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Diskutiere im Thema Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :( im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 36

    Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    Hallo Chaoten-Kollegen!

    Wie oben genannt akzeptieren meine Eltern mein ADHS überhaupt nicht, besonders meine Mutter. Sie meinen das die ganzen Ärzte so etwas nur erfinden damit sie Geld verdienen. Meine Mutter drohte mir auch, wenn ich irgend welche Medikamente mit nachhause bring, wirft sie alles weg. Ich nehme schon seit mehr als 2 Wochen Elontril, da mein Psychologe mir gesagt hat es kann auch gegen ADHS wirken.
    Meine Eltern wissen aber nicht dass ich schon etwas nehme, und ich hab keine Ahnung ob ich es ihnen überhaupt sagen soll. Geplant ist auch eine Verhaltenstherapie, also ein Coaching. Natürlich wissen meine Eltern auch davon nichts.

    Mit 25 kann ich selber entscheiden was ich machen will und was nicht, aber es belastet mich trotzdem sehr und ich hab kein schimmer was ich jetzt tun soll.
    Ich habe gehofft dass meine Eltern mich dabei unterstützen, und mir nicht Steine in den Weg werfen!

    Jetzt hoffe ich, dass ich Unterstützung von Personen bekomme, die mich wirklich verstehen KÖNNEN (ihr)
    Wenn ihr auch Erfahrungen damit gemacht habt, irgend welche Tipps oder sonst der gleichen, ich kann jede Unterstützung brauchen!

    Danke schon mal im Voraus!

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    Ich weiss nicht, ob man das vergleichen kann, aber meine Eltern hatten auch jahrelang Probleme mit meiner Depressionsdiagnostik. Mir hat damals das Angebot eines Arztes sehr geholfen, der mit meinen Eltern sehr aufklärend und sachlich gesprochen hat.
    Es hat nicht gleich alles verändert, aber der erste Schritt in eine Akzeptanz und Verstehen war es.

    Würden deine Eltern denn wenigstens mal Literatur über das Thema lesen?

    Du bist seit der Kindheit diagnostiziert, was hat denn deine Eltern damals bewogen mit dir zum Arzt zu gehen? Hilft eine Aufarbeitung der Beweggründe von damals vielleicht mit deinen Eltern ins Gespräch zu kommen?





    Ansonsten bist du hier natürlich richtig aufgehoben, um dir Tipps und Unterstützung auf deinem Weg zu holen.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    Hallo Celince!
    Erst einmal stelle ich mir die Frage warum du wohl noch zuhause wohnst. Aber es ist Nebensächlich. Ich denke, deine Eltern möchten "eine heile Welt" haben und da passt sowas einfach nicht rein. Vielleicht sind deine Eltern viel älter und zu deren Zeit gab es sowas nicht. Es gibt ein Sprichwort "Was Hänschen nicht kennt, frisst Hans nimmer mehr" oder so. Das passt schon.irgendwie auf deine Eltern. Wenn ich überlege was meine Mama so alles für Unfug nennt oder was es damals nicht gab und jetzt exestiert es. Sie weiss im übrigen nichts von meiner Krankheitvund wird es auch nicht erfahren. Bisher sieht sie mich schonmal als "chaotisch" an oder gar "faul". Macht nichts. Ich rate dir die Tabletten weiterhin zunehmen und auch eine Therapie zu machen, wenn DU es willst. Es ist DEIN Leben und nur DU weisst was gut für dich ist und deine Ärzte. Du bist über 25 Jahre alt und kein Kleinkind. Das Verhalten deiner Eltern trägt zum Vertrauensbruch und sie erreichen nur das Gegenteil. Du wirst demnächst dich öfters fragen, was du sagen darfst oder kannst und vieles ist somit im Eimer. Ich hoffe für dich, dass deine Eltern mal nachdenken. Hast du keine Tante oder so mit dem du reden könntest? Quasi als Vertraute und Vermittlerin? Ich wünsche dir alles Liebe und lass dich nicht entmutigen!

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    hi creatice

    das mit der literatur wäre auch mein tipp gewesen

    damit die eltern von celine verstehen lernen wie sehr man unter adhs leiden kann

    und celine ich hoffe das deine eltern dich doch noch unterstützen


    gruß katerkarlos

  5. #5
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    Hallo Celince,
    erstmal würd ich sagen, das es in deinem Alter deine Sache ist, was du tust. Das schließt (bei einer Erwachsenen) natürlich auch die Konsequenzen ein, aber wenn du dich therapieren lassen willst (egal ob mit einer Verhaltenstherapie oder Medikamenten) ist das deine Entscheidung. Da können deine Eltern noch soviel Druck machen, es ist nicht deren Entscheidung und sie haben auch nicht das Recht, ihren Willen durchzusetzen. Natürlich erschwert es deinen Therapieweg, aber auch ohne ihre Unterstützung kannst du es schaffen.

    Und ob sie an AD(H)S glauben oder nicht, ändert eigentlich nichts an dem Weg, den du bereits eingeschlagen hast. Klar erleichtert es, wenn die Familie hinter einem steht. Aber wenn sie es nicht tut, was dann? Hörst du dann mit den Therapien auf? Ich denke nicht.

    Halt die Ohren steif.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    Nein meine Eltern stehen grad wie ein "Eisblock".. sie würden nichts lesen oder dergleichen tun. Und ich wurde damals von der Schule "vermittelt" weil mein verhalten sehr auffällig war.. Meine Eltern sind (soweit ich weiß) mit mir zum Arzt usw. Und dann wurde alles unter den Teppich gekehrt. Jetzt da ich das Thema wieder aufgegriffen hab... ja ist das alles entstanden...

    Btw: @Neuhier: Zuhause wohn ich wieder, aufgrund meiner Berufs-Erkrankung, somit musste ich meine Wohnung aufgeben. Im Sep. bin ich dann wieder weg..^^

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    Danke für deine Rückmeldung. Ok du hast ab Sept. eine eigene Wohnung. Prima! Spätestens ab dann wirst du hoffentlich entspannter werden können. Du wirst deine Eltern nicht verändern können, du kannst leider nur versuchen noch mehr Stresssituationen aus dem Weg zu gehen. Versuche freundlich zu bleiben und tu alles daran, dass du dich wohl fühlst. Es bleibt dir nichts anderes übrig. Es ist immer schade, wenn Eltern das Kind nicht unterstützen können und wollen. Und dabei spielt das Alter des Kindes keine Rolle. So wirklich helfen kann ich dir nicht, ausser hier mein Senf dazu zugeben. Ich hoffe es hilft trotzdem :-/

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    Mir hat es geholfen, meine Familie vor vollendete Tatsachen zu setzen:

    - ich mache gerade eine schwierige Zeit durch und es gibt Dinge, die ich jetzt tun muss und möchte, damit es mir besser geht

    - eure Meinung hat zwar keinen Einfluss darauf, wie ich weiter vorgehe, aber eure Unterstützung würde mir gut tun

    - seid für mich da, wenn ich mal jemanden zum Reden brauche, und arbeitet nicht gegen mich, dann ist alles okay


    Jetzt kenne ich deine Eltern natürlich nicht. Aber meine haben von selbst angefangen, sich für das Thema zu interessieren, als sie merkten, dass das ernst ist.
    Der Schlüssel bei mir war wirklich den Fokus auf "Ich mache das jetzt, seid ihr dabei oder nicht?" zu legen.

    Wenn meine Eltern dann noch stur geblieben wären, hätte ich versucht, diesen schlechten Einfluss zumindest vorübergehend zu entfernen, damit ich mich auf meine Therapie konzentrieren kann. Sprich: im Extremfall vorübergehend wo anders wohnen

    Und lass dich bitte von niemandem davon abbringen, dir helfen zu lassen. Da hat niemand das Recht, sich einzumischen

    Ich hoffe, dass es dir bald besser damit geht und deine Eltern sich fangen. Sie brauchen es ja nicht gleich total toll finden

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    Hey dressiermaus!

    Glaub du hast recht, ich sollte es auch so machen.. "seit ihr dabei oder nicht, wäre schön wenn"..
    Ich werde mich auf jeden Fall nicht davon abhalten lassen! Und ich hab ja hier Unterstützer, die mich verstehen dank euch!

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Meine Familie akzeptiert mein ADHS nicht - was nun? :(

    Hallo Celince,

    ich bin etwa so alt wie du. AD(H)S wurde bei mir vor 2 Jahren diagnostziert. Meine Familie weiß bis heute nichts von der Diagnose.
    Für mich war es eine Überwindung, den Eltern/Angehörigen-Fragebogen ausfüllen zu lassen. Das habe ich bei einem Elternteil getan. Heute hat dieser Elternteil das schon längst vergessen.

    Meine Familie würde das mit meinem AD(H)S nicht verstehen - besonders die Ausprägung meines persönlichen Störungsbildes. Und ich denke, dass die Familienmitglieder mir sagen würden "aber du hat doch kein AD(H)S!, das ... passiert doch jedem, das ist doch eine Ausrede." Als ich eine Therapie gemacht habe, hat der Therapeut mir empfohlen, die Diagnose nicht in meiner Familie zu erzählen. Ich habe auch die Diagnose einer Schmerzstörung in meiner Familie bis auf einer Person verheimlicht, weil ich auf Unverständnis gestoßen bin, als ich anfing von der Symtomatik zu erzählen. Bei dieser Krankheit fand ich es viel schlimmer, es nicht in der Familie erzählen zu können als bei AD(H)S.

    Ich finde es für mich persönlich OK, dass meine Familie nichts von der AD(H)S- Diagnose weiß. Ich erwarte nicht, dass meine Familie der Kummerkasten für meine AD(H)S-Probleme ist. Dennoch finde ich es sehr wichtig, jemanden seine AD(H)S-Probleme anzuvertrauen - dafür habe ich ein paar wenige Leute aus meinem Freundeskreis gefunden.
    Bei Gesprächen in meiner Familie werden extrem häufig meine Symptome thematisiert und es wird teilweise darauf herumgehackt, teilweise wird darüber geschmunzelt. Jemand von meinen Geschwistern erwähnt sehr häufig, dass ich verpeilt bin und verweist häufig auf meine Defizite bei der Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit (manchmal auch herablassend). Es kam mal die Bemerkung, ich sollte mal "Anti-Ritalin" probieren (ich bin hypOaktiv). Es gab fast jeden Tag Ärger wegen meiner Unordnung. Das hat mich schon belastet.
    Ich wohne seit einigen Monaten nicht mehr bei meinen Eltern, weshalb ich jetzt keine Probleme mehr damit habe.

    Ich selbst bemerke häufig die AD(H)S- Symptome meines Vaters und sie werden sehr häufig von den anderen Familienmitgliedern angesprochen. Mein Vater zeigt u.a. auch Symptome von Hyperaktivität, was dann sogar so genannt wird. Ich würde gern mal darüber reden wollen, aber ich lasse es lieber.


    Ich hoffe, du kommst zurecht, wenn du bei deinen Eltern ausziehst - du musst ja das ADHS von deiner Seite aus nicht erwähnen. Fürs Elontril gibt es bestimmt ein gutes Versteck, z.B. eine Verpackung für ein anderes Medikament. Deine Eltern dürfen dir in deinem Alter keine Medikamente und keine Therapie verbieten.

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