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Diskutiere im Thema Soziale Kontakte und die Anstrengung im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    cajo81 schreibt:
    Nähe nicht zu vertagen hat aber meiner Meinung nach weniger mit ADHS sondern mehr mit einer psychischen Störung zu tun.
    Meine Therapeutin hat mir erklärt, dass es unter ADS-lern "normal" ist, dass man ein Problem mit der Nähe-Distanz-Regelung hat. Es gibt also ADSler, die setzen sich am Liebsten auf den Schoß des Gegenübers (bildlich betrachtet), weil sie die Grenze gar nicht wirklich wahrnehmen in dem Moment. Andere wiederum stehen lieber ganz weit hinten in der Ecke, weil sie mit der Nähe nicht zu Recht kommen.

    Es MUSS also NICHT unbedingt eine psychische Störung sein, wenn man als ADSler keine Nähe verträgt. Es kann auch einfach mit dem ADS zusammenhängen. Wenn man dann zusäzlich noch hochsensibel auf Berührungen reagiert, ist der Stress in Verbindung mit Nähe vorprogrammiert (und da sprech ich aus Erfahrung. Berührungen können mir an schlechten Tagen sogar weh tun und das hat dann auch nichts mit ner psychischen Störung zu tun).

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.692

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    großer wiedererkennungswert
    danke für den thread
    ein thema was mich augenblicklich
    auch sehr beschäftigt.

    ich muss mal wieder
    off topic was loswerden
    (und weiß nicht ob ich das mit dem
    ot eigentlich endlich wirklich
    verstanden habe)

    das ist bisschen
    wie selbsterfahrung
    und selbst-kennenlernen.
    und es macht mich so froh
    dabei eben gleichzeitig zu
    erkennen....ich bin nicht
    merkwürdig, seltsam, komisch
    schräg....
    und nicht allein.
    und es gibt möglichkeiten
    anders mit solchen situationen,
    zuständen und gefühlen
    umzugehen.

    muss leider aufstehen
    sonst würde ich jetzt gerne
    direkt was zum thema schreiben...



  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    Hotaru schreibt:
    Meine Therapeutin hat mir erklärt, dass es unter ADS-lern "normal" ist, dass man ein Problem mit der Nähe-Distanz-Regelung hat. Es gibt also ADSler, die setzen sich am Liebsten auf den Schoß des Gegenübers (bildlich betrachtet), weil sie die Grenze gar nicht wirklich wahrnehmen in dem Moment. Andere wiederum stehen lieber ganz weit hinten in der Ecke, weil sie mit der Nähe nicht zu Recht kommen.

    Es MUSS also NICHT unbedingt eine psychische Störung sein, wenn man als ADSler keine Nähe verträgt. Es kann auch einfach mit dem ADS zusammenhängen. Wenn man dann zusäzlich noch hochsensibel auf Berührungen reagiert, ist der Stress in Verbindung mit Nähe vorprogrammiert (und da sprech ich aus Erfahrung. Berührungen können mir an schlechten Tagen sogar weh tun und das hat dann auch nichts mit ner psychischen Störung zu tun).

    Ich gebe dir durchaus bedingt recht. Tatsächlich merke ich dass mir Berührungen sehr viel weniger "weh" tun wenn ich ADHS-Medikamente nehme (egal ob MPH oder Strattera).
    Allerdings ändert dies bei mir zumindest nichts daran dass bei Berührungen große Ängste bei mir im Kopf umherschwirren lassen ("mache ich alles richtig" oder "hoffentlich tut es nicht weh")

    Grundsätzlich güble ich über alles viel zu sehr nach und dies ist psychisch bedingt.

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    @Hotaru + cajo81

    was genau versteht ihr unter "Berührungen tun weh"?

    Mein Neurologe meinte mal, das ich psychisch bedingt eine ganz sensible Haut habe - da mir "Druck-Berührungen" (also mal fester anfassen) richtig weh tun.
    "normales" anfassen/berühren ist allerdings i.d.R. ok - solange der Druck nicht zu stark ist.

    Bei meinen Partner(n) hatte bzw. habe ich das Problem des öfteren. Grad bei so spielerischen Raufereien schmerzt es bei mir sehr schnell

    ich selbst kann diesen Druck-Schmerz bei festeren drücken/berühren übrigens auch auslösen xD
    Geändert von igel569 (25.03.2014 um 18:58 Uhr)

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    Hallo ChaotenkollegInnen,
    ich bin erst seit einigen Tagen in dem Forums und finde es faszinierend, wie vieles von all dem Geschriebenen auch mein Problem ist.

    Im Allgemeinen gelte ich als sehr kontaktfreudig, das bin ich wohl auch. Aber ich muss zugeben, dass ich oft gute Miene zum, na nicht bösen, aber ungemütlichen Spiel mache.

    Seit Jahren kenne ich das Problem mit der "bleiernen Schwere" bei sozialen Kontakten. Mir ist jetzt erst klar, dass ich damit nicht allein bin. Ich überspiele es fantastisch. Aber dieses Kopfweh, diese Rückenschmerzen, dieses müde werden und nach Gesprächsstoff suchen, nach ca. 15 Minuten, ist so anstrengend. Dachte immer, ich spinne, das kann man nicht so wie ich erleben, seelisch und sogar körperlich. Am liebsten nach Hause gehen und sich hinlegen oder fernsehen und sich trösten damit, daß man ja zumindest draußen war- das ist dann meine Sehnsucht. Wie oft sage ich inzwischen ab oder erst gar nicht zu. Nervt mich selbst, denn ich blicke neidvoll zu denen, die den Abend so richtig genießen können, jedes Wochenende voller Drang nur das Weggehen im Kopf haben und mit jedem Schluck immer besser drauf sind. Aber so ist es nun mal und ich glaube der beste Tipp ist: Augen zu und durch. Was wäre, wenn man nur noch daheim rumsitzen würde? Auch Mist oder? Und sehr klischee-erfüllend! Denn wir wollen ja Kontakt und Nähe, wenn das auch zu ambivalenten Gefühlen führt.

  6. #26
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    Ich meine das mit dem "Berührungen können weh tun" durchaus wörtlich

    Bsp.: Wenn meine Katze mir über die Oberschenkel läuft, dann bekomm ich Bauchschmerzen/Zwerchfellschmerzen (so genau kann ich das gar nich sagen, wo es dann weh tut) und mir wird schlecht (nich arg, nur n bissle flau im Magen). Also im Prinzip tut die Stelle selbst nicht weh, aber der Reiz, der durch diese Berührung ausgelöst wird, ist so stark, dass mir da übel von wird und ich diese Schmerzen im Bauch/Zwerchfell habe.

    Das selbe Spiel is es auch, wenn mich ein anderes menschliches Wesen an eben der selben Stelle berührt. Also macht es dahingehend wirklich keinen Unterschied, ob Mensch oder Tier mich berührt.

    Besonders schlimm sind sanftere Berührungen, eben weil meine Nerven da hochsensibel drauf reagieren. Also wenn mich jemand am Handgelenk packt, ist das nicht so "schmerzhaft", wie wenn mich jemand sanft am Arm berührt.

    @Cajo: Deshalb ja auch das "muss nicht unbedingt psychisch bedingt sein". MUSS NICHT, aber kann natürlich mit rein spielen.

    Grüße

  7. #27
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    NorthLight schreibt:
    Hey!

    Ich hab in letzter Zeit wieder massiv das Problem, dass mich Sozialkontakte anstrengen ohne Ende. Früher war es sehr viel schlimmer, da habe ich mich dann ganz stark zurückgezogen und hatte kaum Kontakte, mittlerweile habe ich mir einiges aufgebaut. Doch das kostet Kraft. Viel Kraft.
    Eben mal mehr, mal weniger, wobei ich natürlich auch merke wie gut mir Freunde tun und dass es sich am Ende immer lohnt.

    Aber leider ändert das nichts daran, dass ich im Moment kaum rausgehe, weil ich immer im Kopf hab, dass ich nach ner halben Stunde müde bin, dass ich mir etwas ausdenken muss, wenn ich gehen will, dass mir die Konzentration fehlt mich mit mehreren Leuten gleichzeitig zu beschäftigen und so weiter... totale Reizüberflutung kurz gesagt.

    Die Mühe ist es wert, das weiß ich. Deshalb suche ich nach Dingen, die mir das Ganze leichter machen. Habt ihr irgendwelche Strategien?
    Ich will mich nicht immer zurückziehen müssen. Abends weggehen ist sowieso schon nicht mein Ding....

    Liebe Grüße!

    Hallo, erstmal finde ich es wichtig, dass kein Mensch dazu gezwungen werden kann, unter Qualen soziale Kontakte zu haben. Kein StiNo würde sich für etwas entscheiden, was ihn nach einer halben Stunde total überanstrengt und müde macht. Nicht nur, weil es nicht effektiv und ökonomisch ist, sondern aus Selbstschutz. Sowas tut man sich nicht an. Also ist deine Rückzugsreaktion genau richtig. Wir Chaoten aber machen uns Gedanken, dass wir uns dazu zwingen sollten. Zur Qual? Nur weil es als normal gilt, nicht wie wir zu fühlen?

    Und wie können wir mit sozialen Kontakten umgehen? Je nach Stärke der Probleme damit sicherlich mal mit Hilfe von Medikamenten, mal ohne. Aber davon abgesehen meine ich, die Verhaltens-Antwort geht in die Richtung, alles dafür zu tun, dass du selber auf dich passend dafür sorgst, ohne viel Anstrengung soziale Kontakte zu haben. So, wie du das in deinem Motto stehen hast, genau darum geht es: "
    It was, he thought, the difference between dragged into the arena to face a battle to the death and walking into the arena with your head held high. Some people, perhaps, would say that there was little to choose between the two ways, but [..] there was all the difference in the world.
    (Harry Potter and the Half-Blood Prince, p. 605)"

    Ich z.B. gehe gezielt zu Treffen und Geselligkeiten, wo es um etwas geht, was mich interessiert und wo ich zuhören kann, wo nicht zuviel durcheinander geredet wird: Musik, Tagungen etc. Wo ich mich nicht laufend volltexten lassen muss von vielen Leuten, vielen Stimmungen, vielen Emotionen. Wo es sachlicher bleibt und trotzdem oder gerade deshalb freundlich, denn diese Treffen sind oft im kirchlichen Rahmen.
    Ich setze mich oft an den Rand und gehe selten auf Leute zu, weil mir das einfach zu viel wird. Wenn Leute auf mich zukommen, reicht mir das schon genug. Ich setze mich nicht neben die Perfektionisten, die einen dauernd korrigieren oder einem reinreden, viel zu anstrebend, sondern neben lockere Leute.

    Und ich gehe nur aus, wenn ich mich gut genug dafür fühle.

    Familiär und mit Freunden habe ich offene Situationen stark zurückgeschraubt, denn das ist mir einfach zu anstrengend. Außerdem trinke ich absolut keinen Alkohol mehr bei Geselligkeiten und rauche auch nicht mehr, weil beides im Endeffekt zappeliger macht als Nervengifte. Ich betäube also auch nicht mehr meine Abwehr gegen Reizüberflutung, bin klarer und ehrlicher mit dem, was mich überreizt.

    LG! Maggy
    Geändert von Maggy (30.03.2014 um 23:43 Uhr)

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    Mir gehts leider ähnlich. Bei mir ist es auch so, dass mich zu lange Gespräche anstrengen und müde machen. Der Arbeitsreicher ist direkt voll und ich kann nichts mehr aufnehmen und zieh mich dann gerne zurück. Was ich eigentlich schade finde.

    Ich habe gerade erst die Diagnose bekommen und noch kein MPH genommen, aber sollte die nicht helfen damit besser zurechtzukommen ?

  9. #29
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    Ein paar Strategien, hoffe das geht in die Richtung,
    die du meinst:
    In der Bahn/Bus etc
    • mp3-Player als must-have ... ich halte das Geplapper sowohl
      hinsichtilich der Informationsflut nicht aus, als auch wg der
      tatsächlich irgendwann physischen Schmerzempfindung, wenn
      ich meine, dass mir der Radau mit der Zeit unter die Schädeldecke kriecht
    • wenn es geht, ins Fahrradabteil setzen, meist ist es dort leerer

    Alltagsgeräusche
    Wenn es möglich ist bitte ich "einfach" darum, ob man ein
    Geräusch unterlassen, entfernen oder sonstwie abstellen kann.
    Der Ton, mit dem man das anspricht, spielt wirklich eine große
    Rolle aber ich mache die Erfahrung, wenn ich bei mir bleibe,
    d.h. ganz klar sage, dass ich ein Problem habe, dieses oder jene
    Geräusch auszublenden, dann reagieren die Menschen meist
    rücksichtsvoll.
    Vielleicht sind die Leute ja durch Fernsesehrien wie Monk etc tatsächlich
    etwas sensibler für solche Eigenarten geworden?

    Plötzliches Anrempeln, berührt werden,
    die "Arm-Pieker"-Hallo-hör-mal Typen ....

    Ich versuche, mehr Kontrolle über meinen Sicherheitsabstand zu
    haben ... in Räumen möglichst an der Wand sitzen, auf Feiern
    bewusst 2cm mehr Abstand zu den Leuten halten.
    Schlimm ist es, wenn Leute meinen, einen in Koversationssituationen
    anfassen zu müssen ... *roarrrr ... ich versuche erst, mich durch
    demonstratives Vergrößern des Abstands und strafende Blicke
    in Richtung des Tatschers zu wehren. Wenn das nicht klappt, gibt
    es in Worten die Ansage, es bitte zu unterlassen, mich im
    Gespräch anzufassen.
    Ob der Gesprächspartner dann pikiert ist, ist mir zu dem Zeitpunkt
    dann schon relativ egal.

    Wenn ich dann im Sommer wo bin, wo viele Personen sind,
    dann lasse ich auch schon mal ein Oberteil mit längeren
    Ärmeln an, um solche "Gefahrenzeiten" zu überbrücken.

    LG, habit
    Geändert von habitbreaker (31.03.2014 um 09:26 Uhr)

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Soziale Kontakte und die Anstrengung

    Ich hatte dieses Wochenende auch wieder zu viele Menschen um mich herum.
    Allerdings finde ich es interessant, NorthLight, dass du sagst es wäre bei dir besser geworden.
    Bei mir ist es irgendwie schlimmer geworden.
    Hatte ne Familienfeier und da meine Familie eher größer ist, waren >30 Leute da.
    Ich war viel mit den Kindern unterwegs, aber teilweise saß ich auch apathisch in der Ecke und war _völlig_ überfordert.
    Viele davon sehe ich nur 4-5mal im Jahr und da weiß ich gar nicht, was ich reden soll.
    Außerdem verstehe ich eh nichts, da es zu laut ist und zu viele Menschen gleichzeitig reden.

    Naja, okay, das war nun aber auch eine Extremsituation. Bin immer noch geschlaucht, zwei Tage reichen da nicht zur Erholung.

    Normalerweise ist man ja nicht immer von 30 Leuten umgeben, zum Glück.

    Treffen mit Freunden gehen. Kommt natürlich drauf an, was man macht.
    Entweder es wird gespielt oder DVD geschaut, da ist man beschäftigt und es werden keine großartigen Gespräche geführt.
    Oder man sitzt gemütlich beisammen und trinkt dabei nen Wein.
    Ich bin immer die erste, die den Wein aufmacht und ihr Glas trinkt.

    Zum Glück vertrage ich nicht viel und habe eine innere Bremse, so dass ich selten mehr als zwei Gläser trinke, aber es wirkt, leider, wahre Wunder.
    Ich kann mich auf das Gespräch konzentrieren, die Reize werden viel besser gefiltert (es fühlt sich alles etwas "dumpfer" an, ich kann Gespräche auseinanderhalten etc.), ich kann Leuten in die Augen schauen, Berührungen sind kein Problem mehr u.s.w.

    Naja, aber Alkohol ist Alkohol... es ist und bleibt Gift.

    Wie du merkst, habe ich bisher aber noch keine wirkliche Lösung gefunden. Normalerweise merke ich nie Reizüberflutung auch nicht sofort sondern am nächsten Tag, wenn ich nicht ausm Bett komme, völlig übermüdet bin, mein Körper schlapp macht und mein Kopf sich anfühlt, also wäre er ausgesaugt worden. Dann fühle ich mich richtig krank, schlafe auch schonmal den ganzen Tag durch und danach geht es wieder.
    (übrigens, ich rede gerade von Tagen, an denen ich vorher keinen Alkohol getrunken habe...)
    Dazu gesellt sich bei mir noch eine leichte Sozialphobie. Machts nicht einfacher.

    Wie muss man eigentlich bei dir die "Schmerzen" bei Berührung verstehen?
    Bist du wirklich einfach viel schmerzempfindlicher?
    Ich bin zwar recht sensitiv, aber nicht sooo. Zumindest habe ich kein Problem damit, Leute zu umarmen (also enge Freunde, andere nicht, aber nicht wegen der Reize).
    Was ich jedoch überhaupt nicht abkann, sind leichte Berührungen. Wenn mir jemand über die Hände streichelt, mich antippt oder _gaanz schlimm_ über den Kopf streicht.
    Unter der Dusche stehen ist teilweise schon unangenehm, vor allem wenn ich den Duschkopf nicht stellen kann, das es nicht aufn Kopf tropft.
    Das sind aber keine Schmerzen, sondern einfach ein ganz unangenehmes, ekliges Gefühl. Da zieht sich alles in mir zusammen, jetzt schon wieder alleine aufgrund der Vorstellung.
    Wenn mich jemand "richtig" anfasst, sprich festere Berührungen, dann ist es in Ordnung. Und das ist bei Umarmungen ja der Fall, daher gehts klar*g*
    Hab das Gefühl, das bei leichteren Berührungen viel mehr Reize ausgelöst werden. Ob es wirklich so ist, weiß ich nicht. Nur meine persönliche Wahrnehmung.

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