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Diskutiere im Thema Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 32

    Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium?

    Hallo allerseits,

    mich würde mal interessieren, ob es unter euch Leute gibt, die in der Schule (und/oder evtl. in Ausbildung/Studium) keine nennenswerten Probleme hatten und trotzdem die Diagnose AD(H)S?

    Ich hatte z.B. immer ganz ordentliche Noten, weil ich im Unterricht und später in den Vorlesungen aufgepasst habe (was mir nicht schwer fiel) und mir den Stoff auch gut merken konnte. Konzentration bei Klassenarbeiten und Klausuren auch kein Problem. (War nur immer etwas langsam, ganz besonders in Mathe!)

    Bin nur deshalb unter meinen Möglichkeiten geblieben, weil ich halt immer erst gaaanz kurz vorher angefangen habe zu lernen. Das, was ich dann noch an Stoff durchgepaukt bekommen habe, das saß auch 1A und kam zuverlässig zu Papier. Nur blieben natürlich immer Wissenslücken übrig.

    Meint ihr, das ist ein Ausschlusskriterium, also unwahrscheinlich, dass ich ADS haben könnte?

    Meine Schwierigkeiten, warum ich überhaupt drauf kam, liegen mehr so im Alltag, und wenn ich komplexeren Anforderungen ausgesetzt bin.

    Wissen absorbieren und wieder ausspucken ist - wenn ich dazu in einer entsprechenden "Veranstaltung" sitze, also der äußere Rahmen stimmt und ich mir nicht im größeren Stil Themen selbstständig erarbeiten muss - wie gesagt kein Problem.

    Bin gespannt auf eure Erfahrungen.

  2. #2
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Naja sehr inteligente Adhsler können durch ihre Inteligenz ihr Ad(h)s manchmal verbergen, bzw kompensieren, ich gehöre im übrigen nicht dazu.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    schreib doch mal etwas genauer, was du so mit Schwierigkeiten im Alltag meinst, dann kann man vielleicht eher was sagen

    Schulleistungen allein sagen nicht, ich war auch immer gut und hab es trotzdem.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Mir wurde mal gesagt, dass es verschiedene Stränge gibt im Leben und Schule ist nur einer davon. Wenn einige Stränge "anders als normal" laufen, könnte man vom Verdacht auf ADS sprechen, allerdings muss das auch noch nicht heissen, dass man es hat.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Ich war ab Mittelstufe immer Notenextremist.

    Grundschule war nur Katastrophe, dann immer mehr entweder eine 1 oder mühsam bestanden.



    ---
    Gesendet von meinem Telefon ... was die heute können ...

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Notenextremist gefällt mir. So könnte ich mich auch bezeichnen. Es hing auch stark davon ab, ob mich ein Lehrer begeistern konnte oder oder nicht. Wenn nicht, war ich auch in meinen Lieblingsfächern nicht so gut.

    Gesendet von meinem HTC One X+ mit Tapatalk

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    hanuta schreibt:
    Hallo allerseits,

    mich würde mal interessieren, ob es unter euch Leute gibt, die in der Schule (und/oder evtl. in Ausbildung/Studium) keine nennenswerten Probleme hatten und trotzdem die Diagnose AD(H)S?

    Ich hatte z.B. immer ganz ordentliche Noten, weil ich im Unterricht und später in den Vorlesungen aufgepasst habe (was mir nicht schwer fiel) und mir den Stoff auch gut merken konnte. Konzentration bei Klassenarbeiten und Klausuren auch kein Problem. (War nur immer etwas langsam, ganz besonders in Mathe!)

    Bin nur deshalb unter meinen Möglichkeiten geblieben, weil ich halt immer erst gaaanz kurz vorher angefangen habe zu lernen. Das, was ich dann noch an Stoff durchgepaukt bekommen habe, das saß auch 1A und kam zuverlässig zu Papier. Nur blieben natürlich immer Wissenslücken übrig.

    Meint ihr, das ist ein Ausschlusskriterium, also unwahrscheinlich, dass ich ADS haben könnte?

    Meine Schwierigkeiten, warum ich überhaupt drauf kam, liegen mehr so im Alltag, und wenn ich komplexeren Anforderungen ausgesetzt bin.

    Wissen absorbieren und wieder ausspucken ist - wenn ich dazu in einer entsprechenden "Veranstaltung" sitze, also der äußere Rahmen stimmt und ich mir nicht im größeren Stil Themen selbstständig erarbeiten muss - wie gesagt kein Problem.

    Bin gespannt auf eure Erfahrungen.
    Habe im 2. Semester (Gymnasium / Tertia) 80% gefehlt in der Schule, musste also eine Tonne Nachprüfungen schreiben... bin trotzdem mit einer 2.5 im Schnitt durchgekommen.

    1. Mein Gehirn saugt schwammartig jegliche Information auf im Unterricht.
    2. Ich bin der faulste Mensch der Welt und lerne echt nur wenn es unabdingbar wird.
    3. Die Motivation aufzubringen um zu lernen setzt hohen Stress voraus. Ich bin ein Mensch, der ohne Stress ergo Motivation ergo selbstauferlegte Lebensziele nicht mal den kleinen Finger rührt ergo nicht lebensfähig wäre und einfach daliegen würde und darauf hoffte, nicht mehr zu existieren. Ich weiss wovon ich rede, ich hatte die Phase mal.

    4. Bei mir wurde schwere ADS Grund'erkrankung' diagnostiziert.

    Verdict: Nö, AD(H)S hat nicht viel mit der Intelligenz zu tun. Aber gerade wir ADS'ler haben mit der Kompensationsfähigkeit "Hyperfocus" eine geile Taktik um Unsummen von Schulstoff innert kürzester Zeit perfekt 'assimilieren' zu können (oder ein 1'000 seitiges Buch in 3 Tagen durchzulesen und trotzdem fast jedes Detail daraus zu wissen).

    Dafür ist er sehr selten, nunja.
    Geändert von Theonar ( 9.01.2014 um 23:40 Uhr)

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Warum ich überhaupt auf die Idee kam? In Kurzform:

    - Trägheit/Antriebslosigkeit als Dauerzustand, Aufschieberitis, Vermeidungsverhalten
    - Habe das Gefühl, nicht so leistungsfähig zu sein und viel Ruhe zu brauchen
    - kann mich nicht um mehrere Dinge gleichzeitig kümmern - immer schön eins nach dem anderen; hasse Entscheidungen, hasse Zeitdruck; ist mir schnell alles zu viel

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    So in etwa genau wie ich.
    I'm not alone. /o/

  10. #10
    AlteEiche

    Gast

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Ich hab auch eigentlich die Schule überhaupt nicht wirklich wahr genommen. Interessiert war ich immer mal wieder, aber durch viele soziale Probleme viel zu sehr unter Anspannung als das irgendwas in der Schule hätte solide laufen können.

    Jedoch ist es mir bis zum Schluss immer gelungen als der "faulste Schüler aller Zeiten" einen Schulabschluss zu erwerben, später die sinnloseste Schulkarriere aller Zeiten fortzusetzen und am Ende irgendwelche Abschlüsse zu fabrizieren, trotz extrem ungünstiger Bedingungen.

    Hausaufgaben oder Lernen hab ich eigentlich ab der fünften weder nötig gehabt noch systematisch praktiziert. Wieso auch? Ging doch alles so durch. Trotz der massiven Defizite, ich konnte mir nur sehr schlecht Formeln merken und war in Mathe auffällig schlecht, noch willentlich überhaupt auswendig lernen, das ist bis heute so, ging es irgendwie. Ich war auch immer zu langsam in Klassenarbeiten so daß unfertige oder fehlende Aufgaben meinen Schnitt drückten. Schön waren die Erlebnisse bei Aufsatzarbeiten... 60 Minuten Zeit, 40 Minuten leeres Papier und erst mit steigendem Druck des Zeittacktes gabs dann irgendwie plötzlich einen Schreibrausch, unleserlich aber Lehrer haben wohl gute Übung auch die allerletzte Schmiereschrift noch zu entziffern. Stimmte aber die Motivation lieferte ich auch mal pünktlich ein Sehr Gut ab.

    Selbst später als die Anwesenheit zu wünschen übrig ließ, weil Fahrrad fahren und Einkaufsbummel interessanter wurden als Schulbesuch war es nicht schwer gute Leistungen zu vollbringen.

    Richtiger Überflieger oder Gymnasiast war ich allerdings nicht. Dafür war meine ADS zu ausgeprägt und hatte mein Leben zu viel Schieflage bei ner komplett gestörten ADS Familie

    Aber mit dem geringsten Aufwand ein maximales Ergebniss war schon locker drin ^^


    Und ich bin wirklich ADHS/ADS

    Es ist so schade das man zu meiner Kindheit nicht so viel über ADS wußte, bei mir wäre soviel mehr drin gewesen *seuftz


    Aber heute kann ich mich ja austoben insofern, das es nichts gibt was wir uns nicht aneignen können. Das Wissen der Welt war noch nicht nie so leicht verfügbar und man konnte sich noch nie so leicht Bilden wie heute. Es macht schon sehr viel Spass. Leider stellt man irgendwann fest, das das Wissen oft das Denken ersetzt. Schade eigentlich...

    MFG
    Geändert von AlteEiche (10.01.2014 um 12:21 Uhr)

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