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Diskutiere im Thema Biorythmus Wechseltage und Ihre Wirkung auf ADHS - Erfahrungen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 93

    Biorythmus Wechseltage und Ihre Wirkung auf ADHS - Erfahrungen?

    Hallo ,

    ich war sehr skeptisch Anfangs, aber meine Freundin hat mich vor einigen Monaten mal gefragt, ob es sein kann das auch die Wechseltage vielleicht mein ADHS verstärken könnten .

    Ich kannte und kenne mich damit nicht aus, aber es gibt bei mir regelmäßig so Tage da bin ich nochmal extra chaotisch und emotional instabil und melancholisch.

    Eben nochmal mehr als man das mit ADHS ohnehin ist. Und es kommt mir dann auch so vor als ob das Medikinet adult kaum eine Wirkung hätte oder es mit dem Medikament noch schlimmer ist.

    Und dann am nächsten Tag ist alles wieder "normal" und in den nächsten Tagen dann auch. Ich mach an diesen Tagen nichts anders.

    Das hat sie halt mit der zeit bemerkt und eben diese Überlegung mit der Wirkung der Wechseltage angestellt. Und heute hab ich mal wieder soeinen Tag und mal nachgeschaut und tatsächlich hab ich heut einen Geistigen Wechseltag. Kennt sich da vielleicht einer aus ? Haltet Ihr das für möglich dass es das gibt und wenn ja solche Wechseltage im Biorythmus eine Rolle für das ADHS spielen ?

    Gruß Sebastian

  2. #2
    AlteEiche

    Gast

    AW: Biorythmus Wechseltage und Ihre Wirkung auf ADHS - Erfahrungen?

    Äh WECHSELTAG?

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Biorythmus Wechseltage und Ihre Wirkung auf ADHS - Erfahrungen?

    hallo Alte Eiche,

    "Äh WECHSELTAGE" soll eine Frage sein oder ? Ich meine Wechseltage im Biorythmus.

    Die Theorie vom Biorythmus ist die nicht bewiesene Theorie, jeder Mensch würde von Geburt an einem bestimmten Rythmus unterliegen. Dabei wird zwischen einem geistig, einem emotional und einem körperlich wirkenden Rythmus unterschieden.

    Dieser Rythmus wird Sinuskurvenartig dargestellt und immer wenn die jeweilige Kurve die "Nulllinie" quert also von positiv nach negativ und umgekehrt spricht man von einem Wechseltag, der sich jeweils negativ auf Geist, Seele oder Körper auswirken soll.

    Wie gesagt ich bin auch eher skeptisch. Und beziehe mich auf die Beobachtung meiner Freundin an sich selbst und eben auch bei mir in Bezug auf ADHS, und wie oben schon beschrieben war ich heute besonders chaotisch und extra emotional wechselhaft und heute war bei mir so ein Wechseltag in der geistigen Rythmauskurve.

    Viel mehr weiß ich darüber auch nicht , daher meine Frage an euch ob ihr das auch kennt? Oder eure Meinung dazu überhaupt.

    Gruß sebastian

  4. #4
    AlteEiche

    Gast

    AW: Biorythmus Wechseltage und Ihre Wirkung auf ADHS - Erfahrungen?

    Also folgendes, soweit ich das verstehe.

    Es gibt viele Faktoren. Auch Biorythmus hat Auswirkungen auf den Menschen. Frag mal einen langjährigen Nachtschichtarbeiter oder besser einen der das nicht geschafft hat ...

    Das ADS zu Stimmungsschwankungen führen kann liegt am gestörten Stoffwechsel im Gehirn. Der ist ja nicht alleine und nicht unbedingt nur auf ADS bezogen, sondern wird noch durch andere Komorbidiäten oder Veranlagungen beeinflusst. Z.B. Depressionen.

    Hinzu kommen die Schlafstörungen, die einiges im Hormonhaushalt durcheinanderbringen können. Grundsätzliche Stressoren, die für ADSler extremer sind, z.b. Hektik bei der Arbeit, Lärmstress, Versagensängste whatever. Vieles führt dann insgesamt dazu, das unser psychisches System zwischen Stabilisierung und Destabilisierung hin und her schwappt. Ob das jetzt mit irgendeiner Biorythmusthese übereinstimmt weiß ich nicht. Ich tippe da einfach auf die normalen bodenständigen Auswirkungen, was jeder mit etwas Überlegungen heraus finden kann.

    Schlechterer Schlaf, schlechtere Stimmungen. Gereiztheit, für uns ADSler oft Normalzustand. Dauerstreß, auch Normalzustand. Alle psychischen Stablilisierungssäulen sind bei uns ADSlern regelhaft allen möglichen destabilisierenden Einflüssen ausgesetzt. So wie ein Segelschiff Wellen, Wind und Wetter ausgesetzt ist, sind wir ebenso hin und her geworfen von allen Einflüssen.
    Das gilt für Normalos auch. Nur können diese 1. besser Selbstregulierend eingreifen und Strukturen pflegen, die das System wieder dauerhafter stabilisieren 2. Sind Normalos nicht dem gestörten Katecholamin System ausgesetzt Katecholamine wie wir ADSler das sind.

    Das heißt: Normalos können durch ihre Handlungen und besseren Selbststeurungsfähigkeiten stabilisierend eingreifen und sind durch ihre stabileren Körperfunktionen (Hirnchemie, Körperchemie) diesen Problemen sehr viel weniger ausgesetzt. Das heißt aber nicht das Normale das nicht kennen, was du beschreibst.

    Also du kannst dem entgegenwirken. Ebenso Versuchen durch stabilisierende Maßnahmen entgegen zu wirken, so wie wir das alle sowieso wissen aber so selten machen ... während viele Normalos das viel öfter so machen und das ist ihr Vorteil.

    Regelmäßige Mahlzeiten, solide Beschäftigungstherapie wenn arbeitslos, nicht nur abhängen und zocken. Auf jeden Fall Ausgleichssport. Dafür sorgen das man sich gehörig auspowert, wenn möglich ohne in Extreme zu verfallen Die Extreme sind es, die rauschartige Zustände Auslösen können und uns dann auslaugen und möglicherweise am nächsten Tag unverständliche Reaktionen hervorrufen. Ich weiß, ist schwierig für uns ADSler ...

    Worauf ich Hinweisen möchte, ist das das jeweils alles Einfluss auf unsere Psyche und unseren Transmitterhaushalt hat. Was uns heute ein radikales Hochgefühl vermittelt, macht morgen traurig. So ähnlich wie ne fette Party einen für Tage aus dem Gleichgewicht bringen kann. Normalos sind dem nicht so ausgesetzt, weil deren Systeme sauberer regulieren.

    Daraus entsteht ja afaik erst zum Teil die emotionale Labilität.

    Biologischer Rhythmus
    ADHD treatments: circadian rhythms and ADHD

    Der englische Artikel geht glaub direkt auf deine Frage ein.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Biorythmus Wechseltage und Ihre Wirkung auf ADHS - Erfahrungen?

    hallo Alte Eiche,

    danke für deine Ausführliche Antwort. Im großen und ganzen ist mir bewusst was du beschreibst. Ich versuche dem auch entgegen zu wirken wenn ich kann. Ich meine aber so richtig starke Ausreisser Tag. Wo ich wirklich so arg chaotisch bin das alles zu spät ist. Und wie gesagt gestern ist mir halt aufgefallen , dass genau gestern auch so ein Wechseltag war in meinem Biorythmus (eben vorausgesetzt dass es das gibt in so gleichem Rythmus alle 3 Wochen quasi fällt mir schwer zu glauben). Und mir fallen halt oft an solchen Tage nicht direkt Gründe ein wie du sie beschreibst. Ich denke schon dass ich ziemlich auf mich achte, seit dem letzten Jahr, nach der klinik und der Diagnose. Und es gibt auch Tage wo ich auch klar sagen kann was die Ursache sein könnte für stärkere Symptome. ich werd das mal weiter beobachten.

    Gruß

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