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Diskutiere im Thema ADHS als zweifache Mama und auf der Suche nach dem richtigen Weg im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    ADHS als zweifache Mama und auf der Suche nach dem richtigen Weg

    Nachdem ich diesen Beitrag nun schon seit einiger Zeit im Kopf formuliere, bring ich ihn nun mal hierher, sonst werde ich noch ganz kirre

    Ich steh gerade mal wieder an einem Punkt im Leben wo ich das Gefühl habe ich renne und doch bin ich angebunden und komme nicht vom Fleck.

    Zu meiner momentanen Situation: Ich bin nun seid Ende März 2010 in Elternzeit, in dieser Zeit kamen meine beiden Töchter (05/10 & 06/12) zur Welt und seither steht alles Kopf. Kurz vor der 2. Schwangerschaft hatten wir ein Erlebnis in der engsten Familie welcher mich zu einer Beratungsstelle der Caritas gehen lies, da ich eine Mutter-Kind Kur beantragen wollte, war damals extrem lethargisch, konnte mich zu nichts mehr aufraffen und mich auch an nichts mehr freuen. Die nette Dame, sagte mir dann, dass ich wohl Depressionen hätte (ich war wie vor den Kopf geknallt, den damit hatte ich nie im Leben gerechnet) und mein Arzt hat mir den Antrag nur unterschrieben, wenn ich mir einen Termin bei einer Psychologin machen würde. Hier hatte ich Glück und der erste Anruf war ein Volltreffer, ich hatte in 3 Wochen einen Termin.

    Nun saß ich da, keine Ahnung was auf mich zukommt und erzählte einfach drauf los. Am Ende sagte die Psychologin dann, dass sie das hier nicht leisten kann, was ich bräuchte und riet mir zu einem stationären Aufenthalt. (Schock Nr. 2, mir ging es doch EIGENTLICH(!) gut)... Ich stimmte diesem dann zu, mit der Vorraussetzung, dass sie eine Klinik findet, in der auch meine Tochter (damals knapp 1 Jahr alt) mit konnte. Alles ging seinen Weg und 4 Monate später war ich dann für 6 Wochen in stationärer Therapie. Mein Glück war, dass diese Klinik unter anderem auf ADHS spezialisiert ist und ich somit (dank meines schon diagnostizierten Bruders) in dieser Zeit auch gestestet wurde. Es war keine leichte Zeit, aber das war mir von vorne herein klar, den nur mit Ehrlichkeit konnte ich mir selbst helfen.

    Durch die Schwangerschaft und auch während der Stillzeit hatte ich so gut wie keine "Beschwerden", alles lief von selbst, ich kannte mich selber nicht mehr, wie ich das Leben mit den 2 Kindern meisterte. Da ich mich auch mit der Psychologin nur noch im Kreis drehte und auch nicht wirklich mehr Hilfe bekam (hab im Nachhinein das Gefühl, dass sie der Diagnose ADHS nichts abgewinnen konnte) beendeten wir die Therapie nach knapp einem Jahr.

    Inzwischen sind beide Kinder im Kindergarten bzw. Krippe, so dass ich eigentlich genügend Zeit hätte mich um den Haushalt,... zu kümmern und doch klappt es nicht... Es ist einfach Chaos hier, vor allem, da sich mit Kindern einfach nichts planen lässt.

    Ich habe das Gefühl, mir wächst gerade mal wieder alles über den Kopf und ich bin meinen Kindern keine gute Mutter. Oft geh ich bei Kleinigkeiten oben raus und werde dann auch mal laut, ich habe Angst, dass ich Ihre Zukunft negativ beeinflusse und will nicht, dass sie es so schwer haben wie ich.

    Dazu kommt noch die "Angst" was mache ich wenn ich es weiter vererbt habe, sehe hier aber momentan auch nur die negative Einstellung der Gesellschaft und habe Angst, das Thema offen anzusprechen.

    Im Kopf gehe ich gerade verschiedene Wege, welche ich gehen könnte... Doch wo fang ich an?
    Hol ich mir das Jugendamt mit ins Boot (hatten eigentlich schon ein sozialpädagogische Familienhilfe beantragt, dann kam die Große in den KIGA und das ganze ist im Sand verlaufen). Melde ich mich bei meiner "alten" Therapeutin, hier hab ich allerdings kein gutes Gefühl, passt einfach menschlich auch nicht 100%. Rufe ich in der Klinik an, wegen weiteren Möglichkeiten (ambulant). Habe auch hier über das Forum schon eine Adresse zu einer Selbsthilfegruppe, ist das der richtige Weg...

    Ich steh mir momentan einfach selber im Weg auf der Suche nach neuen Strategien...

    Gibt es hier den noch mehr Mamas mit (Klein-)kindern?

    LG Kezy

    Ups, das ist nun doch ein ziemlicher Roman geworden...

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 67

    AW: ADHS als zweifache Mama und auf der Suche nach dem richtigen Weg

    aloha,
    ich bin 2 jahre jünger als du und hab 1 tochter die jetzt in den kiga gekommen ist.

    du bist mit deinen gedanken und sorgen auf jeden fall nicht allein. ich kenn das gut, man will eigentlich das beste fürs kind, schaffts aber nicht immer die nötige gelassenheit an den tag zu legen und auch im organisatorischen hab ich ebenfalls so meine probleme, schon mit nur 1 kind.

    ich sag immer gern "wenn man das gefühl hat es geht einem schlecht damit, sollte man auch was tun." mag ja auch solche geben, die sagen "ich bin wie ich bin und finds ok, ich komm zurecht". (die sind vllt wohlhabend genug ne putzhilfe ein zu stellen, kA :-P )

    bei den kids kann man glaube ich frühstens ab 6-.7 jahren eine diagnose stellen. bis dahin kann man nichts sagen, ob dus vererbt hast oder nicht. ich kenn die sorge und mach mir selbst immer gedanken obwohl meine kleine erst 2 1/2 ist. ich bin aber auch der meinung, das es kein beinbruch sein muss wenn es so ist. ich hab mir nur vorgenommen es trotzdem früh erkennen zu wollen um entsprechend auf ihre bedürfnisse ein zu gehen.

    ich würde dir doch sehr raten, da du dich offembar eben nicht wohl fühlst und es schwer hast, auf jeden fall zu einem arzt zu gehen. am besten einer, der sich mit adhs auskennt. und da würd ich auch echt eher nach jemand neuem suchen, wenns mit der alten therapeutin eben nicht funktioniert.

    was hilfe durchs j-amt betrifft, muss das jeder für sich wissen. ich für meinen teil kommt damit nicht zurecht, was aber auch an meinen problemen im sozialen bereich liegt und das j-amt ist nunmal nicht darin geschult mit mir um zu gehen :-P was aber vllt definitiv ne idee wäre: du könntest anspruch auf eine haushaltshilfe haben. dafür wiederum müsstest du durchaus kontakt mit dem j-amt aufnehmen. gerade wenns dir ja nun krankheitsbedingt nicht gut geht, steht dir das glaube ich zu. kann auch sein das die krankenkasse bei sowas zuständig ist aber das können die dir beim amt dann sicher sagen.

    lass den mut nicht sinken und selbst wenn das geschirr schon als unangenehmer berg 2 tage steht und du dich einfach nicht gut fühlst, sei nicht sauer auf dich wenn dus nen 3. tag stehen lässt. wenn du dich die ganze zeit selbst verurteilst und durch negative gedanken strafst weil du "mal wieder nichts oder zu wenig geschafft" hast, ziehst du dich nur noch mehr runter. natürlich muss eine besserrung her, kenns ja von mir aber dann gehs an und wenn dann grad mal im haushalt was auf der strecke bleibt, hass dich nicht dafür. bringt einfach nichts. (jetzt frag mich aber nicht wie mans denn dann hinkriegt, bei dem schritt bin ich selbst noch nicht ~lach~ ich sags dir wenn ichs rausgefunden hab )

    lg
    thren

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 78

    AW: ADHS als zweifache Mama und auf der Suche nach dem richtigen Weg

    hmmmmmmm.........

    Hallo Kezy....

    Einen richtigen Weg .........nun einen für DICH richtigen Weg ...das ist der Knackpunkt.

    Chaos ist da weil wir keine Strukturen haben,
    gerne vor uns herschieben und später dann völlig und total in Stress sind ,
    obendrein Überfordert weil sich alles derart summiert hat - das unsereins dem ganzen nicht mehr Herr wird.

    Eins ist klar ein allgemeinen SUPERPLAN gibt es nicht ,
    aber es gibt Soziale Dienste die mit Menschen in besonderen Lebenslagen arbeiten.
    Die kann ich absolut weiter empfehlen.

    Ansonsten mache das was Dir und den deinen gut tut , hole kompetente Hilfe
    die dir helfen kann diese Struckturen zu erlernen.

    Ich hoffe du findest den für dich passenden Weg ....
    auf jeden Fall aber wirst du im Forum hier noch viele gute Tips und Ansätze finden .



    Ganz lieber Gruß dat Böörni

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: ADHS als zweifache Mama und auf der Suche nach dem richtigen Weg

    Hallo Kezy,

    wenn das Hauptproblem tatsächlich die fehlenden Strukturen sind, könnte Dir z.B. ein ergotherapeutisches Coaching für erwachsene AD(H)Sler helfen.

    Hier wird geschaut, wie der jetzige Stand ist und wie man für dich passende Routinen aufbauen kann. Kann ich wirklich empfehlen.
    Meistens nimmt das dann schon etwas Druck raus und schafft Freiräume.

    Wenn Du das Gefühl hast, immer wieder in dieselben (schlechten) Verhaltensweisen zu verfallen (sich selbst überfordern, Perfektionismus, eigene Leistungen nicht wirklich anerkennen können usw.) könnte eine begleitende Verhaltenstherapie helfen. Beides müsste verschrieben werden. Da deine Psychologin dich ja schon kennt, würde ich es bei ihr probieren. (also nicht die Therapie selbst, sondern nur das Rezept)

    Ich wünsche Dir alles Gute!!! Kann es gut nachempfinden, da es mir mit zwei Kindern auch schon so ging.

    Alles Gute
    loekoe

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADHS als zweifache Mama und auf der Suche nach dem richtigen Weg

    Vielen Dank für eure Antworten, hat nun doch etwas gedauert zu antworten, die kleinen erst krank und dann Ferien, da bleibt der Computer Nebensache und das Leben wird noch mehr zum Chaos , da nun sämtliche Strukturen fehlen...

    Inzwischen geht es mir auch schon viel besser, hab mich ganz schön runterziehen lassen :/

    Heute ging nun der Kindergarten wieder los und ich kann meine gewohnte Routine wieder aufnehmen... Hab immerhin auch schon das Badezimmer geputzt

    Threnody schreibt:
    ich bin aber auch der meinung, das es kein beinbruch sein muss wenn es so ist. ich hab mir nur vorgenommen es trotzdem früh erkennen zu wollen um entsprechend auf ihre bedürfnisse ein zu gehen.
    Genauso sehe ich das auch, will Ihnen eigentlich auch nur meinen "Leidensweg" ersparen und wie schon geschrieben, war vor ein paar Wochen auch ziemlich auf negativ Modus...
    Der Haushalt bleibt hier öfters mal liegen, allerdings wächst dann ja auch der Berg und es wird nichts weniger...

    Kurz nach Weihnachten ging dann unsere Spülmaschine kaputt und oh Wunder, seither sieht es in der Küche besser aus, wie vorher...

    Werde, wenn es klappt morgen mal zu einer Selbsthilfegruppe hier in der Region gehen und dann mal schauen...

    Und nun noch meine Pläne aktualisieren und auf gehts in eine neue Woche!

    LG Kezy

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