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Diskutiere im Thema Was tun gegen Langeweile im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Sunshine

    Gast

    AW: Was tun gegen Langeweile

    Das ist natürlich klasse, wenn einige von euch niemals Langeweile haben, ich denke mal, dass es bei euch daran liegt, das ihr Kinder habt oder das ihr einen Ausgleich gefunden habt oder auch einen Beruf habt, der euch alles abverlangt.

    Es gibt aber Menschen, die alleine sind, keinen Job finden etc. und dementsprechend fällt denen die Decke auf den Kopf. Langeweile ist auch Stress und macht mürbe. Außerdem muss man auch unterscheiden, es gibt die banale Langweile was bedeutet, das einem einfach die Zeitspanne in der man beispielsweise auf etwas wartet zu lang wird oder aber die existenzielle Langeweile, wo Menschen über die Sinnlosigkeit ihres Daseins nachdenken. Man muss also Strategien entwickeln, sich selbst zu guter Laune und Gelassenheit zu bringen.

    Wenn man allein ist, dann sollte man entweder lesen, Musik machen, malen oder sein Zimmer aufräumen, vielleicht auch die Möbel seines Zimmers umstellen. Am besten ist es natürlich, wenn man Freunde hat.

    Ich bin wirklich davon überzeugt, das Langweile auch dadurch entsteht, wenn man keine Freunde hat,also der soziale Kontakt weg ist. Denn sonst könnte man sich mit jemanden treffen, ins Kino gehen, spazieren gehen etc. denn zu zweit ist man weniger allein



    Liebe Grüße
    Sunshine

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    Cool AW: Was tun gegen Langeweile

    Sunshine schreibt:
    Das ist natürlich klasse, wenn einige von euch niemals Langeweile haben, ich denke mal, dass es bei euch daran liegt, das ihr Kinder habt oder das ihr einen Ausgleich gefunden habt oder auch einen Beruf habt, der euch alles abverlangt.

    Noi, so ist des ned gemeint, Sonn. Wir haben halt ein reichhaltiges Innen-, Gedanken-, Gefühls- und Traum(a)erleben, deshalb kann es uns biologisch betrachtet nie langweilig werden, weil wir immer mit was beschäftigt sind.

    Ob des aber gut tut, ischd a andere Frage.

    Äusserlich betrachtet, da haschd recht, lässt sich schwer unterscheiden, was Untätigkeit, Depression, Langeweile oder au bloss hypoaktives Gewese ischd, des geht alles in einander über.

    So dass es also so weit kommen kann, dass man schwer beschäftigt ist und unter äusserstem Druck, aber eigentlich gelangweilt und/oder unterfordert.

    Jupp, ischd komisch, gell?

    Auch Psychiater tippen bei Beschäftigungslosigkeit grundsätzlich auf Perspektivlosigkeit und Unterforderung, noch in keinem einzigen mir bekanntem Fall auf Überforderungen und Perspektivenüberschuss- respektive -verwirrung, aber des nur am Rand vermerkt, über diesen "Berufs"stand braucht man, denke ich, nichts mehr auszusagen. (Ich gelobe also Remission).

    Ausserdem gibt`s Unterschiede zwischen Hypos und Hypers. Letztere drehen beispielsweis in aller Regel durch, wenn sie sich a Stund hinsetzen und auf den Zug warten müssen (jetzt mal abgesehen davon, dass sie sich erst gar ned hinsetzen, sondern lieber no a Stund in der Innenstadt verschwinden, wo sie dann i. d. R. etwas so interesssantes finden, dass sie den Zug, auf den sie warten wollten, ohnehin vergessen und des obwohl sie die Stadt an und für sich als völlig langweilig und mehr als "tote Hose" empfinden)... für Hypos ist es dagegen problemlos möglich, sich von der Langeweile des Wartens auszuklinken und in sich selber oder irgendeine andere Welt zu versinken. Oftmals ist es dann so, dass sie den Zug gleichermassen verpassen, obwohl sie schon eine Stunde vorher am Bahnhof gewesen sind. Aber sie mussten halt, grad in dem Moment, wo der Zug für sie wieder mal endgültig abgefahren war, no was Wichtigs mit Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah ausdiskutieren. Also i find, des müsst eigentlich au a Personalchef verstehen, der sich über das Zuspätkommen beim Vorstellungsgespräch mokkiert. In aller Regel ist es aber so, dass AD(H)Sler eher schwer verstanden werden, auf Verständnis zu hoffen, und des au no unverschämterweise gesellschaftlich anzumahnen (wenn sie wenigstens ihre vorlaute Klappe halten täten) ist im Grunde ihre spezifische, ureigene Vermessenheit. Des täte mir übrigens diese Leute sogar sympathisch machen, selbst wenn ich ned einer von ihnen wäre. Aber i. d. Regel ischd des andersrum...

    Jupp, des seh ich ja sogar schon im Wartezimmer bei meiner Kinderärztin, wenn i da als gnadenschussfalls mit-Concerta-no-igrendwie-mit-durchgefütterter "Opa" mit meinen 5-jährigen Rackerkollegen (und ihren i. d. R. allein Erziehenden Elternteilen rumsitz, ha jo... Die einen haben in fünf Minuten schon alle Spielzeuge durchprobiert und alle Bilderbücher "gelesen" und ins Eck geschmissen, während die andern noch immer mit dem Zählen der Blumen im Tapetenmuster beschäftigt sind.

    (Interessant ist au die unterschiedliche Reaktionsweis der - wie gesagt - i. a. R. alleinerziehenden Elternteile, die hyperaktiven gehen naus, und füttern die Enten im nahe gelegenen Teich, bei der Gelegenheit gibt`s au glei mal was auf den Arsch vom Kinde; die hypoaktiven Elternteile zeigen sich auf seltsame Weise völlig unberührt... so auch mein hypoaktiver, 76 Jahre alter Vater, den ma ja mitnehmen muss zur Diagnose, der mir den Arsch aber trotzdem ned versohlt hat, obwohl er ned weniger Grund dafür gehabt hätte, als die ned mal halb so alte hyperaktive (ischd natürlich nur a Vermutung, gell, i bin ja kein Arzt, scho klar, gell?) Alleinerziehende, die ihre Erziehungskompetenz glei a mal in aller Ruhe am Ententeich unter Beweis gestellt hat.)

    Jupp. Alles in allem betrachtet, obwohl i also prinzipiell gegen Eltern ganz im Allgemeinen und naturgemäss gegen meine eigenen ganz im Besonderen bin, muss i die Feststellung machen, dass ich es als Hypo mit meine beide Hypo-Penner-Eltern no gut getroffen habe.

    Jupp, erstensmal sind sie mir biologisch betrachtet halt exorbitant wesensverwandt (auch wenn ich ihre Weltanschauung selbstverständlich - wie jedes Kind, ob ADS oder ned - nicht teile), und ich die Verwandschaft mit meinen Eltern im Grunde genommen au erst nach der Diagnose rausgefunden habe (vorher hielt ich mich für ein Findelkind, oder adoptiert...)

    Und zweitens ist es einfach so, dass mein hypoaktives Pennertum bei normalen Eltern (oder gar no hyperaktiven, o Schreck o Schreck) viel exobitanter und perverser ins Gewicht gefallen wäre, als es bei hypoaktiven Pennern der Fall gewesen ist. Ich hätte also als Kind mit wesentlich härteren Sanktionen rechnen und leben müssen, wäre die Doktrin, dass noch niemand in unserer Familie je auch nur irgendwas auf die Reihe gebracht hätte, nicht bereits zur allgeimein gültigen und somit abgefundenen Doktrin geworden. Jupp, mag sich etwas unverständlich anhören. Aber so ist es.

    Ums auf den Punkt zu bringen, der Grund sozusagen, warum ich als unerkannter und somit unbehandelter ADSler überhaupt noch lebe, hat seinen unmittelbaren Grund darin, dass meine Eltern au schon 70 Jahre unerkannt und unbehandelt leben (überleben). Jupp, das ist au schon der einzige Grund, im Nachinein betrachtet, die Behandlung von Psychiatern und Psychologen hatte am Überleben jedenfalls keinen Anteil. Wenngleich man sich von dieser Seite aus stets bemüht zeigte, dasselbige zu unterbinden und wo nicht möglich, zumindestens so gut als möglich zu behindern.

    Jupp, sicherlich ist des auf der anderen Seite betrachet au wieder ned schön, Eltern zu haben, die a weng plemm-plemm sind. Aber dass dene was fehlt im Dachstüble wusst ich ja schon immer, au schon als kleines Kind, oder als Grundschüler, jupp...

    Dass des - wie gesagt - allerdings ADSler sind, da wär i meiner Lebtag nie drauf kommen. Es war bloss so, dass i einestags mein Vater - erwünschtermassen - zur Kinderärztin mitgschleppt hab, jupp, hat mi an Haufen Überwindung kostet.

    Kinderärztin hat gsagt: "Ah, da hab ich ja zwei ADSler..."

    Worauf sich dr Alt no a weng gwehrt hat: "Ha, wieso zwei, i seh bloss oin...

    Aber Papa Eiselein lief zunächst zur Hochform auf, wurde dann aber immer stiller und stiller, als er zunehemend was über ADS erfuhr. Aber am Anfang war`s no kurios: "Was i ADS, und von mir soll der des hann, ja heidanei, des glaubschd ja wohl selber ned, Du alta Hex! Ich hab koi ADS oder wie des hoissd, weil i hab emmer gschafft, bloss der hat no nie was do, heidanei, mit dem kennad sie mi ned vergleichen, mit so am Abschaum...

    Kinderärztin (gelangweilt, weil sie diese und ähnliche Reden scho tausendfach in und auswendig kennt): Aber des ist doch ihr Sohn, Herr Eiselein, i mein biologisch, also den haben Sie ned adoptiert, oder?

    Papa Eiselein: Adoptiert? Noi, i glaub ned... Aber von mir ko der ed sei, i glaub die hend im Krankenhaus des Bandel verwechselt, wissad Sie, was i moin...

    Kinderärztin: Noi.

    Papa Eiselein: Ha, des Bandel, wo jedes Kind kriegt ums Handgelenk, damit`s ned verwechselt wird und mit de richtige Eltern nach Hause kommt, verstandse, heidanei...

    Kinderärztin: Jo. Jetzt kommad se mal wieder auf dr Boden, Herr Eiselein. Ned zuletzt aufgrund meiner Menschenkenntnis von 15.000 diagnostizierte ADS-Fäll und ihrer Verhaltensweis, die Sie hier an den Tag legen, darf ich Ihnen versichern, dass des biologisch betrachtet ihr Sohn ist, dass sie also mithin sein Vater sind. Und dass sie mit dem mehr Gemeinsamkeiten haben, als ihnen lieb sein wird, des darf ich ihnen au no versichern...

    Papa Eiselein: Moinadse echt, Frau Doktor. Ha, des ko ja faschd ned sei, Frau Doktor... Sie müssad wissa, i hab immer gschafft... und der hat no nie was do...

    Kinderärztin: Ha, was heisst da no nie was do, zu mir hattr gsagt, er hat a journalistische Ausbildung gmacht bei dr Zeitung zum Redakteur.... ischd des gloga gwä?

    Papa Eiselein: Noi, glaub ed. Des muss in dera Phas gwe sei, wo er a mal gschwend was do hat. Aber des war glei wieder vorbei, so ein fauler Strick, ADAC hin oder her, Frau Doktor, und mit dem Medikament, dem Konzert oder wie des Klump hoisst, ha, sie werdad doch ed glauba wellad, dass des an Wert hat bei dem...

    Kinderärztin: Aber, Herr Eiselein, jetzt warten sie die Wirkung der Medikation bei ihrem Sohn doch erst einmal ab.... Nebenbei bemerkt, wenn Sie selbst diese Medikation, die ich bei Ihrem Sohn versuche, au einmal probieren täten, dann...

    Papa Eiselein: A wa, Scheissdreck, Medikation... ond abwarten, heidanei, Frau Doktor, mit dem wart i schon seit dr Geburt ab, seit dem wir den ned abgetrieben hannd, obwohls Weib scho 40 gwesen ischd, und Fehlgeburt scho ghett hatt, seitdem wart i quasi ab, dass des no was wird mit dem... also von doher betrachtet, heidanei, was wissad Sie denn eigentlich, schwätzad Sie mir doch koin Bembeles daher, heidanei, was wissad denn Sie iberhaupts, heidanei, Zackrament, no a mal, Zackradi, heidanei... Konzert, da muss i ja lacha, nix brengt bei dem überhaupt irgendwas, ischd des jetzt kapito, des misst i nämlich wissa, wenn bei dem irgendwas irgendwas brenga dät, dut`s aber ned, kapito, i kenn mi aus, i ben nämlich sein Vater und i hab jetzt schon 30 Jahr lang alles probiert, aber au glei gar alles, und i sag Ihne jetzt mal ganz deitlich: nix, aber au gar nix bringt bei dem au nur irgendwas, ischd des jetzt kapito, oder muss i no anfangen, deutlich werden...

    (Kinderärztin ist übrigens an dieser Stelle (wider aller Erwartens, aber anscheindend aufgrund gewisser, tausendfacher Erfahrungswerte) nicht verägert, sondern kommt aus dem Lachen und Schmunzeln überhaupt nicht mehr heraus, kriegt genau genommen und im nachinein betrachtet, ihre Kauleiste bei Papa Eiseleins "Vortrag" überhaupt nicht mehr zusammen: )

    Papa Eiselein: ... bei dem wirkt gar nix, erst recht koi Konzert, au koine 50 Milligramm von dem Konzert, heidanei, des oinzige was bei dem wirken dät, wär, wenn Sie dem jeden Tag an so arschmässigen Jesusarsch-Arschtritt verpassen täten, dass es bloss no so rauchen täte aus dem seim *********, hammer uns jetzt da verstanda, sondschd wird da nämlich gar nix draus... und iberhaupts kann i Sie immer no ned verstande, warum ausgewrechnet i ADS haben sollt, des gott mir gar ed na, i be eigentlich völlig normal und hab zudem au immer gschafft und ed bloss bei de Doktr rumghoggt und Tabletten gfressen, so ischds nämlich, heidanei.... man kann sich au a bissle zwingen, ADAC hin oder her, heidanei....

    und so weiter...

    Trotz des mitunter lautstark geführten "Gespräches" (nach einer halben Stunde "argumentativer" Bearbeitung durch Papa Eiselein war Kinderärztin fast schon bereit, zuzugeben, dass die Behandlung von ADS/ADHS durch Stimulanzien fast nur in Verbindung mit der Arsch-Tritt-Therapie zu einem gewissen, wenigstens mariginalen Erfolg führen kann (bei Eiselein, gell, ned bei allen übrigen, ned dass des scho wieder missverstanden wird, um Gottes Willen!...) sind interessante Sachen dabei rauskommen.

    Es wurde beispielsweis ärztlicherseits festgestellt, dass wir in keiner einzigen Ansicht über das Leben, aber in jeglicher Weise, das Leben gedanklich einzuordnen und auf es zu reagieren (genauer gesagt, jede offensichtliche Reaktion darauf zu vermeiden) total übereinstimmen.

    Heidanei, i kann euch sagen, für mi war des fast no ein grösserer Schock, dass i von meinem Vater abstammen soll, wie umgekehrt, dass er an so missratenen Sohn hervorgebracht haben soll.

    Aber, was will i sagen, des Weib hat recht ghett, wir sind tatsächlcih verwandt, noi, des lässt sich ned bestreiten (obwohl des beiderseits immer bestritten wurde), heidanei, des ist echt unglaublich, aber so weit i denken kann, insbesondere also ab Pubertät, sind mir meine Alten bloss und ausschliesslich auf dr Sack gangen.

    I hab mi echt jahrelang gefragt, wie Menschen bloss so engstirnig, versessen, in ihrer täglichen Routine völig erstarrt und darüber hinaus total bescheuert sein können, ja, heidanei, jetzt weiss i Bescheid, mit ADS ist des überhaupt koi Problem, total plemm-plemm zu sein... und seit dem ich des weiss, des mag ja völlig bescheuert klingen, mag ich meine Alten sogar auf eine abgefahren Weise, natürlich, wenn dr Alt zum Beispiel sei Brill sucht, dann helfe ich ihm nicht, sondern warte mit stetig wachsendem Vergnügen darauf, ob er es von selber merkt, oder nicht, dass er die Brille schon auf der Nase hat.... jupp, des ist natürlich ein Spass, den man erst nach einer Diagnose wirklich lustig finden kann, aber i kann mir ned helfen, i verschiff mi jedesmal aufs Neue... (natürlich au bei allen anderen Suchaktionen, ned bloss Brill)...

    Jupp, seitdem ich weiss, dass mei Alter genauso plemm-plemm ist wie ich, bin ich mit der Aussage, dass des einfach nur ein ********* ist wesentlich vorsichtiger geworden, es trifft einfach ned ganz die Wirklichkeit. Aber des muss eim halt au erstmal einer sagen, oder ned?

    Jupp, ihr wisst ja, wie des Verhältniss von ADS/ADHS-Kindern zu ihren Eltern i. d. R. ausgeprägt ist, jupp, wir sind ja hier unter uns, also könnermr`s au glei direkt ansprechen (des ist ja der grosse Vorteil von dem Chaoten-Club-Dings dahanna, gell....), dieses Verhältnis ist i. a. R. nicht existent, gelinde gesagt geprägt von Schuld, ein totaler Versager zu sein, trotz liebevoller Eltern, gell... aber i. d. R. nicht existent, des wollmr doch mal festhalten...

    Die Psychologen nun gehen ja davon aus, das ADS/ADHS ein Problem von Familien ist, in denen nicht liebevoll miteinander umgegangen wird. Deshalb ist mindestens 15 Jahre Psychoanalyse von Nöten, um ADS behandeln zu können. Stimulanzien, noi, des bringt nix, Stimulanzien verhindern allenfalls eine angemessene Therapie.

    Jupp, liebe Psychologen, den Zahn können wir Euch ziehen, vorausgesetzt, dass ihr euch kurrieren lassen wolltet, oder Euch überhaupt für annäherungsweise therapiefähig erachten würdet, was ich für nahezu ausgeschlossen halte, ich denke, wenigstens in dem Punkt einer mehrfach diagnostizierten therapieunfähig- oder - uneinsichtigkeit, können wir uns schliesslich einig werden...

    Nebenbei erwähnt mag gelten, jupp, ich probiers halt au bei naturgemäss informationsressistenten Individuen immer und immer wieder.... also, genau betrachtet, ist alles viel einfacher (und schwieriger), die Schwierigkeiten also, die mit einem ADS/ADHS-Kind - naturgemäss-zwangsläufig - auftreten, ergeben sich in 90 % aller Fälle leider nicht daraus, dass diese Eltern von diesen "seltsamen" Kindern, die überall auffallen, ihren Nachwuchs nicht lieben und aufopferungsvoll füttern und mit Spielzeug versehen würden, sondern, jupp, wir sind hier ja unter uns, also, die meisten Erziehungsprobleme mit ADS/ADHS-Kindern oder die Tatsache der verkorksten Kindheit von ADS/ADHS-Kindern TROTZ liebevoller Betreung durch ihre Eltern, jupp, oder den i. a. R. allein Erziehenden Elternteil, i füg`s ja schon hinzu, liegt wie gesagt ned an der "prinzipiellen" Liebesunfähigkeit von ADS/ADHS-Eltern gegenüber ihrer unmittelbar genetischen Nachbrut, sondern einfach an dem übrigens bis in unsere heutigen Tage hinein wenig betrachteten und gewürdigten Anteil, dass die Eltern von ADS/ADHSis eben genauso plemm-plemm sind, wie ihre Brut, jupp, des ist im Grunde genommen au schon des gnaze Geheimins an dera Gschicht, ADS/ADHS fällt ned vom Himmel, sondern ist eine weitverzweigte Familienangelegenheit, jupp, bad news für Saubermänner, aber you can`t help it, naturgemäss...

    Jupp, des klingt im Grunde wie eine Binsenweisheit. Und des letzte, was ein alleinerziehender Vater bei der Kinderärztin hören möchte, und zwar, des darf ich versicheren, dass des das Aller-allerletzte ist, dass seine Brut des ADHS-Zeugs von ihm hat, und ned etwa von seiner geschiedenden und sowieso allgemein als widerspenstig bekannten Gattin, die darüberhinaus sowieso an totalen Vogel gehabt hat, was darüberhinaus au das ganze Dorf bezeugen kann...

    Jupp, ich denke, die ADS/ADHS-Eltern werden schon wissen, was der olle Eiselein in diesem Abschnitt hier andeuten wollt.... ohne es ihm allzu krum zu nehmen, dass er`s ned haargenau getroffen hat...


    Jupp, kaum zu glauben jedenfalls, gell, dass des ADS und des ADHS phylo-genetisch betrachtet, dieselbe Störung sein sodd, ischd aber so. Und bei Kinder ischd des fei viel reiner und feiner zu beobachten, jupp, weil viele Hypers ja ihre motorische Unruhe im Alter "verlieren", jupp, sie wandert halt nach innen, verlieren tun wir nix, gell, ischd alles gut aufgehoben bei uns... (Aber was dr Russell (Barkley) sagt, ischd glaub scho korrekt: "By Adulthood hyperactivity is of no ****in` value at all for diagnosis (of ADHD, gell, scho klar, i. d. Z.?).")

    (I denk mir manchmal jedenfalls, ob so a Praktikum beim Kinderarzt ned manchem Psychiater, der Alpaka ned von Lama, Lama ned von Kamel, Kamel ned von Dromedar, an Delephin ned von am Fisch, Schizophrenie ned von ADS, ADS ed von Borderline, Borderline ned von ADHS, ADHS ned von Bipolarität u.s.w. unterscheiden kann, ob dene Leut ned so a Praktikum in einer Kinderarztpraxis ned ganz gut tun könnte. Also wo sie das Phänomen ADS/ADHS mal unverfälscht studieren könnten, sozusagen in Reinkultur und ohne Überlagerung von Komorbidiäten. Ha, des wär doch a Sach, find i.

    Au weia, wenn i mir die Weisskittel aber so betrachte in ihrem ausufernden, kongressgestützten "Sachverstand", dann muss i sagen, liebe Kollegen und -innen, da haben wir no viel Arbeit vor hierzuland.

    (Denn der Psycho an sich ischd zwar ned stressressistent und geht au gern auf die Strass zum demonstrieren gegen die Budgets der Krankenkassen, aber gegen alles eben, was seine unmittelbaren, d.h. rein finanziellen Interessen ned ebenso unmittelbar betrifft, ist er nunmal völlig informationsressistent.

    Jupp, so ischd`s, Psychiaterfeindlichkeit und Anti-Psychiatrie-Bewegung ischd völliger Blödsinn, gell, aber es bringt ja au nix an den Tatsachen vorbeizudisskutieren... Und da haben wir`s im psychiatrischen Gegenüber eben mit einer Gestalt per se zu tun, deren Stressresistenz mangelhaft und deren Informationsressistenz demgegenüber graniten ist...

    (Ich würde sogar vermuten, dass ihre spezifische Informationsressitenz ein verzweifelter Versuch ist, ihre mangelhafte Stressresistenz (die vor allen Dingen in ihrer stetig und traumatisch wiederkehrenden Sorge begründet ist, unterbezahlt zu sein (was in erster Linie Paranoia ist, denn genau genommen kenne ich eigentlich niemanden hierzuland, der nicht unterbezahlt wäre oder sich als solches fühlen würde (der Psychiater wiederum fühlt sich durch seine Anlage zur Paranoia ("die Bundesregierung ist gegen mich, alles Faschisten", "bei welcher Krankenasse sind Sie noch mal?" "Ach, bei der, des geht ja noch, die ist am wenigsten gegen mich..." "By the way, sie haben mir doch versprochen, dass sie sich privat versichern, wenn Sie wieder einen Job finden..." u.s.w. u.s.f. ) aber a priori gefährderter, sich als unterbezahlter zu fühlen, als jetzt beispiels- und vergfleichsweise die Kloofrau im Einkaufszentrum, die sich ja genauso als unterbezahlt fühlt. Jupp, versteht man des wieder ned? Also gut, ist egal, nochmal, wichtig ist die Feststellung: Psychiater haben eine Anlage zur Paranoia ("die wollen mir ans Leder...", "sie sind hinter mir her...", "niemand mag mich, nichtmal mein Patient, meine Frau schon lang nicht mehr...", "sie wollen mich vernichten..." u.s.w. u.s.f.) Noi, des ist eben kein Witz und au ned ironisch gemeint, sondern eine unterbewusste Grundstimmung in diesem Berufsstand (*) es erklärt einen Gutteil der Fehldiagnosen und Inkompetenzen, zu denen Psychiater, jupp, man möchte fast sagen - statt tendieren - geradezu getrieben werden (von den anonymen Mächten, wie gesagt, die ihnen ständig im Nacken sitzen und ihnen den Garaus machen wollen, von denen sie sich getrieben und existentiell bedroht fühlen. Natürlich ist diese "Lebensbedrohung" nicht real, aber das ist ja eben der Kern der spezifischen, psychiatrischen Paranoia.) zu kompensieren ...)

    Aber i bin glaub scho wieder abgeschweift...)

    Jupp, Sonn, Freunde bringen immer was... Aber in dr Regel au ned viel, da man erstens nur wenige hat und zweitens die schon ewig, d.h. die Geschichten kennt ma scho in und auswendig und immer ins Kino, noi, des ischd au nix, vor allem ned bei dem Programm...

    Selber was auf die Beine stellen, ischd schon besser. Aber im erfolgreichen beenden selbst gestellter Aufgaben (z.B. Musik machen, Bücher auslesen, Bücher schreiben, Fernstudium machen, Fremdsprache lernen u.s.w. u.s.f.) sind wir wahre "Weltmeister".

    Aber wir lassen nicht nach, gell, ha noi, Zackrament!?

    Freund-innen bringen übrigens mehr als Freunde, weil da die Aussenreizwirkung grösser (wenn man(n) Glück hat jedenfalls) und mithin die Wahrscheinlichkeit von Dopaminausschüttung grösser ist. Allerdings artet des sehr schnell in Stress aus. Dann wird zu viel Cortisol ausgeschüttet. Und dann sitzt man doch wider mit den alten Kollegen im Kino und plärrt und grieft vor sich hin. Ha jo, so kann`s gehen, heidanei.


    (*) meine persönliche These ist der spezifische Minderwertigkeitskomplex bei Psychiatern, das persönliche, schwammige Gefühl also der Mediokrität gegenüber einem seriösen Mediziner, also beispielsweise einem Chirugen, einem Urologen, einem Internisten u.s.w. (das kann so weit gehen, dass sich seriöse Psychiater in Internetforen von Betroffenen einer psychischen Störung herumtreiben, die es gar nicht gibt, um sich dort Gewissheit darüber zu verschaffen, dass es die Störung, die sie Tag für Tag - in durchaus redlicher Weise, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen - behandeln, tatsächlich geben könnte...) der an sich unbegründet ist, denn ein Psyichater ist ein mindestens eben so ernst zu nehmender Mediziner wie ein HNO- oder ein Augenarzt oder oder. Aber die obig beschriebene, spezifisch ausgeprägte Paranoia, ist eben in dieser Form nur bei Psychiatern zu finden. Und das gibt selbst dann zu denken, wenn diese, meine hier im Appendix vorgebrachte Mutmassung falsch sein sollte (was wir ja prinzipiell alle immer zu hoffen bereit sind, weil wir an das Gute im Menschen zu glauben - wider alle Erfahrung im übrigen - immer noch nicht aufgegeben haben. Und was für den Menschen im allg. gelten mag, schliesst hier, und des verdient i. Z. mit AD(H)S durchaus eine besondere Betonung, den Psychiater nicht aus.)

    Jupp, des sag ich ned einfach so dahin. Ich gedenke hier ausdrücklich an einen mutigen (na ja, jedenfalls im Vgl. zu seinen Kollegen) Psychiater der Ostalb, der dem Eiselein dereinst sagte: "Ich würde ihre ADS gerne behandeln. Wenn das in Deutschland politisch erwünscht wäre..."

    Au weia, lieber Herr Dr. M., i glaub sie legen wenig Wert darauf, an dieser Stelle mit vollem Namen zitiert zu werden...

    Aber andeutungsweise muss ich Ihnen (und Ihnen u. U. vielleicht vergleichbaren Kollegen, die sich vielleicht in der Bundesrepublik noch versteckt oder verkrochen halten und ADS/ADHS bei Erwachsenen zwar für möglich/oder sogar existent halten, aber sich eben (auch aufgrund der beschriebenen, ihrer spezifischen Paranoia) nicht trauen, dieses Krankheitsbild zu behandeln, oder - man verlangt ja zunächst und schon lange nichts mehr - menschenunmögliches, sich wenigstens mit dem Krankheitsbild theoretisch zu beschäftigen, ganz incognito sozusagen und ohne jede Gefahr, es jemals auch tatsächlich behandeln zu müssen) den Mut zusprechen, solche Aussagen weiter, und immer weiter zu tätigen.

    Jupp, jetzt mal abgesehen davon, dass Sie ADS/ADHS auch dann nicht behandeln könnten, wenn sie es politisch in Deutschland dürften, aus dem einfachen Grund, weil ihnen jegliche Erfahrung damit fehlt, würden Sie es trotzdem behandeln, weil mangelnde Erfahrung bei einem Psychiater ja nur ein Ansporn dafür ist, mehr Erfahrung zu gewinnen (auf dem Rücken des Patienten), aber des ist ja ned der Hauptpunkt, jeder fängt mal klein an, auch in der Beschäftigung mit dem Thema ADS/ADHS, der Paranoia-Punkt wäre der, dass Sie ab dem Zeitpunkt, wo die Behandlung von ADS/ADHS in Deutschland politisch erwünscht wäre, ein ADS/ADHS-Spezialist wären, wie im übrigen alle psychiatrischen Nullen hierzulande gleichermassen, in ihrem Selbstverständnis...

    Verstehens, des hat jetzt ausnahmsweis nix mit ADS/ADHS zu tun, sondern rein mit psychiatrischer Paranoia.

    Jo, ischd schwer zum verstanda, ich übe Nachsicht. Also, a mal a Beispiel, wenn morgen rauskommen täte, dass die Schweinekrippe in Wirklichkeit eine psychische Komponente hat, insofern sie nämlich bei frisch Entbundenen mit einer pränatalen Depression häufiger auftritt als in allen übrigen Bevölkerungskreisen, dann hätten wir unter den Psychiatern in Deutschland über Nacht (also in etwa zeitgleich mit dem Austickern der dpa-Meldung) einen Anstieg der psychiatrischen Spezialisten für die Behandlung einer pränatalen Depression von etwa 13.000 %.

    Jupp, und so wird es mit ADS/ADHS bei Erwachsenen dereinst auch laufen.

    Als Betroffener sieht man solche Entwicklungen jedoch stets mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge. Jupp, weil sich mit der Anerkennung der Krankheit als Krankheit zwar die Zahl der Spezialisten (**) in der Behandlung dieser Krankheit exponenziert, die Zahl der tatsächlichen Spezialisten aber stets auf einem verschwindend geringen Masse stagniert, man vertshet vielleicht, was ich andeuten will...

    Denn Sie widerum können ja nicht ermessen, was es für einen von ADS/ADHS Betroffenen Erwachsenen in Deutschland für einen Unterschied macht, ob er einem Psychiater gegenüber tritt, der ADS/ADHS bei Erwachsenen für möglich hält, es nur nicht behandeln WILL (Sie würden nun sagen: "DARF", aber das ist eben die spezifische Paranoia, von der ich die ganze Zeit zu sprechen versuche, und auf die ich Sie und ähnlich denkende (denkende Psychiater!!! Mein Gott, was für ein Fortschritt, schon an sich!!! Egal, wie wenig dabei auch herauskommen mag, bei diesem Denkvorgang - was für eine "Unmöglichkeit" schon an sich!!!) vergeblicherweise aufmersam zu machen versuche.


    (**) dazu muss man wiederum wissen, dass sich ein Psychiater, auch das gehört zu seiner spezifischen Paranoia, für alles sachverständig fühlt, was das ICD/DSM so an psychischen Störungen hergibt, sollte ADS/ADHS also einmal, nicht wie jetzt, völlig out, sondern u. U. gar völlig "in" sein, des kann übrigens völlig beiläufig geschehen (zwar behaupten Psychiater gerne, dass sie in erster Linie auf psychiatrische Facherkenntnisse reagieren würden, aber diese "Fachzeitschriften" lesen sie ohnehin nie (Zeitmangel, und natürlich auch Erinnerung daran, wie sie sich als junger No-Name-Pychiater in diesen "Fachzeitschriften" selbst gegen etablierte Kollegen (***) einen Namen zu machen versucht zu haben, aber von der etablierten Psychiaterwelt völlig ignoriert worden sind...), über Nacht also, wird mit der (politischen) Anerkenntnis von ADS/ADHS bei Erwachsenen auch der psychiatrische "Sachverstand" in der Behandlung von ADS/ADHS bei Erwachsenen exponentiell zunehmen. Die Kenntnis also von Psychiatern und ihren "Denkstrukturen", mithin ihrer Funktionsweisen ist also einer der wenigen Gründe dafür, warum wir, die wir für die Anerkenntnis von ADS/ADHS bei Erwachsenen kämpfen, dieselbige eigentlich ablehnen müssen. Aber das ist nicht die erste und auch nicht die letzte Dialektik, die uns auferlegt ist.


    (***) gilt nur für die wirklich Ehrgeizigen unter den Psychiatern, die auf Teufel komm raus noch einen gesellschaftlichen Stellenwert erlangen wollen, bevor sie realsisieren, dass es die "Kollegen" aus der "echten" Medizin sind, die den Nobelpreis erhalten.

    Die meisten Pschiater sind aus diesem Grund durchaus "einsichtig". Und geben bereits während ihres Studiums völlig jene Denkfähigkeit auf, die sie als für ihre gesellschaftliche Karriere frühzeitig als hinderlich und ohnehin noch nie als förderlich begriffen haben.

    Sie veröffentlichen auch nie irgend welche Artikel, noch nicht einmal unter der Überschrift "Kompetenznetz Depression" in der Lokalzeitung, geschweige denn in Englisch (was ischd denn des...) in irgend einer Fachzeitschrift... von denen sie im übrigen stets einige abonniert, aber nie eine gelesen haben...

    Das ist jetzt blosse Gehässigkeit, Herr Eiselein, pfui!!!

    Noi, durchaus ned. Stellen wir uns also vor, dass in einer dieser, fleissig abonnierten, aber mit Ausnahme von Medizinstudenten nie gelesenen Fachzeitschriften einer die Behauptung aufstellen würde a) (jetzt bloss gedenk des unwahrscheinlichen Falls) ADS/ADHS gäbe es auch bei Erwachsenen und (au no des) b) es wäre behandelbar... dann würde der deutsche Psychiater aufgrund seiner, wie gesagt spezifischen Paranoia schliessen: 1. ADS/ADHS ist sowieso Blödsinn (des wär ja no, beschäftigt man sich mit der Gemütsverfassung von deutschen Psychiatern einmal rein soziokulturell, und nicht von dem Massstab aus betrachtet, welche volkswirtschaftlichen Schäden in Milliardenhöhe sie Jahr für Jahr anrichten (****) verständlich), aber 2. - und jetzt kommt`s! - selbst wenn es des gäbe, müsste es eigentlich verboten werden.


    (****) Jupp, ihr merkt schon, dass das DIE Argumentationslinie der Zukunft werden wird, jupp, das finde ich auch bedauerlich... sacht mal, für wen haltet ihr mich eigentlich? Ich hätte auch viel lieber die Frage gestellt, ob es nicht auch gesellschaftliche Verhältnisse geben könnte, in denen auch die Erfahrungen von weniger leistungsfähigen Menschen, beispielsweise Alten oder Kindern, oder Kranken oder Behinderten, egal jetzt ob körperlich beeinträchtigt oder psychisch, eine wertvolle Rolle spielen könnten, diese Frage ist jedoch bereits beantwortet worden... Alles und jeder, der noch in irgendeiner Weise verspricht, Profit abzuwerfen, wird gehört und wird auch unterstützt werden. Alles andere halt eben ned, so einfach ischd`s.

    Jetzt mal frei übersetzt... Die Bundesregierung hat im Grunde nur etwas gegen unproduktives, nicht am Bruttosozialproduktiv PRODUKTIV (wie der Name schon sagt) teilnehmendes, mithin also gegen unwertes Leben etwas.

    Wenn wir jetzt also beweisen könnnten, jeder für sich, egal ob jetzt aus der Frühberentung heraus, ob jetzt frisch aus der dritten Entziehungskur, ob aus ALG-I oder HARTZ-IV, oder sozialtherapeutischen Massnahmen... Wenn wir beweisen könnten, UND ZWAR NUR WENN WIR BEWEISEN KÖNNTEN, dass es möglich ist, DASS ein Mensch, der im Zuge der Behandlung einer psychischen Krankheit, auch wenn es diese bei Erwachsenen gar nicht geben kann, und wenn es sie geben könnte, gar nicht geben dürfte, die politische (nicht die medizinische, natürlich, aber das ist heute, nicht zuletzt übrigens aufgrund der Feigheit (der wenigen couragierten Psychiater, und das ist das Neue und Erstaunliche, weil ein Hang zur Paranoia und rattenhafter (*****) Feigheit bei Psychiatern, bei allem was man heute über sie weiss, wie ausgeführt berufs- und charakterimmanent ist, also gerade der wenigen, couragierten, das ist das Neue...), ein wie auch immer gearterter produktiver Faktor im Rahmen des Bruttosozialprodukts werden könnte, dann dürfte wohl der Anerkenntnis von ADS/ADHS bei Erwachsenen in Deutschland nichts mehr im Wege stehen. Solang wir nur Loser sind, die kosten, wird des nix werden mit uns, leider. Aber auch wir dürfen uns den Tatsachen nicht verschliessen, eine psyhische Krnakheit ist eben nur dann etwas Tolles, wenn sich volkswirtschaftlich betrachtet auch ein Reibach damit machen lässt. Ein paar hundertausend Kinder, denen in der Erziehung nicht genügend der Arsch versohlt worden ist, bringen uns dagegen gesellschaftspolitisch betrachtet nicht weiter.


    (*****) Ich denke hier an ein Zitat des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll. Jupp, der hat einmal gesagt, sinngemäss, wo andere noch einen Staat am wirken sehen, sehe er nur noch Reste desselben, die aber - immerhin - von eben selbigen mit - des ist jetzt original - "rattenhafter Wut" verteidigt würden. Ein Mann sicherlich, der Böll, der mir ganz besonders am Herzen liegt, obwohl ich seine Literatur als Scheisse empfinde. Jupp, das ist jetzt wieder eine umgekehrte Feststellung zum Psychiater, dem der Patient grundsätzlich am Arsch vorbei geht, obwohl er dessen Literatur (also das, was er sagt) temporär für durchaus interessant zu heucheln befindlich ist (solange der "Medizinische Dienst" sich noch nicht anzuschicken bereit findet, unfeine Nuancen in die ansonsten ja durchaus "hübsche" "Konversation" zwischen Psychiater und Patient zu streuen.)

    Wie dem auch sei, kann einem der Heinrich mit seinem Zitat: "Es gibt keinen Staat mehr, sondern nur noch Reste, die mit rattenhafter Wut verteidigt werden..." eigentlich bloss no leid tun.

    Denn der Heinrich ging offenbar noch davon aus - wenn ich ihn richtig bregriffen habe, ich bitte da an dieser Stelle gegebenfalls um Korrektur - dass der Staat eine Verpflichtung gegenüber seinem Bürger habe, und zwar eine grundsätzliche und zwar gegen jeden Bürger. Hat er aber nicht. Hat er nur gegen Bürger, die etwas einbringen. Aber nicht nur des, sogar au no gegen jeden Menschen, der sich, obwohl nicht Staatsbürger (und wahlberechtigt), auf seinem Staatsgebiete aufhält, jupp... wie gesagt völlig althergebrachte und romantische Vorstellungen. Bringt der Fremde (aber au der Einheimische) nix ein, kohlemässig, hat er au keine Würde, folglich muss man au nix schützen. Im Gegenteil, das Schützen von Schmarotzern wäre sogar menschenunwürdig gegenüber den produktiven Elementen. Jupp, was einem Sozialutopiker wie Böll wie gesagt zu seiner Zeit no ned eingeleuchtet haben mag, ist für einen Psychiater heutzutag geradezu augenfällig. Längst sind diesem jene unproduktiven Elemente auch zuwider, die u. U. nicht einmal davor zurückschrecken, sich psychiatrische Störungen einzubilden, die es gar nicht gibt, und das ausschliesslich, um aus diesen einen sekundären Krankheitsgewinn, nämlich den der Arbeitsunfähigkeit zu ziehen. Das widerum, versetzt man sich einmal in die wirre, aber stets logische Gefühls- und Gedankenwelt eines Psychiaters, geht natürlich grundsätzlich gegen die Menschenwürde, nämlich diejenige des arbeitenden Volkes, das sich eben keine psychiatrischen Störungen einbildet, die es noch dazu gar nicht gibt.

    So gesehen ist des alles eigentlich ganz einfach. Und obwohl es diesbezüglich noch eine Menge zu sagen gäbe, schliesst hier der Verfasser aufgrund von aufkeimender Übelkeit, die man durchauis auch als mangelnden Patriotismus oder Staatsgläubigkeit auslegen könnte, in erster Linie aber einfach a verschleppte Gastritis ist.

  3. #13
    Sunshine

    Gast

    AW: Was tun gegen Langeweile

    Boah *Schweiß von der Stirn wisch* Mensch, ich weiß nicht wie lange ich brauchte um Eisi's Posting komplett durchzulesen, aber ich finde es gut, bezweifle aber, das der ein oder andere das an einem Stück schafft durchzulesen

    Eigentlich sollte der Eisi mal ein Buch schreiben, denn das kann man dann in aller Ruhe lesen und immer mal wieder eine Pause machen, denn es wäre schade, diese Argumentation nicht weiter zu lesen, aufgrund von Rücken- und Nackenschmerzen

    Ich habe eine Frage Doc Eisi: Ist das Gespräch zwischen der Ärztin und deinem Vater wirklich so abgelaufen, oder ist das eine Geschichte als Beispiel?




    Liebe Grüße
    Sunshine

    P.S: auch wenn Du wieder geschwäbelt hast, konnte ich doch alles sehr gut verstehen.. hah, ich glaub so langsam blick ich diesen seltsamen Dialekt

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Was tun gegen Langeweile

    Langeweile ist für mich suuuper tödlich,dann werde ich richtig aggressiv,kann ich überhaupt nich haben,als ANtwort kommt vom Männe:Hast doch genug zu tun",na toll,eigentlich wollte ich was tun was SPASS macht

    PC Spielen und DS sind für mich auch Notlösung,muss auch aufpassen,vergess die Zeit,2 mal Augenblinzeln=5 Stunden rum
    Malen geht ,alles was gut geht ist auch ein Hyoerfokus für mich,also immer zuviel oder zu wenig

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Was tun gegen Langeweile

    jo alles zeitgleich machen, musik hören, chatten, lesen und geschichten schreiben.. oder im inet rumsurfen alles mögliche halt und ned auf die uhr schauen das hilft auch ungemein

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Was tun gegen Langeweile

    Hermann Hesse lesen oder Hören, z.B. „Der Steppenwolf“.


    Für die , die sich noch an mich erinnern, habe mich die letzten Monate im Magischen Theater aufgehalten und wie einige von euch vielleicht wissen kostet der eintritt dort den Verstand.


    Nein, ich rede hier nicht vom Abenteuerland!


    Versuche jetzt also weiter die Radiomusik des Lebens zu ertragen und das Lachen zu lernen.


    Und für all die Gamer, Dauerläufer, Hartkore Chatter, Endlostelefonierer usw. legt doch zwischendurch vielleicht mal eine kleine Bildungspause ein.
    Ist natürlich nicht böse gemeint.


    Gez.


    Harry Haller

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    AW: Was tun gegen Langeweile

    Ich kann normaler Weise durch Langeweile leicht brummig werden und dann ist mir nichts recht was mich beschäftigen könnte. Dann zipft mich alles an.
    Als Ausweg sitz ich dann am Laptop und schau "durch die Gegend". Ist aber auch fad. Unbefriedigend. So komliziert bin ich vor allem ohne Ritalin in Phasen, in denen ich eh ein bisschen müde und träge bin.
    Bin da echt kompliziert.

    Aber wenn mir fad ist und ich grad hyper bin, erledige ich Telefonate, die ich aufschob, geh putzen oder mach ein paar Dinge, die schon auf mich warten.

  8. #18
    Ehemaliges Mitglied

    Gast

    AW: Was tun gegen Langeweile

    Langeweile, nichtstun,keine Termine oder ToDo`s, Entspannung, alleinsein und runterfahren heißt für mich:
    Antriebslosigkeit gedrückte Stimmung, schlechte Laune und Depression- und das bekämpfe ich mit Unmengen von Sport, wovon regelmäßig mein Immunsystem zusammenbricht.
    Also versuche ich seit neuestem das "Nichts" mal auszuhalten und zu akzeptieren, für ein paar Minuten wenigstens, und mich nicht mit 1000 sinnvollen oder sinnlosen Beschäftigungen irgendwie am laufen zu halten- aber ich bin noch im Versuchsstadium!

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