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Diskutiere im Thema Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    Brummelchen schreibt:
    Und nebenbei: Wenn man einen Vertrag abschließt, sind BEIDE Seiten daran gebunden, auch wenn beide Seiten im Schadensfalle immer ein Kündigungsrecht haben. Und wenn man einen Unfall hat, dadurch einen nennenswerten Schaden davonträgt und diesen bei der Unfallversicherung geltend macht und diese nicht einwandfrei genau DIESEN Schadensfall ausgeschlossen hat, muss die Versicherung zahlen. Und das wird sie auch. Ohne Wenn und Aber.
    mit dem ersten Satz hast du Recht, mit dem zweiten auch - nur Satz drei und vier, ja das wäre schön, aber die Realität sieht anders aus. Viele Leute klagen jahrelang gegen die Versicherungen und diese ziehe dann von einer Instanz in die nächste, so nutzt den Betroffenen ein positives Urteil erst mal gar nichts. Da gab es vor einiger Zeit mal eine Sendung im Fernsehen, da haben sie solche Fälle gezeigt - zehn Jahre und länger warten die Leute - einfach ein Skandal ! Klar, wenn deine Eltern bei Versicherungen arbeiten sehen sie es naturgemäß ein wenig anders, aber glaub mir, das Urteil vieler Leute, dass Versicherungen Abzocker sind, dass hat schon seinen realen Nährboden (dokumentierte und bekanntgemachte Fälle, wie in dem Bericht, die letztens ausgestrahlt wurde - ich glaube es war Plus Minus, weiß es aber nicht mehr so genau). Das sie bei dir zahlen, freut mich, aber mach dich mal schlau, denn es ist nicht legitim einfach zu sagen, die Versicherungen zahlen immer, damit straffst du alle deren berechtigte Ansprüche abgelehnt werden nämlich lügend und das sollte nur gerade jemand, der Geld bekommt denen gegenüber nicht tun.

  2. #22
    ellipirelli

    Gast

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    @brummelchen- kein rechtlich verwertbarer Hinweis/Beleg vorhanden. Hab ich irgendwo und irgendwann mal gelesen, ich meine, auf irgendeiner ADHS Seite..


    @BU versicherungen: es gibt tatsächlich so eine Art schwarze Liste der Versicherer- einmal abgelehnt, wissen alle anderen Bescheid. Es empfiehlt sich darum,sich im Vorwege sehr genau zu erkundigen und den Antrag auf eine BU zeitgleich bei verschiedenen Versicherern zu stellen.

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    Ob zeitgleich funktioniert, weiss ich nicht, aber wichtig ist, dass eine Vorabanfrage oder so ähnlich gemacht wird, dh, dein Name taucht da in der Anfrage nirgends auf. Sobald nämlich einmal ein Verischerungsvertrag nicht zustande gekommen ist, sei es weil die Versicherung es abgelehnt hat oder du es ablehnst, weil die Bedingungn dir nicht passen, und das Angebot unter deinem Namen gemacht wurde, können bei zukünftigen Anfragen alle Versicherer sehen, warum du abgelehnt worden bist, oder welche Einschränkungen dem Angebot zu Grunde lagen.

    Du musst wirklich darauf bestehen, dass das Angebot der vbersicherung nicht mit deinem Namen in Verbindung gebracht werden kann.

    LG

  4. #24
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    Die Versicherungen in Deutschland haben ein gemeinsames Informationssystem (HIS), wo Gesundheitsdaten aus den Anfragen oder Verträgen gespeichert werden und jeder Versicherer sie einsehen kann. Daten der Krankenkassen sind darin natürlich nicht enthalten.

    Wenn du, die trine empfahl, eine vorabanfrage machst, werden die Informationen nicht in das HIS eingespeist. Das sollte man am besten mit dem Berater vorher genau absprechen bzw. klarstellen.

    Je nach BU kann es möglich sein, zum Beispiel eine Berufsunfähigkeit aufgrund psychischer Störungen, die du angegeben hast, von der Versicherung auszuschließen, wenn der Versicherung das Risiko zu hoch ist. Dann kann man sich zum Beispiel gegen eine BU durch Herzkreislauferkrankungen ect. versichern, aber die psychische Erkrankung ist eben nicht enthalten.

    Andere Variante ist, dass man einen höheren Versicherungsbeitrag bezahlt, wo die psychische Störung mit drin ist.

    Andere Variante: die Versicherung lehnt einen komplett ab. Dann weitersuchen.

    Viele Versicherungen haben auch eine zeitliche Eingrenzung, wenn zum Beispiel in den letzten drei Jahren keine Psychotherapie bzw. stationärer Aufenthalt mehr gemacht wurde, muss man die psychische Störung nicht mit angeben.

    Angenommen, man war 2011 6 Monate wegen Depressionen in psychotherapeutische Behandlung und möchte sich jetzt 2014 BU versichern. Angenommen, die ausgesuchte Versicherung möchte nur Behandlungen der letzten 5 Jahre wissen. Dann gibt man das eben an. Nun sagt die Versicherung: also, wir versichern sie, aber wenn sie jetzt wegen einer Depression bu werden, ist das nicht mit drin. Du sagst ok und versicherst dich. Wenn dann nun 2016 fünf Jahre seit deiner letzten Psychotherapie vergangen sind, kannst du eine Neuevaluation bei der Versicherung durchführen, dann fällt die psychische Störung raus und du kannst sie wieder mitversichern.

    Hoffe, das war verständlich. Hängt natürlich alles von der jeweiligen Versicherung mit ab.
    Geändert von Lactat (26.02.2014 um 15:10 Uhr)

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    Und um da nochmal Klarheit zu bekommen - wenn man die BU -vor- abgeschlossen hat, und danach erst die Diagnose einer psychischen Erkrankung bekommt, lässt sich da ein Strick draus drehen oder ist das okay?

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    earendil schreibt:
    Und um da nochmal Klarheit zu bekommen - wenn man die BU -vor- abgeschlossen hat, und danach erst die Diagnose einer psychischen Erkrankung bekommt, lässt sich da ein Strick draus drehen oder ist das okay?
    Das ist ok, außer du hast da irgendetwas an abgefragten Vorerkrankungen beim Ausfüllen des Antrags verschwiegen.

    Beispiel einer Freundin mit MS: BU Januar 2009 abgeschlossen. Erster MS-Schub Februar 2009, aber nicht als solcher erkannt, sondern als Überlastungsreaktion vom Neurologen abgetan. 2. MS_Schub März 2012: Rückenprobleme und Sensibilitätsstörungen in den Beinen. MS diagnostiziert und im MRT mal eben "morbus Scheuermann" zusätzlich mitdiagnostiert. Vor dem 2. MS-Schub hatte meine Freundin noch nie Rückenprobleme und war dementsprechend nie wegen ihres Rückens beim Arzt. Also gab es auch keine Diagnose. Der "morbus Scheuermann" ist aber eine angeborene Erkrankung. Also hat die Versicherung versucht, nicht leisten zu müssen, weil der "morbus Scheuermann" nicht angegeben worden war. Es sind dann noch mal Auskünfte von alllen jemals behandelnden Ärzten eingeholt worden, mit dem Ergebnis, dass nirgendwo eine Behandlung wegen Rückenproblemen vor März 2012 im Zusammenhang mit der MS-Diagnose stattgefunden hatte.

    Hätte meine Freundin aber lediglich vergessen gehabt, Rückenbeschwerden anzugeben, mit denen sie irgendwann mal in Behandlung war, wäre die BU-Versicherung völlig aus der Leistungsverpflichtung herausgewesen.

  7. #27
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    Hallo,

    Ich habe mich zwar noch nicht vorgestellt aber das Thema interessiert mich sehr und ist auch wichtig für mich.

    Bei mir ist der stand der Dinge, dass der Verdacht auf ADS besteht und ich mich gerade im Diagnoseprozess befinde. Ohne eine Diagnose bekommen zu haben. Wäre es jetzt noch möglich eine Berufsunfähigkeitsversicherun g abzuschließen? Ohne der Angabe der eventuell, wahrscheinlich vorhandenen Erkrankung?

    Also heißt das ich muss mich sputen oder ist der Dampfer bereits abgefahren?

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    Hallo allerseits,
    ich habe das Gefühl, dass man hier grundsätzlich von einer falschen Denkungsweise ausgeht.
    ADSH ist KEINE Krankheit. Daher gibt es dafür weder einen Krankenschein noch eine Rente oder gar einen Schwerbehindertenausweis. ADS ist eine Eigenschaft, die einem Menschen innewohnt, ähnlich wie ein hoher oder niedriger IQ, Homosexualität oder das Gen für rote Haare. Selbstredend kann es daher für ADSH auch niemals soetwas wie Heilung geben. Ebenfalls kann man auch immer die Frage nach chronischen Erkrankungen usw. mit dem reinsten Gewissen mit einem klaren NEIN beantworten. Jedenfalls, soweit sie sich auf ADSH bezieht. In Bewerbungsgesprächen, in Fragebogen für eine Kranken- oder Lebensversicherung usw. braucht man sie daher auch überhaupt nicht zu erwähnen und in einem Gesundheitszeugnis taucht ADSH ebenfalls nicht auf. Alles was in irgendeiner Form "Therapiewürdig " oder als Erkrankung anzusehen ist sind Begleiterscheinungen oder Folgen der Umstände die ADSH mit sich bringen. Also vor Allem Depressionen, Suchterkrankungen usw. nicht aber ADSH: Das Medikament Methylphenidat, das viele Forenmitglieder (mich selbst eingeschlossen) regelmäßig nehmen, dient ja auch nicht der Heilung sondern lindert nur die Symtome und erleichtert uns damit den Alltag.
    Vielleicht wird die Angelegenheit vor diesem Hintergrund ein wenig klarer.

  9. #29
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    Es gibt Versicherungen, die möchten nur von Behandlungen wissen und es gibt solche, da muss man auch Beratung und Diagnostik angeben, meist sind das private Krankenversicherungen, die wollen alles wissen im Sinne von alles.

    Medizinisch gesehen ist ADHS eine chronische psychiatrische Störung, die eine lebenslange Therapie erforderlich machen kann. Insofern kann ich Wahlpöttler nicht ganz zustimmen. Homosexualität und rote Haare sind ja auch keine Störungen, die im ICD-10 aufgeführt werden ...

    Viele Medikamente dienen lediglich der Symptombehandlung und nicht der Heilung, zum Beispiel Betablocker bei Bluthochdruck. Heilen kann man ihn damit nicht, aber wenn man nichts macht, kann das ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. So ist es bei ADHS ja auch, das Risiko für Komorbiditäten und Suchterkrankungen ist erhöht.

    Und da für eine ADHS-Diagnose Beeinträchtigungen in mehreren Lebensbereichen vorhanden sind, in denen die meisten anderen Menschen keine haben, würde ich sagen, dass ADHS eine psychische Problematik mit sich bringt, die Krankheitswert haben kann.

    Egal, wie ich persönlich dazu stehe, im Zweifelsfall will die Versicherung das wissen, wenn ich wegen ADHS ärztliche Behandlung in Anspruch genommen habe in den letzten x Jahren.

    Wenn man nur eine leichte Beeinträchtigung hat, die keine besondere Therapie erforderlich macht, kann man sich das auch vom Arzt bescheinigen lassen und der Versicherung vorlegen. Das hilft oft.

    Am besten ist immer, man hat einen erfahrenen Berater, der einem sagen kann, ob diese oder jene Erkrankung/Störung angegeben werden muss oder nicht.

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Was gibt es rechtlich zu wissen und zu beachten bei ADS diagnose?

    ADHS gilt sowohl bei Lebensversicherungen als auch bei BU als chronische psychische Erkrankung, die in der Regel angegeben werden muss. Mit ADHS ist die Unfallgefahr erhöht, die Suizidalitaet kann erhöht sein, die Wahrscheinlichkeit, berufsunfahig zu werden aufgrund der ADHS ist ebenfalls gegeben. Das sind die Gründe, warum die Versicherungen in der Revel ablehnen bzw. bestimmte Leistungen ausschließen.

    ADHS taucht sowohl im ICD 10 auf als auch in der Anlage B in der Versorgungsmedizinverordnung (GdB). Darum verstehe ich Wahlpöttlers Argumentation überhaupt nicht.

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