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Diskutiere im Thema Freunde in der Not... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 130

    Frage Freunde in der Not...

    Freunde in der Not,--- und so weiter



    Gestern sagt meine Freundin,"warum rufst du deinen Kumpel nicht mehr an?

    Ich," der hat mich beleidigt"!
    Sie ,"wieso"?
    Ich," Er meinte , das müsste ich doch mit meinem Verstand unterdrücken können, und mich nicht so in ein Streitgespräch reinsteigern."
    mein Freund weiß um meine ADHS
    meine Freundin," der will dir doch nur helfen"!
    Ich" das hilft mir so als wenn ich einem Alkoholiker sage er müsse doch darüber stehen, und vom Alkohol beiben können"!
    meine Freundin, "Ständig meinst du alle wollen dir was".

    ich" wenn du das nicht verstehst, versteht du das Problem auch nicht"!


    Jetzt seid Ihr gefragt!

    sind meine Argumente richtig, oder muß ich solchen Freunden noch dankbar sein für ihre Hilfe," Sie wollen mir ja helfen"

    Gruß

    Spirit

  2. #2
    smi


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Freunde in der Not...

    Diskussion, mein Spezialgebiet

    Ich habe damit mehr Freunde verloren als ich eigentlich hatte.

    Ich glaube, dass es nicht reicht nur zu sagen "ich habe ADHS" sondern jedem dem du es sagst sollt sich entsprechend einlesen. Wer es macht versteht dich, wer nicht ist kein Freund.

    Das Gespräch mit deiner Freundin ist einfach komplett aneinander vorbei gelaufen, weil sie dich nicht versteht und du anders Tickst als sie.

    Sven O.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Freunde in der Not...

    Ich habe gerade mit disem "Freund" lange über die ADHS Problematik gesprochen.
    Ich sage immer , es ist wie mit dem Hulk! Mach ihn nicht wütend.
    Denn wenn es passiert ist, hilft nur noch weglaufen.
    Mein Freund fängt ein Streitgespräch an, " da kann er dann nicht mehr gewinnen, da ich in solchen Gesprächen,"nur wenn ich mir 100% sicher bin " nicht nachgebe, und dann ist es mir Schei...egal wo das stattfindet, und erklärt mir Tage später das ihn die Leute , die das mitbekommen haben angesehen haben und die Augen verdreht habe, ob meiner heftigen Reaktionen , was ich nicht sehen konnte.
    Und das soll mich dann "erziehen"!
    Ich bin stolz darauf, das ich dieses erste Sreitgespräch abgebrochen habe, was ich ohne Medikinet wohl nicht geschafft hätte.
    Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich sage, ich will diese nervliche Belastung nicht mehr , und gehe solchen Dikussionen/Gespächen aus dem Weg wo ich es nur kann.
    Aber meine Freundin versteht nach 30 Jahren, immer noch nicht was mich triggert und was nicht.
    Gruß
    Spirit

  4. #4
    smi


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Freunde in der Not...

    Seitdem ich über ADHS Infos habe, bin ich mit meiner sehr verständnisvollen Partnerin so verblieben: sie hat ein "AUS" Zeichen bei Gesprächen. Sie pinnt mir Zettel an die Tür, damit ich nichts vergesse.
    Gaaaaaanz wichtig, meine Partnerin liest sich in die Thematik ein. Jede zweite Seite lacht sie sich krank und liest einen Absatz vor. "Das kann doch nicht wahr sein, das bist du!" Wir besprechen das, lassen Situationen der Vergangenheit Revue passieren und lachen gemeinsam und verstehen rückblickend die ehemalig unschönen Situationen.

    Momentan versteht mich nur meine Partnerin und mein Hund. Beide gerade mein ganz großer Halt. Wie lange es dauern wird oder ob es jemals klappen wird, dass mich andere verstehen kann ich nicht sagen.

    Den Leuten, denen ich von ADHS erzähle (nur Familie bisher) verdonnere ich, sich in die Sache einzulesen und es ganz zu verstehen. Alles andere bringt nichts, denn Andere sehen bei ADHS nur den Sonderling, Außenseiter und schlechten Schüler. Damit ist man nicht gesellschaftsfähig in unserer Gesellschaft, auch wenn wir viele Fähigkeiten haben von denen alle "Normalos" nur träumen können.

    Sven O.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Freunde in der Not...

    Jetzt seid Ihr gefragt!

    sind meine Argumente richtig, oder muß ich solchen Freunden noch dankbar sein für ihre Hilfe," Sie wollen mir ja helfen"
    Ich habe aufgehört mit meinen Freunden (viele sind es nicht mehr) direkt über die Erkrankung zu sprechen. Das verstehen sie rein fachlich schonmal nicht. Und außerdem gehts ihnen auch auf die Nerven. Mittlerweile kann ich das verstehen und bin nachsichtig geworden. Sind ja schließlich meine Freunde und nicht meine Psychiater. Ich sprech mittlerweile nur noch über Probleme / Situationen die sich aus der ADHS heraus ergeben. Beruf, Familie, etc. Das sind dann eher "normale" Themen, die auch für meine Freunde nachvollziehbar sind. Ansonsten schau ich, dass ich mit den Freunden einfach nur ne schöne Zeit verbring, Spaß hab und auch mal selber vom ADHS-Dauerstress abschalten kann.

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Freunde in der Not...

    Spirit schreibt:
    Ich sage immer , es ist wie mit dem Hulk! Mach ihn nicht wütend.
    Denn wenn es passiert ist, hilft nur noch weglaufen.
    Mein Freund fängt ein Streitgespräch an, " da kann er dann nicht mehr gewinnen, da ich in solchen Gesprächen,"nur wenn ich mir 100% sicher bin " nicht nachgebe, und dann ist es mir Schei...egal wo das stattfindet, und erklärt mir Tage später das ihn die Leute , die das mitbekommen haben angesehen haben und die Augen verdreht habe, ob meiner heftigen Reaktionen , was ich nicht sehen konnte.
    Und das soll mich dann "erziehen"!
    Da sprichst Du mir aus der Seele! Geht mir ganz genauso.
    Ich diskutiere gern und auch mal heftig, aber wenn man mich ärgert, werde ich fix auch zum Hulk. Das ist aber noch nicht schlimm, erst wenn ich ruhig werde, sollte man laufen. Schnell. Weit weit weg.

    Ärger Dich nicht, du hast eben special effects, die Normalos nicht verstehen.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 152

    AW: Freunde in der Not...

    ... und ich habe aufgehört von andere erwarten zu wollen mich zu verstehen ... warum denn nur diesen Stress ?
    Emotionen wie zu schnell empfindlich zu reagieren ... eine Sache für die andere nichts können. Für den eigenen Gaul bin ICH zuständig.

    Ich denke vernünftige Unterhaltungen sind (meistens) auch auf anständiger Weise möglich ohne immer diesen Anspruch zu erheben "der andere müsse mich verstehen - dann erst können wir auch gut kommunizieren"... Ich finde es gibt bessere Ansätze.

    Ich mach ja auch nicht immer was andere von mir wollen ... also kann ich auch nicht immer alles erwarten.
    Geändert von Mionar (30.01.2014 um 11:02 Uhr)

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Freunde in der Not...

    Es gibt da doch diesen Satz "gut gemeint ist schlecht gemacht!" oder so ähnlich. Das Blöde ist immer, dass Leute, die einen wirklich mögen, einem helfen wollen. Nur leider können sie sich nicht in die Situation reinversetzen, weil es einfach über ihren Horizont geht. Das hört sich jetzt vielleicht arrogant an, ist aber gar nicht wertend gemeint, sondern einfach eine Feststellung.

    Jemand, der noch nie eine Depression hatte, kann nicht nachvollziehen, was es bedeutet, eine Depression zu haben. Häufig kommt dann dieser Satz:"Mensch reiss dich doch mal zusammen! Deprimiert bin ich auch häufiger!" Das es aber einengroßen Unterschied macht, keine Farben im Leben mehr wahrzunehmen, emotional quasi eingefroren ist, die einfachsten Dinge auf einmal zu riesen Hürden werden, man nicht mehr lachen, sich freuen kann, sich ständig angegriffen fühlt, meint, man sei immer Schuld, wenn etwas nicht gut läuft, ist schwer zu vermittlen.

    Und das selbe Problem ist auch bei ADHS. Die Leute wollen helfen, wissen aber nicht wie, weil sie das Problem nicht verstehen. Es ist ja kein willentlich steuierbarer Prozess, der uns das Leben so schwer macht, sondern was systemimmanentes. Erzähl mal deinem Nachbarn, dass du 6 tage an der fertigen Waschmaschine in deinem Bad vorbeigehst, ohne zu registrieren, dass die Wäsche fertig ist und aufgehängt werden muss. Hat er kein ADHS, ist das für ihn eine unvorstellbare Sache. Er wird es nie verstehen, weil das für ihn völlig unmöglich ist, dass es einem passieren kann. Das Einzige, was ich bei einem guten Freund erwarten würde, ist aber Akzeptanz, dass es bei mir so ist, auch wenn er das nicht verstehen kann.

    Wenn er dir helfen will, empfiehl ihm mal das Buch "Such dir Menschen, die dir guttun" von Christine Beerwirth. Das erklärt Einiges auch nicht betroffenen ziemlich gut.

    LG Trine

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