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Diskutiere im Thema Mobbing im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Mobbing

    aficionado schreibt:
    Jetzt unterstellst Du mir aber, dass ich etwas jemandem unterstellt habe. Ich habe niemanden angegriffen, sondern nur eine Aussage, die ich auch zitiert habe.
    Tut mir leid aficionado, ich habe Deinen Beitrag wirklich zu schnell ein wenig überinterpretiert.

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: Mobbing

    Brummelchen schreibt:
    Da das hier öffentlich ist, möchte ich Dir nur gern einen Satz mitgeben, den mein Therpaut mir in Bezug auf dieses Thema gesagt hat:
    Mobbing entsteht, wenn man dem Gegenüber bedroht, etwas wegnimmt oder über ihn stellt.
    (Unbewusst natürlich.) Ich glaube mittlerweile, und ich habe nahezu mein ganzes Leben unter Mobbing verbracht, dass man es selbst steuern kann, indem man sich selbst und seine Außenwirkung überdenkt und vor allem authentisch bei sich bleibt. Dann bietet man deutlich weniger Angriffsfläche, auch als ADSler. (Und ich wünschte, ich könnte das so leicht umsetzen wie es sich hier schreibt...)

    Fühl Dich bitte gedrückt, denn wenn man sich im Mobbing wiederfindet braucht man jedes Fitzelchen Unterstützung, das man bekommen kann. *lächel*
    sorry, aber das mit verlaub halte ich für schmarn.

    menschen werden doch gemobbt, weil sie anders sind, anders aussehen,sich anders verhalten etc, als der großteil der gesellschaft,
    den die mobber kennen.
    es kann auch an mangeldem intellekt hängen, langeweile, stress kompensation oder einfach abbau,
    indem der täter sich selbst pusht. oder der täter war, selbst opfer und möchte das ganze nun umkehren.

    es kann so viel gründe haben. nichts passiert ohne grund.
    karma.

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 149

    AW: Mobbing

    Mobbing ist ein schwieriges Thema, denn was eine Person als Mobbing empfindet, kann eine andere Person völlig anders wahrnehmen. Die Gründe für Mobbing sind dermaßen vielfältig, dass es schlichtweg nicht zielführend ist alles über einen Kamm zu scheren. Das kann von simpler "Überempfindlichkeit" seitens des Gemobbten bis hin zu einem gezielten Versuch jemand aus einer Gruppe zu drängen reichen.

    Ich halte es für einen wichtigen ersten Schritt den Mund auf zu machen und zu sagen, dass das Verhalten des oder der jenigen die das Mobbing betreiben als störend oder verletzend wahrgenommen wird. Denn bei einem Teil der Fälle ist es den "Tätern" gar nicht bewusst, dass sie sich verletzend verhalten. Ob man das allerdings als Mobbing bezeichnen sollte ist da wohl eher fragwürdig.

    Brummelchen hat jedoch nicht ganz unrecht, es gibt Fälle in denen das Mobbingopfer sich selbst zum Ziel gemacht hat, in dem es sich nicht genügend an die Gruppe angepasst hat oder durch sein Verhalten unangenehm auffällt. Ein Beispiel wäre die "Büro-Petze", die jedes noch so kleine Fehlverhalten an den Abteilungsleiter meldet. In einem solchen Fall würde eine Verhaltensänderung seitens des Opfers möglicherweise eine Verbesserung der Situation bewirken. Natürlich wird dadurch das Verhalten der Mobber nicht richtig, aber die Situation könnte vermieden werden.
    Ein anderes Beispiel wäre, dass das Opfer einen Regelverstoß der in diesem Büro üblich ist, wie zum Beispiel die Herausgabe von Passwörtern, nicht mit machen will. Auch hier ließe sich das Mobbing unter Umständen durch Kooperation vermeiden, aber das Opfer verhält sich eigentlich völlig korrekt in dem es sein Passwort nicht herausgibt.
    Konkretes Beispiel findet sich hier: https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-st...ere-buero.html

    Aber es gibt ebenso Fälle in denen das Opfer nichts dafür kann, dass es zum Ziel wird. Sei es ein Homosexueller in einer Fußballmannschaft, der Überflieger auf den alle eiffersüchtig sind oder...oder...oder...es gibt genug Beispiele in denen das Mobbingopfer schlicht und einfach nichts dafür kann, dass es zum Ziel wird. Und dann sollte man auch die schlichte Boshaftigkeit mancher Menschen nicht unterschätzen, denn es gibt durchaus Menschen, die Gefallen daran finden andere zu quälen oder Leute die es tun um sich besser zu fühlen.

    Es kann sicher nicht Schaden, wenn man sein Verhalten überdenkt wenn man Ziel von Mobbing wird, es kann durchaus sein, dass man selbst etwas an sich ändern könnte um die Situation zu verbessern. Aber die Aussage, von Brummelchen, dass Mobbing durch eine wahrgenommene Bedrohung durch das Opfer ausgelöst wird halte ich für falsch, weil viel zu pauschal. Das ist lediglich eine mögliche Ursache von vielen.

    Grüße Drowe

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Mobbing

    @Drowe: Wenn du mich hier schon erwähnst, dann gebe ich natürlich gleich meinen Senf dazu . Ansonsten finde ich Lysanders Definition von Seite 1 wirklich passend. Gemobbt werden in erster Linie Personen, die sich charakterlich, intellektuell, optisch oder auf eine sonstige Art und Weise stark von einer bestimmten Menschengruppe unterscheiden.

    Ich bin immer mal wieder Mobbingopfer, und zwar schon seit ich denken kann. Auf der Arbeit wurde ich auch schon öfters gemobbt. Wobei ich sagen muss, dass es bis zu meinem 30./31. Lebensjahr sehr selten passierte, kann mich zumindest spontan an keinen konkreten Vorfall erinnern. Eigentlich fing es erst mit meinem Auszug aus der elterlichen Wohnung an. Dann war ich nämlich finanziell von den Jobs abhängig im Gegensatz zu früher, als ich noch zu Hause wohnte.

    Auf der Arbeit entsteht Mobbing meiner Erfahrung nach in den folgenden Situationen:

    - Das Mitglied einer Gruppe ist den anderen Personen intellektuell stark über- oder unterlegen. Viele Leute mit Haupt- und Realschulabschluss kriegen schon die Krise, wenn jemand mit Abi eine gleichwertige Arbeitsstelle bekommt. Der wird dann gleich als arrogant abgestempelt.
    - Eine Person unterscheidet sich optisch (auffälliger Kleidungsstil, Übergewicht, Tattoos/Piercings, konservative Optik…) sehr von anderen Leuten in ähnlicher Position. Flippige Leute machen sich über den Biedermann lustig, konservative Personen halten einen ausgeflippt gekleideten Mitarbeiter für unseriös.
    - Hobbys und Interessen spielen auch eine große Rolle. Ich erzähle absichtlich nicht mehr auf der Arbeit, dass ich gerne Rock und Metal höre. Die meisten Sekretärinnen, mit denen ich arbeiten musste, hörten Charts und hielten mich für ´ne asoziale Person. Sie hatten ein völlig falsches Bild von mir und stempelten mich in der Gewalt-Diebstahl-Alkohol-Drogen-Ecke ab. Im aktuellen Bereich werden Sekretärinnen gemobbt, die sich für Kultur (also Geschichte, Literatur, Architektur, klassische Musik) interessieren und ihre Urlaube nicht von morgens bis abends am Strand verbringen. Ich habe letztes Jahr eine Rundreise gemacht, die ich selbst organisiert habe, was sehr zeitaufwändig war. Aber es hat mir großen Spaß gemacht, und ich bereue nichts. Meine Kolleginnen buchen Pauschalurlaub, liegen nur in der Sonne und schlürfen Cocktails. Das ist für mich okay, wenn sie damit glücklich sind. Warum sollte ich ein Problem damit haben? Aber sie finden mich arrogant, weil ich meinen Urlaub anders verbringe. Beim Mittagessen bestehen die Gespräche zu 30% aus Unterhaltungen über das Thema Mode (interessiert mich wenig) und zu 70% aus richtig bösartigen Lästereien über andere Kollegen aus der Firma… finde ich niveaulos, beteiligte mich nicht daran… also bin ich wieder die Böse, die nicht mitzieht und folglich nicht teamfähig ist.

    Meiner Ansicht nach leiden Mobber unter einem sehr niedrigen Selbstwertgefühl. Wer wirklich mit sich selbst im Reinen ist, der hat es auch nicht nötig, andere Leute psychisch fertig zu machen.

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Mobbing

    Ich möchte noch ausdrücklich betonen, dass es Mobbing nicht nur am Arbeitsplatz gibt. Das kommt überall vor: Es fängt im Kindergarten an, setzt sich in der Schule fort, und selbst manche Erwachsene mobben gewisse Mitmenschen. Das machen sie, weil sie mit sich selbst und ihrem eigenen Leben unzufrieden sind. Wer frustriert ist, der kann in der Regel auch anderen Menschen kein Glück gönnen.

    Seid besonders vorsichtig bei Leuten, die ständig über andere lästern, obwohl diese ihnen nichts Böses getan haben. Vor ein paar Jahren habe ich mal hier im Forum geschrieben, dass ich öfters am Lästern war und mir das irgendwie nicht abgewöhnen konnte. Inzwischen lästere ich öffentlich nicht mehr über andere, das hat sich automatisch so ergeben, nachdem ich an meinem Selbstwertgefühl gearbeitet habe. Ich hab´ es nicht mehr nötig, schlecht über andere zu reden, um mich bei meinen Verwandten, Freunden und Bekannten in ein besseres Licht zu rücken.

    Ich gehe ohne Vorurteile auf andere Menschen zu und mache mir ein eigenes Bild von ihnen, bevor ich mir eine Meinung bilde. Aber genau das macht mich zum perfekten Mobbingopfer. Wer Glück und Zufriedenheit ausstrahlt, der wird von frustrierten Leuten psychisch fertig gemacht. Sie können es nicht ertragen, andere glücklich zu sehen und tun alles dafür, damit ihre Mitmenschen ebenso frustriert sind wie sie.

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Mobbing

    Lysander schreibt:
    Wer gemobbt wird, ist vor allem ein Opfer und sollte nicht die Schuld bei sich suchen. Schuld haben diejenigen, die jemanden mobben. Es gibt keine Rechtfertigung für Mobbing. Auch wenn ein Kollege aneckt, Fehler macht, sich nicht so verhält wie man es von ihm erwartet, gibt das den Kollegen/ Mitmenschen nicht das Recht ihn zu mobben. Das bedeutet nicht, dass man in der Opferrolle verharren soll. Es gibt Möglichkeiten sich zu wehren, indem man zum Vorgesetzten geht oder zu einer Beratungsstelle.
    Hab ich gemacht.
    Das war übrigens innerhalb einer therap. Einrichtung zur wiedereingliederung ins Arbeitsleben.
    Ich habe mich an die gemeinsame Therapeutin gewandt.
    Die versprach, ein klärendes Gespräch zu vermitteln.

    Aber die Gegenseite "wollte" nicht.

    Einige Zeit später hatte die Gegenseite sich über mich geärgert - Konflikt war ja auch nicht beigelegt worden.
    Daher wandte die sich ihrerseits an die Therapeuten, um sich zu beschweren.
    Dazu wurde ein Gespräch anberaumt, das durchaus nicht der Klärung diente, sondern sichtlich als Angriff gegen mich gedacht war.
    Das wollte ich wiederum nicht.
    Das zählte aber nicht.
    Denn dieses Gespräch wurde als notwendig gesehen, "weil der Konflikt die Arbeitsfähigkeit und den Therapieverlauf gefährdete".
    Es war natürlich derselbe Konflikt.
    Ich wurde mit einem füllhorn an Vorwürfen überschüttet, von denen ich viele noch nicht kannte, einige schlicht falsch waren bzw. auf einem missverständnis beruhten.
    Mir wurde keine Zeit gegeben, auf die Vorwürfe zu antworten.
    Die gegenseite "wünschte" als Konsequenz, dass es keine weiteren privaten Kontakte mehr gebe (was einschloss, dass ich mich in den Pausen -Kaffepause, Mittagessen - nicht an einen gemeinsamen Tisch setzen solle, was natürlich die weitere soziale Kommunikation schon empfindlich beeinträchtigt), und sie sich auch keine "Rechtfertigungen oder Erklärungen anhören" müsse, sprich: unmittelbar nach den Vorwürfen wurde mir ein kompletter Maulkorb verpasst, überhaupt irgendetwas dazu zu sagen.
    "prima Idee, dann ist der Konflikt ja schon gelöst", haben die Therapeuten (!) gesagt. Die Gegenseite durfte eine entsprechende schriftliche Vereinbarung alleine (ohne jede einflussnahme meinerseits) schreiben.
    Danach wurde ich übereilt zur Unterschrift gedrängt, ohne Zeit zu bekommen, das Ding gründlich zu lesen, oder irgendwelchen Einfluss auf den Text zu nehmen.
    Ich war völlig überfahren und überfordert und hab mir tatsächlich eine Unterschrift abnötigen lassen.
    Was danach folgte, war eine zwei Monate anhaltende Dauerbelastung und duerdemütigung.
    Das Ende vom Lied war, dass ich die Maßnahme abbrechen musste - und die Gegenseite ebenfalls.
    Die fühlte sich im übrigen durch mich "bedroht".
    Aber eine Aussprache dazu innerhalb eines geschützten,klärenden Rahmens hat sie niemals zugelassen.

    Sowas kann passieren, wenn man sich an Vorgesetzte wendet - und zwar sogar innerhalb einer Therapeutischen Einrichtung.

  7. #27
    Celestis

    Gast

    AW: Mobbing

    Niemand hat das Recht ander durch Mobbing zu QUÄLEN oder
    NIEDER zu machen. Selbst wenn man sich unglücklich fühlt ,
    hat man nicht das Recht , dass Glück anderer zu zerstören.

    @IonTichy
    Häftig
    Das ist unfähr. Sowas nennt sich Therapeuten?
    Sowas geht nun garnicht. Die hätten dich eigendlich mal
    zu WORT kommen lassen sollen. Dich von den Anderen zu
    trennen , obwohl die Soziale
    Kommunikation sehr wichtig in
    der Therapie ist. Vorallem das sie dich dazu gedränkt haben ,
    eine Unterschrift zu leisten , ohne den inhalt zu kennen , ist
    NÖTIGUNG.

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Mobbing

    Naja - ich wusste natürlich schon aus der Sitzung, was drinstehen würde.
    Und "durchlesen" durfte ich netterweise noch.
    Aber ich wollte das eigentlich noch genauer lesen, mit nach hause nehmen - und es wäre eigentlich Pflicht der Therapeuten gewesen, SELBST WENN ICH SOFORT HÄTTE UNTERSCHREIBEN WOLLEN, mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich das zuerst prüfen darf oder sollte.
    Das war gegen die internen Vorgaben.

    Ja, der Vorgang war der Hammer.
    Und hat natürlich die Gegenpartei bestärkt in ihrem Gefühl, dass ich ein ganz schlimmer sein muss. So wie sogar die Therapeuten mich behandeln.
    Die müssen das schon auch für notwendig befinden, mich ganz kurz an die Zügel zu nehmen.

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Mobbing

    Man muss etwas differenzieren.
    Gründe für Mobbing sind sehr vielfältig und es gibt kein "meistens ist es wegen diesem und jenem".

    Ich habe zwei Mobbing-Erfahrungen.
    Einmal Sportverein, dort weiß ich es einfach nicht warum, weder weil ich intelligenter/weniger intelligent war, noch bin ich anderweitig groß aufgefallen.
    Aber die mobbende Person war wirklich ein richtiges Biest und hat wohl erkannt, das ich sehr sensibel bin. Das wars.
    In der Schule hingegen lag es wohl _auch_ daran, dass ich anfangs bei kleinsten Streitigkeiten total ausgerastet bin und man mich so schnell als "Opfer" ausgesucht hat.

    Ich kenne eine NPS-Person, die auch einmal voller Stolz erzählt hat, wie sie in der Schule eine Mitschülerin gemobbt hat.
    Da bin ich mir zu tausend Prozent sicher, das die Mitschülerin wirklich absolut NICHTS dafür kann - es ist reines Schicksal.
    In dem Falle ist es wirklich so, das der eine Part - der Täter - essentiell davon abhängig ist, andere Menschen zu erniedrigen um sich selbst zu erhöhen und dafür sucht man sich eben ein beliebiges Opfer aus.

    Und dann kenne ich noch einen Fall aus meiner Schule, da war eine Person, die wirklich unsympathisch war.
    Die Person hat immer wieder raushängen lassen, das sie ja aus reichem Hause ist, war zudem dreist und ziemlich selbstverliebt, schlichtweg ein unangenehmer Mensch.
    Diese Person hat alleine in der Mittelstufe dreimal die Schule gewechselt, jedesmal aufgrund von Mobbing.

    In sofern, es kann alles sein.
    Weder trägt das Opfer immer eine (bewusste oder unbewusste) Mitschuld, noch sind die Täter in jedem Falle einfach nur böse Menschen.
    Es gibt einfach eine Vielzahl an Kombinationen, manchmal ist es wirklich Pech, manchmal macht es aber durchaus Sinn, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen und zu schauen, ob es nicht auch einen Einfluss auf die Mobbing-Erfahrungen hatte. Damit meine ich jetzt selbstverständlich NICHT Dinge wie "zu intelligent" oder "zu ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden".
    Da ist das Beispiel mit den Ausrastern denke ich ganz gut.

  10. #30
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Mobbing

    ReRegenbogen schreibt:
    Aber die mobbende Person war wirklich ein richtiges Biest und hat wohl erkannt, das ich sehr sensibel bin. Das wars.
    In der Schule hingegen lag es wohl _auch_ daran, dass ich anfangs bei kleinsten Streitigkeiten total ausgerastet bin und man mich so schnell als "Opfer" ausgesucht hat.
    Sensible Menschen werden leider häufig gemobbt. Es gibt in der Tat Leute, die sich ´nen Ast ablachen, wenn jemand leidet und weint… schon sooo oft erlebt. Ich bin früher auch schnell in Tränen ausgebrochen. "Jetzt heult sie gleich wieder los, die blöde Kuh!" war einer der Standardsprüche in der Schule. Der fiel meistens, wenn ich gar nicht am Heulen war… meine Mitschüler gaben solche Kommentare im abwertenden Tonfall von sich, um mich zum Heulen zu bringen.
    Eine andere Mitschülerin wurde auch gemobbt, weil sie sehr sensibel war. Dabei hatte sie in fast allen Fächern sehr gute Noten, war sportlich (heute ist sie Sportlehrerin), hatte eine Top-Figur, ein hübsches Gesicht und wunderschöne lange Haare - auf den ersten Blick absolut kein typisches Mobbingopfer. Trotzdem ging es ihr kaum besser als mir, weil sie eben schnell weinte.

    Ebenfalls in der Schule gemobbt wurden Jungs, die schnell ausrasteten, mit Gegenständen um sich warfen, brüllten und durchs Klassenzimmer tobten. Sowohl in meiner Gymi-Klasse gab es so einen Fall als auch in der Klasse meines Bruders. Ich war in der Grundschule auch sehr impulsiv, später wurde ich ruhiger. Meiner Ansicht nach wären diese Jungs gar nicht so sehr ausgerastet, wenn die anderen Schüler sie nicht ständig provoziert hätten. Am Ende waren die ausrastenden Jungs immer die Schuldigen und wurden von der restlichen Klasse als "krank im Kopf" betitelt.

    ReRegenbogen schreibt:
    Ich kenne eine NPS-Person, die auch einmal voller Stolz erzählt hat, wie sie in der Schule eine Mitschülerin gemobbt hat.
    Da bin ich mir zu tausend Prozent sicher, das die Mitschülerin wirklich absolut NICHTS dafür kann - es ist reines Schicksal.
    Das gibt es auch (und zwar unabhängig von NPS). Manche Leute erzählen ganz stolz von ihrem miesen Verhalten gegenüber anderen und schämen sich kein Stück dafür.

    ReRegenbogen schreibt:
    Und dann kenne ich noch einen Fall aus meiner Schule, da war eine Person, die wirklich unsympathisch war.
    Die Person hat immer wieder raushängen lassen, das sie ja aus reichem Hause ist, war zudem dreist und ziemlich selbstverliebt, schlichtweg ein unangenehmer Mensch.
    Diese Person hat alleine in der Mittelstufe dreimal die Schule gewechselt, jedesmal aufgrund von Mobbing.
    Arroganz geht für mich gar nicht. Trotzdem würde es mir im Traum nicht einfallen, einen anderen Menschen zu mobben. Wenn ich jemanden als arrogant empfinde, dann gebe ich mich nicht mit ihm ab und gut is. Ich kann selbst entscheiden, mit wem ich privat meine Zeit verbringe. Sollte es sich um einen Arbeitskollegen handeln, dann arbeite ich ganz normal mit ihm und meide Privatgespräche. Das arrogante Verhalten eines Kollegen gibt mir nicht das Recht, ihn zu schikanieren, damit er seinen Job verliert.


    Noch ein Tipp: Wenn Ihr eine neue Arbeitsstelle antretet oder privat neue Leute kennenlernt, solltet Ihr auf gar keinen Fall so schnell erzählen, dass Ihr in der Vergangenheit gemobbt wurdet! Ich habe das leider zu oft getan… in der Hoffnung auf Verständnis und mehr Respekt seitens meiner Mitmenschen. Dummerweise denken sich aber viele nach so einer Aussage: "Na mit der kann man´s ja machen!" und terrorisieren dann auch. Eine Arbeitskollegin von mir kam vor ca. 9 Monaten zu uns an den Standort. Als die anderen Kolleginnen sie mal beim Mittagessen fragten, wieso sie schon 1 Jahr nach ihrem Neueinstieg in die Firma die Stelle und den Standort gewechselt hatte, kam als Antwort: "Ich wurde in meiner alten Abteilung richtig fertig gemacht. Die haben mich psychisch gequält, ich war völlig am Ende." 3x dürft Ihr raten, wie die Frau bei uns behandelt wird...

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