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Diskutiere im Thema Wie finde ich heraus, ob ich von AD(H)S betroffen bin? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    Wie finde ich heraus, ob ich von AD(H)S betroffen bin?

    Ob ich das richtige Unterforum gefunden habe weiß ich nicht, ich suche eine Lösung für (m)ein Problem. Vorher müsste ich natürlich auch mal wissen, ob ich von AD(H)S betroffen bin.

    Ich habe eine lange Leidensgeschichte hinter mir und ich würde so gern mit mir und meiner Situation zurechtkommen, ich weiß nur nicht wie. Zusammenfassen kann ich mein Primärproblem eigentlich damit, dass ich nicht mehr viel auf die Reihe bekomme und ich massive Konzentrationsprobleme habe. Mein Leben steht im Moment völlig still, nichts geht mehr vorwärts und alle Wünsche und Ziele sind in unendliche Entfernung gerückt. Mitte des Jahres bin ich nur noch heulend zusammengebrochen und war in der psychatrischen Notaufnahme, die wollten mich eigentlich gleich dortbehalten. Seit dieser Zeit habe ich Opipramol, ein trizyklisches Antidepressiva. Damit bin ich erst mal wieder auf den Boden gekommen, aber es hilft mir überhaupt nicht dabei, wie es weitergehen soll. Ich denke ich hätte so ein Medikament schon viel früher benötigt, aber Hausärzte haben mich immer mit "So wie ich SIE kenne brauchen SIE doch nicht sowas! Gehen Sie doch abends eine Runde spazieren und entspannen Sie sich mal!" Ich hasse spazieren so lang ich denken kann, es macht mich rasend unnütz umherzulaufen und dabei auch noch zu wissen, dass ich tausend andere Dinge zu erledigen habe!

    Neben meinem Beruf studiere ich trotz meines Alters im MINT-Bereich. Nach meinem Abitur hatte ich recht gute Voraussetzungen für ein MINT-Studium. Ich bin sehr intelligent und habe eine Hochbegabung in dem Bereich, habe während meiner Schulzeit Olympiaden auf Landes- und Bundesebene gewonnen und regelmäßig wurde ich zu Wettbewerben in höheren Klassenstufen geschickt, einfach weil ich mit meinem Wissen Jahre voraus war. Mathe, Physik, Chemie, Elektrotechnik, am liebsten hätte ich alles zusammen studiert. Meine dummen Eltern, sie sind wirklich dumm, haben mir aber verboten zu studieren und mich zu einer kaufmännischen Lehre gezwungen, "weil man da einen Beruf was fürs Leben hat und nach einem Studium kann man ja nichts". Nachdem ich jetzt schon seit Jahren überhaupt keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern habe konnte ich mit den Dingen anfangen, die ich schon immer mal machen wollte. Sie können mir jetzt nicht mehr ihr ewiges "Das schaffst du doch nicht!" oder "Das brauchst du doch nicht!" einreden. Egal was ich angefangen habe, meine Eltern waren IMMER dagegen. Jede Frau, die ich kennengelernt habe, wurde von ihnen madig geredet. Ich bin sehr froh darüber, dass mir diese zwei Personen nicht mehr auf die Nerven gehen.

    Ärzten und Psychotherapeuten verharmlosen zu oft und reden mir immer ein, dass man im höheren Alter, dabei bin ich noch nicht mal 40, nicht mehr so schnell lernen kann wie als Jugendlicher. Natürlich weiß ich, dass bei einem 20jährigen 100% mehr sind als bei einem 40jährigen, aber dass ich von (altersbereinigten) 200% Leistung auf fast 0% abgesackt bin wird einfach ignoriert. Ich will ja nicht wieder so leistungsfähig sein wie vor 20 Jahren, sondern ich möchte überhaupt mal wieder vorwärts kommen.

    Seit einigen Monaten bin ich nach einer Empfehlung in einer Gruppentherapie. Man meinte ich müsse mal reflektieren lassen, wie ich auf andere Menschen wirke. Gut, jetzt habe ich mal wieder erfahren, dass ich nicht selten aggressiv und arrogant rüberkomme. Was labern die auch immer so viel von Verständnis, Emphatie und dem ganzen Müll, die sollen mal auf den Punkt kommen! Was habe ich jetzt von dieser nicht-neuen Erkenntnis? Wie hilft mir das bei meiner Konzentrationsfindung? Ich bin davon im Moment davon total angenervt, weil ich glaube begriffen zu haben, dass es dabei primär um Gleichmacherei geht. Es scheint bei vielen Psychotherapeuten, ich hatte schon drei, und in der Gruppentherapie nur darum zu gehen unnormale (=gestört=krank=abnormal) Menschen normal zu machen, Gleichmacherei und Normalisierung von Abweichlingen. Es geht nicht darum wie ich mit meiner Situation zurechtkommen kann, sondern wie ich ich angepasster Lemming werde. Ich lebe zum Beispiel allein ganz passabel, aber alle wollen mir aber zum Beispiel einreden, ich brauche Freunde und eine Partnerin, "mit denen man reden kann, weil man oft nur mit jemanden reden muss, damit es besser wird". Nein, verdammt noch mal, ich will nicht labern, ich suche Lösungen und kein Mitleid! Frauen mögen ja gern über ihre Probleme reden, ich hasse es. Und trotzdem wird immer wieder von meinem Problem abgelenkt und über Nebensächlichkeiten geredet, die mir nichts bringen. Leider ist die Gruppe von Frauen dominiert, wenn die sich gegenseitg im Kreis zugackern ("Das wird schon wieder!", "Das hast du toll gemacht!", etc., bla, bla) würde ich jedes Mal am liebsten gehen, weil dabei rein gar nichts rumkommt.

    Schon während meiner Kindheit war ich enorm hibbelig und auch vergesslich, zumindest was die Sachen außerhalb meiner Fähigkeiten betraf. Es gab Wettbewerbe, zu denen ich nicht fahren konnte, weil ich trotz mehrfacher Erinnerungen meiner Lehrer wochenlang vergessen hatte das Anmeldeformular meinen Eltern zur Unterschrift zu geben. Die körperliche Unruhe hat deutlich abgenommen, ist aber noch überdurchschnittlich und fällt vermutlich nicht so sehr auf, weil ich von massiver Antriebslosigkeit betroffen bin und mir quasi die nötige Energie zum Unruhigsein fehlt. Und trotzdem wird mir oft gesagt, dass ich nicht still sitzen kann (gerade in dieser Gruppentherapie, wo man anderthalb Stunden auf einem Stuhl sitzt und man sich nirgends anlehnen oder abstützen kann).

    Meine Motivation ungeliebte Dinge zu tun ist quasi nicht vorhanden. Ich war in der Vergangenheit auch längere Zeit selbständig. Gearbeitet für Kunden habe ich gern, aber Angebote/Rechnungen schreiben oder die Organisation einschließlich Steuererklärungen zu erledigen waren Horror. Es endete irgendwann in einer finanziellen Katastrophe, mit der noch Jahre später zu kämpfen hatte. In meinem jetzigen Beruf kann ganz gut arbeiten, auch wenn ich ihn nach Ende meines Studiums gern wechseln würde weil ich ihn nicht besonders mag, aber wenn es im Organisation geht, dann ist es bei mir die blanke Katastrophe. Andere Leute kann ich herrlich organisieren und ihnen helfen, bei mir geht fast gar nichts. Glücklicherweise hlfen mir manchmal Kollegen aus. Das sorgt manchmal aber auch für böse Reaktionen meiner Kollegen/Mitmenschen, ich versuche deshalb auch den Kontakt auf das Nötigste zu beschränken.

    Nun hätte ich ja in meiner Freizeit genügend Zeit für mein Studium, aber da geht seit einem Jahr gar nichts mehr. Ich hänge fest, obwohl es mich sehr interessiert. Egal was ich mir erlese oder erarbeite, entweder schaffe ich nicht mal mehr das, weil die Gedanken abdriften oder weil das Thema nicht auf den Punkt kommt, oder ein paar Tage später weiß ich nicht mal mehr, dass ich das überhaupt schon gelesen hatte. Ich kann mir einfach nichts merken oder begreife schlicht nicht, wie der Sachverhalt ist, dann schmeißt man das natürlich eher in die Ecke. Ständig schwirren mir irgendwelche Gedanken durch den Kopf, am häufigsten die, was schlimmes passiert, wenn ich das Studium nicht schaffe. Dabei möchte ich es so gern abschließen, weil ich mit dem Abschluss gern etwas anderes arbeiten möchte.

    Meine Konzentration ist völlig weg. Ich habe mal zwei Stunden lang meinen Wohnungsschlüssel gesucht, bis ich durch das Suchen so viel Hunger bekommen habe, dass ich mir was zu essen machen wollte und er dann im Kühlschrank lag. Welche geistige Umnachtung hat mich da geritten? Oder ich kaufe mir eine monatlich erscheinende Fachzeitschrift und lese sie in Teilen. Zwei Wochen später am Kiosk finde ich die gleiche Ausgabe beim Durchblättern wieder toll und kaufe sie noch einmal, weil ich mich nicht mehr erinnern kann, dass ich sie schon gekauft habe. Mit Tabletten geht es mir genauso. Wenn ich mir den Blister nicht mit Mo1, Mo2, Di1, Di2, ... beschrifte, dann weiß ich wenige Minuten nach der Einnahme der Tablette nicht mehr, ob ich schon eine genommen habe. Termine vergesse ich auch grundsätzlich, wenn ich sie nicht im Kalender notiere.

    Ich kann meinen Mitmenschen auch nur schwer zuhören. Entweder bin ich schnell genervt, weil sie zu viel labern statt sich auf das Wichtige zu konzentrieren oder ich stufe das Gesagte als unnötige Information ein und vergesse das deshalb auf der Stelle.

    AD(H)S war noch nie Thema in meinem Leben und es hat auch noch nie jemand den Verdacht geäußert, dass ich es habe. Aber ich denke ich habe passende Symptome. Das glaube ich seit dem heutigen Tag, als ich vorhin per Zufall herausgefunden habe, dass ich eine Sachen wie andere AD(H)Sler erlebe.

    Dazu hätte ich jetzt gern ein bisschen Gewissheit. Kann mir jemand sagen, ob das wahrscheinlich sein könnte?

    Und wer kann mir dabei helfen damit umzugehen? Woher weiß ich was von Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Depressionen und AD(H)S die Ursache und die Wirkung ist? Wie behebe ich solche Probleme? Meine jetzigen Ärzten vertraue ich dahingehend nicht, die verharmlosen einfach zu viel und ignorieren meine Hilferufe. Die Antidepressive wurden mir lange Zeit verweigert, erst als ich in der Notaufnahme angekommen bin ging es. Dabei bin ich heute noch davon überzeugt, dass ich die viel früher gebraucht hätte, um ohne Absturz "runterzukommen".

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Wie finde ich heraus, ob ich von AD(H)S betroffen bin?

    Herausfinden, ob du betroffen bist kannst du nur, wenn du zu einem Spezialisten gehst der die Diagnose stellt. Die Symptome an sich können auch durch andere Ursachen hervorgerufen werden. Ad(h)s hat man oder man hat es nicht' und zwar ein leben lang. Die Probleme müssten seit dem Kindesalter bestehen. Dass sie sich bei dir erst kürzlich derart verstärkt haben spräche für Burn out (was bei ADHS häufig vorkommt) oder andere Ursachen (Schilddrüse, nebennierentumor, Depression etc). Such doch mal nach einem Spezialisten in deiner Nähe.

  3. #3
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Wie finde ich heraus, ob ich von AD(H)S betroffen bin?

    An einer Uni Klinik

    oder für den Fall der Fälle, nach einer Adhs Gruppe in einer größeren Stadt in deiner Nähe googeln, da fragen, wo man sich in der Gegend testen kann

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Wie finde ich heraus, ob ich von AD(H)S betroffen bin?

    Halllo,

    du hast ja zu nachtschlafener Zeit ganz schön viel geschrieben,
    ich konnte nicht alles lesen, weil ich nach einem Wahnsinnsabend eigentlich wohlig müde bin und
    dauern am PC einschlafe, aber es irgendwie nicht schaffe, mit auszukleiden und ins Bett zu schlüpfen.

    Russell Barkley, ein renommierter Forscher in Sachen ADHS, hat sich mal so geäußert, dass es eine Störung ist, wenn es bei der
    Arbeit und beim Sex Probleme gibt, wobei er mit letzterem sicherlich nicht nur Sex, sondern das soziale Umfeld meint, also ein paar
    Menschen sollte man schon haben, die einen mögen wie man ist. So als zerstreuter Professor ist es gut, wenn man ein umsichtiges
    weibliches Wesen um sich hat, Ehefrau, Freundin oder hingebungsvolle Haushälterin (ich bin seit über 40 Jahren alles in Personal-
    union, wobei meine eigene ADHS mir ermöglicht, andere Mitmenschen, auch solche wie du möglicherweise einer bist, zu verstehen.)

    Was möchtest du denn jetzt tun? Die knapp eine halbe Million Beiträge hier im Forum mal durchforsten?
    Ein paar Bücher lesen? Eine Selbsthilfegruppe (Telefonberatung) anrufen?

    Gut ich muss jetzt erst mal schlafen, weil ich diese tolle Sache morgen und übermorgen wieder erleben darf, und
    da muss ich ein bisschen fit sein. Vielleicht bringst du eine Kurzform noch im Vorstellungsthread unter, das mögen wir hier.

    LG Gretchen

  5. #5
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Wie finde ich heraus, ob ich von AD(H)S betroffen bin?

    Hallo

    (fällt mir etwas schwer, deinen Nick in den Mund zu nehmen, Hirnverleih? Darfst mir gerne was abgeben, ich habe keine Ahnung
    von Naturwissenschaften)

    Ich hoffe, ich habe gestern Nacht nicht zu viel Blödsinn geschrieben. Natürlich sollte ich dir raten, dich mal testen zu lassen,
    auch um andere Erkrankungen auszuschließen. In die Selbsthilfegruppe musst du nicht gehen, aber man kann dort (manchmal)
    erfahren, wo man gute Fachleute findet.

    Das, was ich gestern gemacht habe, steht unter Leonard Cohens Zeile aus "Anthem"

    "There is a crack in everything, thats how the light gets in."

    Für dich möchte ich aus dem gleichen Lied dazufügen:

    "Don't dwell on what has passed away or whtat is yet to be."

    Dass deine Eltern so unwissend waren, tut mir leid, aber du kannst deinem Leben echt noch eine andere Richtung geben.

    LG Gretchen

  6. #6
    Plaudertasche

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 1.112

    AW: Wie finde ich heraus, ob ich von AD(H)S betroffen bin?

    Hi

    Deine Eltern als dumm zu bezeichnen, finde ich daneben. Ich verstehe Deine Frustration, dass Sie dich nicht so gefördert haben, wie du es gerne gehabt hättest. Du scheinst sehr intelligent zu sein und in der Schule hattest du keine Probleme, auf jedenfall schreibst du nix davon. AD(H)S ist eine Störung, die sich schon im Kindesalter zeigt. Auch ich hatte in der Grundschule gute bis sehr gute Noten. Das alleine ist jedoch nicht entscheidend. Mein stehts laufendes und geschliffenes Mundwerk, mein überschäumendes Temprament und meine Abneigung gegen Anweisungen, brachten mir jedoch immer wieder grossen Ärger. Ich schaffte es regelmässig zu spät zur Schule zu kommen, meine Hausaufgaben erledigte ich eher selten, weil ich meist die nötigen Bücher in der Schule vergass oder wieder mal nicht mitbekam, was der Lehrer aufgegeben hatte. Meine Schulhefte sahen aus, als wenn sie eine Kuh im Mund gehabt hätte und mein Zimmer , als wäre gerade ein Tornado durchgefegt. Verlegte oder verlorene Gegenstände gehörten zur Tagesordnung. Unfälle, Missgeschicke, ach meinen Eltern wurde mit mir nie langweilig. Nun bin ich Dreissig durch all diese Auffälligkeiten begleiten mich mehr oder weniger stark immer noch. Ich denke die meisten hyperaktiven ADS'ler erkennen sich ein Stück weit in meiner Beschreibung wieder. Lange Rede, kurzer Sinn: Für eine ADS mit Hyperaktivität fehlen mir diese sehr auffälligen Elemente in Deinem Lebenslauf.

  7. #7
    Nirwana

    Gast

    AW: Wie finde ich heraus, ob ich von AD(H)S betroffen bin?

    Ich kann zwar deine Wut diesbezüglich verstehen, nicht entsprechend gefördert worden zu sein und auch bezogen auf die Frauen in deinem Kurs die dein Erzählen abtun und dich mit den üblichen netten Kommentaren zu beschwichtigen versuchen oder eben nicht verstehen was du meinst.

    Allerdings solltest du trotz aller Intelligenz und Wut, falls es dir möglich ist, auch den Versuch dieser Frauen dich aufzumuntern und dich eigentlich teilhaben zu lassen (sie können es halt genauso weniger besser, wie du so manches nicht kannst) - obwohl du so unfreundlich reagierst (manch´einer würde sich das nämlich wünschen) anerkennen (mögen musst du sie ja deswegen nicht).

    Auch finde ich es nicht besonders nett, alle Frauen mit diesem Kommentar abzuwerten, denn dein Kommentar bezieht sich ja auch recht allgemein darauf das Frauen ja so sind.
    Ich finde jetzt net´das alle Männer nur blöd sind ;-), da gibt es eine große Palette und ich such´mir halt das passende Gegenstück.
    Also finde zumindest ich, kannst du nicht erwarten das jemand auf dich flexibler reagiert, wenn du das offensichtlich auch nicht kannst.

    Erwarte nicht Dinge von anderen, die du selbst nicht geben oder erkennen kannst.

    Auch wenn´s ma jetzt bös´sein wirst, du selbst hast wenig von deiner Intelligenz wenn du eher schlecht als Recht im Umgang mit anderen bist oder eben nicht der einsame Wissenschaftlertyp bist oder das ausleben kannst in beruflicher Hinsicht (und nein nur weil ich viel fühle, bin ich darin auch nicht so besonders gut, allerdings versuche ich nach Möglichkeit nicht anderen ohne trifftigen Grund vor den Kopf zu stossen).
    Mag natürlich auch sein, das ich ein weichgespültes Weichei bin, aber ein paar Worte bedarf es schon "Dinge" zu erklären.

    In dir steckt eine ungeheure Wut auf alles und jeden (sicherlich teilweise auch verständlich), aber diese Wut wird dich davon abhalten dein Leben zu leben und auf deine Ziele loszugehen (Wut in gewissen Maßen ist gesund, allerdings sollte man sie auch irgendwann wieder loslassen um nicht daran zu ersticken, alles zu seiner Zeit).
    Ironie/schwarzer Humor usw. empfinde ich da schon als hilfreicher zum kompensieren und auch spaßiger - Humor verbindet ja bekanntlich (auch wenn der nicht aus meiner eigenen Feder stammt).

    Oh ja, auch wenn es hier nicht so wirken mag, ich bin manchmal unheimlich wütend auf so einiges, aber ich merke ebenso, das wenn ich diese Wut nicht irgendwann loslasse meinen Zielen niemals näher kommen werde (da meine Wut ja alle Ressourcen verbraucht und meine Konzentration ungeheuer einschränkt).
    Wenn du nicht gerade Schriftsteller oder Journalist bist, der diese Wut, Ironie und den sarkastischen Humor in schwarze Tinte in einer Feder auf Papier ableiten läßt/kannst und dafür sogar noch einen Obulus bekommst, wird´s schwierig.

    Wut ist wichtig und richtig und hat ein Recht darauf einmal gefühlt zu werden, denn sie muss raus, allerdings sollte man sie dann auch gehenlassen können.
    Oder sie in vernünftige Kanäle ableiten (Kampfsport usw.).

    In einem deiner ersten Sätze liest sich das bezüglich Frauen noch anders und später wiegelst du das alles ab - brauche ich nicht und Punkt.
    Klar wenn jemand wirklich keine Partnerschaft möchte, so ist das absolut in Ordnung ! Allerdings liest sich das für mich zwischen den Zeilen ein bisschen anders (gut ich kann mich klar täuschen).

    Das du Intelligent bist, ist herauszulesen - keine Frage -aber so denke ich zumindest nicht dein einzigstes Problem.

    Was ich sonst dazu sagen soll, weiß ich grad´net´und fühle mich auch grad´ein bisschen überfahren von deinem Text - nix´für ungut !

    Ich kann selbst nur sagen, vielleicht ist es ja auch eine Möglichkeit sich nach einem anderen Therapeuten umzuschauen - allerdings die eierlegende goldene Wollmilchsau gibt es nicht.
    Wenn auch zugegebenerweise dafür auch weniger gute.
    Das mit der Gleichmacherei kann ich allerdings bestens nachvollziehen und finde das mittelprächtig traurig.
    Das ist aber auch der Grund wieso ich so lange nach einem passenden Therapeuten gesucht habe.

    Klar ist auch das unterschiedliche Gefühlswelten das miteinander erschweren, ebenso auch der Spagat zwischen Hochbegabt und net´ so gscheit (wobei alles ist relativ), allerdings kommt es genau da auf die jeweiligen Erfahrungen, Empfindungen und sozialen Kompetenzen des Einzelnen drauf´an um das Ganze zumindest bis zu einem gewissen Punkt miteinander verbinden zu können.
    Zumindest wenn man sich grundsätzlich nicht vollkommen unsymphatisch ist.

    Klar sind andere bzw. alte Umstände nebst meiner Erkrankung (wie auch immer die heißen mag) dran schuld, das ich so bin, aber selbst diese Erkenntniss wird mich keinen Schritt weiterbringen, sonder so wie bisher genau an diesem Punkt verharren lassen.
    Meine Depressionen werde ich wahrscheinlich nur los, wenn ich mit diesen Punkten halbwegs durch bin oder sie einfach mal stehen lassen kann und weitergehe.
    Ausradieren kann ich sie nämlich nicht, aber aufressen lassen werde ich mich sicherlich nicht davon.
    Denn genau dann hätten meine Probleme, meine alten Verletzungen und vielleicht sogar die Worte meiner Eltern/meines Umfeldes gewonnen.
    Nein, wenn muss das mein persönlicher Sieg sein.

    Lg, Nirwana
    Geändert von Nirwana (21.12.2013 um 16:11 Uhr)

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