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Diskutiere im Thema Nach 12 Jahren Leidenszeit nun endlich die Krankheit ADHS erkannt im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    Nach 12 Jahren Leidenszeit nun endlich die Krankheit ADHS erkannt

    Hallo erstmal alle beisammen,

    meine Nick Name ist Sir Dino und ich möchte mich an dieser Stelle erstmal vorstellen. Ich bin 34 Jahre und leide letztendlich an Erwachsenen ADHS. Es hat 12 Jahre ( 4 verschiedene Psychiater - alles Fehldiagnosen ), 3 mal Tagesklinik und nun 8 Wochen Reha gedauert, bis jetzt letztendlich heraus gefunden wurde das ich nun ein Leben schon an ADHS leide. Warum es so lange gedauert hat, ich habe keine Erklärung ( anscheinend haben die behandelnden Psychiater den falschen Beruf gewählt ). So weit, so gut. Durch die Reha und die mich dort behandelnden Ärzte, hat meine Krankheit nun endlich einen Namen. Die Reha war der durchbrechende Erfolg aus meiner Sicht. Ich habe jetzt die richtigen Medikamente ( morgens 150 mg Elontril, abends 100 mg Seroquel ) und gelernt bewusster und sorgsamer in meinen Alltag zu leben. Mir geht´s quasi richtig gut. Das Problem ist halt nur folgendes. Alle Leute, insbesondere meine Freundin meinen ich wäre nicht mehr derselbe wie früher. Logisch bin ich ruhiger und besonnener geworden und rege mich nicht mehr so viel auf. Auch neige ich nicht mehr zu Wutausbrüchen. Das ist für mich wirklich wunderbar. Warum wird mir aber immer gesagt ich wäre gleichgültig, interessenlos u.s.w. ? Das ist nicht so, ich bin einfach nur ruhiger. Was soll ich nun tun? Ich will ja nicht egoistisch klingen, aber die Leute sollten doch froh sein das ich nicht mehr so unbeherrscht und aggressiv bin. Sie sollten mich doch jetzt so akzeptieren wie ich jetzt bin oder? Ich habe einfach nicht die Muse jeden Tag auf Sinnlosdiskussionen. Das fängt mich langsam an zu nerven und ich habe keine Lust wieder in mein altes Raster zurück zufallen. Vielleicht kann mir ja einer von euch mal einen Tipp geben wie ich mein neues Alltagsleben besser händeln kann. Vielen Dank dafür. Ich habe meinen Vorstellungstext auf Hinweis anderer Mitglieder nochmal hier in dieses Forum gestellt.

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Nach 12 Jahren Leidenszeit nun endlich die Krankheit ADHS erkannt

    Herzlich Willkommen!

    Viel Spaß beim gemeinsamen Austausch!

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Nach 12 Jahren Leidenszeit nun endlich die Krankheit ADHS erkannt

    Hi,
    das kenne ich auch, und das hat mich auch echt irritiert-gerade weil es mir ja mit der Behandlung endlich besser ging.

    Musste mir auch anhören, du bist ja wie eine Schlaftablette etc.-wie ich`s mache ist es falsch-aufgedreht geht andern auf die nerven, zu ruhig ist auch daneben...

    Ich hab gelernt mittlerweile da drüber zu stehen, man muss dem Umfeld allerdings auch Zeit geben sich zu gewöhnen,insb. nach 12 oder mehr Jahren ist es für einen selbst zwar eine oft tolle, aber für andere gewöhnungsbedürftige Umstellung.

    Erstmal ist es wichtig, dass du dich akzeptierst mit all deinen Seiten, quasi mit ADHS und mit Medikamenten eben mit weniger ADHS.
    Und deine Werte, Gefühle,Gedanken sind ja nicht anders,oder? Das würde ich dem Umfeld immer mal verdeutlichen. NUr kommen sie eben anders zum Vorschein, mit vllt. weniger Nebenwirkungen? Das sind so meine Gedanken dazu....

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Nach 12 Jahren Leidenszeit nun endlich die Krankheit ADHS erkannt

    Dank dir hypie1 für deine Rückmeldung,
    du hast natürlich absolut Recht. Im Moment bin ich wirklich dabei mich erstmal selber zu akzeptieren. Ist ja für mich selber komplett neu, dass ich jetzt auf viele Sachen gelassener reagiere. Aber ich fühle mich extrem gut damit, im Vergleich zu all den Jahren davor. Ich habe echt nicht mehr das ständige Herzrasen und die permanenten Kopfschmerzen. Ich selber habe ja auch mitbekommen, das insbesondere die ältere Fraktion ( Eltern, Schwiegereltern, u.s.w.) positiv auf mein jetziges Verhalten reagieren. Die sehen mich aber auch nicht jeden Tag. Komplizierter ist da schon der Alltag mit meiner Freundin. Wir sind seit fast 3 Jahren zusammen und sie hat echt alle Höhen und Tiefen mit mir durch gemacht, inklusive meinen Komplettzusammenbruch letztes Jahr im Februar. Wir haben eine Tochter von einen halben Jahr und führen echt eine Megaglückliche Beziehung, wäre da nicht meine neue Art. Ich muss dazu sagen, sie ist auch sehr impulsiv ( aber kein ADHS ). Ich würde es mal so formulieren. Sie ist im positiven Sinne eine kleine Krawallschachtel mit dem Herz am richtigen Fleck. So was wollte ich ja auch immer an meiner Seite haben. Nur bin ich ihr anscheinend nun zu ruhig und zu arrogant. Sie würde mich deswegen nicht sitzen lassen, aber ich merke ihr an das sie damit nicht glücklich ist. Meinst du ich müsste noch etwas geduldiger werden mit mir selbst, das sie sich auch erstmal auf mich einstellen kann?

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Nach 12 Jahren Leidenszeit nun endlich die Krankheit ADHS erkannt

    Auch mit Medis hat man ja weiter seine Stärken und Schwächen, nur muss sich das Umfeld, insb. engere Bezugspersonen ja auch an die Veränderungen gewöhnen. Ggf. kann es auf sie bedrohlich wirken wenn sie bspw auch impulsiv und man selbst plötzlich ruhiger ist- etwas überspitzt formuliert.

    Ich würde auch nochmal mit ihr klären, was genau sie unglücklich macht. Systemische Beratung wäre evtl auch hilfreich,hab ich gute Erfahrung mit gemacht. Oder vllt könntest du deine Freundin mal mit zu deinem Arzt nehmen,damit sie mehr Einblick in das Thema ADHS gewinnt?

    Geduld und Zeit geben ist auf jeden Fall hilfreich...

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Nach 12 Jahren Leidenszeit nun endlich die Krankheit ADHS erkannt

    Ja Geduld. Ist natürlich nicht meine Kernkompetenz. Schon gar nicht mit ADHS. Wobei ich da auch schon wesentlich ruhiger geworden bin, dank Reha und den neuen Medis. Das ich sie mal mitnehme zum Arzt haben wir auch schon drüber gesprochen. Ich kann sie doch aber nicht mit zu meiner Reha Nachsorge mitnehmen oder? Und bei meinen Psychiater, ich weiß nicht. Da reden wir eigentlich auch nur über mein Befinden und die Medikation. Ich muss mir auch erstmal einen unabhängigen Psychologen suchen, hier bei uns. Was meinst du mit Systemische Beratung?

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