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Diskutiere im Thema Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    AlteEiche

    Gast

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Der Glückliche Gott 1Ti 1:11 verursacht keine Krankheiten.

    Alle seine Geschenke sind durch und durch Gut. Die Erbsünde, die Unvollkommenheit sind die Quelle für Krankheit und Tod.

    Aber ich möchte dazu hier im Forum nicht weiter dazu schreiben. Wenn du dich für diese Standpunkte interessieren solltest, gern per PN oder wir machen uns eine theologische private Gruppe auf.

    Der Hiob hat einen schönen Satz gesagt, der das Schicksal eines ADHSler für mich sehr gut trifft:

    Hiob 17:11 Meine eigenen Tage sind dahingegangen, meine eigenen Pläne sind zerrissen worden, Die Wünsche meines Herzens.
    So ist das für mich durch die ADHS. Was ich von Herzen will, kann ich nicht tun, das Leiden durch die ADHS hat die Wünsche meines Herzens scheitern lassen. Es sind nicht mal wirklich viele oder hochtrabende Pläne gewesen, aber so ist das ...


    Aber ADHS gibts ja gar nicht ...

  2. #22
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 168

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Bei mir lagen die Probleme in der Grundschule: Träumen, Chaos, furchtbare Schrift und extrem langsames Arbeiten. Ganz am Anfang bin ich unter der Belastung quasi zusammengebrochen: Ständige Übelkeit und Apetitlosigkeit, bis ich acetonämisches Erbrechen hatte. Üble Sache. Das alles bei guten Noten. Bin aufs Gymnasium gekommen, da war ich nur wegen meiner Träumerei und Schlamperei aufgefallen. AD(H)S war mal ein Thema, aber erst nachdem mein 8 Jahre jüngerer Bruder diagnostiziert wurde. Aber ich hatte ja keine Probleme.... ;-), daher wurde das nie geprüft. Gelernt hab ich nie, irgendwie blieben die Sachen für gute bis mittelmäßige Noten ausreichend in meinem Hirn kleben. Ich ging auch irgendwie gern in die Schule.
    Dann Studium. Kurz nach dem Abitur wieder so ein Zusammenbruch. Zukunftsängste und Angst mein Leben dank meiner Schlamperei nicht allein auf die Reihe zu bekommen. Nach aussen sah aber alles rosig aus. Keiner konnte verstehn, wovor eine junge intelligente Pflaume da Angst haben muss. Und im Studium ging es mir so wie Stefanus sagt: das, was man tun muss, um diese Fassade aufrecht zu erhalten, geht auf Dauer nicht. Ich hab sehr lang Studiert, weil ich die meisten Klausuren 2x geschrieben habe und ich einfach mehr Ruhephasen brauchte. Danach, neu im Job und ich sah den nächsten Zusammenbruch anrollen. Dann hab ich mich endlich Diagnostizieren lassen. Von aussen merkt da keiner was. Hätte mein kleiner Bruder kein AD(H)S wär ich nie drauf gekommen, dass ich das hätte. Dass ich anders Ticke, wusste ich aber schon.

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Hallo

    danke Dir AlteEiche

    eine Theologische Gruppe wäre interessant...die Standpunkte unterhalte mich immer gern wer hat schon die meiste Erfahrung in den Schriften .....

    Einen anderen Lebenslauf....der eckig ist das haben doch nicht nur ADHS ler....Mose, Freud, Einstein viele Berühmtheiten hatten einen anderen unkonventionellen Lebenslauf.........
    Augustinus und Franziskus .....Albert Schweizer .....Dr. S. .Hahnemann hatte erst mit 80 eine bedeutende Praxis in Paris und seine glücklichsten Jahre

    Man kann im Alter noch viel bewegen und erreichen .......auch im Kleinen und im Großen dafür brauchst du kein Examen......keinen Doktor und kein Abi......

    LG Timo.....

  4. #24
    submarine

    Gast

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    hanuta schreibt:
    mich würde mal interessieren, ob es unter euch Leute gibt, die in der Schule (und/oder evtl. in Ausbildung/Studium) keine nennenswerten Probleme hatten und trotzdem die Diagnose AD(H)S?
    Ja, ich. Aber ich war schon sehr desorganisiert, impulsiv, usw. usw. Und ja, Notenextremist war ich auch

    hanuta schreibt:
    Warum ich überhaupt auf die Idee kam? In Kurzform:

    - Trägheit/Antriebslosigkeit als Dauerzustand, Aufschieberitis, Vermeidungsverhalten
    - Habe das Gefühl, nicht so leistungsfähig zu sein und viel Ruhe zu brauchen
    - kann mich nicht um mehrere Dinge gleichzeitig kümmern - immer schön eins nach dem anderen; hasse Entscheidungen, hasse Zeitdruck; ist mir schnell alles zu viel
    Nimm es mir bitte nicht übel, aber hast Du deine Schilddrüse testen lassen? Und Eisenwerte? Als ich viel Ruhe gebraucht hatte, hatte ich nämlich Anämie: Nach ein paar Wochen mit Supplementen wurde mein Leben ganz anders. Aber ja, mit ADHS wurde ich so wie so diagnostiziert
    Geändert von submarine (10.01.2014 um 21:59 Uhr)

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Das hört sich echt heftig an, Stefanus.
    Wie hast du das so lange durchgehalten?
    Mit großer Angst im Nacken ist es etwas einfacher "wach" zu bleiben, das ist klar.
    In der Schule bin ich auch nicht weggepennt, das passiert mir tatsächlich nur in der Uni - dort wird man auch weniger beobachtet.
    Okay, 2, 3 mal ist mir das auch in der Schule passiert, aber ist schon peinlich und man will es nicht wiederholen*g*
    Aber Schule war auch "spannender", also selbst die uninteressanten Fächer haben noch mehr geboten als eine stupide PP-Präsentation.

    Bist du nicht irgendwann komplett zusammengebrochen?

    Meine Eltern waren zum Glück immer sehr locker, was Noten betrifft, meine Geschwister haben ein Durchschnittsabi, da lastete kein Druck.
    Hatte diesbezüglich keine große Motivation, also schon etwas, aber 1,0 fand ich doch unrealistisch
    Es ging halt, im Abi konnte ich den Großteil der langweiligen Fächer beseitigen, vieles mit Klausuren ausgleichen, das hilft und hat sich auch im Schnitt bemerkbar gemacht.

    Aber das was du beschreibst ist auch in etwa das, was ich meine.
    Du sagst ja selber, dass du es schwerer hattest als nicht-ADHSler und es sehr hart fandest. Was Timotheus beschreibt geht in ähnliche Richtung.
    Klar, man kann sehr gute Noten erreichen mit ADHS und äußerlich unauffällig bleiben.
    Uni ist mglw. etwas einfacher, weil man doch meist etwas studiert was einen auch interessiert.
    Aber wer interessiert sich denn in der Schule für Mathe, Physik, Deutsch, Englisch, Geschichte und Erdkunde gleichermaßen?
    Jeder hat doch sein Interessensgebiet und eigentlich hat auch jeder Fächer, die er nicht so mag.
    Und spätestens da macht sich dann ADHS bemerkbar. Nicht zwangsläufig in der Note, aber man selber sollte den Unterschied merken.
    Das es viel schwerer ist konzentriert zu bleiben, dass man sich die Dinge viel schlechter merkt u.s.w.
    Und dann so Fälle wie große Klassen, dass es ein Unterschied ist ob man zu zehnt oder mit 30 im Raum sitzt, das letzteres viel mehr anstrengt etc.

    Ohne Grundsymptom finde ich es schwierig, von ADHS zu reden.
    Ein Gehirntumor ist ja auch keiner, wenn ich keinen Tumor habe, selbst wenn ich viele andere Symptome aufweise.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Danke für die zahlreichen Beiträge zum Thema.

    Bin sehr nachdenklich.

    Etwas Gutes hat es auf alle Fälle, mich hier im Forum "rumzutreiben", auch wenn ich wahrscheinlich doch ein Kukuks-Ei bin :
    Wenigstens erfahre ich viel über AD(H)S, und zwar nicht nur aus Artikeln (wo oft das gleiche drin steht, meist eher allgemein formuliert), sondern direkt aus dem Leben von Betroffenen. Kann ja nicht schaden, zwecks Horizont-Erweiterung und so... Bis vor kurzem hatte ich keinen Plan, wie AD(H)S'ler "ticken".

    Ähm ja, Schilddrüse und Eisen werd' ich auch demnächst mal wieder testen lassen, ja. Schon lang nichmehr machen lassen. Seit Teenager-Alter alle paar Jahren, zuletzt Mitte 20, war immer alles normal gewesen.


    - kein Noten auf und ab?
    - keine von dir genervten Lehrer?
    - keine Wegträumphasen?
    - Ranzen keine Müllhalde?
    - keine Eselsohren im Heft?
    - kein ewiges an den Hausaufgaben sitzen?
    - kein: "So sieht die Handschrift eines Mädchens aber nicht aus!"
    Mh, nee...


    Ohne Grundsymptom finde ich es schwierig, von ADHS zu reden.
    Ein Gehirntumor ist ja auch keiner, wenn ich keinen Tumor habe, selbst wenn ich viele andere Symptome aufweise.
    Klingt logisch.
    Geändert von hanuta (10.01.2014 um 23:21 Uhr) Grund: Nachtrag

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Es hätte halt schon irgendwie etwas für sich gehabt, plötzlich eine Erklärung für alle meine Probleme zu haben.
    (Anstatt so sperriger psychologischer Konstrukte (von wegen Mutter-Bindung und all sowas)).

    Und hier im Forum hab' ich zum ersten Mal einen Ort gefunden, wo sich noch mehr Menschen tummeln, die so Schwierigkeiten mit so alltäglichen Dingen haben, einfach vieles nicht gebacken kriegen, vieles vor sich herschieben usw. ... Hab' ich mich direkt heimisch gefühlt...



    Naja
    , grad bisschen in 'nem anderen Beitrag zu Unterschied bzw. Ähnlichkeiten zwischen AD(H)S und Depression geschmökert.
    (https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...ressionen.html)

    Wenn bei beiden (u.a.) der Dopaminstoffwechsel betroffen ist, ergibt das ja auch iwie einen Sinn, dass es da Überschneidungen gibt.
    Hab' schon manchmal das Gefühl, dass iwas in meinem Hirn net richtig funktioniert. Aber wäre ja möglich. Muss ja deshalb noch lange kein ADS sein. Nur weil es paar Ähnlichkeiten gibt.
    Lohnt sich so oder so sicherlich, noch das eine oder andere Medikament auszuprobieren. Vielleicht gibt's ja tatsächlich was, das mir hilft, mein Leben besser in den Griff zu bekommen. Wenn nicht, weiß ich wenigstens bescheid.


    Es wäre halt für mich sehr hilfreich, wenn ich besser einschätzen könnte, ob ich es tatsächlich nicht besser kann oder ob ich doch nurmehr faul, verweichlicht und bockig bin.
    Naja, aber das könnt ihr mir auch nicht beantworten.


    Danke nochmal für eure Antworten und überhaupt fürs Lesen und noch überhaupter dass ich hier so freundlich aufgenommen worden bin.

  8. #28
    AlteEiche

    Gast

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    ob ich es tatsächlich nicht besser kann oder ob ich doch nurmehr faul, verweichlicht und bockig bin
    .



    Doch kann ich.

    Jeder Mensch, der innerlich reif genug ist, will die Verantwortung für sich und sein Leben gerne tragen. Es sei denn er wird daran behindert oder ist gehandicapt.

    Es gibt keinen Menschen, der psychisch und physisch "gesund" ist, der diese Verantwortung nicht tragen kann oder will. Es gibt immer eine Blockade, oder Erkenntnisslücke bzw. fehlenden Reifestatus oder aber ernsthafte Störungen irgendeiner Art und Weise. Körperliche wie z.b. Schilddrüsenunterfunktion Psychische wie Depression, Verhaltensstörung, Persönlichkeitsstörung u.ä. - oder ADS als mittelding zwischen physischer Beeinträchtigung mit sozialen Folgen. Aber auch angeborene Depressionen oder andere Ursachen kämen in Frage.

    Ich will mich da gar nicht weiter im Detail verheddern.

    Auch du willst die Verantwortung für dich tragen, du willst wie jeder erwachsene reife Mensch dein Leben führen wie es dir gefällt, wie es vielleicht der Gesellschaft aber auf jeden Fall dir und deinen Freunden bzw. deiner Familie Freude und Nutzen stiftet.

    Der Mensch ist so.

    Das Modell "Moraldefekt" zwischen zu faul und Will nicht sehe ich nicht als tragfähig an. Es ist ein überkommenes Kulturerbe und hat selbst wieder auch tiefenpsychologische Säulen auf denen es in der Gegenwart von vielen weiter getragen wird.

    MFG

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 796

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    Also mir gehts ähnlich wie meinen Vorrednern.

    Schule fand ich meistens interessant (abwechslunsgreich, viele Menschen, immer passiert was neues ) , gelernt habe ich immer sehr sehr gern. Konnte das Ende der Ferien auch immer nicht abwarten. Es kam natürlich aber auf das Fach an...vor allem die vorrangig naturwissenschaftlichen (mathe, vor allem physik ) fand ich gruselig, hab ich nicht kapiert und es war TOTlangweilig. Außer Chemie, da war ich immer gut und fand das total interessant


    Tjoa, die einen Lehrer mochte mich total gern, bei den anderen war ich verhasst. Einmal kam ein Vetretungslehrer zu uns und hielt Unterricht und nachdem ich eine meiner Fragen gestellt hatte , meinte er "ah du bist bestimmt ayapap22" und lachte. Da war ich erstmal baff und hab gefrgat woher er das wüsste. Seine Antwort war "naja, die Lehrer redne auch miteinander im Lehrerzimmer und die Kollegin hätte mich eben erwähnt mit den Worten, "du wirst schon sehen wer das ist" . Da wurde mir das erste mal wirklich bewusst dass ich wohl einen Ruf weg habe ^^

    Ansonsten bin ich auch der Typ alles auf den allerallerletzten Drücker udn trotzdem fast immer gute Noten geschrieben (außer eben Mathe und Physik). Hausaufgaben? ICH ??? Niemals!
    Wofür auch, war mündlich und schriftlich immer gut (wobei das mündliche eben auch Tagesform abhängig war) , die Lehrer habens irgendwann aufgegeben und mir auch keine Striche (somit auch keine Briefe nach Hause) mehr gegeben. Sie wussten dass ich die Leistungen auch so erbringe, das war wie ein unausgesprochenes Abkommen irgendwann


    Meine Schrift? Gar nicht "mädchenhaft" , klein , eng, unsauber, hingeschmiert --> ungewöhnlich.

    Weggeträumt bin ich auch oft. Ich erinnere mich ganz genau an eine Mathestunde (und es lag nicht an der Lehrerin, die war frisch von der Uni und VOLL die Barbie, hat immer mit uns gelästert usw, coole Sau die! Und so eine war Mathelehrerin ). Ich schaute an die Tafel udn ahb wirklich versucht mitzukommen...und plötzlich wurde ich "wach" und die gesamte Tafel war voll von Buchstaben und Zahlen... wenn man das so bis zur Hälfte der Tafel hat gehts ja noch, aber so bin ich gar nicht mehr durchgestiegen und musste mich kleinlaut melden mit den Worten
    "ehm Frau Luft.......es tut mir echt leid ne...aber irgendwie war ich gerad weg, können Sie mir das nochmal erklären? "


    Sie war aber eine Lehrerin die usn imemr ermutigt hat nochmal nachzufragen udn auch wenn sie ein bissl baff war hat sie es wirklich nochmal erklärt. Tolle Frau. Sie war auch diejenige, die meine Mutter auf dem Flur am Elternsprechtag (meine Mutter ist immer nur zur Klassenlehrerin gegangen und selbst darauf hatte sie keine Lust) beiseite nahm und gesagt hat "Hören Sie, ich mag Ihre Tochter und hab auch keien probleme mit ihr klazukommen, aber sie muss wirklich auf ihr Mundwerk achten, andere Lehrer haben da Probleme mit".


    Da kommen wir zum nächsten und letzten Punkt. Ich war aufmüpfig, frech, laut, neugierig, auffällig. Die einen mochten das die anderen nicht.


  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Keine Probleme, im Unterricht aufzupassen + gute Noten = Ausschlusskriterium

    *g* Meine Lehrer hatten auch immer ein sehr geteiltes Bild von mir.
    Die eine Hälfte hielt mich für sehr klug, interessiert, sozial u.s.w., die andere für dumm, unangepasst und was weiß ich...
    Hab lange nicht verstanden, warum das so ist. Heute ist es mir klar.

    @hanuta:
    Der Fehler den viele machen ist zu denken, dass nicht-ADHSler "perfekt" seien.
    Das stimmt nicht, auch ohne ADHS Diagnose darf man verpeilt und vergesslich sein, Konzentrationsprobleme haben,
    Dinge bis auf den letzten Drücker aufschieben, sich in der Stadt verlaufen u.s.w.
    Das heißt bei weitem nicht, dass man faul ist, ADHS ist ja auch keine Ausrede für Dinge dieser Art.
    Generell stehe ich dem Begriff der "Faulheit" sehr kritisch gegenüber, meine Meinung überschneidet sich ziemlich mit dem, was AlteEiche schrieb.
    Depressionen, aber auch Eisenmangel oder ähnliches, können ADHS-ähnliche Symptome hervorrufen.
    Das ist keine Schande, niemand ist perfekt, ohne ADHS-Diagnose ist man doch nicht automatisch ein Alltagsheld.

    Die ADHS-Ansätze, die "uns" helfen, können genauso anderen helfen.
    Ist dasselbe wie mit DBT (Dialektisch Behaviorale Therapie), eigentlich eine auf Borderline spezialisierte Therapieform, aber das heißt nicht, das nicht auch andere von den Ansätzen profitieren können. Gerade ADHSler können mit Modulen wie Achtsamkeit, Umgang mit Gefühlen oder Stresstoleranz viel anfangen.
    Gleiches gilt eben für nicht-ADHS und ADHS-Therapien. Jetzt nicht unbedingt die medikamentöse Therapie...
    Aber es gibt tatsächlich sehr viele Menschen, die bzgl. ADHS auf der Kippe stehen, z.B. ein Kriterium zu wenig erfüllen o.ä.
    Das heißt erstmal aufatmen und sich bewusst machen "es geht noch schlimmer", aber andererseits weiß man auch, dass man sich die Tipps und Tricks zu eigen machen darf.

    Auch ohne ADHS-Diagnose wirst du z.B. hier im Forum von den Erfahrungen anderer ADHSler profitieren, selbst wenn du nicht alle Probleme teilst.

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