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Diskutiere im Thema Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 92

    Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    Ich bin wirklich langsam komplett am Verzweifeln mit mir. Ich kann nicht so weitermachen, sonst kostet es mich früher oder später die Existenz.

    Ich bin selbstständig, arbeite von zuhause aus.

    Ich habe eine (denke ich mal) perfekte Terminplanung, ein tolles Belohnugssystem, viele geplante freie Tage mit Entspannung und ich halse mir allgemein nicht übermäßig viel auf.

    Trotzdem gibt es die Tage, an denen ich einfach kaum arbeiten kann. Nur ein zu leises, aber dennoch nervtötendes Stimmchen in meinem Hinterkopf wiederholt das Mantra "Du solltet arbeiten". Aber ganz laut brüllt eine innere Stimme, ich will aber, dies, das, jenes. Und das tue ich dann auch.

    Was soll ich bloß noch tun?

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    Ich weiß auch keine Lösung - vielleicht braucht die Hunterin eine neue Herausforderung?
    Vielleicht wäre es besser, du lässt dich irgendwo als Sklavin anstellen?
    Vielleicht solltest du es trotz deiner tollen Einstellung einmal mit Medikation
    versuchen?

    Oh, ich muss sie noch nehmen.
    Alles Gute!
    Gretchen

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    Ich möchte mich auch gerne selbständig machen, und habe mir Gedanken über eine solche Situation, in der du gerade steckst, gemacht.

    Klar, wenn man angestellt, oder wie es Gretchen nennt, versklavt ist, muss man arbeiten.
    Ständig Druck und Regelmäßigkeit auf sich selbst auszuüben, erfordert viel Disziplin. Und das ist nicht leicht, gerade bei ADHS'lern.

    Ich weiß ja nicht, was du für eine Tätigkeit ausübst, aber vielleicht hilft dir ein wenig Sport. Mich baut es immer total auf. Danach habe ich wieder Energie und kann leichter Dinge anpacken, die mir gerade keinen so großen Spaß bereiten.

    LG bebe
    Geändert von BeBe (21.02.2014 um 11:35 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    Sport treibe ich mindestens 1 bis 2 mal pro Woche. Und zwar solcher, der mir Spaß macht.

    Mein Tätigkeit ist abwechslungsreich und ich mache sie eigentlich sehr gerne.

    Medis gehen leider gar nicht, da ich einen Teil meiner ADHS-Eigenschaften für meine Arbeit brauche.

    Oder meinst Du, Bebe, ich sollte in solchen Momenten Sport machen? Ich glaube, da würde ich mich genausowenig dann aufraffen können.

    Ich habe einfach ein riesenproblem, Dinge, die mich interessieren oder mir Spaß machen, aufzuschieben. Wenn ich über ein Thema was nachlesen will, oder sonst ein Hobby ausüben will oder sonst was, schaff ich einfach nicht zu arbeiten und bis zum Feierabend oder Wochenende zu warten. Ich glaube, das ist der Punkt.

    Diese Tage snd selten negativ, meist bin ich in heller Begeisterung bei einer Sache, die sich leider nicht mit meiner Arbeit deckt.

    Angestellt möchte ich aber nie wieder sein. Meine Freiheit geht mir über alles. Aber dafür brauch ich halt auch eine Existenzgrundlage.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    Es war ja nur ein Vorschlag. Und wie schon erwähnt, bei mir hilft es.

    Sorry, dass ich dir keinen anderen Ratschlag geben kann.

    Trotzdem alles gute.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    Ich werde es, wenn es passt auf jedenfall mal ausprobieren. Vorallem, wenns mal nicht so ein guter Tag ist.

  7. #7
    aficionado

    Gast

    AW: Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    AnnaArendel schreibt:
    Ich bin wirklich langsam komplett am Verzweifeln mit mir. Ich kann nicht so weitermachen, sonst kostet es mich früher oder später die Existenz.

    Ich bin selbstständig, arbeite von zuhause aus.

    Ich habe eine (denke ich mal) perfekte Terminplanung, ein tolles Belohnugssystem, viele geplante freie Tage mit Entspannung und ich halse mir allgemein nicht übermäßig viel auf.

    Trotzdem gibt es die Tage, an denen ich einfach kaum arbeiten kann. Nur ein zu leises, aber dennoch nervtötendes Stimmchen in meinem Hinterkopf wiederholt das Mantra "Du solltet arbeiten". Aber ganz laut brüllt eine innere Stimme, ich will aber, dies, das, jenes. Und das tue ich dann auch.

    Was soll ich bloß noch tun?
    Ich habe das auch und habe ein paar Jahre versucht, dieses Problem zu lösen. Ich bin gerade am Überlegen, ob ich deswegen freelancing total aufgeben will. Vielleicht fehlen Dir einfach Menschen? Du könntest probieren, einen Büroarbeitsplatz zu mieten. Oder einfach in Bibliotheken oder Cafes zu arbeiten.

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    Hallo Anna,

    erstmal möchte ich sagen, dass ich dich gut verstehen kann! Und ich glaube, mir selbst würde es super schwer fallen, auch nur irgendwas zu Hause auf Termin zu erledigen. Deshalb ist es doch toll, dass du schon so weit gekommen bist und dir das aufgebaut hast! Blöde Tage, an denen alles nervt und man irgendwie nicht so gut drauf ist, haben wir ja alle mal.

    Ich finde den Tipp von aficionado sehr empfehlenswert; hätte ich dir auch vorgeschlagen! Als Buchhändlerin muss ich ja privat sehr viel lesen, nur habe ich oft keine Lust drauf und hock lieber vorm PC. Deshalb habe ich mir angewöhnt, öfters "aushäusig" zu lesen; in Cafés z.B. Bibliothek ist auch gut. Man hat seine Ruhe, ist aber trotzdem mittendrin und nicht ganz so isoliert! Ich bin in solchen Situationen seltsamerweise viel konzentrierter und gelassener als zu Hause (wo viel mehr Ablenkung lauert!)

    Wenn du wirklich den Drang hast, eine bestimmte Sache sofort tun zu müssen, versuch es doch mit Zeitlimit. Wenn ich zu Hause putzen muss, setze ich mich öfters zwischendurch mal an den PC oder mach was anderes schönes, stelle mir aber die Eieruhr auf 10 Minuten. Das Klingeln ist ja nicht gerade ein schönes Geräusch, das reißt mich meistens raus. Klappt nicht immer, ist aber einen Versuch wert!

    Viel Erfolg!
    s.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    Vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten. Ich habe jetzt also einen neuen Plan gefasst und hoffe, dass er diesmal funktioniert.

  10. #10
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Diese verdammten Tage, an denen gar nichts geht

    Ich kann dein Problem sehr gut nachvollziehen. Im Studium (da ist man ja quasi selbstständig mit der Zeiteinteilung) ging es mir genauso. Hatte viele schlimme Phasen, wo gar nichts mehr ging, bin durch viele Prüfungen durchgefallen.

    Was mir geholfen hat, war zum Beispiel mit jemandem meine Ziele sehr genau zu vereinbaren: ich lerne jeden Tag von 11-13 Uhr und bearbeite in der Zeit Seite x-y. Einen Tag in der Woche ist frei. Das hat die andere Person dann überprüft bzw. ich musste Bericht erstatten. Das hat mich motiviert, weil ich mir nicht die Blöße geben wollte es nicht zu schaffen (außerdem war es mein letzter Prüfungsversuch). Also: kleine Schritte, kleine Ziele. Immer die Frage: was will ich damit erreichen?

    Wenn ich genau weiß, was ich an diesem Tag erreichen will, hilft mir das ungemein, weil es sich sonst zu einem riesigen Berg aufzutürmen scheint, den ich nicht mehr bewältigen kann und ergo vor mir herschiebe.

    Meist setze ich mir enge Zeitfenster: 15 Minuten machst du das jetzt, dann kannst du aufhören. Manchmal höre ich tatsächlich auf, oft arbeite ich dann weiter. Oder ich arbeite in 40 Minuten Takten mit 10 Minuten Pause. Ohne solche inhaltlichen und zeitlichen Rahmen schaffe ich meistens nichts.

    Wenn ich mich konzentrieren will und mir geht allerlei Zeug durch den Kopf, das ich machen will, dann schreibe ich es einfach auf. Dann ist erstmal der Druck weg, sofort aufzuspringen und es zu tun.

    Manchmal hilft mir auch Achtsamkeit, obwohl das ohne Übung recht schwierig ist. Dann versuche ich einfach zu beobachten, was sich in meinen gedanken abspielt, ohne ihnen weiter nach zu gehen oder gar sie umzusetzen. Dazu muss man eine innere Distanz aufbauen können, was wie gesagt, Übung braucht. Dann hole ich mich in die Situation zurück, in der ich jetzt gerade bin: "Ich sitze am Schreibtisch, es ist Montagvormittag, ich lerne gerade xy. Im Moment bin ich abgelenkt, weil ich das und das denke." Diese Objektivierung schafft Distanz.

    Akustische Reize (wie sonnenau meinte mit der Eieruhr) können auch helfen, wieder ins hier und jetzt zu kommen oder ein Trigger sein. Ich hab eine App, die gibt immer einen Glockenton ab, wenn meine Pause oder Arbeitszeit anfängt, dann weiß ich: jetzt beginnt etwas neues. Ich fühle mich nicht gut, wenn ich das ignoriere, weil ich denke: du hast dir soviel Mühe mit deinem Plan gemacht, er hat ja auch einen Sinn, weil du das und das erreichen willst, wenn du es jetzt nicht machst, wird das nichts...

    Vielleicth hilft dir ja was davon :-)

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