Seite 2 von 4 Erste 1234 Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 32

Diskutiere im Thema ADS / ADHS und "Empathie" im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 129

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    Hallo ,und guten Tag
    Ich bin ganz neu ,und es ist für mich noch ganz verwirrend ,hier nach Fragen zu suchen ,aber jetzt möchte ich auf Deine Frage gerne antworten .Ich kann das nur bestätigen ,und es tut sogar gut ,das von Dir zu lesen .Mir geht es total genau so .Ich sehe menschen ,und sehe einfach irgendwie mehr .Es gibt auch für mich menschen ,mit denen meine ich auch auf Weitem zu fühlen .Durch meine Arbeit komme ich täglich mit menschen zusammen ,und es heisst dann von meinen Mitmenschen nur u musst Speck in der Tasche haben ."Der Blick auf mich ,immer .Und nach 10 Minuten weiss ich die ganze Lebensgeschichte .
    Ich habe erst kürzlich erfahren ,dasss ich das Ads habe ,bin aber mal froh ,auch was positives mitteilen zu können .Aber alles ist noch fremd für mich .Ganz liebe Grüsse Silram42

  2. #12
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    Dass AD(H)S mit einer ausgeprägten Empathie einhergehend ist, das haben wir ja schonmal festgestellt - und auch, dass wir damit nicht alleine sind:

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...taet-adhs.html

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...unizieren.html

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...inge-adhs.html

    Ich finde es manchmal auch nervig, so vieles zu empfinden und zu fühlen - vor allem wenn dann so manches Mal einfach nur noch Chaos und Unruhe in mir herrscht und ich noch nicht einmal benennen könnte, woher das eigentlich kommt.

    Es ist sicher nicht einfach damit zu leben, es kann aber auch von großem Vorteil sein, wenn man diese Gefühlsintensität zu nutzen versucht. AD(H)S ist eine Besonderheit von vielen unter dem DSM und der ICD und es wird leider nunmal als klinisch relevante Einschränkung betrachtet. Es ist behandelbar, wenngleich die Behandlung auch noch am Anfang steht und damit wiederum Probleme für uns auftauchen.

    Wir sind aber nicht tödlich erkrankt, und wir sind auch nicht alleine damit. Mit einer Krankheit umgehen, sie verstehen und nutzen, sich zu informieren und für sich selbst das Bestmögliche daraus zu machen, DAS ist das eigentliche Ziel, oder?
    Immerhin werden wir wohl damit begraben, denn AD(H)S und die damit einhergehenden Nebenerscheinungen sind leider nicht heilbar.

    Ich persönlich betrachte meine ADHS nicht als Krankheit - ich sehe eher meine Persönlichkeit darin, denn ich kenne es nicht anders. Ich war schon immer so. Und genau so bin ich nunmal - ich kann an mir arbeiten, ich kann mich aber nicht verleugnen und total verstellen. Das bin ich nicht.

    Ich bin aber nicht alleine damit auf der Welt und ich versuche jeden Tag irgendwie damit zu Rande zu kommen, die mir bestehenden Möglichkeiten umzusetzen und zu nutzen.

    Und dazu gehört auch nun mal das Lernen einer Unterscheidung was meine eigenen Gefühle sind, was von anderen Menschen ausgeht und wie ich das kombiniert nutzen kann.

    Liebe Grüße!

  3. #13
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 62

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    hallo ..

    @stubbsnase:
    dein Beitrag hätte von mir sein können..
    aber ich habe auch viele ADSler kennen gelernt, die null empathisch sind..
    also, wo man immer dachte. was ist denn mit dem? warum ist der so?
    wenn man sich z.B. einfach nicht vorstellen kann, dass jemand so wenig mitdenkt..

    ich habe auch in einem ADS-Buch gelesen, dass es zum Teil ADSler gibt, die nicht empathisch sein können..
    also, die zwar darauf eingehen, was man sagt, aber immer ICh-zentriert..
    also.z.B.:
    X: "ich bin so krank, mir geht es schlecht"
    der ADSler: "ich war auch mal krank"

    das erlebe ich auch oft..
    ich glaube, es gibt halt auch Extreme.. das, was man zu viel an Empathie haben kann, kann man auch zu wenig haben.
    liebe grüße

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 540

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    Hallo Zusammen,

    es ist interessant, dieses von Euch zu lesen.

    Ich selber leide da noch ziemlich drunter, zu spüren das mit meinem Gegenüber etwas nicht stimmt, den Menschen so nahe zu fühlen, ich kann durch die Stadt laufen und sehe in Gesichter und dahinter, manchmal würde ich mir wünschen, ich kriege das gar nicht mit.
    Es kommt mir so vor, als würde ein Teil von mir dadurch leben, irgendwie ganz unheimlich.
    Ich bin dadurch auch manchmal sehr verletzend den Anderen gegenüber, lasse sie stehen, ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll.

    LG, Anja

  5. #15
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 62

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    hallo Anja.

    die Autorin Lyenn Weiss befasst sich intensiv mit dem Thema Sensibilität...
    es ist mein Hauptsymptom und ich habe da schon ganz viele Strategien entwickelt..

    Leben mit ADS heißt das Buch und gibt ganz viele Selbshilfe-tips..
    lg

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 195

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    huhu, ich bin auch einer dieser emphatischen wesen, die anscheinend immer mehr vom austerben bedroht sind.
    Ich habe letztens Partei für eine vor einer Gruppe von 28 Mitschülern ergriffen...... mit dem ende vom lied das ich nunmehr als dead man walking betrachtet werde...... ich hab die A- Karte gezogen..... jeder mag mich jetzt noch mehr......aber naja...das wird sich schon wieder richten

    Aber die Emphatischen spontan Aktionen stehen bei mir ziemlich weit oben auf meiner täglichen in den fettnapf treten tour.

    jaja.....

    lg goofy

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 3

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    Ich als absoluter Neuling in Sachen AD(H)S "traue" mich fast gar nicht hier zu posten, denn eigentlich kenn ich mich mit der Thematik kaum aus. Andererseits habe ich das Gefühl mich hier in so vielen Dingen wieder zu finden, dass ich es kaum glauben mag... Stellenweise hab ich Tränen in den Augen, so bekannt kommen mir die Dinge vor. Denn ganz rund läuft es auch bei mir nicht...
    Aber es ist schön hier zu entdecken, dass ich wohl doch nicht ganz so anders bin als der Rest der Welt.


    Zur Emphatie:
    Auch hier finde ich mich wieder
    Und solange man die Differenzierung von "erkennen" und "an sich heran lassen" hinbekommt ist es ein Segen! Wenn man allerdings mal wieder spontan für jemanden eintritt und damit Chaos und Verwirrung bei Anderen verursacht wünsche ich mir manchmal den Mund gehalten zu haben

  8. #18
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    Hallo Saris

    Schön, dass Du Dich doch getraut hast etwas zu posten

    Nur so kommen ja schließlich Diskussionen und damit Informationen für alle User und Beteiligten zustande, gelle?

    Mir kommen zu Euren letzten Posts noch folgende Gedanken:

    Kinder lernen doch von klein auf, was für Gefühle sie empfinden, wie man die benennt, was für Folgen sie haben, etc., pp...

    Wenn jetzt aber das Kind zu extrem empfindet, beispielsweise "viel zu empathisch" ist, als dass die Eltern dem Kind beibringen könnten, was das ist und vor allem (!) wie es damit umzugehen hat, dann lernt das Kind im schlimmsten Fall nicht nur NICHT, wie man damit umgeht, sondern vielleicht auch, dass dieses Empfinden falsch ist, nicht verstanden wird, dass es anders empfindet oder ist als andere und damit nicht "dazugehört" oder anderes....

    In solchen Fällen ist es für mich nicht verwunderlich - und solche Fälle sind leider keineswegs selten - dass ein diesbezüglich betroffener Mensch sich hinsichtlich dessen entwickelt, Gefühle einfach nicht mehr wahrzunehmen, zu verleugnen, falsch zu deuten oder mit Aggression (als verdeckte Furcht - vielleicht vor Verletzungen, einem Gefühl der Minderwertigkeit, des "nicht dazu gehörens"!). Und damit haben wir dann auch gleichzeitig eine Grundlage für die Diskussion, wie sich andere psychische Störungen oder abweichendes, sozial vielleicht nicht erwünschtes, Verhalten entwickeln könnten - zumindest hinsichtlich einer vorliegenden AD(H)S - wenn nämlich Aggression als Abwehr, Ignoranz als Eigenschutz und z.B. Essen oder Drogen als Betäubung oder Ersatzbefriedigung für das oder ähnliches eingesetzt werden, weil es vielleicht so erlernt oder gesucht und als funktionierend empfunden (und damit gelernt) wurde...

    Das ist aber schon Stoff für ein eigenes Thema in einem anderen Unterforum, glaube ich...

    Liebe Grüße!
    Geändert von Ehem. Mitglied 14 (15.02.2010 um 22:16 Uhr) Grund: Finger seien schneller als Hirn

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    In diesem Thread wurde ursprünglich nach der Empathie gefragt und das Thema wurde im Verlauf ausgeweitet auf "Stimmungen in Gruppen aufnehmen" und auf das "Gras wachsen hören".

    Bei mir ist es so:

    was die reele Empathie angeht, ist diese bei mir wechselnd.
    Manchmal leide ich wirklich mit aber häufig kann ich zwar nach außen vermitteln, dass ich mitempfinde, obwohl es bei mir nicht "bis in die Seele" dringt.

    Duch meine - zT. weitreichenden - Lebenserfahrungen bin ich in der Lage viele problematischen Situationen und Gefühle anderer Menschen nachzuvollziehen und "verurteile" niemanden wegen seiner Schwächen oder "Spinnereien".
    Anscheinend strahle ich das auch aus, denn mir geht es wie einigen anderen von Euch, dass ich innerhalb von kurzer Zeit von relativ fremden sehr intime Dinge und "die ganze Lebensgeschichte" erfahre.

    Was ich noch habe sind "Ahnungen":

    z.B. ich merke, v.a. in meinem Beruf oft sehr viel früher als andere, "dass etwas nicht stimmt" und gehe dem dann nach (versuche meine Ahnung objektiv zu bestätigen) .
    Ob diese "Ahnungen" auf meiner Beobachtungsgabe und einem in den Situationen gewissen Hyperfocus entstehen, kann ich nicht sagen.

    Bei anderen kommt das aber anscheinend nicht so gut an.
    Wenn ich meine Ahnungen äußere heißt es "was willst Du denn schon wieder, da ist doch nichts".
    Wenn sich nach einiger Zeit meine "Ahnung" bewahrheitet, erwarte ich eigentlich zu hören: (ev. auch nonverbal) "mensch, das hast Du ja vor 3 Stunden schon gesagt, hätten wir nur auf Dich gehört" und dass die mit mir Arbeitenden dann bei meiner nächsten Ahnung/Warnung zumindest nicht meckern, wenn ich diese Ahnung versuche zu objektivieren.

    anderes Beispiel:
    ich denke an jemanden, den ich schon sehr lange nicht mehr angerufen oder gar gesprochen/gesehen habe und ich rufe denjenigen dann an, und derjenige ist just in dem Moment in einer problematischen Situation und schüttet mir sein Herz aus.
    Wie das zu erklären ist .. weiß ich nicht.

    Gruß von pingpong

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: ADS / ADHS und "Emphatie"

    Virtuna schreibt:
    Kinder lernen doch von klein auf, was für Gefühle sie empfinden, wie man die benennt, was für Folgen sie haben, etc., pp...

    Wenn jetzt aber das Kind zu extrem empfindet, beispielsweise "viel zu empathisch" ist, als dass die Eltern dem Kind beibringen könnten, was das ist und vor allem (!) wie es damit umzugehen hat, dann lernt das Kind im schlimmsten Fall nicht nur NICHT, wie man damit umgeht, sondern vielleicht auch, dass dieses Empfinden falsch ist, nicht verstanden wird, dass es anders empfindet oder ist als andere und damit nicht "dazugehört" oder anderes....

    .....
    Das ist aber schon Stoff für ein eigenes Thema in einem anderen Unterforum, glaube ich...

    Liebe Grüße!
    Hi Virtuna,

    ja das wäre auch mal interessant auszutauschen, was das "anders sein" und die Erziehung besonders hinsichtlich des Umgehens mit Empfindungen und Gefühlen mit "einem macht".

    In eine etwas andere Richtung, aber hinsichtlich des "Erlernens" des "nicht Ausgesprochenes hörens" und der Manipulation von Kindern durch (v.a.) die Eltern gehen die Bücher von Alice Miller ("das Drama des begabten Kindes"; "am Anfang war Erziehung" und "Du sollst nicht merken")

    Gruß von pingpong

Seite 2 von 4 Erste 1234 Letzte

Stichworte

Thema: ADS / ADHS und "Empathie" im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum