habe mich immer dagegen gewehrt eingesperrt zu werden... jetzt bin ich frei und weiß gar nicht wohin, denn alles kann man im Leben nicht haben und ich hätte aber gerne alles und das macht mich schon etwas trotzig, wenn es nicht so läuft wie ich das will...
    und dann wüsste ich gerne - sofort was ich will und das hätte ich dan auch gerne - jetzt
    Aber das was ich will ändert sich, fast so schnell wie meine Launen...

    So jetzt glaub ich hab ich viel rausgelassen, von dem was ich denke/fühle und was mich bewegt.

    Über die Vergangenheit, will ich nicht weiter eingehen, ich denke, das wichtigste ist gesagt und ich habe, viel vergessen.
    Ich weiß, das ich das so wollte und ich bin dankbar dafür, dass ich es wirklich vergessen konnte.
    Manches fühlt sich nur noch so an, wie ein schlechter, vergangener Traum. Zu dem was gewesen ist, ist eine Distanz aufgebaut und ich fühle nichts mehr dabei, wenn ich daran denke. Es berührt mich nicht mehr, deswegen, denke ich, es ist gewesen und vorbei.
    In meinen Gesprächen, habe ich auch herausgefunden, dass das Vergangene, keinen Einfluss/Macht mehr auf mich hat und das hat mich ungemein erleichtert, auch wenn ich wenn ich daran denke, so ... ach ich weiß nicht genau, wie das Gefühl heißt, aber es ist wie das Gefühl, wenn man 1 Stunde nachdem Aufstehen, an seinen Alptraum denkt, dann fühlt sich das auch so komisch an.
    Ich lerne die Gefühle zuzuordnen - was in dem großen Haufen von Gefühlen - nicht gerade leicht ist - für mich.
    Es ist genauso, wie mit den Gedanken.
    Jetzt muss ich mir nur noch Dinge merken können, wenn ich das will - und dann bin ich zufrieden mit mir.

    Ich versteh es nur nicht - warum es mir so wichtig ist, dass ich einen Partner habe, der mich liebt...
    Da hab ich noch keine Idee dazu - Da dass auch ein Familienproblem ist, nehme ich Denkanstöße gerne an

    So ehrlicher und offener gings nicht - denn jetzt bin ich nackt

  4. #4
    Martisse

    Gast

    AW: Das Herz mal zu Wort kommen lassen...

    Hi und einen guten morgen.

    Es war zwar viel, aber dennoch habe ich es bis zum Ende geschaftt. Ich wünschte mir, dass ich auch diese Fähigkeit gehabt hätte, die Dinge die mir passiert sind, ebenfalls zu ignorieren bzw. die negative Energie umzulenken wie du schon sagtest.

    Die Kämpfe die man durchstehen muss sind schon ein wesentlicher Bestandteil unserer aller Leben. Und gerade in einer Situation, in der sich die meisten hier beiden hier im Forum trifft das sogar umso mehr, das es um ein vielfaches einen wichtigen Teil unseres Lebens einimmt.

    Und tja die Scham einerseits, der Stolz auf der anderen. Die pure Verzweifelung oder einfach die Erkenntnis dass man einfach nur anders ist und viele ( mich leider eingeschlossen ) sehr belastet, was eigentlich nicht der Fall sein sollte.
    Anders gesagt versuche ich es mit einem Gedankengang, den ich vor vielen Jahren hatte, und den ich mich zum Glück aufgeschrieben hatte, und den ich hier teilweise hier wiedergeben will.

    Leider leider sind wir und viele da draußen gezwungen Masken zu tragen, wie viele andere auch um dann identisch oder zumindest konform dessen zu sein, was da draussen ist. Und tut man dies, dann nur aus dem Grund weil im Gesamten das streben nach Perfektion das höchste Ziel ist, was wir alle im Leben ganz oben auf unserer " to do "- Liste setzen, und das obwohl wie jeder weiß nichts und niemand perfekt ist.
    Und wenn wir nun dieses anstreben, so tun wir dies um präziserweise die Vollkommenheit unserer selbst zu erreichen, was zwar nicht möglich ist, aber erstrebenswert ist, da meiner Meinung nach der Vollkommene Mensch auch derjenige ist, der die Meisterschaft der Weisheit erreicht hat, weder gutes noch schlechtes kennt und deshalb mit sich und dem Rest der Welt im Einklang ist.
    Versuche ich dies umzusetzen, oder würde ich dies anstreben, dann wohl deshalb, weil im Kern des ganzen in diesen unruhigen Zeiten, der innere Frieden zu einem gut geworden ist, den nur die wenigsten kennen. Frieden und Harmonie zu bringen und zu erlangen, ist kein einfaches unterfangen, aber um doch ein wahrer Mensch zu werden, den man zurecht und verdient als Mensch bezeichnen kann wohl doch ein erstrebenswertes.

    Doch sind manchmal Ängste da, da ja auch extrem ausgedrückt für manch einer ( wie mir zum Beispiel ) das erreichen des Ziels auch gleich gesetzt werden könnte, mit dem erreichen der Ziellinie eines einmaligen Rennens oder dem Tod nach dem Leben ?
    Ja genau so habe ich mal rumphilosophiert und mir da an dieser Stelle gedacht, dass es auch deswegen der Fall sein kann, warum es auch viele geben kann, die scheitern und deswegen das erstrebenswerte dann nicht erreichen können und man deshalb nun mal nicht perfekt sein könne, da das erreichen dieses Zieles ein noch größerer und gigantischer Berg sein könnte, dessen Erklimmung, nicht einmal bestens vorbereitet das erstrebte Resultat mit sich bringt.


    So und jetzt bin ich jetzt auch gerade etwas matschig, da oben .
    Und ein wenig schlafen sollte, ich lieber auch da mir die Augen schon zu fallen.

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