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Diskutiere im Thema Jugendamt? Hilfe? oder Drohung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 75

    Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    Hallo Zusammen

    Ich habe ein großes Problem und fühle mich da sehr in der Zwickmühle.

    Bei meinem Sohn wurde nun endlich (Arzt meinte immer man könne erst in der Schule testen) ADHS festgestellt. Ich habe in der Kindheit fast die gleichen Symptome aufgewiesen wir mein Sohn (nur nicht ganz so aggressiv-da er ein Junge sei, meint meine Mutter) und habe auch jetzt noch Probleme damit.
    Vor allem auf der Arbeit die Konzentration, meine mangelnde Fähigkeit Gefühle zu kontrollieren und meine Selbstorganisation, sowie innere Unruhe wodurch ich das Gefühl habe ständig unter Strom zu stehen sind problematisch. Daher bin ich der Annahme ich habe auch ADHS und möchte mich testen lassen.

    Nun kommt dazu dass ich Alleinerziehend und Berufstätig bin, und mein Sohn durch seine ADHS auch schwierig ist. Der Psychiater vom SPZ meint nun, ich soll mich dringend ans Jugendamt wegen Familienhilfe wenden. Es soll jemand zu uns kommen und helfen. Da das Jugendamt bei mir eher negativ behaftet ist, wollte ich das umgehen, indem ich mich an eine Erziehungsberatungsstelle wende. Dazu hat der Psychiater aber schon gesagt, dass sei wieder was anders und nicht die Hilfe, die wir brächten. Er nervt mich ständig mit dem Jugendamt, meint er könne auch für mich da anrufen und einen Termin machen. Ihm scheint das wahnsinnig wichtig zu sein, dass wir zum JA gehen.

    Da ich aber eine totale Chaosqueen bin und weder Sinn für Zeitmanagement noch (Selbst-)Organisation habe, habe ich da Angst vor.
    Denn ich schaffe es einfach nicht meinen Haushalt in Ordnung zu halten.
    Ich bin schiebe es irgendwie auf, oder fange Sachen an z.B. spülen, dann möchte mein Kleiner was, oder es klingelt an der Tür oder das Telefon, und dann unterbreche ich das Spülen und stunden später (manchmal sogar am nächsten Tag) komme ich in die Küche und denke, Mist, wieder vergessen, Spülwasser kalt, und alles steht noch da rum.
    Ich weiß nicht, wie oft ich schon die Wäsche im Trockner hab liegen lassen, oder an der Wäscheleine tagelang vergessen hab.
    und so seltene Sachen wie Fenster putzen mache ich manchmal Monate lang nicht. Auch Staubwischen schiebe ich gerne vor mir her
    ich dachte immer, wie schaffen andere Menschen das? Warum bin ich zu blöd dazu? Oder zu faul?
    Bis ich durch meinen Sohn zum ADHS kam. Das wäre für alles zumindest eine Erklärung.

    Aber mein Problem ist halt, dass ich mich ja ans Jugendamt wenden soll. Wegen meiner unregelmäßigen und fürchterlichen Haushaltsführung habe ich aber Angst, dass
    sie mir meinen Sohn wegnehmen. Zumal ist mir das auch extrem peinlich und unangenehm. Bevor wir Besuch bekommen (extreeem selten!) muss ich erstmal den ganzen Tag lang wie ne irre aufräumen und putzen. Das ist immer megastress und man kann mich dann auch nicht ansprechen (sehr zum Leidwesen meines Sohnes)

    Für mich ist das Jugendamt halt eher ne Drohung als ne Hilfe.
    Denn meine Eltern haben mir schon gedroht, wenn ich das mit dem Haushalt nicht hing kriege, gehen sie zum Jugendamt, damit der Kleine da raus kommt.

    Wollte mal wissen, was ihr da für Erfahrungen gemacht habt? Positive oder Negative? Wie schnell nehmen die einem wegen dem Haushalt das Kind weg?
    Habe eigentlich auch gar keine Zeit, dass das Amt ständig kommt und kontrolliert,
    Nach der Arbeit fahre ich zur Kita, dann hat mein Sohn Sport (Fußball, Garde tanzen, Schwimmen) oder Therapie (Ergotherapie, Logopädie, Heilerziehung, SPZ, Psychologe)
    Da ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin, und mein Arbeitgeber umgezogen ist, (Fahrtzeit nun 3,5 Stunden täglich) musste ich meine Arbeitszeit reduzieren und muss jetzt auch noch immer zur Arge und zum Jobcenter, da ich ja nun weniger Verdiene.

    Bin mit allem total überfordert, wegen Terminen , Kind, Arbeit, Ämtern, vor allem Haushalt, und habe daher echt Angst vorm Jugendamt. Denke allerdings dass der Psychologe keine Ruhe geben wird. Und ich brauche dringend Hilfe.
    Allerdings kann ich ja wohl schlecht sagen, ich habe den Verdacht ich hätte ADHS und bekomme das daher nicht hin, und brauche Hilfe meinen Haushalt zu organisieren und das mit dem Kind. Und er kommt ja auch dieses Jahr in die Schule, was mir auch extrem Bauchschmerzen macht.

    Wie seht ihr das mit dem Jugendamt?

  2. #2
    Matatabi

    Gast

    AW: Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    Hallo tamajoschi

    Nur weil man einen unordentlichen Haushalt hat nimmt einen das Jugendamt kein Kind weg. Oberstes Ziel ist immer, dass ein Kind so lange wie möglich in der Familie bleiben kann. Aber ich denke du merkst ja selber das dir alles immer mehr über den Kopf wächst und du grundlegende Dinge wie Sauberkeit, frische Wäsche, sauberes Geschirr für dein Kind teilweise nicht so gut gewährleisten kannst. Dazu kommt ja selbst schon, deine Einsicht, dass sich der Stress vor allen Dingen für dein Kind in der Schule nochmals erhöhen wird.

    Nun sagen dir deine Eltern (in einer nicht so schönen Drohung), dass du dir Hilfe suchen sollst. Ich kenne deine Eltern nicht und möchte sie nicht in Schutz nehmen aber vielleicht wissen sie auch nicht mehr so wirklich weiter und hoffen durch Druck deine Einsicht sich Hilfe zu suchen erhöhen zu können.

    Jetzt kommt noch eine Fachperson dazu die scheinbar auch einen extrem hohen Hilfebedarf sieht und da wohl auch sehr stark nachhakt. Hier solltest du vielleicht auch sehen, dass es kein Druck oder eine Drohung sein sollte wenn der Psychologe dir sogar anbietet dich bei einem Termin zu unterstützten.

    Das dein Sohn so viele Hilfen bekommen (Logopäde usw) ist toll und super das du das so möglich machst, zeigt aber auch wie groß sein Hilfebedarf ist, dazu kommt deine finanziell sicherlich nicht so tolle Situation (du schreibst ja vom Jobcenter und verkürzter Arbeitszeit wegen dem weiten Weg) und dann noch deine Probleme. Gerade bei deinen Problemen drängt sich mir das Gefühl auf, dass diese bei dir momentan zu kurz kommen und du gar nicht mehr die Zeit finden kannst dich auch um dich zu kümmern um Fortschritte machen zu können.

    Die Familienhilfe, die du vom Jugendamt bekommen sollst, ist ja gerade für solche Problemsituationen gedacht und sie soll verhindern das eine Familie in eine Abwärtsspirale kommt und es dann eben sogar dazu kommt, dass man ein Kind aus der Familie nehmen muss.

    Du solltest die einmal den Eintrag von Wikipedia zur Familienhilfe durchlesen, damit du vielleicht etwas besser verstehen kannst für was sie gedacht ist und das sie dir und deinem Kind helfen und nicht Schaden soll.
    Sozialpädagogische Familienhilfe

    Besonders dieses Zitat beschreibt es eigentlich ziemlich gut wie ich finde.
    Mit der Sozialpädagogischen Familienhilfe sollen Eltern bzw. Alleinerziehende mit ganz praktischen Hilfen bei Fehlern in der Kindererziehung (Vernachlässigung, Misshandlung), in der Versorgung des Haushalts und bei unangemessenem Ausgabeverhalten (bei knappen Einnahmen) unterstützt werden. Dies geschieht insbesondere: bei einer gravierenden häuslichen Unterversorgung (Bildung, Hygiene, Wohnung...) oder bei unmittelbaren zeitlich befristeten Schwierigkeiten in vielen Lebensbereichen. Immer muss aber auch ein erhöhter erzieherischer Bedarf – also die Notwendigkeit der Erziehungshilfe – vorliegen. Der erzieherische Bedarf wird – wie alle Hilfen zur Erziehung – über das Wohl des oder der Kinder und dessen notwendige Verbesserung definiert. Die Hilfe ist eine der Möglichkeiten, die Jugendämter im Rahmen der Kindeswohlgefährdung (§ 1666BGB) anbieten, auch um eine Herausnahme der Kinder zu vermeiden.

    Vor allen Dingen denke ich das dir dein Umfeld, weder deine Eltern noch der Psychologe, Schaden wollen sondern scheinbar einen dringenden und umfangreichen Hilfebedarf bei dir sehen. Außerdem weißt du ja noch gar nicht ob das Jugendamt das selbst überhaupt so sieht. Vielleicht sind die ja sogar der Meinung das es relativ gut läuft und nur ein kleinerer Umfang an Hilfe nötig wäre.

    Ich denke du solltest dich nicht scheuen entsprechende Hilfe zu suchen und dann auch anzunehmen. Alleine schon um zu verhindern das es schlimmer wird und du dann vielleicht auch irgendwann einfach gar nicht mehr kannst, weil alles zu viel für dich wird.

    LG
    Matatabi

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    Hallo Tamajoschi,

    früher war das Bild vom Jugendamt sehr negativ und das ist unseren Köpfen einfach hängen geblieben.

    Keine Angst, jedes Jugendamt weiß, dass die Kinder bei ihren Eltern in der Regel am besten aufgehoben sind. Klar Ausnahmen bestätigen die Regel, keine Frage, aber dazu muss schon viel passieren - ein unordentilcher Haushalt reicht da bei weitem nicht aus!!!

    Ein Jugendamt versetzt sich in die Lage des Kindes und versucht dann, die beste Lösung zu finden.

    Die Hilfsangebote haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Kinder aus einer Familie holen ist die Ultima ratio in Extremfällen. Das liegt bei dir sicher nicht vor!

    Davon abgesehen ist es sicher positiv, wenn du dich selbst dort hin wendest.

    Meine persönlichen Erfahrungen schicke ich dir als PN, wenn du vorgestellt bist. Schreib mich einfach an, wenn es so weit ist.

    Liebe Grüße

    Swidi

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    Hallo Tamajoschi07,

    oh je ich kenne das Problem, meine Frau hat ne Behinderung und sie sollte die sogenannte GFS irgend ne Sozialeinrichtung bei uns ist auch alles drunter und drüber gewesen, so wie bei Dir Du hast eindeutig ADHS ,,,wie ich, meine Tochter hat zudem noch Pflegestufe I also.

    Es ist besser im allgm Du gehst selber zum Jugendamt und beantragst dort Haushaltshilfen, und Sozialarbeiter für das Kind.

    Ich bin auch gegen das Jugendamt, das ist meine Persönliche Meinung als integrativer Lerntherapeut, ich halte das für eine staatl. Kontrolle. Manchmal sind das unfähige Leute dort, die selber überfordert sind.

    Das Jugendamt sollte die letzte Station sein. Es war schon ein Fehler, dass Du Dein Kind zum SPZ gebracht hast. Das haben wir mit unserer Tochter durch. Die wollen immer alles melden, weil ihre Möglichkeiten begrenzt sind.

    Sorry, wenn ich das sagen mus,s ich habe nur schlechte 'Erfahrung mit so Ämtern und auch mit der Erziehungsberatungsstellen. Das sollte ebenfalls die letzte Anlaufstelle sein. Wenns eben nicht mehr geht. Dann ises eben so.

    Wenn Ihr wüsstet was da alles in meine Praxis die letzten zehn Jahre reingerauscht kam, mein Gott mein Gott alles Fehler von Jugendamt, Schule und Co. Sie geben es sogar zu dass sie mit besonders ADHSlern überfordert waren. Na ja jetzt kommt die Inklusion. I- Helfer sollten Deinem Kind helfen.

    Übrigens helfen auch die Stellen, die die I- Helfer Ausbilden und die Vermittlen, dort bekommst du auch Erziehungshilfe und Nachhilfe alles umsonst....das ist noch neu diese Vereine oder die Sog. Lebenshilfe...die sind besser, Paritätische Dienst aber sie müssen auf ADHS spezialisiert sein

    Alternative
    Aber folgendes versuche Dir erstmal so Hilfe zu suchen.

    Das haben wir auch gemacht. Such Dir ne Putzhilfe die den Haushalt schmeißt. Für 7- 10 Euro villt ne Mutter die ein Kind hat und nen Babysitter braucht, dann lässt Du Dein Kind mit anderen Kindern spielen und Du versorgst die Kinder.

    Du brauchst natürlich auch Hilfe Freunde, oder auch Deine Eltern verdammt wieso helfen die Dir nicht und schmeißen den Haushalt bei mir kommt meine Mutter zweimal die Woche nimmt das Kind auch mein Vater, ich sitte andere Kinder wenn die spielen ist es ok ein Kind hat übrigens ADHS und ist aber bei mir friedlich weil ich mit dem umgehen kann.

    Geh in eine Selbsthilfegruppe und lass Dich von jemanden Coachen aber das kann auch ne mutter die ADHS kind hat, oder ein ADSler.


    Für etwas Geld oder Tausch. Wie ich das meine das geht so, bei mir ist das so ich räume bei einem ADSler mit zusammen die Bude auf dafür hilft mir der ADSler auch meine Fenster zu putzen oder meine Bude. Ich habe einen Schüler der meine Nachhilfe braucht dafür räumt er meine Chaoszimmer auf. Zur Not mit mir zusammen.

    Dieses Netzwerk solltest unabhängig vom Jugendamt aufbauen, dann kannst Du immer sagen vor Gericht, dass Du ein Netzwerk von Hilfen hast. Auch wenn die mal nicht können.

    Besser als immer vom Jugendamt abhängig zu sein. Das finde ich doof.

    Wenn Du Medikamente bekommst wirst Du gesünder werden, bzw Frauen sollen nicht so betroffen sein.

    Dein Sohn, wieso braucht der so viel Hilfe, was ist mit dem? Gibts in der Schule so viel Probleme, es hilft nur eine Nachhilfe wirklich, die Du beantragen solltest. Nur Ergotherapie reicht da nicht, das muss ganzheitlich- holistisch erfolgen. Lerntherapie mit Nachhilfe, denn wenn die Noten nicht stimmen, wird es immer Ärger geben. Erziehungsberatung geh lieber zu einem Kinderpsychiater oder ein Kinderpsychotherapeut auch der Ergotherapeut müsste da bescheid wissen.

    Du machst zu viel mit dem Kind zwei Therapien pro Woche reichen.

    Frage uns oder mich über Erziehungsfragen geh nicht zur Beratungsstelle, sondern zu niedergelassenen Fachleuten. Lerntherapeuten das sind Logopäden, Heilpraktiker, oder Ergotherapeuten....wenn die keine Ahnung haben, dass sollten sie aber. Dann solltest Du die wechseln. Auch ein Kinderpsychiater sollte Erziehungstipps geben können, es gibt auch Beratungshotlines im Telefonbuch für Eltern oder eine die Geld kostet. Die Geld kosten bringen auch sehr viel, denn die haben echt Ahnung, eine kostenlose Hotline habe ich noch nicht probiert.

    Ich oute mich mal hier ich habe ADS und bin aber lange Zeit Lerntherapeut gewesen, als Heilpraktiker....und habe ADHS Kinder behandelt.....in meiner Praxis.....

    wie gesagt zum Jugendamt, dieses sollte die letzte Instanz bleiben. Hat Dein Kind einen Schulbegleiter.?????

    Auch der kann Dich beraten, dass sind meist ErzieherInnen die sich auskennen, weil sie eine Ausbildung speziell für ADHS Kinder haben. Die Lehrer haben keine Ahnung und sind oft überfordert.


    Ganz liebe Grüße Timo

    PS Erziehung mit ADHS Kindern läuft über einen Verstärkerplan ein Instrumentrium der Vt

    Und schau mal ob du nicht mit einer Psychotherapie klar kommst.
    Das Schlimme bei den Ämtern ist, die haben eine Laufakte dann über Dich, das geht dann vor Gericht und wird offengelegt, das ist das Problem, wenn ein Patient bei mir war habe ich Schweigepflicht und ich vergrabe die Akte Notfalls vernichte ich die und esse das Papier auf zudem habe ich nicht jeden Schiss aufgeschrieben...alles in meinem Kopf. Zudem bin ich auf der Seite von meinen Patienten gewesen. Du verstehst was ich meine?
    Geändert von Timotheus ( 3.01.2014 um 19:31 Uhr)

  5. #5
    Matatabi

    Gast

    AW: Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    @ Timotheus

    Der Junge ist noch gar nicht in der Schule. Und ich finde du kannst hier nicht einer besorgten Mutter sagen sie würde zu viel an Therapien mit ihrem Kind machen. Du kennst weder das Kind noch seine Probleme und sprichst hier gleich von Gericht und ähnlichem.
    Du hast leider schlechte Erfahrungen gemacht das ist absolut nicht schön. Aber genau wegen solcher sehr extremen Beispiele und auch einer gewissen Panikmache bekommen die Leute überhaupt erst so viel Angst vorm Jugendamt.

    Und mal eben Selbsthilfegruppe suchen, mal eben ein Netzwerk aufbauen, mal eben 7-10 Euro für ne Putzhilfe ausgeben (die man erst finden muss, der man erst Vertrauen muss) und teilweise hat mich nicht einmal 7-10 Euro übrig wenn man Unterstützung vom Amt bekommt.

    Tamajoschi hat doch schon so einen vollen Zeitplan und muss doch erstmal anfangen auch Hilfe für sich selbst zu finden. Das das grad alles andere als einfach für sie ist, kannst du auch in einem ihrer anderen Threads nachlesen. Jemandem dann solche Flöhe ins Ohr zu setzen und fast schon Vorwürfe zu machen sie würde ihr Kind übertherapieren finde ich äußert grenzwertig. Und das habe ich jetzt schon gerade höflich ausgedrückt in Anbetracht der Forenregeln.

  6. #6
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    @timotheus, das hat mich gerade echt umgehauen!

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    @ Matatabi, Du scheinst nicht vom Fach zu sein aber drei Sportarten und vier Therapien sind eindeutig zu viel, für ein Kind damit sind beide Überfordert, mag ja sein, dass die Therapeuten in die Kita kommen, dass wäre noch ne Option.

    Ich habe nur schlechte Erfahrungen gemacht. Das Jugendamt kommt nicht in Frage erst sollte sie andere Dinge in Anspruch nehmen. Die Mutter ist mündig. Und ADHS ist keine Psychose also was soll das.

    Das Netzwerk kann sie ja langsam aufbauen. Warum gibt es dann Selbsthilfegruppen, wenn das Amt alles übernimmt, versteh ich nicht. Ich muss warnen was passieren kann. Besser es gibt nicht so viel Geschreibse von dem Ämtern. Es gibt manchmal in Großstädten Glück dass es besser ist mit dem Jugendamt.

    Aber Du siehst ja das SBZ macht bereits Druck statt zu helfen. Was ist das denn für ne Hilfe. ????

    @Gretchen das ist meine Erfahrung ihr seid ja nicht betroffen so können nur Leute reden die Gesund sind .....

    Wir können ja gerne in einem thread bestimmte Fälle besprechen.....anonymisert.... ..
    Geändert von Timotheus ( 3.01.2014 um 20:00 Uhr)

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    Ihr Lieben...

    es wäre vielleicht besser, das Thema per PN fortzuführen.

    Was die Arbeit von Jugendämtern betrifft...nun, da gibt es meiner Meinung nach viele Meinungen und sehr unterschiedliche Erfahrungen.




    Was Tamajoschi nämlich wahrscheinlich nicht wusste ist, dass Threads und Beiträge über die ADHS und sonstige Störungen bei minderjährigen Kindern hier im allgemeinen Forum für Erwachsene nicht erlaubt sind. Siehe die Communitiy-Regeln:

    https://adhs-chaoten.net/community-regeln.html

    D.h. es gibt dafür extra zwei geschützte Bereiche in denen sich Eltern austauschen können.
    Den Zugang zu diesen Bereichen können vorgestellte Mitglieder beantragen, mindestens 30 (sinnvolle) Beiträge geschrieben haben.


    LG Emely

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    Dein Sohn, wieso braucht der so viel Hilfe, was ist mit dem? Gibts in der Schule so viel Probleme, es hilft nur eine Nachhilfe wirklich, die Du beantragen solltest. Nur Ergotherapie reicht da nicht, das muss ganzheitlich- holistisch erfolgen. Lerntherapie mit Nachhilfe, denn wenn die Noten nicht stimmen, wird es immer Ärger geben. Erziehungsberatung geh lieber zu einem Kinderpsychiater oder ein Kinderpsychotherapeut auch der Ergotherapeut müsste da bescheid wissen.
    Du machst zu viel mit dem Kind zwei Therapien pro Woche reichen.

    Danke erst mal für die Antwort. Also mein Sohn ist im Dezember 6 geworden und geht noch nicht in die Schule. Er kommt erst dieses Jahr in die Schule. Er war schon immer auffällig und ich habe beim Kinderarzt kämpfen müssen, damit er Hilfe bekommt. Der Arzt meinte immer er ist halt ne Jung. Aber es gab überall massive Probleme. Daher hab ich erst durchbekommen, dass er im Frühförderzentrum diese Therapien bekommt. Ja, es sind viele Therapien und viel Sport. In wie weit die Therapien im einzelnen helfen weiß ich nicht genau. Denn um so älter er wird, um so schlimmer scheint es zu werden. Und um so größer und stärker er wird, um so weniger kann ich ihn bei einem handfesten Wutanfall (er schlägt und tritt um sich, schmeißt Gegenstände oder zerstört sie, zieht Haare, beißt, kneift und schubst). In der Kita müssen sie teilweise Einzelbetreuung zu bestimmten Zeiten machen damit es nicht ausufert, wenn es ihm zu viel wird. Er darf z.B. um 12 und 14 Uhr bei der Abholsituation nicht in den Flur, wo die anderen Eltern ihre Kinder anziehen, sondern muss mit einer Erzieherin am Tisch oder in der Bauecke einzeln beschäftigt werden. Denn wenn er in den Flur geht, schubst, haut oder rangelt er mit anderen Kindern, sodass es zu Verletzungen kommt und die Eltern sich beschweren. Er schlägt aber dann auch die fremden Eltern oder rammt ihnen den Ellbogen in die Rippen. In der Schule geht das dann aber nicht mehr. Bei bis Kindern und einem Lehrer oder ein zwei Pausenaufsichten, oder der OGS. Daher überlegen wir, ihn in eine Förderschule für Sozial- Emotionale Entwicklung einzuschulen. Dort sind weniger Kinder und mehr Lehrer bzw Betreuer. Auch die Pausen sind betreut bis Angeleitet. Und der viele Sport, den er jetzt macht, den braucht er wegen des Bewegungsdranges. An Tagen, wo er Sport macht ist er etwas ausgeglichener als an Tagen wo er wenig Bewegungsmöglichkeit hat. Da wir gerade erst mit den Testungen für die ADHS durch sind, und der Psychologe eine Tickstörung zusätzlich bei ihm vermutet, sind wir mit der gezielten Behandlung noch nicht so weit. Und das Problem ist, dass sein Vater total gegen Medikamente ist. Er meint, sein Sohn habe keine Krankheit, er wäre halt nur ein Junge. Andere wären genauso wild und würden eben nicht hören. Leider tut er aber auch nichts dafür, dass unser Sohn in der sozialen Gemeinde zurecht kommt. Im Gegenteil, er fällt mir in der Erziehung und bei der Einhaltung von Regeln ständig in den Rücken. Also ich stelle eine Regel auf und versuche sie konsequent durchzuziehen - was schwer genug ist- und sein Vater setzt sie mal eben außer Kraft. Er lügt sogar für den Kleinen, damit ich nicht schimpfe, obwohl ich genau weiß, dass es gelogen ist. Also kämpfe da auch gegen Windmühlen. Denn der Kleine weiß ganz genau, wenn Papa in der Nähe ist, kann er die Grenzen bis aufs äußerste ausreizen kann, denn Papa springt ja in die Breche und haut ihn da raus. Das geht gar nicht. Ich versuche dem Vater immer zu erklären, dass er dem Kind damit keinen Gefallen tut. Klar, es ist für ihn einfacher, denn er hat mit dem Kind keinen unangenehmen Konflikt, und steht noch als der coole Papa da. Dass der Kleine dadurch aber nicht Gesellschaftsfähig wird und immer wieder aneckt und darunter leidet versteht er scheinbar nicht. Ich spreche jede Regel mit ihm ab, und bekomme dazu meist keine Antwort oder ein verächtliches Augenrollen, wenn ich sage bitte halte dich auch daran, da wir an einem Strang ziehen müssen. Aus diesem Grund pocht der Psychologe vom SPZ darauf, dass ich zum Jugendamt gehen soll, damit die mit uns beiden Familienhilfe geben und wir lernen an einem Strang zu ziehen. Von meinen Problemen und meiner Haushaltführung weiß dieser nichts. Klar merkt er, dass ich überfordert bin,
    Gerade bei deinen Problemen drängt sich mir das Gefühl auf, dass diese bei dir momentan zu kurz kommen und du gar nicht mehr die Zeit finden kannst dich auch um dich zu kümmern um Fortschritte machen zu können.
    vor allem als mein Sohn sich versucht hat in der Kita mit einem Messer zu ritzen und zur Erzieherin meinte er nimmt zu Hause ein scharfes Messer und schneidet sich auf. Die Erzieherin war total geschockt und hat versucht ihm zu erklären, dass das weh täte und gefährlich sei und mein Sohn sagte dazu, ich entscheide wann ich mich töte. Habe am nächsten Tag direkt einen Termin beim Psychologen gehabt bin da heulend zusammengebrochen und der Vater meinte dazu :ach der erzählt viel wenn der Tag lang ist. Daher musste ich mich erstmal um meinen Sohn kümmern und meine Probleme sind natürlich dann erstmal zweitrangig gewesen. Doch ich schaffe das alleine nicht mehr, daher bin ich in dieser Zwickmühle.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Jugendamt? Hilfe? oder Drohung?

    Es tut mir sehr leid, dass du so viel Schwierigkeiten hast und es ist für dich sicehr sehr schwer. Ich würde dir auch unbedingt raten dir Hilfe zu suchen und ich denke die kann man di beim Jugendamt bestsimmt vermitteln. Die wollen die Kinder nicht aus den Familien oder von dem Alleinerziehenden wegnehmen, heute geht es wirklich darum, zu helfen, damit die Kinder eben zu Hause beleiben können. Wünch dir, dass du einen guten Ansprechpartner dort findest, der di und deinem Kleinen hilft, denn ich denke ihr habt beide einen langen und schwierigen Weg vor euch. Vergiss bei allem aber nicht dich - geh dich diagnostizieren lassen und wenn du es hast, wovon man, nachdem was du schreibst leider ausgehen muss, dann nimm Medikamente unbedingt, denn das kann Vieles für dich einfacher machen dann, wenn Dinge einfach besser klappen bei dir, denn du willst es ja, wie man aus deinem Zeilen und Sorgen herausliest, hast nur derzeit wahrscheinlich wegen deinem ADS nicht die Mögklichkeit es wirklich zu schaffen.

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