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Diskutiere im Thema Schlechte Laune im Unterzucker im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    NorthLight

    Gast

    Schlechte Laune im Unterzucker

    Hey!

    Ich hatte schon immer das Problem, dass ich im Unterzucker extrem schlechte Laune bekomme, sodass ich für meine Umgebung kaum erträglich bin. Ich selbst merke das eher an Aggressionen und Gereiztheit, was es für meine Umgebung nicht gerade besser macht.... Ich reagiere dann auch sehr emotional, fange leicht an zu heulen und solche Sachen. Selbst wenn ich, wie heute, eigentlich ganz normal gegessen habe, nur anscheinend zu wenig Zucker.
    Jedenfalls, falls meine Annahme richtig ist, ist das Problem bei ADHSlern stärker als bei Menschen ohne ADHS. Demnach müsste es ja hier Menschen geben, die das kennen.
    Deshalb meine Frage: kennt ihr das? ^^
    Und was tut ihr dagegen?

    LG

  2. #2
    ADHD-Squirrel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 437

    AW: Schlechte Laune im Unterzucker

    Irgendwo auf Youtube habe ich mal ein Video dazu gesehen, ging darum das gerade ADHS Frauen gefährdeter sind unterzuckert zu sein und wie sehr sie ihren Gefühlen ausgeliefert sind. Zumindest so in Erinnerung habe.
    Seitdem ich etwas darauf geachtet habe ist es deutlich, ich werde unausstehlich wenn ich länger nichts gegessen habe. Mit Unterzucker kenne ich mich nicht aus, aber seit dem Video nehme ich immer etwas Traubenzucker mit für alle Fälle.

    Gesendet mit Tapatalk.

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 750

    AW: Schlechte Laune im Unterzucker

    ich werde auch gereizt und schlecht gelaunt wenn ich unterzuckert bin.
    ich trink dann ne cola oder ess nen schokoriegel und dann gehts wieder

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Schlechte Laune im Unterzucker

    Unterzucker? Da werd ich total kirre. Impulsiv, Hibbelig aber vor allem ganz ganz übellaunig. Das konnte ich noch nie ab.

    Das ist übrigens das einzige das durch MPH nicht besser geworden ist. Ohne MPH ist Unterzucker blöd, mit MPH unerträglich. Woran das liegt weiß ich nicht, mein Doc sagt entweder ich spüre es besser oder das Gehirn braucht mehr Zucker oder alles zusammen.

    Hilfe? Ein Kakao, ein Stück Kuchen, Obst oder Obstsaft, alles was Kohlehydrate liefert. Muss kein Zucker sein, langsame Kohlehydrate gehen auch.

    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und passender App
    Geändert von Wildfang ( 1.12.2013 um 11:08 Uhr)

  5. #5
    NorthLight

    Gast

    AW: Schlechte Laune im Unterzucker

    Langsame Kohlenhydrate sind doch dann eigentlich auch besser, oder? Weil sie sich weniger schnell verbrauchen und man nicht wieder in den selben Kreislauf gerät nach einer halben Stunde.
    Ich hab dann gestern zwei Kekse gegessen, daraufhin gings auch wieder einigermaßen.

    Schwierig finde ich, in der Situation dann auch darauf zu kommen, woran die schlechte Laune gerade liegt. Dazu müsste man ja nachdenken und das ist eigentlich das letzte, was ich dann noch zwischen Aggressionen und Impulsivität kann. Manchmal gehts, weil ich das Problem ja schon lange genug kenne und dann nach einer Weile automatisch drauf komme, aber manchmal dauerts auch wirklich ewig bis ich dann mal merke, was los ist. Ist für alle Beteiligten ziemlich ätzend...

    Übrigens hab ich ja ohne irgendwelche Medikamente so starke Probleme und genau wie du sagst, Wildfang, immer das nervtötende Gefühl, mein Hirn braucht mehr Zucker als der Rest von mir.
    Macht ja auch irgendwie Sinn, finde ich, wenn man die Reizüberflutung miteinbezieht.... Also wenn das Hirn mehr Reize verarbeiten muss (als ein "normales" Hirn), dann braucht es dafür auch mehr Energie. Das ist jetzt einfach nur meine persönliche Erklärung dafür ^^
    Aber ein Muskel braucht ja auch mehr Energie, wenn er mehr arbeiten muss, von daher finde ich das einigermaßen logisch.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: Schlechte Laune im Unterzucker

    Bei "Unterzuckerung" habe ich mich emotional auch nicht mehr richtig im Griff und bin extrem reizbar und giftig. Um dem ein wenig entgegenzuwirken, auch weil ich dann nicht mehr in der Lage bin, effektiv zu arbeiten, esse ich häufig kleinere Mengen. Arbeitskollegen meinten schon, man würde mich nur Essen sehen
    Möchte meine Ernährung auch ein wenig verändern und versuche Richtung "vegan" zu gehen. Mal schauen, ob es klappt.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Schlechte Laune im Unterzucker

    Setzt euch einmal in einem grossen Restaurant, Selbstbedienung, Typ Kantine in die Nähe
    des Eingang / Ausgang und vergleicht die Gesichter derjenigen die kommen und derjenigen
    die gehen.
    Das Resultat ist eindeutig: Wer Hunger hat, ist angespannt, verschlossen, bereit für die
    "Schlacht" am Buffet.
    Raus gehen die Leute entspannt; leise lächelnd angeln sie sich mit der Zunge noch einige Fasern der Beute
    aus den Zähnen.
    Es betrifft alle! Nur die ADHS ler haben ein wenig Mühe mit den Affekten und entgleisen schneller.
    Ich bin berüchtigt dafür. Meine Auskunft an die Familie lautet oft: Wart bis ich gegessen habe.

    Diesen lieben und sachlichen Beitrag habt ihr einen ausgezeichneten, soeben verspeisten
    Schockolade Kipferl mit Kaffee zu verdanken.

  8. #8
    asdf23

    Gast

    AW: Schlechte Laune im Unterzucker

    Würde da im wesentlichen Adenium zustimmen. Unterzuckerung ist grundsätzlich für alle Leute unangenehm. Jeder der unterzuckert ist, ist daran interessiert möglichst schnell etwas zu Essen zu bekommen. Das ist völlig normal und sicherlich nicht ADHS-spezifisch. Der Körper muss zu seiner eigenen Sicherheit so reagieren.

    Andererseits ist bekannt, dass viele Menschen mit ADHS schon als Kinder gerne Süßes essen. Das hat aber meiner Ansicht als Laie nach etwas mit dem Glukose-Verbrauch im Gehirn zu tun. Wenn das Gehirn zu wenig Glukuse zur Verfügung hat, sind Denkleistungen besonders anstrengend. So etwas schreckt jemanden mit ADHS naturgemäß ab. Ausserdem verleihen Süßigkeiten einen kurzen Geschmackskick und solche kurzfristigen Kicks mögen ADSler typischerweise.

    Um den Bogen zur Unterzuckerung zurück zu spannen: Soweit ich weiß, bin ja auch kein Mediziner, gewöhnt sich der Körper bei häufigem Zuckerkonsum an kurz wirkenden Kohlenhydrate. Bekommt der Körper diese mal nicht, bzw. lässt deren Wirkung nach bevor Nachschub geleistet wird, verfällt er dann umso schneller in zu niedrige Zuckerwerte. Hier liegen also auch Gewöhnungseffekte vor, für die dann ADSler mit viel Zuckerkonsum besonders anfällig sind.
    Es gibt ja auch die Vermutung, dass man bei ADHS besonders sensibel für Schmerzen oder Emotionen im allgemeinen ist. Das würde dann das Erleben einer Unterzuckerung für ADS-Betroffene aussderdem noch verschlimmern.

  9. #9
    Lysander

    Gast

  10. #10
    NorthLight

    Gast

    AW: Schlechte Laune im Unterzucker

    Veganes Essen ist bei mir genau so ein Punkt, der solches Verhalten auslöst. Wenn ich nach dem gehe, was hier so geschrieben wurde, dann liegt das an den leicht verdaulichen Kohlenhydraten darin. Essen ohne jegliche tierische Produkte macht mich einfach nicht satt, da kann ich den ganzen Tag essen und fühle mich hinterher trotzdem mies und hungrig.... Mir ein Rätsel, wieso so viele Menschen damit leben können, ohne zu verhungern.

    Ich glaube auch nicht wirklich, dass ich in eine echte Unterzuckerung gerate, ich hab ja nur psychische Beschwerden, keine körperlichen. Von daher würde ich bei mir selbst eher auch auf diesen Gewöhnungseffekt tippen und auf die schnell verdaulichen Kohlenhydrate eben. Das konnte mir auch noch kein Arzt oder Ernährungsberater bislang erklären, woran das bei mir liegt, dass ich das so extrem erlebe. Die haben mir das teilweise nicht mal geglaubt, dass es eben für mein Empfinden so ist - auch wenn ich körperlich ok bin.

    Abgesehen davon glaube ich eindeutig auch, dass das alle Menschen betrifft. Adenium und asdf23 haben das ja schön zusammengefasst. Nur die Affekte kann man als ADHSler eben noch weniger kontrollieren als gesunde Menschen...... was dann zu Sätzen wie "Frag mich erst wieder, wenn ich was gegessen hab, sonst muss ich dich leider einen Kopf kürzer machen!" führt

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