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Diskutiere im Thema Mobbing im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #51
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Mobbing

    Trine schreibt:
    Kommt auf die Situation an: ist es nur ein einzelner Mobber und hat es sich noch nicht mit anderen Kollegen verselbstständig, hört sich das gut an. Hat er aber schon Stimmung gegen dich gemacht und es sind mehrere auf den Zug aufgesprungen, wird sich die Situation nicht ändern.

    Da du aber Unterstützung von anderen Kollegen hattest, was deine Maßnahmen gegen den Mobber angehen, tippe ich mal auf Variante eins. Vermutlich möchte er sein Gesicht nicht vor allen Kollegen/Mitarbeitern verlieren.
    ...leider nicht ganz. Mein Hauptmobber hat 4 Anhänger, die ihm folgen und auch gerne mal gegen mich schießen...

  2. #52
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Mobbing

    Hallo,

    auch ich kenn die Problematik. Konnte mich trotz meinen "Anderssein" beruflich hinaufarbeiten.

    Kurz danach ging alles los. Ich wurde von meinen ehemaligen Kollegen ausgegrenzt. Mir wurden Sachen aus meinem Büro versteckt. Vor der Geschäftsleitung wurde behauptet das sie nie etwas von meinen Tätigkeiten gehört hatten (obwohl dies in Dienstbesprechungen deutlich angesprochen und sogar protokolliert wurde). Als ich den Raum betrat, sind die Leute gegangen etc.

    habe mich damals an meinen Chef gewendet und zudem wurde dieses Problem in Supervisionen angesprochen. Das interessante und auch ärgerliche daran ist/war, das dies durch die Vorsitzende der MAV angezettelt worden ist. Derzeit hat sich daran nicht viel geändert, da diese Mitarbeiterin schon seit Jahrzehnten bei uns angestellt ist.

    Jetzt weiß ich das sie Angst vor mir hat. Sie nicht mit meiner Beförderung klarkommt weil sie denkt sie sei besser. Sie ist es aber nicht
    Danke an unseren Supervisor.


    TooMuch

  3. #53
    Martisse

    Gast

    AW: Mobbing

    WeißeRose schreibt:
    Nur die Sekretärinnen der anderen Abteilungen, die mich loswerden wollen, erzählen ständig ich würde mit der Belastung nicht klar kommen und an meinen Aufgaben verzweifeln. Ja, ist klar… ich hab´ die Abteilung bekommen, die am wenigsten zu tun hat und insgesamt eher ´nen lockeren Job im Vergleich zu den anderen Frauen. Überfordert… dass ich nicht lache!

    Mir wurde mal geraten, ich solle mich auf der Arbeit unwissender und dümmer stellen, als ich bin. Das sehe ich aber nicht ein. Ich schaue sicher nicht auf andere herab, aber wieso sollte ich mir kleiner machen als ich bin? Es ist doch nicht meine Schuld, wenn andere Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl haben.

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Nun ich kann da sagen, dass es für solche Menschen leider nur die Ebene des Wettbewerbs gilt. Und dann wird man oder es wird versucht, dich niedriger zu machen als du bist. Und das kann solange gehen, bist du es am Ende selber glaubst. Das ist leider mit mir passiert, und ich leide heute sehr darunter, da ich ja mehr bin als das was man mir Vorgeworfen hat.
    Zu deinen "Kolleginnen und Kollegen", die dich loswerden wollen kann ich mir da nur fogendes vorstellen, was deren Bewegründe sind. Wenn ich daran denke, was ich von der reinen Wettbewerbsgesellschaft halte, und diese Gesellschaftsform hierzulande und anderswo sehr dominierend ist, könnte es sehr wahrscheinlich sein, dass mal wieder der Neid zugeschlagen hat. Aus deiner Sicht wirst du von Leuten fertig gemacht, da du eine Abteilung hast in der du nicht so viel zu tun hast.
    Aus der Sicht der Mobber und deren Anhänger kann ich mir vorstellen dass es wie folgt aussehen mag.

    "Diese Frau hat, eine Abteilung in der sie nicht zu viel zu tun hat, und da wird sie deshalb für wenig Arbeit die sie schnelle vollbringen kann, mehr Lob bekommen. Da wird sie im schlimmsten Falle eine Chance bekommen die Leiter aufzusteigen. Und wenn ich daran denke, dass ich fürs gleiche Geld oder weniger mehr Arbeiten muss.... Und dann noch mein Mann, meine Kinder, die Rechnungen usw.... Nein das kann nicht angehen, was waren denn bitte ihre Leistungen, dass ich hier weiter hocken darf und mich abschufften muss, und nichts keinen Lob oder einen anderen Posten bekomme, um auch aufzusteigen...."

    So so viel dazu, was diese Sekretärinnen denken könnten oder so ähnlich. Da draussen gilt nur der harte Konkurrenzkampf der unerbittlichst und hart gekämpft wird, und da sie dich für eine Konkurrentin halten und sorry dass ich das so sage sehr dumm in der Birne sind, können sie nicht anders als auf Mobbing zurück zugreifen.
    Dass sie ein so geringes Selbstwertgefühl haben ist ganz sicher nicht deine Schuld, aber so tickt die Mehrheit leider da draussen. Es mag zwar mal wieder pessimistisch erscheinen und sehr schwarzseherisch sein, aber eines der Werte die man heutzutage eher kennt, sind die Werte der freien Marktwirtschaft. Profit machen, nach Wohlstand streben, die heissesten Klamotten tragen bzw. die Aktraktivität nur an äußerlichen Aussehen begrenzt.... Ich könnte die Liste unendlich fortführen, aber leider denken das immer mehr, und überwiegend meine Generation und jünger wird immer mehr auf diese "Werte" erzogen, und halten für jeden Mensch der sich nicht daran hält oder danach strebt für einen Menschen zweiter Klasse. Also für mich macht das keinen Sinn und ist nicht menschlich.....

    WeißeRose schreibt:
    Mir fällt in den letzten Jahren immer wieder auf, dass dieses Konkurrenzdenken in der westlichen Wertewelt tief verankert ist - und zwar nicht nur auf beruflicher Ebene. Ich kann auch nicht verstehen, warum es in einer Beziehung oder Gruppe von Freunden eine Hierarchie geben sollte.
    Tief verankert ist noch meiner Meinung nach noch untertrieben. Es gibt überwiegend schon fast keine anderen Werte mehr als diese. Andere gute Werte mögen vielleicht noch existieren, und werden noch von einigen sehr wenigen ausgelebt, doch sterben diese Werte langsam aber sicher aus, um am Ende nur noch in der Theorie zu existieren (was bei mir zum Beispiel einer der Hauptgründe war, warum ich von Philosophie auf Kunstgeschichte umgestiegen bin) .

    WeißeRose schreibt:
    Das klingt fies, aber auch in diesem Punkt bin ich bei dir. Ich kann auch nicht alle Menschen gut leiden. Trotzdem würde es mir nicht im Traum einfallen, die Existenz einer Person zu zerstören, nur weil ich diesen Menschen nicht ausstehen kann. Das ist wirklich das Letzte.
    Und deswegen nenne ich solche Menschen auch so, eben weil es das letzte ist.



    Verständnis und Mitgefühl sind wohl einige der wichtigsten Werte, die in unserer Zeit verschwinden, da man in einer Gesellschaft der dominanten freien Marktwirtschaft unbedingt der erste und beste sein will. Oder anders gesagt..... "Keine Gefangene machen, und kein Erbarmen zeigen" ; "Um etwas zu erreichen würde ich sogar über Leichen gehen"........

    Was solche Menschen nur nicht verstehenist , dass es unsere Leichen sind. Zwar nicht körperlich zum Glück aber geistlich, was meiner Erfahrung nach auch schon schlimm ist, wenn nicht sogar noch schlimmer!

  4. #54
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Mobbing

    @Swidi: Ich habe noch nie ein Friedensangebot von irgendwelchen Mobbern bekommen und rate dir zur Vorsicht, weil die anderen Leute in der Mehrzahl sind. Weißt du, nicht alle Mobber hacken permanent die ganze Zeit auf dem "Opfer" rum. Die machen das in der Regel ganz geschickt: Es kann immer mal wieder eine Phase geben, in der die hinterlistigen Personen sehr umgänglich sind. Irgendwann denkst du, es sei doch nicht so schlimm wie du dachtest und gewinnst ein Stück Sicherheit. Und dann schlagen sie in einem unerwarteten Moment wieder zu, und du bist völlig durch den Wind. Ist ganz normal. Das läuft bei mir in der Firma nicht anders. Es gibt Tage, da bekomme ich mehrmals eins auf den Deckel. Und dann passiert es, dass die mobbenden Personen tage- oder sogar wochenlang ganz normal mit mir umgehen - bis zum nächsten Angriff.

    So lief es auch in ehemaligen Beziehungen und Freundschaften. Psychische Erniedrigungen wechselten sich mit harmonischen Zeiten ab. In den harmonischen Phasen dachte ich, es könnte wieder so werden wie früher - so war es aber nie. Irgendwann folgte die nächste Respektlosigkeit. Du kannst einem Menschen, der dich ohne schlechtes Gewissen psychisch quält, auf gar keinen Fall vertrauen. Egal ob du dich ihm unterwirfst, dich wehrst oder das Ganze ignorierst - er wird dich weiterhin fertig machen, bis du entweder freiwillig aus seinem Leben verschwindest oder ihn um Gnade anflehst, damit er dich als Nervensäge abstempeln und letztendlich in den Wind schießen kann.

    Ich kann dir einen Tipp geben, woran du so einen Energievampir erkennst: Solche Leute setzen gerne mal einen richtig psychopathischen Blick auf, wenn sie die betreffende Person fertig machen wollen. Wenn jemand eingeschnappt, böse oder wütend ist, dann ist auch sein Gesichtsausdruck eingeschnappt, böse oder wütend. Menschen, die anderen das Leben zur Hölle machen, sind da noch ´nen Tick heftiger drauf: Sie werfen dir einen Psychoblick zu und geben dir das Gefühl, als ob du das letzte Stück auf der Welt bist. Kennst du das? Meistens passiert das ohne besonderen Grund. Früher habe ich mich nach so einer Aktion gefragt, was ich falsch gemacht habe und bekam ein schlechtes Gewissen. Das solltest du auf keinen Fall machen. Wenn dir jemand mit so einem Blick kommt, halte dich bitte so gut es geht von ihm fern. Sämtliche Menschen mit Psychoblick, die ich jemals kennengelernt habe, entpuppten sich im Laufe der Zeit als richtig bösartige Zeitgenossen - und zwar ausnahmslos.

  5. #55
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Mobbing

    Martisse schreibt:
    Verständnis und Mitgefühl sind wohl einige der wichtigsten Werte, die in unserer Zeit verschwinden, da man in einer Gesellschaft der dominanten freien Marktwirtschaft unbedingt der erste und beste sein will. Oder anders gesagt..... "Keine Gefangene machen, und kein Erbarmen zeigen" ; "Um etwas zu erreichen würde ich sogar über Leichen gehen"........

    Was solche Menschen nur nicht verstehenist , dass es unsere Leichen sind. Zwar nicht körperlich zum Glück aber geistlich, was meiner Erfahrung nach auch schon schlimm ist, wenn nicht sogar noch schlimmer!
    .. traurig aber war. Und ich glaube für die, die nicht so denken, ist die Gefahr, dass man nicht jedem Menschen immer gleich böse Absichten unterstellt. Da man unwillkürlich diesen Menschen trotzdem auf welche Art auch immer näher kommt und sei es nur durch die Dauer des Zusammenarbeitens oder Kennes, bieten sich für diese Menschen im Laufe der Zeit immer mehr Angriffsflächen. Je besser ich jemanden kenne, desto leichter kann ich ihn angreifen.

    Macht das Sinn? Ich verwirre mich gerade selbst...

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    WeißeRose schreibt:
    Sie werfen dir einen Psychoblick zu und geben dir das Gefühl, als ob du das letzte Stück auf der Welt bist. Kennst du das?
    ... das ist einer Kollegin aufgefallen, die mir den Rücken stärkt und eigentlich unbeteiligt ist. Sie meinte, dass schon die Art und Weise wie er mich ansieht, alles sagt...

  6. #56
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Mobbing

    @Martisse: Ich habe im Frühjahr letzten Jahres in der Nachbarabteilung angefangen. Meine Vertretung, die in der Mobbinggruppe der Drahtzieher ist, saß früher auf meinem jetzigen Arbeitsplatz. Sie hatte einen entspannten Job mit 7-8 Stunden Arbeitszeit pro Tag und selten Termindruck, während ich fast täglich 9-10 arbeiten musste und ständig unter Druck war. Als Folge einer spontanen Umstrukturierung wurde im September eine neue Abteilung gegründet. Mein damaliger Chef wurde zum Mann an der Spitze ernannt und war von heute auf morgen weg. Er durfte seinen Nachfolger selbst bestimmen und entschied sich für den Kollegen aus der Nachbarabteilung, den Vorgesetzten meiner Vertretung. Dieser sagte zu (bzw. er musste zusagen, weil es sich bei uns nicht gehört, so ein Angebot abzulehnen) und fragte seine Sekretärin, ob sie mitkommen wollte. Daraufhin hatte die Frau absolut keine Lust. Schließlich ist sie erst Mitte 20 und hatte vor dem Stellenwechsel ein sehr bewegtes Privatleben, traf sich auch werktags öfters mit Freunden, war ständig am Feiern, usw. Ihr war klar, dass sie dafür in der neuen Position keine Zeit mehr haben würde. Trotzdem sagte sie aus Loyalität zu ihrem Chef "ja"… bzw. weil sie dachte, dass ein "Nein" sich nicht gehört.

    In diesem Punkt sage ich ganz klar: Wenn ich in diesem Unternehmen fest angestellt wäre, einen tollen Job hätte und mir jemand einen weitaus stressigeren Job anbieten würde, wäre meine Antwort ein klares "Nein". Die Gehälter der Sekretärinnen unterscheiden sich nicht großartig. Selbst eine Geschäftsleitungs- oder Vorstandssekretärin verdient nur rund 100 Euro mehr als eine Abteilungssekretärin, hat aber so gut wie kein Privatleben und lebt fast nur für die Arbeit. Ich habe in den ganzen Jahren aber wirklich nur eine Person kennengelernt, die so ein Angebot ohne nachzudenken sofort abgelehnt hat. Die meisten Leute trauen sich das nicht, sagen "ja" und sind dann frustriert ohne Ende. Selber schuld.

    Jetzt hat meine Vertretung den stressigeren Job, den ich ein halbes Jahr lang gemacht habe. Und ich habe ihre alte Stelle bekommen, während einer der Mitarbeiter zum Chef befördert wurde. Ich habe selten Stress, eigentlich fast nur noch während der Urlaubszeit meiner Vertretung und wenn sie mal krank ist. Andererseits bin ich als Leasingkraft schlechter bezahlt als meine Kolleginnen und sitze jeden Tag 3,5 Stunden in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber das sehen sie nicht, sie sehen nur ihre eigenen Nachteile. Die anderen Frauen haben nicht so viel Stress wie meine Vertretung, aber in ihren Abteilungen hakt es in gewissen Vorgängen, die bei uns rund laufen.

    Verständnis und Mitgefühl… ja, das vermisse ich auch sehr. Es erschreckt mich manchmal, wie selten das heutzutage zu finden ist. Hauptsache seinen eigenen Willen durchsetzen.


    @Swidi: Da hast du Recht. Je mehr du über einen Menschen weißt, umso mehr Gelegenheiten hast du für einen Angriff. Ich habe früher sehr viel über mich erzählt (typisch ADHS *g*), weil ich es aus meinem kulturellen Umfeld nicht anders kenne. Meine Eltern hatten keine Geheimnisse voreinander und redeten mit ihren Freunden über alles, was sie bewegte. Für mich war das lange normal, so bin ich aufgewachsen. Umso härter traf es mich, wenn mein Vertrauen missbraucht wurde… und das ist schon öfters geschehen, dass ich kaum noch jemandem vertrauen kann.

    Schön dass du eine Kollegin hast, die zu dir hält . Es wäre nicht schlecht, wenn du die mobbende Person bzw. ihren Gesichtsausdruck etwas näher beobachten könntest...

  7. #57
    Martisse

    Gast

    AW: Mobbing

    @ Weiße Rose.

    Nun gut, dann ist es scheinbar eher andersherum was den Neid betrifft. Anders herum ist damit gemein, dass die neidisch sind weil du es einfacher hast einerseits, und andererseits dann auch weniger Stress hast.
    Interessant ist hier für mich, dass sich hier mein Verdacht bestätigt, den ich erst seit kurzem habe. Nämlich die, dass sich in den letzten Jahren eine Bevölkerungsschicht entwickelt hat, die vielleicht zwar nicht unbedingt die Leiter hochkrachseln will, aber andererseits es leichter haben wollen nach oben zu kommen, falls dies gewünscht ist bzw. wird. Diese Menschen haben dann auch manchmal eine Art Doppelmoral, die ich bis jetzt nur schwer erkennen konnte, aber doch schon so penetrant ist, dass man dies leicht erkennen kann. Nur Details da zu sehen ist da sehr schwer, da diese Art von Mensch sich sehr verschließen kann, um so mehr Vorteile für sich zu erschließen.

    Aber so oder so ist es schwer für mich, dort hinein zu blicken, da auch ich ein Migrantenkind bin, und es daher eher anders kenne was den Umgang mit anderen Menschen betrifft. Für dich und die anderen die es nicht wissen, habe ich eine französiche Mujtter mit Russisch-Armenischen Wurzel während mein Vater Thai ist mit schinesichen Wurzeln. Ich habe daher einiges an Denk- und Handlungsmustern mitnehmen können. Und umso schwerer fällt es mir die Werte einer überwiegend monetären Gesellschaft zu verstehen. Will heußen, dass ich trotz guter Deutschkenntnissen mich so fühle, als ob ich nicht integriert wäre bzw. die Integration bei mir fehlgeschlagen ist. Aber ob das in meinem Falle so schlecht ist.....?

    Nun ich bin mir da nicht so recht ob dies zutrifft...

  8. #58
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Mobbing

    Brummelchen schreibt:
    Mobbing entsteht, wenn man dem Gegenüber bedroht, etwas wegnimmt oder über ihn stellt.
    Sehe ich nicht ganz so. Mobbing entsteht auch oft ganz trivial dadurch, dass jemand Aggressionen hat (auch gerne auf eine ganz andere Person) und sich gezielt das schwächste Glied einer Gruppe raussucht, um sich da abreagieren zu können. Und ja, ich glaube ADSler sind da schon besonders gefährdet.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Martisse schreibt:
    Will heußen, dass ich trotz guter Deutschkenntnissen mich so fühle, als ob ich nicht integriert wäre bzw. die Integration bei mir fehlgeschlagen ist. Aber ob das in meinem Falle
    So ähnlich geht es mir aber auch und ich komme aus einer ur-bayrischen Großfamilie .

  9. #59
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Mobbing

    @Martisse: Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen. Allerdings hatten meine Eltern immer nur Kontakt zu Gastarbeiter-Familien, und in meiner Kindheit spielte ich hauptsächlich mit deren Kindern. Erst als ich mein eigenes Geld verdiente, hatte ich öfter mit Einheimischen zu tun.
    Die Beobachtung mit dieser Bevölkerungsschicht habe ich auch gemacht. Meistens weiß man gar nicht so genau, warum man von bestimmten Personen gemobbt wird. Sie lassen es dich spüren, aber die wahren Gründe erfährst du nicht. So nach dem Motto: "Das ist halt so." Traurige Entwicklung...

    @babuschka: Das mit den Aggressionen, da ist sicher was dran… Meiner Ansicht nach sind folgende Personen ganz besonders mobbinggefährdet:

    - Menschen, die irgendwie "anders" sind als eine Gruppe, mit der sie zu tun haben (Optik, Bildungsstand, Herkunft, Kleidungsstil, Hobbys, Lebensansichten, usw.)
    - ängstliche Menschen, die sich vieles gefallen lassen und sich nicht richtig wehren können
    - Menschen, die selbstwertschwachen Personen nicht immer Recht geben und ihre eigene Meinung vertreten
    - Menschen mit einer Abneigung gegen Hierarchien
    - Menschen, die von ihrem Arbeitsplatz finanziell oder von Privatpersonen emotional abhängig sind
    - Menschen, die ein glückliches Leben führen und dies auch ausstrahlen

  10. #60
    Martisse

    Gast

    AW: Mobbing

    WeißeRose schreibt:
    Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen. Allerdings hatten meine Eltern immer nur Kontakt zu Gastarbeiter-Familien, und in meiner Kindheit spielte ich hauptsächlich mit deren Kindern. Erst als ich mein eigenes Geld verdiente, hatte ich öfter mit Einheimischen zu tun.
    Die Beobachtung mit dieser Bevölkerungsschicht habe ich auch gemacht. Meistens weiß man gar nicht so genau, warum man von bestimmten Personen gemobbt wird. Sie lassen es dich spüren, aber die wahren Gründe erfährst du nicht. So nach dem Motto: "Das ist halt so." Traurige Entwicklung...
    Also ich bin hier schon geboren und aufgewachsen. Nur anfangs, als ich klein war, war ich nicht auf einer deutschen Grundschule sondern auf einer belgischen. Dort war ich bis zur ersten Klasse, und wurde von dort heraus genommen, da einerseits meine schwester überhaupt nicht mit der französischen Sprachen umgehen konnte und weil andereseits mein Vater zu müde war um uns zur Kindergarten bzw. zur Schule zu fahren. Dies bereut meine Mutter bis heute noch.

    Jedenfalls bin ich ebenfalls mit der einheimischen Bevölkerung in Berührung gekommen, und von da an begann dann der etwas schmerzhafte Lernprozess.....
    Das was sie so nach dem Motto sagen, ist schon sehr traurig da stimme ich dir voll und ganz zu. Andererseits ist es aber genauso auch Tatsache..... Bitte nicht falsch verstehen denn wie gesagt, auch wenn ich denke ich mal mich wiederhole, ist es jetzt nicht so dass ich deren Handlungen nachvollziehen kann. Nur denke ich bei diesen Worten eher an Kinder/Jugendliche die diesen Satz aus dem Grund sagen, da sie wissen wie der Hase läuft und nicht eher selten die Erkenntnis haben, welche Werte von Bedeutung sind. Und das beste wird wohl auch gerade heutzutage sein, dass diese Kinder / Jugendliche oder sogar Erwachsene sich gar nicht mal bewusst sind, dass sie eben nur an diese Werte glauben oder gar nur diese absurden Werte besitzen, und genau DAS ist das traurige. Mäßigung bzw. der richtige Umgang und die Kenntnisse von Werten sind uns abhanden gekommen, und was auch sehr traurig ist finde ich ist die bittere Wahrheit aus meiner Sicht, dass nicht wenige von den Menschen da draußen es nicht mal wahrnehmen bzw. eben richtige Werte vermissen.

    Swidi schreibt:
    .. traurig aber war. Und ich glaube für die, die nicht so denken, ist die Gefahr, dass man nicht jedem Menschen immer gleich böse Absichten unterstellt. Da man unwillkürlich diesen Menschen trotzdem auf welche Art auch immer näher kommt und sei es nur durch die Dauer des Zusammenarbeitens oder Kennes, bieten sich für diese Menschen im Laufe der Zeit immer mehr Angriffsflächen. Je besser ich jemanden kenne, desto leichter kann ich ihn angreifen.

    Macht das Sinn? Ich verwirre mich gerade selbst...
    Es muss nicht immer Nähe zu jemanden bestehen, um irgeneine Angriffsfläche zu bieten. Bei mir war es jedenfalls so, dass es manchmal so eine sadistische Art von Schiffeversenken war, also alles mögliche ausprobieren. Da wird schon irgendetwas treffen....


    @Babuschka

    Inegration trifft meinen Erkenntnissen nach nicht nur auf Ausländern bzw. Migranten oder Migrantenkindern zu. Anpassen müssen wir uns alle. Nur einfach ist das nicht.



    Nun aber wieder mal genug des Pessimismus. War wohl mal wieder zu viel.

    Und dennoch sind dies, einige die Erkenntnissen die ich gemacht habe.

    Noch einen guten und hoffentlich schönen Start und Ablauf des morgens und des Tages wünsche ich euch. Ich werde mich etwas hinlegen bzw. auch mal versuchen zu schlafen. Schließlich habe ich momentan bis zum Ende der Semesterferien nicht wirklich was zu tun.


    Mit freundlichen Grüßen

    Martisse.
    Geändert von Martisse ( 6.03.2014 um 20:41 Uhr)

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