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Diskutiere im Thema Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 21

    Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Hallo und guten Abend,

    ich habe es in meiner Vorstellung schon beschrieben: ich habe (wie ich hier in geschlossenen Themen bereits lesen konnte wie einige andere AD(H)Sler auch) ein großes Problem im Umgang mit Geld.
    Mittlerweile bin ich 35 Jahre alt und habe gerade von allen Seiten Alarmsirenen gehört, denn wenn es so weiter geht, droht bald die Privatinsolvenz..
    Seit meinem 12. oder 13. Lebensjahr führe ich akribisch genau Buch über meine Einnahmen und Ausgaben. Trotzdem ist es mir irgendwie "egal" wie mein Kontostand aussieht wenn ich unbedingt was haben will. Dabei bin ich ja nicht blöd und bekomme alles andere in meinem Leben auch gut hin.

    Ich kann auch Beträge bzw. Werte nicht richtig einordnen. Wenn es z.B. darum geht eine Einwohnerzahl von irgendeiner größeren bekannten Stadt zu schätzen habe ich null Ahnung ob 10.000 oder 100.000 eine passende Größenordnung wäre..
    Letzte Woche habe ich mit zwei unabhängig voneinander arbeitenden Dyskalkulie Threapeuten telefoniert. Natürlich konnten sie keine Ferndiagnose stellen, haben mir jedoch ein paar Fragen gestellt und sagten, dass es relativ wahrscheinlich ist, dass eine Dyskalkulie vorliegt. Ich hab Ihnen von meiner finanziellen Situation erzählt und sie waren so fair, mir zu sagen, dass eine Testung und die Therapie zu diesem Zeitpunkt, zu dem ich erstmal wieder finanziell auf die Beine kommen muss, wahrscheinlich einfach zu teuer ist und sie mir daher z.Zt. nicht dazu raten würden.

    Generell denke ich eh, dass das größte Problem eher weniger am Rechnen liegt (denn dafür kann ich auch einen Taschenrechner nehmen, muss mich halt nur zusammenreißen und ihn auch immer benutzen als einfach zu kaufen), als mehr an ADS.
    Und genau dazu habe ich eine Frage an Euch: Warum ist das für viele AD(H)Sler, und das trotz häufig vorkommender überdurchschnittlicher Intelligenz, so oft ein Problem? Also warum können so viele nicht mit Geld umgehen, was genau passiert da (oder gerade nicht) in unseren Gehirnen?

    Ich habe gerade einige Hebel bewegt, und bin zumindest Geldorganisatorisch, jetzt nachdem ich alle Alarmsirenen laut und deutlich gehört habe, auf einem guten Weg, trotzdem fällt es mir ja schwer auf Dinge zu verzichten. Ich bin zwar auch in psychotherapeutischer Behandlung, doch bin ich mir nicht so ganz sicher wie meine Therapeutin mir bzgl. des Wurzelproblems weiterhelfen kann bzw. mich in die richtige Richtung lenken kann.
    Habt ihr ähnliches erlebt und könnt mir sagen WARUM der Umgang mit Geld für AD(H)Sler so schwierig ist ?

    Ich freue mich auf Eure Antworten!

    pinkdream

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 185

    AW: Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Hallo liebes Pinkdream,

    du gehörst wahrscheinlich auch eher zu dem impulsiven ADS-Typ, die aus einer spontanen Laune heraus einkaufen. Sehen und kaufen.

    Das hat auch was mit einem Ungleichgewicht im Belohnungszentrum zu tun. Das das Glücksgefühl beim Kaufen nicht sehr lange anhält und man sich wieder was gönnen will. Man braucht diesen Kick "einkaufen" einfach zur Selbststimmulation für sein Frontalhirn, damit die fehlenden Botenstoffe wie Dopamin wieder aktiviert werden.

    Ich hoffe jetzt, daß ich nicht komplett verkehrt liege.

    Ich hatte auch jahrelang das selbe Problem. Meistens kaufe ich zu schnell, denke nicht nach. Und das Glücksgefühl läßt zu Hause auch schnell nach. Dann folgt die Ernüchterung, schlechte Gewissen (Schulden).

    Dann zieht man zB die gekauften Klamotten sowieso nicht einmal an. Oder nur ein mal.

    Wenn mir heute etwas wirklich gefällt, was ich unbedingt haben möchte, versuche ich eine Nacht drüber zu schlafen bevor ich es mir dann kaufe. Das erfordert viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Es ist harte Arbeit.

    Oder ich nehme mir nur abgezähltes Bargeld mit.

    Bei Lebensmitteln habe ich immer ein Einkaufszettel dabei.

    Deine Strategien für deine Finanzen, finde ich jedenfalls schon mal gut, du setzt dich wirklich sehr damit auseinander.

    Ich habe übrigens auch eine Rechenschwäche.

    LB
    jasmin

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 359

    AW: Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Ich kann Dir nicht sagen, woran es liegt, dass es bei ADSlern der Fall ist. Die Feststellung, es sei so könnte ich auch nicht belegen. Vielleicht bringt mehr auch ein verhaltenstherapeutischer Gratisansatz hier im Forum?

    Ich habe es neulich schon an anderer Stelle geschrieben: Geld ernst zu nehmen, kann auch bedeuten, es so zu machen, wie meine Oma: BARES benutzen.

    Nur Bares ist Wahres, Du weißt schon :-)
    EC Karten, Kreditkarten, Überziehungskredite (Plastikgeld im weiteren Sinne.) sind nicht gemacht worden, damit der Kunde sich endlich sein Geld nicht mehr klauen lässt sondern in der Intention, genau sie, die Bank reicher zu machen. Die vermeintliche "Kulanz" der Banken, ja ihre Großzügigkeit und ihr Vertrauensvorschuss sogar erwerbslosen Schülern schon tausend Euro Überziehungsgrenze einzuräumen (auf dem Taschengeldkonto) ist das beste Beispiel. Andere Beispiele aus der Arbeit eines Freundes von mir, der als Anwalt im Jugendbereich arbeitet, sind Handyverträge. Die Anzahl, der Achtzehnjährigen mit Handyschulden, die zum Teil richtig verurteilt werden, ist erschreckend. Ist es die Schuld der Jugendlichen? Wohl kaum.


    (Wenn dich das Thema interessiert, suche mal nach Beiträgen bei Youtube zu David Graeber; sein Buch zur Schuldgeschichte ist fünfhundert Seiten stark, das muss man schon aus fachlichem Interesse lesen. ;-)

  4. #4
    smi


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Der Umgang mit dem lieben Geld. Ich kann jetzt nicht sagen, dass es ADHS Typisch ist aber bei mir liegt es einfach daran, dass mir Geld nichts bedeutet. Die ein oder anderen Tiefschläge habe ich auch schon diesbezüglich hinnehmen müssen.
    Momentan renkt sich alles wieder langsam ein und ich habe nun folgende Strategie die ganz gut klappt.

    - der Finanzchef ist meine Partnerin
    - ich zahle nur bar und habe kein Plastikgeld

    Haushaltsbuch führen würde nicht klappen, da gebe ich bereits nach zwei Tagen den Löffel ab.

    Zählen, schätzen, hochrechnen usw. ist bei mir kein Problem, im Gegenteil, ich erschrecke immer wieder wie nah ich mit Kalkulationen ohne konkrete Werte an der Realität dran bin.

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Das Problem kannte ich auch - früher.
    Nach etlichen Tausend Euro Schulden und einem Kerl, der mich ausgenommen hat wie ne Weihnachtsgans (15.000 Euro in zweieinhalb Jahren, die ich nie wieder gesehen habe), habe ich von heute auf morgen Disziplin an den Tag gelegt. Ich habe keinen Dispo, keine Kredite, keine Schulden. Nichts mehr. Ich habe jeden Monat was übrig und habe immer alles beglichen. Und Wünsche werden erfüllt, sobald es geht, ohne dabei über die restlichen Wochen des Monats zu stolpern.
    Schufa ist sauber und auch alle anderen Auskunfteien wissen nur Gutes über mein Bezahlverhalten zu berichten. Das war aber bei Leibe nicht immer so. Ich glaube, ich brauchte wirklich das absolute Desaster, um zu kapieren, dass Geld zwar längst nicht alles ist, man aber deutlich ruhiger lebt, wenn man sich zusammenreißt und andere Wege fürs Belohnungszentrum findet. Meine Wünsche sind nicht weniger geworden, aber ich kann mittlerweile besser warten.

    Ich hoffe, dass Andere die Kurve früher kriegen. Ich drücke Euch die Daumen!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Hallo ihr Lieben,

    danke erstmal für Eure Antworten und Tipps!

    @ Brummelchen: Meinen Dispo aufzulösen, das steht auch noch auf meiner Liste, allerdings muss er dazu erstmal wieder ausgeglichen sein...;-)
    Trotzdem habe ich dabei gewisse Ängste. Z.B. bin ich beruflich von meinem Auto abhängig, da ich dort wo ich arbeite nur mit einem Auto hinkomme und es 60km von mir zuhause entfernt liegt. Zwar kann ich auch mal von daheim arbeiten oder bin auf Dienstreise, aber abhängig bin ich von meinem Auto schon. Dabei frage ich mich dann: selbst wenn mein Konto glatt ist, ich aber keinen Dispo mehr habe, was mache ich dann wenn mein Auto mal kaputt geht. Bis ich mir endlich mal was auf die hohe Kante legen kann dauert es ncoh ne Weile, dazu muss ich erstmal meine ganzen Schulden abzahlen..
    Nicht falsch verstehen, ich suche keine Ausrede, sondern hab einfach nur sowas wie Existenzängste.

    @smi: einen Partner habe ich leider z.Zt. nicht. Allerdings würde ich mich glaube ich auch immer kontrolliert fühlen und irgendwie nicht "mündig". Wenn allerdings gar nichts mehr hilft und es jemanden gäbe, der meine Finanzen steuern würde, würde ich es glaube ich auch so machen.

    @slippyamlia: Ja, das ist echt was dran. Leider brauche ich meine Kreditkarte auch beruflich für die Zahlung von Hotels auf Dienstreisen und kann sie daher nicht komplett kündigen. Die EC Karte nutze ich nur zum Geld abheben und zum bezahlen von Benzin (da das eh unumgängliche Kosten für mich sind, ist es so für mich einfacher). Ich muss allerdings lernen meine Kreditkarte nicht für andere Dinge zu benutzen. Damit habe ich mich schon oft selbst "verar...";-)

    @jasmin09: ja, impulsiv bin ich schon. Allerdings kaufe ich extrem selten etwas was ich nie nutze. Im Gegenteil, wenn ich meine etwas unbedingt haben zu müssen (was natürlich rein rational nicht wirklich notwendig wäre, also eine bestimmte Jeans oder ein tolles Küchenuntensil zu haben zu dem Zeitpunkt), dann ziehe ich es auch ständig an oder benutze es häufig. Trotzdem sind es Dinge die nicht notwenig wären und die ich mir vor allem nicht leisten kann.
    Das mit dem drüber schlafen ist ein super Tipp, das hab ich auch schon ein paarmal probiert, teilweise erfolgreich, teilweise nicht.
    Für Lebensmittel habe ich zwar auch immer einen bestimmten Betrag den ich am Anfang der Monats abhebe, allerdings hat es nie gereicht, da ich einfach so unstrukturiert einkaufe. Letzte Woche bin ich das erste Mal mit meinem wöchentlichen Betrag in den Supermarkt gegangen und habe mir (unter erheblicher Anstrengung meine grottenschlechten Arbeitsgedächtnisses) genau überlegt was ich für die Woche brauche und was ich kochen will. Das hat super geklappt. Ich hoffe es geht so weiter!


    Noch eine Frage an Euch alle: Wie macht ihr es wenn ihr z.B. Eure Augentropfen, Cremes oder was auch immer in der Onlineapotheke kauft weil dort wesentlich günstiger? Das kann ich ja nicht mit meinem monatlichen Bargeld zahlen was für solche Dinge bestimmt ist und ich weiss auch nie ganz genau wann diese Dinge "alle" sind und ich z.B. neue Augentropfen bestellen muss..

    LG,

    pinkdream

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Ich kann Dich sehr gut verstehen, pinkdream! Und solche Ängste plagen mich auch heute noch immer wieder. Ich habe dafür zwei Lösungen parat, oder naja, eigentlich sind es drei.

    -> Entweder Du legst Dir Geld auf die Seite, muss nicht viel sein, aber kontinuierlich. Und an dieses Geld gehst Du nur in Notfällen (Auto kaputt, Waschmaschine defekt, etc.) Das erfordert aber massiv Disziplin, die ich auch heute noch nicht immer habe.

    -> Oder Du deponierst das Geld bei Menschen, denen Du vertraust (Eltern bspw.). Dann kommst Du nicht in Versuchung.

    -> Oder aber, wenn wirklich alle Stricke reißen: Privatkredite. Sprich Du leihst Dir Geld bei Verwandten, die es Dir geben können und wollen. Das ist allemal billiger und wesentlich weniger nervenaufreibend als sich in die Klauen von Banken zu begeben. Trotzdem wichtig: Schriftlich vereinbaren, wie viel man sich leiht, wann und wie getilgt wird, etc. Damit sind beide Seiten abgesichert und man kommt nicht in die Versuchung, sich zu drücken. (So habe ich es zum Teil auch gemacht und bin damit gut gefahren.)

    Meine großen Schulden bin ich damals auch nur losgeworden, indem ich meine private Rente geplündert habe. Das war so schmerzhaft und ärgerlich, dass ich den Cut machen konnte: Neues Konto ohne Kreditkarte, ohne Dispo, ohne wasweißich. Und ich halte daran seit nunmehr fünf Jahren fest, denn nichts macht einen fertiger als dauernde Geldsorgen. Wenn das Geld alle ist, ist es alle, dann kann ich eben nichts mehr kaufen. Manchmal sehr schmerzhaft, aber wirklich allemal besser als sich für 14% Dispozinsen abziehen zu lassen.

    Ich drücke Dir feste die Daumen, dass Du das in den Griff bekommst.


    PS: Schuldernberater sind sehr sehr hilfreich und in vielen Städten gibt es auch ehrenamtliche Vereine, die Schuldner beraten und unterstützen. Manchmal ist die Existenz nur durch eine Privatinsolvenz zu retten, aber da denke ich dann: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.962

    AW: Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Wenn du deinen Dispo wieder abgespeckt hast, dann könntest du vielleicht mal ausrechnen, was du in der OnlineApo maximal lassen würdest und diesen Betrag als Guthaben auf deinem Konto lassen. Dann hast du dort eine Reserve, die du bei Bedarf anzapfen könntest. Generell - wenn du einen Kalender führst - einfach mal eintragen: xy angebrochen am ..., xy aufgebraucht am ..., dann bekommst du ein ungefähres Gefühl dafür, wie lange das hält. Wenn du dann monatlich eine Summe dafür einplanst und auf dem Konto lässt, dann hast du deine Rücklage für die Apotheke.

    Ist nur so ein Gedanke.

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Hallo,

    oh ja, davon kann ich auch ein Lied singen!
    Geholfen hat mir ein Familienmitglied, der meinen Kredit (mit viel zu hoher Rate und Zinsen) abgelöst hat und dem ich das Geld jetzt monatlich zurückzahle. Im Gegenzug muss ich jeden Monat einen Haushaltsplan abliefern (Gott sei Dank nur grob; einen detaillierten würde ich niemals durchhalten) und hin und wieder mal Kontoauszüge zeigen. So bin ich auf jeden Fall Dispo und Kredit los und konnte neu starten.

    Mein Problem ist definitiv Impulsivität und auch, dass ich den Wert von Geld schlecht einschätzen kann; auch Preise vergleichen fällt mir schwer. Shoppen erlaube ich mir im Moment gar nicht, weil es mir super schwer fällt, nur zu gucken und nicht zu kaufen. Und selbst wenn ich losgehe und sage: ich brauch jetzt wirklich unbedingt eine neue Hose oder neue Schuhe, grenzt das für mich an Quälerei, weil ich all die schönen Sachen sehe, die ich mir nicht kaufen darf.
    Früher hab ich oft einfach gekauft und mir gesagt: ach, ist doch immer gut gegangen! Du darfst dir auch mal was gönnen! Aber irgendwie läuft das bei mir immer aus dem Ruder. Deshalb geh ich einfach nicht mehr gucken und vermeide Verführungen, so gut es geht (leider gehe ich sehr gern Lebensmittel einkaufen und Kaffee trinken!)

    Nicht helfen tut, dass meine Mutter kaufsüchtig war (glaube ich) und wir immer Zeug im Überfluss hatten. Deshalb fällt es mir nicht nur schwer, den Wert von Geld zu erkennen, sondern auch den Wert von Gegenständen bzw. Besitz allgemein. Und ja, du hast recht, verzichten ist super schwer! Und ich ärgere mich darüber, dass ich jetzt erst angefangen habe, mich damit auseinanderzusetzen und die Chance verpasst hab, mir mit gleichmäßigem Budget über die Jahre was aufzubauen.

    Dyskalkulie wurde bei mir zwar nie getestet, ist aber sehr wahrscheinlich!

    Ich wünsch dir viel Erfolg

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.962

    AW: Umgang mit Geld/ Schulden/ Dyskalkulie

    Ich geh auch nur noch Bummeln, wenn ich Geld übrig habe und dann setzte ich mir ein Limit. Mehr Geld habe ich dann auch nicht dabei, das ist hilfreich, das Limit einzuhalten.
    Ansonsten hilft bei mir auch nur: Nicht gucken gehen! So weckt es wesentlich weniger Wünsche, die ich mir verkneifen muss.

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