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Diskutiere im Thema Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #31
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    Gestern hab´ ich mich mit einer Bekannten unterhalten, die im psychologischen Bereich arbeitet. Sie meinte, ich würde nur unnötig Drama machen und sollte doch wissen, dass Depressionen einen sozialen Rückzug bedeuten. Und wenn andere Leute im Gegensatz zu mir wenigstens sporadisch Aufmerksamkeit von ihm bekommen, dann weil sie halt nicht wirklich eng mit ihm befreundet waren/sind und dementsprechend auch keine Erwartungen haben.

    Bisher kam übrigens noch keine Antwort. Irgendwie hatte ich das schon im Gefühl. Er wird mir sehr spät oder gar nicht antworten, vermute ich mal. Obwohl ich vor einiger Zeit selbst depressiv war, kann ich mich leider nicht so gut in andere depressive Leute einfühlen. Ein sozialer Rückzug ist wohl eher der Normalfall als die Ausnahme. Ich könnte mich niemals für einen längeren Zeitraum von meiner Familie und meinen liebsten Freunden zurückziehen, egal wie dreckig es mir geht. Vielleicht war die Mail doch keine so gute Idee… na ja, rückgängig machen kann ich es nicht. Keine Ahnung.

  2. #32
    ellipirelli

    Gast

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    @weiße rose:
    >>>mit einer Bekannten unterhalten, die im psychologischen Bereich arbeitet. Sie meinte, ich würde nur unnötig Drama machen und sollte doch wissen, dass Depressionen einen sozialen Rückzug bedeuten.<<<

    aber das haben dir hier doch auch schon etliche leute gesagt- warum glaubst du das erst einer "bekannten im psychologischen bereich" ??
    und wie DU mit depressionen umgehst, muss doch nicht bedeuten, das jemand anders das auch so macht. Sorry, in meinen Augen versuchst du auf Teufel komm raus dich und deine Bedürfnisse/Wünsche durchzusetzen, das zu kriegen, was DU willst.



    Bodaway schreibt:
    " Hat jemand ne Ahnung ob es sowas wie ne Singlebörse gibt wo sich überwiegend ADHsler rumtreiben oder so
    ja: guck mal bei gruppen (oben im reiter), da gibts das...
    Geändert von ellipirelli (24.12.2013 um 11:02 Uhr)

  3. #33
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    ellipirelli schreibt:
    Sorry, in meinen Augen versuchst du auf Teufel komm raus dich und deine Bedürfnisse/Wünsche durchzusetzen, das zu kriegen, was DU willst.
    Diese Unterstellung empfinde ich als übergriffig und werde das nicht weiter kommentieren. Jeder der mich kennt, weiß dass das absolut nicht meine Art ist.

  4. #34
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    Ich habe noch einmal nachgedacht und möchte meinen letzten Kommentar teilweise revidieren. Es ist nicht so, dass es mir immer nur um mich und meine Bedürfnisse geht. Aber ich habe ein Problem, das ist richtig. Im Sommer 2005 hatte ich ein Gespräch mit meiner besten Freundin. Damals war ich traurig über den Rückzug diverser alter Freunde und fragte sie um Rat. Sie meinte, dass die Menschen bei mir eine Art Gefühl hätten, funktionieren zu müssen… ansonsten wäre ich eingeschnappt und würde rumstressen. Auch sie hatte dieses Gefühl am Anfang unserer Freundschaft in den späten 90ern, aber das hat sich im Laufe der Jahre sehr gebessert. Zwischen uns besteht das Problem längst nicht mehr.

    Tatsache ist: Ich hatte schon immer sehr genaue Vorstellungen von Freundschaften und Beziehungen. Klar, solange ich jemanden kaum kenne, erwarte ich auch nichts von ihm. Sobald ich einen Menschen aber ins Herz schließe, umso mehr läuft bei mir das Kopfkino, und ich stelle mir vor, wie dies oder jenes ablaufen wird. Und dann verhalten sich die Leute ganz anders, als ich mir vorgestellt habe und lassen mich traurig zurück.

    Es hat sich insofern gebessert, dass ich seit Beginn meiner Einnahme von mph meinen Mitmenschen keine Vorwürfe und Szenen mehr mache. Ich habe es mir abgewöhnt, Erklärungen einzufordern und alles zu hinterfragen. Das Kopfkino ist definitiv weniger geworden, seit ich mich mehr auf meine Pflichten konzentriere. Aber so richtig weg ist es trotzdem nicht… manchmal erwische ich mich immer noch dabei, dass ich jemanden mag und mir vorstelle, was wir in den nächsten Wochen/Monaten so alles zusammen unternehmen werden. Und dann macht sich die Person plötzlich rar oder meldet sich gar nicht mehr… und ich bin enttäuscht.

    Es tut mir so weh, dass sich die meisten Leute in meiner Gegenwart nicht so richtig wohl fühlen. Das will ich doch gar nicht. Ich will, dass es meinen Mitmenschen an meiner Seite gut geht. Natürlich gibt es auch solche, bei denen das der Fall ist… aber Tatsache ist, die meisten Leute geben sich mit zufälligen Treffen zufrieden und wollen sich nicht mit mir verabreden.

    Komischerweise bin ich für nächsten Samstag verabredet…. mit Menschen, bei denen ich gar nicht damit gerechnet hätte. Früher als ich das noch erwartete, kam nichts zurück. Ich weiß nicht, wie ich dieses Problem lösen kann. In der Vergangenheit dachte ich, ich wäre wohl zu stark präsent. Daran liegt es aber nicht. Ich kann sehr wohl auch alleine was machen und tue das auch sehr gerne. Aber sobald ich nette Leute kennenlerne und diese einen Satz wie "Melde dich mal, ich würde mich freuen, mit dir etwas zu unternehmen!" von sich geben, erwarte ich automatisch, dass sie sich dann auch wirklich freuen und auf mein Angebot eingehen. Und wenn ich dann mehrmals ein "Nein" bekomme, fühle ich mich verarscht und bin frustriert.

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 67

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    ich will hier nichts anstacheln aber so ganz still sein, kann ich da nicht.

    joah wenn der gutste depressiv ist, gehört das iwo dazu. aber ich finde es trotzdem nicht richtig. ich kenn das selbst, auch ich häng mal drin und meld mich dann bei keinem ganz gleich wie oft man mich anschreibt weil ich einfach nicht recht weiss wie ich antworten soll und bevor was bissiges kommt, dann doch lieber nichts.

    aber auch als gelegentlich betroffene muss ich quasi streng zu mir selbst sagen: das ist nicht ok, damit verletzt man andere. und ich finde auch das es kein freifahrtschein für so ein verhalten ist. (ja ich hau mir beim schreiben die ganze zeit selbst auf die finger weil ich da keinen deut besser bin). die leute dies bei mir quasi "abbekommen" erhalten von mir meist nach so einer phase ne kleine erklärung und wenns nur ein "sry mir gings einfach scheiße, ich brauchte meine ruhe" ist.

    natürlich sag ich jetzt nicht, wenn jemand depri ist, ist er schlimm und böse wenn er so ein verhalten an den tag legt. ich will nur sagen das ich wenn ich in so nem loch hinge und mir jemand schreiben würde das er mein verhalten nicht versteht und es ihn verletzt, ich spätestens dann reagieren und mich zumindest kurz erklären und um geduld bitten würde. man wächst ja dann auch selbst dadurch und lernt wieder was darüber wie man auf andere wirkt. und da wärs mir persönlich lieber wenn jemand sagt "du dein verhalten irritiert mich und tut mir weh" als das wegen mir iwo jemand in seinem eckchen kauert und genauso traurig ist wie ich oder zumindest annähernd. alternativ kanns ja auch passieren, das sich die leute dann stillschweigend oder gar in hass abwenden weil sie verletzt sind.

    klar wirkts iwo vll ein wenig selbstsüchtig wenn jemand der (zumindest gerade..) nicht depressiv ist zu einem depressiven sagt "ich finds doof das du mich links liegen lässt." jedoch zeigt das immerhin auch das man trotz des verhaltens demjenigen noch was bedeutet und das kann auch sehr tröstlich sein.

    das hauptproblem ist halt, das niemand in seinen kopf schauen und wissen kann was los ist. ich find jedenfalls nichts verwerfliches dran so freundlich wie möglich an zu stubbsen und zu sagen "so und so siehts aus, bitte sag mir doch was los ist." soweit ichs im kopf hab gehts doch auch nur drum das rose es verstehen will und nicht darum das sie verlangt das er allen wiedrigkeiten zum trotz ihr strahlender sonnenschein und für sie da ist.

    nicht zuletzt gibts da ja auch den netten effekt "jetzt hab ich mich die ganze zeit so blöd verhalten, wenn ich das änder und auf die person wieder zukomme fühlt sich derjenige doch verarscht" und dem wirkt man wunderbar entgegen.

    es gibt doch bei der methode freundlich um eine erklärung zu bitten, keine verletzten (soferns mit der formulierung geklappt hat ). also finde ich muss man hier auch niemanden verurteilen.

    unterm strich wollen wir doch alle verstanden werden und auch unsere umwelt verstehen und das geht nur über offene gespräche selbst wenn sie mal unangenehm sind. zuguterletzt: unter wahren freunden gibt es keine peinlichkeiten und somit auch keine dummen fragen etc pp.

    lg
    thren

    ----
    ich lass das mal so stehen auch wenn rose sich etwas revidiert hat. es ändert auch net viel: nur wenn man erfährt was man falsch macht, kann man sich ändern. ganz gleich bei wem nun das falsche verhalten angefangen hat aber ohne reden tut sich auch nichts und ein versuch ist es allemal wert. und selbst wenn garnichts zurückkommt röschen, lass dich nicht entmutigen. unsereins mag anstrengend sein aber deswegen dürfen wir nicht aufgeben.

    egal wie oft es scheitert, das scheitern gehört genauso zum leben wie der erfolg. und wenns dann mal in die hose geht, nachsichtig mit sich selbst sein und einfach nen neuen anlauf starten und niemals aufgeben. ist wie die methode nach der amerikaner mit waffen schiessen "wenn ich genug versuche mache gibts auch iwann einen treffer" gg
    edit: das ist nun allgemein in bezug auf soziale kontakte gemünzt, nicht auf diese eine person. wenn nichts mehr oder gar ablehnung kommt, ist es halt so und man muss es verarbeiten ob man möchte oder nicht. aber dazu müsste man schon wissen was los is, ne?

  6. #36
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    Danke für deinen ausführlichen Beitrag, Threnody. Ich bin ganz deiner Meinung und glaube, dass man in Form eines kurzen, offenen Gesprächs so manche Beziehung/Freundschaft retten könnte. Leider vertreten aber viele die Einstellung: "Ich mache was ich will und bin niemandem Rechenschaft schuldig. Wenn ich auf Distanz gehe, muss mein Gegenüber das hinnehmen und hat kein Recht auf eine Erklärung, egal ob es ihm weh tut." Ist doch kein Wunder, dass es so viele zwischenmenschliche Probleme gibt bei all den Leuten, die offenen Gesprächen aus dem Weg gehen.

    Wie gesagt, meine beste Freundin hatte die ersten Jahre (1997-99) manchmal auch ihre Probleme mit meiner Art. Aber sie hat mit mir darüber geredet und sich nicht einfach wortlos zurückgezogen, sonst hätte diese Freundschaft auch nicht lange gehalten. Wir haben jetzt seit über 16 Jahren Kontakt und sind froh, dass wir uns gefunden haben. Das funktioniert aber nur mit Menschen, die wirklich offen miteinander umgehen. Und solche Menschen kenne ich leider nicht allzu viele.
    Geändert von WeißeRose (24.12.2013 um 13:30 Uhr)

  7. #37
    ellipirelli

    Gast

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    WeißeRose schreibt:
    Menschen bei mir eine Art Gefühl hätten, funktionieren zu müssen… ansonsten wäre ich eingeschnappt und würde rumstressen.

    Kopfkino, und ich stelle mir vor, wie dies oder jenes ablaufen wird. Und dann verhalten sich die Leute ganz anders, als ich mir vorgestellt habe und lassen mich traurig zurück.

    keine Vorwürfe und Szenen zu machen..
    abgewöhnt, Erklärungen einzufordern und alles zu hinterfragen.

    hallo, rose- @übergriffig: das ist nunmal so in Foren, das Menschen sich zu -öffentlichen- Beiträgen so äußern, wie sie die empfinden.

    ich kenne deine Entwicklung ja nicht. aber genau diese Sachen (zitate)sind bei mir so angekommen..
    Als eben doch noch sehr präsent.. und eben doch sehr so, das DU DEINE Maßstäbe (wie du es dir vorgestellt!! hast ansetzt..
    und darauf reagierte ich mit meinem letzten Beitrag..

  8. #38
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.433

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    Hallo WeisseRose,

    Ich habe durch was ich lese auch der Eindruck, du hast was Freundschaft hohe Ansprüchen. Es ist gar nicht schlecht, sogar gut! Aber Menschen die damit anders und oberflächlicher damit umgehen, fühlen sich unten Druck gesetzt und es scheint vielen in dein Umgebung zu geben.

    Ich habe auch an Freundschaften hohe Ansprüchen und deswegen wenig Freunden, aber die Qualität zählt von allem. Mit anderen Menschen geniesse ich einfach was da ist, was zwischen uns toll ist und weiss wo die Grenzen sind.

    Ich denke es ist so: wenn man hohe Ansprüchen hat, hat man wenig freunden, gehen einigen auch mal weg, aber was bleibt ist wirklich gut. Wenn du deine Ansprüchen etwa runterschraubst (wenn du willst, muss du ja nicht), wirst du vielleicht Mehr menschen um dich haben, aber die Qualität von die Bindungen etwas anders werden.

    Noch wegen diese Freund: Es tut sicher weh wie er sich so distanziert und ich finde auch, eine kleine Erklärung von ihm wäre doch gut. Nun, wie immer: wir haben kein Kontroll darüber wie anderen sich verhalten, müssen wir manchmal uns mit einiges nicht so angenehm abfinden und nur dein Verhalten kannst du steuern. Klärung finde ich sicher gut und auch nicht nur dass du ihm nachfragst, aber auch kurz mitteillst wie du dich dabei fühlst. Dann reagiert er wie er will, auch wenn es dich eben nicht passt und auch wenn du es nicht verstehst... Dass Mitmenschen auf ein Art reagieren dass du nicht verstehst, passiert echt jeden! Mich auch und sonst noch vielen... Weil wir unterschiedlich sind.

    Vielleicht, wenn er doch nicht klären willst, kannst du dich entscheiden ihm wirklich in Ruhe zu lassen, deine Energie anderswo zu investieren und wenn er trotztdem doch Kontakt mit dich möchte, wird er sich sonst melden...

    lg

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    Sei deinem Freund nicht böse und verlange nicht so viel von ihm. Er hat dir anvertraut, dass er Depressionen hat und das erklärt doch sein verhalten.
    Wenn man unter Depressionen leidet verhält man sich komisch, jeder geht anders damit um. Ich denke es ist nicht gut, wenn du Druck machst, also mich würde
    es abschrecken. Versuche einfach damit abzuschließen, vielleicht wird er sich wieder Melden vielleicht nicht, es ist seine Entscheidung. Auch wenn das für dich
    unfair erscheint muss jeder sich am Ende selber im Spiegel angucken können und so handeln wie es am besten für ihn ist. Wenn der Kontakt mir dir ihn zu sehr aufwühlt
    und er deswegen Abstand möchte, dann ist das so. Von einem Depressiven Menschen kannst du nicht das selbe verlangen, wie von einem gesunden - es würde ihn
    womöglich zu viel Überwindung und Kraft kosten sich zu erklären und das tut ihm in seiner Situation vielleicht nicht gut.

    WeißeRose schreibt:
    Ich mache was ich will und bin niemandem Rechenschaft schuldig. Wenn ich auf Distanz gehe, muss mein Gegenüber das hinnehmen und hat kein Recht auf eine Erklärung, egal ob es ihm weh tut
    Ich muss zugeben, dass ich das in manchen Situationen auch so handhabe
    Wenn mich eine Person erdrückt und es mir zu viel ist laufe ich regelrecht weg und ich will nix mehr mit der Person zu tun haben!
    Ich habe dann regelrecht Panik vor dem Kontakt! Vorallem wenn die Beziehung zu der Person eher "locker" ist/war. Soziale Kontakte
    fallen mir sowieso schwer und sind sehr anstrengend für mich. Wenn man mich unter Druck setzt oder mich erdrückt, dann macht es
    klick und ich will einfach nur weg von der Person - vielleicht weil ich in der Vergangenheit mit einer Freundin, die mich erdrückt hat
    (sie hatte Borderline), so schlechte Erfahrungen gemacht habe und so ein Verhalten mir jetzt angst macht.

    So habe ich eine Bekanntschaft in der Uni abgebrochen, weil mich diese Person ständig abgelenkt hat und mich quasi für sich haben wollte,
    wenn ich mich mit anderen unterhalten habe, war Sie beleidigt, sie dackelte mir ständig hinterher usw. - es war schrecklich anstrengend und unangenehm.
    Da ich selber Probleme hatte/habe mit Depressionen (und Konzentration usw.) ist mir das irgendwann zuviel geworden, und da ich finde,
    dass sie DAS nix angeht und ich keine Lust auf Rumlügen habe, oder dass sie wieder ankommt, werde ich ihr auch nix sagen.
    Ich weiß, dass das für manche Menschen sch***e rüberkommt, aber ich finde es ist verschwendete Zeit, Energie in Zwischenmenschliche
    Beziehungen zu stecken, bei denen es einfach nicht passt. Wenn man der Person sagt "es passt einfach nicht", dann wird sie auch nicht
    zufrieden sein, es kommen nachfragen "warum passt es nicht" bla bla bla...
    Ich habe früher so viel Energie in Freundschaften gesteckt, die schlecht für mich waren, die neue Strategie ist einfach besser für mich, da ich
    mich nicht wieder kaputtmachen will.


    Wenn es um Beziehungen oder enge Freundschaften geht ist es natürlich was anderes, aber auch da ist es mir schon passiert,
    dass langjährige Freunde sich einfach abgewandt haben - bei den meisten kann ich mir die Gründe denken - ein Freund war z.B. etwas in mich verschossen,
    ich sagte ihm aber ganz klar, dass ich nur eine Freundschaft will. Ich dachte, die Sache sei dann gegessen. Er hatte mir auch offen von seinen "Eroberungen" erzählt usw.
    deswegen dachte ich ja, er hätte das akzeptiert - Er bezeichnete sich damals als meinen besten Freund...
    Es ging so weit gut, bis ich wieder einen Freund hatte, dann war der Kontakt tot -.-
    Ich akzeptiere das, auch wenn ich es schade finde und enttäuscht bin, da ich zu ihm immer ehrlich war und wir sehr eng befreundet waren - übrigens, als wir uns kennengelernt haben, waren er und ich jeweils in einer Beziehung.
    Ich schreibe ihm auch nicht und habe ihm seit dem nicht mehr Geschieben. Neh, warum sollte ich denn, wenn er sich scheiße verhält.
    Geändert von Strandgut (28.12.2013 um 21:43 Uhr)

  10. #40
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Guter Freund geht auf Distanz - macht ein Gespräch Sinn?

    @ellipirelli: Wenn es bei dir so angekommen ist, dann ist das eben so bzw. verstehe ich, wie du es meinst.

    @mj71: Kommt drauf an, was du unter "hohe Ansprüche" verstehst. Ich erwarte sicher nicht, dass Freunde/Bekannte immer verfügbar sind. Schließlich habe ich auch nicht immer Zeit und Lust. Ich wünsche mir einfach, dass ein Kontakt von beiden Seiten gepflegt wird und beide Personen abwechselnd ihre Ideen umsetzen können. Im Umgang mit Personen wie z. B. meiner besten Freundin und meinem besten Freund hat das schon immer geklappt. Leider gerate ich immer mal wieder an Menschen (hauptsächlich Männer), die sich nur dann mit mir treffen, wenn sie die Initiative ergreifen und Vorschläge machen, während meine Ideen nicht berücksichtigt werden. Ich bin ein Energiebündel mit vielen Ideen und Plänen, was zwischenmenschliche Kontakte angeht. Andererseits bin ich auch für die Ideen meiner Mitmenschen offen und muss nicht immer meinen Willen durchsetzen. Ich weiß, dass so ein Verhalten von der anderen Seite in der Regel eine Folge von Nähe-Distanz-Problemen ist. Die meisten Männer in meinem Umfeld freuen sich, wenn männliche Bekannte sie kontaktieren und Vorschläge für Unternehmungen machen. Stammt aber ein Vorschlag von einer Frau, bekommen sie - warum auch immer - Panik und gehen nicht drauf ein.

    Aus diesem Grund sind ja so ziemlich alle meine Ex-Beziehungen kaputt gegangen und mehrere Freundschaften auch. Ich weiß aber nicht, was ich dagegen machen kann. Schließlich kann ich keine anderen Leute ändern, sondern nur mich selbst. In der Vergangenheit habe ich mehrmals versucht, mit alten Freunden darüber zu reden und ihnen zu erklären, warum ich mit so einem Verhalten meine Probleme hatte. Es hat aber keiner versucht, sich in mich einzufühlen… alle haben den Rückzug angetreten. Ich frage mich wie ein Kontakt auf die Dauer gepflegt werden kann, wenn eine Person grundsätzlich bestimmen will, wo und wie oft man sich trifft sowie was man gemeinsam unternimmt, während die andere Person nur die Wahl zwischen mitziehen und ablehnen hat. Ich kann das einfach nicht, es macht mich unglücklich .

    @Strandgut: Ich bin ihm nicht böse. Findest du ich mache Druck, weil ich ihm eine einzige Mail geschrieben habe? Er hat übrigens noch nicht geantwortet, und ich gehe davon aus, dass er das auch nicht tun wird… wenn schon nach ca. 10 Tagen nichts zurückgekommen ist. Ich werde aber sicherlich nicht weiter nachhaken.

    Weißt du, ich denke niemand will in einer Freundschaft erdrückt werden. Die Frage ist nur, wo fängt der Druck an… ich glaube, das empfindet jeder anders. Natürlich kann ich verstehen, dass ein Mensch genervt ist, wenn eine andere Person regelmäßige Treffen von ihm verlangt und ständig am Telefon oder im Netz von ihm unterhalten werden möchte. Ich kann es auch nachvollziehen wenn jemand ein Problem damit hat, dass die andere Person kein "Nein" akzeptieren kann/will und ein Drama schiebt, wenn derjenige mal keine Zeit oder Lust hat, sich zu treffen. Aber ich lasse mich nicht in die klammernde-Nervensäge-Schublade abschieben, weil ich es nicht einsehe, dass die Kontrolle über das Nähe-Distanz-Verhältnis zu 100% bei meinem Gegenüber liegt und ich kein Wörtchen mitzureden habe. Und das war in den vergangenen Jahren in meinen Männer-Kontakten (egal ob platonisch oder "mehr") mit Ausnahme meines besten Freundes immer der Fall.

    Wenn Mann Bock auf Nähe und Gesellschaft hat, ist alles schön und gut. Wenn ich mich treffen möchte und etwas vorschlage, passt es zeitlich nie. Schlage ich ein- und demselben Mann 2-3x mal (und zwar nicht innerhalb eines kurzen Zeitraums, sondern innerhalb mehrerer Monate oder eines ganzen Jahres) etwas vor, dann nerve und klammere ich. Und das ist schlicht und einfach nicht wahr. Ich wünsche mir, dass in einem Kontakt beide Personen dieselben Rechte haben. Wenn ich mich immer nur nach den Männern richten muss, fühle ich mich nicht ernst genommen und unterdrückt.

    Die Sache mit deinem ehemaligen Freund ist ein ganz spezieller Fall. Freundschaften zwischen Mann und Frau zerbrechen häufig, wenn sich einer von Beiden verliebt und die andere Person keine Gefühle entwickelt. In meinem Fall war ich diejenige, die sich vor einigen Jahren in meinen besten Freund verliebte… aber wir konnten beide normal miteinander umgehen und blieben immer in Kontakt. Der Mann, um den es hier geht, war nie in mich verliebt und ich ebenso wenig in ihn… und trotzdem gab es immer nur dann ein Treffen, wenn er es in die Wege geleitet hatte. Ich würde echt gerne mal mit einem Menschen darüber reden, der insgeheim erwartet, dass andere sich in Sachen Kontaktpflege hauptsächlich nach ihm richten. Meiner Erfahrung nach blocken solche Leute aber nur ab, wenn sie darauf angesprochen werden. Da bin ich wirklich ratlos.

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