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Diskutiere im Thema Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 32

    Ausrufezeichen Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    Liebe AD(H)S-ler ich brauche dringend euren Rat,

    Es greift mal wieder der ADS-Blues zu. Eine Freundin von mir ist in Neuseeland 18752 Kilometer entfernt von mir und studiert dort noch 9 Monate. Seit sie weg ist vermisse ich sie unheimlich und dadurch wurde mir irgendwie die Vergänglichkeit des Lebens und meine Monotonie im Alltag bewusst. Ich bin jetzt gerade 23 geworden und bin mit meinem Bachelor fertig. Ich sitze viel zu oft zu Hause rum ohne zu arbeiten und meine Eltern steigen mir von allen Seiten auf den Kopf. "Mach was" oder "ab Mai zahlen wir dir keinen Cent mehr!" bekomme ich dann an den Kopf geworfen, statt (emotionaler) Unterstützung bekomme ich nur Vorwürfe zu hören.

    Ich überlege nun stark, ob ich sie besuche bzw. selbst dort mindestens ein halbes Jahr mit Work and Travel dort verbringen soll. Meine Freundin die jetzt dort ist bedeutet mir wirklich viel, aber ich weiß nicht, ob das der Grund ist warum ich rüber will. Ich habe davor so riesige Angst, hatte ich schon immer und der Wunsch ins Ausland zu gehen besteht erst seit Kurzem. Ich habe Angst, wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es nie. Ständig stellen sich mir gedankliche Stolpersteine in den Weg und ich denke Sachen wie: in Neuseeland ist es schwer Geld zu verdienen, wie beziehe ich mein MPH (ohne undenkbar) oder es ist dort jetzt Winter und ich bin ein totaler Sommermensch und hätte, weil dort jetzt der Winter anfängt, über eineinhalb Jahre Winter, wenn ich nach sechs Monaten zurückkomme. Egal ob ich gehe oder nicht, ich habe unglaubliche Angst davor.

    Egal ob ihr so was schon mal gemacht habt oder nicht, bitte helft mir!

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    Ja, würd es machen. Einfach machen. Die Bedenken lösen u verändern sich auf dem Weg.
    Geändert von Loyola (27.02.2014 um 01:05 Uhr)

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    Hast du so was schon einmal gemacht? Ich meine, wenn ich denken würde, dass sich dort alle Probleme lösen, hätte ich es schon lange vor dem heutigen Tag getan.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    Zu Fuß von Bayern nach Paris gelaufen ohne Geld. Pro Tag 25 km, ein Monat im Sommer u du bist da. Betätigung u neues Kurbeln den Geist. Erste Woche hast die typischen Sorgen, und in der zweiten ist's schon Routine, vor der man sich in der dritten etwas hüten muss, weils nicht selbstverständlich ist, dass alles immer funktioniert. Dann geht's. Das Ding mit Neuseeland, Australien usw machen ja viele, die diese Erfahrung darauf nicht missen wollen. Da vorher Spundes zu haben ist normal. Im Rückblick sind alle froh, dies überwunden haben u die andern hatten halt gewichtigere Gründe, es zu lassen. Es eilt ja nicht. Mal sacken lassen u sehen, ob du's aus dir raus machen willst. Medis hatte ich damals keine, soviel Bewegung, Luft u es war ja das Gegenteil von verkopftem Arbeiten u mit freiem Rhythmus u wenig Fremderwartungen usw.

    intelligent bist ja u vielleicht helfen als Inspiration einige Texte, die gewissen Haltungen für sowas enthalten, die helfen, die Ängste zu konfrontieren. Ich mag z.b. sehr die Reiseberichte der Humboldtbrüder z.b. den Kosmos oder Stevensons In der Südsee. Auch Defoe's Robinson . Auch Chamissos Reise um die Welt wie Casanova sind zum Gehen brauchbare Begleiter u. inspirierend, von den Pilgerberichten ganz abgesehen. Die stellen sich alle auf die konkreten Probleme ein, sobald sie da sind u irgendwie gehts immer weiter, arbeiten mit dem was tatsächlich da ist, nicht mit dem, was da sein sollte. Irgendeinen persönlich wichtigen Text mitzuhaben hilft, die Grübelei auf Durststrecken im Kopf gut in die Waage zu kriegen u gewisse Mottos zu finden, die helfen, bessere Wahrnehmungs- (=Haltungs)muster zu finden. Grübelei läuft sich so schnell raus. Kommt immer anders, als du Dir's vorstellst u am Ende bleibt eine einzigartige Erfahrung fürs Leben.


    Gibt hier im Forum viele mit Erfahrungen mit sowas.
    Lg
    Geändert von Loyola (28.02.2014 um 02:19 Uhr)

  5. #5
    ellipirelli

    Gast

    AW: Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    ich wusste damals noch nicht, das ich ADHS habe--- und bin zweimal ins Ausland gegangen. Beide Male für Jahre.
    Im Nachhinein weiß ich, das ich mich und meine "Unzulänglichkeiten" so gut aufgehoben und unwichtig gefunden habe, wie nie vorher oder nachher und war zumindest in einem Land so glücklich und "bei mir" wie nie.

    Mach es!! Ich würde mir den Hintern abbeißen, wenn ich diese Erfahrungen nicht gemacht hätte.
    Du wirst dran wachsen

  6. #6
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    Hey CaptainJack,

    war schon oft im Ausland, alleine, mit Familie oder mit Freunden. Kann deine Angst total verstehen, or einigen Reisen bin ich auch fast gestorben vor Angst (v.a. in den mittleren Osten und nach Asien), hinzu kam noch große Flugangst. Oft hatte ich auch währenddessen immer noch sehr viel Angst, aber bereut habe ich trotzdem keine einzige meiner Reisen!

    Wie du an dein MPH kommst, musst du vorher versuchen zu klären, wär ja echt blöd, wenn du dann plötzlich ohne da stehst. Denke, das wäre nicht so gut. Du kannst dich ja immer entscheiden es nicht einzunehmen, aber die Möglichkeit sollte trotzdem bestehen. Vielleicht kann dir ja deine Freundin helfen, da genaueres herauszufinden?

    Wenn sie da ist, wird dir das sicher auch Halt und Sicherheit geben!

    Wenn ich in Länder mit westlichen Standards reise, habe ich auch deutlich weniger Unbehagen. Es ist natürlich trotzdem nicht Deutschland, aber nicht ganz so seltsam, als wenn einem auch noch jeder ansehen kann, dass man Ausländer ist (wie in Asien).

    Denke, Neuseeland ist ein guter Ort, um mal eine Reise ans andere Ende der Welt zu unternehmen!

    Mach dir nicht so viele Sorgen. Du kannst jeder Zeit zurückfliegen. Du bist ein freier Mensch, vergiss das nicht.

    Es ist auch in Ordnung, wenn du es nicht machst. Setz dich nicht so wahnsinnig unter Druck. Manche Dinge brauchen Zeit. Versuche, genau herauszufinden, wovor du Angst hast. Hast du einen Therapeuten oder Coach, der dich unterstützen kann?
    Geändert von Lactat (27.02.2014 um 11:40 Uhr)

  7. #7
    aficionado

    Gast

    AW: Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    CaptainJack, mach es unbedingt. Du bist ja jung, wenn Du dich jetzt nicht traust, wirst Du dich nie trauen.

    Ich habe während meiner Auslandsaufenthalte so viel gelernt.

    Aber mache es für Dich, nicht weil Du ohne jemanden nicht leben kannst. Plane es einfach gut und dann wird es klappen. Work and Travel organisiert so weit ich weiß fast alles für dich, Du musst dich also nicht um alle Details selbst kümmern.
    Geändert von aficionado (27.02.2014 um 11:11 Uhr)

  8. #8
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    Was mir noch einfiel:

    Durch Informationsgewinn kann man versuchen, seine Ängste zu reduzieren. Dokumentationen gucken, Reiseführer durchblättern, im Internet recherchieren nach Work und Travel. Rede mit Leuten, die dort waren.

    Hier ein paar Fragen, die du dir persönlich stellen kannst (will heißen, das musst du jetzt nicht hier öffentlich beantworten):

    Es ist natürlich ungünstig, dass dich deine Eltern belagern, das setzt dich sicher unter Druck. Willst du deinen Eltern vielleicht entkommen? Hast du Angst, zu scheitern?

    Wie wäre für dich die Vorstellung, nicht hinzufliegen? Wie würdest du dich damit fühlen? Gibt es im Moment Alternativen für dich? Kannst du mit deinen Eltern sachlich über die Situation sprechen und sie bitten, dir mehr Freiraum zu geben? Hast du eine andere ältere Person, die dir zur Seite stehen kann?

    Versuche, dich aus deiner eingeengten Denkweise zu befreien. Druck und Angst sind meiner Erfahrung nach keine guten Ratgeber. Schaffe dir Alternativen, Freiräume, Perspektiven. Spiel diese Szenarien in deinen Gedanken durch.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.692

    AW: Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    also captain jack...
    meine kleine person würde sagen
    DO IT!

    es sind erfahrungen die du sammelst
    es ist großartig in einem anderen land zu sein
    die sprache zu sprechen, sprechen zu lernen
    es ist ein anderes bewegen in der welt
    mit einer anderen sprache

    es ist viel input
    viel mut auch und um so schöner dann,
    wenn man schweinehunde einsperren kann
    seinen horizont erweitern kann
    lernen, erfahren...auch sich selbst

    neue menschen, natur
    es verändert, macht auch stark.

    und für den fall, das es doch blöd ist...
    gehts eben wieder ab nach hause
    dann ist es eben nicht deins
    in fernen ländern länger deine zeit zu verbringen
    zu leben...
    dann gehts eben nur vielleicht für einen urlaub...
    aber das ist doch auch o.k.!

    probiere es aus, lese, gucke dokus - jaaaaa

    ich möchte meine auslandsaufenthalte nicht missen
    sie waren gold wert, wunderschön und ich habe dinge gesehen
    die mir sonst verborgen geblieben wären
    auch von dem was man da so empfinden kann
    f r e i h e i t
    zum beispiel....

    trau dich jack...

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 491

    AW: Auslandsaufenthalt mit ADS (Hypoaktiv), soll ich es machen?

    Captain Jack

    Du brauchst ein Schiff. Diverse Anker. Sichere Häfen....

    Ich, als alte "Nomadin" .... rate Dir : "gedankliche Stoplersteine" ernst zu nehmen.
    Zu Reisen ist eine grossartige Sache ! Das sollte sich jeder unbedingt mal antun ! Aber....

    Ohne MPH ? wenn Du drauf angewiesen bist ?.... ich reiste auch schon mit Medies, mit ärztlichen Papieren dazu....geht schon.

    Neuseeland ist schon recht weit weg..... diese Liebe muss gross sein.....
    Spedi-Firmen anwählen für Mitfahrten ...
    Reedereien abklappern, um eine Mitfahrt auf einem Frachter zu mischeln ?

    Du wirst solange unterwegs sein, bis dahin haben sich in Neuseeland die DoDo's wieder angesiedelt...
    um das Wetter dort mache Dir grad hier noch keine Sorgen ...

    Du möchtest reisen - hast aber Angst.... das ist Normal ! Alles kann passieren.... Alles ist möglich...
    Wäge ab, was Du wirklich suchst ...
    Ist es die Liebe, die zieht ?
    Will die Reiselust Dich auf Trab bringen ?
    Willst Du vom Druck der Eltern weglaufen ?
    Hast Du Hintertürchen offen, die Dich auffangen, wenn Du Dich verlaufen hast ?
    Eine Kreditkarte die Weltweit gültig ist ?

    Und was würdest Du auf die Reise mitnehmen ? Wie sähe Dein Gepäck aus ?

    Gruz Forelle- Meer-,Fluss-,See-,Bach-, und endlich angekommen : bergforelle

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