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Diskutiere im Thema Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.250

    Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    Hallöchen,

    Unter PTBS finde ich folgende Beschreibung:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Posttr...agnoseschemata
    Für die Diagnose nach ICD-10 müssen folgende Kriterien erfüllt sein:


    • Der Betroffene war (kurz oder lang anhaltend) einem belastendem Ereignis von außergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastrophalem Ausmaß ausgesetzt, das bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.
    Meine Frage geht in die Richtung, dass ich vermute, dass AD(H)Sler leichter traumatisierbar sein könnten (evtl vor allem als Kinder, Jugendliche) und daher womöglich auch leichter unter PTBS leiden würden.
    Allerdings beutet "leichter", dass oben zitierter Satz wie PTBS nach ICD10 definiert wird, nicht zutrifft ("bei fast jedem")

    Schlussfolgerung wäre:
    - entweder leiden AD(H)Sler nicht leichter unter PTBS
    - oder es sind zwar PTBS Symtome wird aber nicht so genannt
    - oder die Definition nach ICD ist Unsinn

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    Damit auf eine oder mehrere "schlimme" Erlebnisse sowas wie eine PTBS resultiert, muss meistens schon eine biologische Veranlagung bzw. Prädisposition oder aber irgendwellche negativen Vorerfahrungen in der Kindheit vorliegen. Das kann ADHS sein, muss es aber nicht.

    Man hat bei Kriegsveteranen festgestellt, dass nicht jeder Soldat auf das gleiche "Trauma" mit einer PTBS reagiert. Vielmehr kann man sogar Vorhersagen machen, wer später mit einer PTBS reagiert, wenn es soweit kommen könnte.....

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    Vermute, dass die Tiefe, in der schlimme Erfahrungen eindringen, im Kopf kreisen u dann stark prägen können, mit dem Hyperfokus zusammenhängen... Wenn es zuhause am Wochenende schlimm war, war bei mir der Kopf oft bis Mittwoch davon voll u ab Donnerstag dann die Furcht vorm Wochenende...
    irgendwnn sagten die Eltern: "wir wussten ja nicht, dass das so tief in dich eindringt". Hat mich anfangs geärgert, weil ich das so hörte, als schiebe man den Schwarzen Peter so trotz allem wieder auf mich. Später hab ich's mir die Aussage teilweise auch mit den Hypfokus erklärt, ohne deshalb gleich die lieben Eltern aus ihrer Verantwortung zu nehmen!
    lg
    Geändert von Loyola (25.11.2013 um 12:19 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 94

    AW: Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    web4health schreibt:
    Vielmehr kann man sogar Vorhersagen machen, wer später mit einer PTBS reagiert, wenn es soweit kommen könnte.....
    Gibt es konkret zu dem Thema irgendwo mehr Informationen zum Nachlesen? Würde mich sehr interessieren, was da die neuesten Erkenntnisse sind.

    Zum Thema: Ich könnte mir schon vorstellen, dass ADSler durch ihre Sensibilität und den (meistens) zahlreichen schlechten Erfahrungen im Lebensverlauf durch das ADS eine "bessere" Voraussetzung liefern.
    Geändert von BlackShark (25.11.2013 um 13:17 Uhr)

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    Ich denke die Gefahr, eine PTBS als ADHSler zu bekommen, ist grösser, weil wir durch unsere Erfahrungen viel mehr Rückschläge und Ablehnung erfahren. Aber genauso viele verkraften dies auch ohne eine PTBS zu entwickeln, das beweist wiederum enorme Kraft der Psyche.

    Ich glaube es gibt keine Veranlagung, als ADHSler leichter traumatisierbar zu sein.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 191

    AW: Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    creatrice schreibt:
    Ich denke die Gefahr, eine PTBS als ADHSler zu bekommen, ist grösser, weil wir durch unsere Erfahrungen viel mehr Rückschläge und Ablehnung erfahren. Aber genauso viele verkraften dies auch ohne eine PTBS zu entwickeln, das beweist wiederum enorme Kraft der Psyche.

    Ich glaube es gibt keine Veranlagung, als ADHSler leichter traumatisierbar zu sein.
    Ich sehe das ähnlich. Meiner Meinung nach ist die Disposition an einer PTBS zu leiden für ADHSler von Natur aus erst mal NICHT größer.
    Allerdings ist die Prävalenz mit sicherheit erhöht, da ein ADHSler während seines Lebens viele dieser kurzfristigen "außergewöhnlichen Bedrohungen" erfährt und die Summe irgendwann bei dem einen oder anderen zu einer PTBS führt.

    So kann ich mir durchaus vorstellen, das konsequentes Mobbing in der Schule zum Beispiel dazu führen kann. Das kann bei einem Normalo genauso passieren, aber die Wahrscheinlichkeit als ADHSler lange Zeit lang gemobbt zu werden ist wesentlich größer.

    Wenn einen noch bis in das Erwachsenenalter hinein solche Gedanken quälen und nachts wecken oder Tränen verursachen, ist eine PTBS glaube ich nicht von der Hand zu weisen.
    Nur dann kommen wieder sogenannte Experten und stellen ein ADHS in Frage, da ja auch die PTBS die Symptome eines ADHS verursachen kann.

    Über eine weiterführende Diskussion würde ich mich sehr freuen.

    LG schwedenfan

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    schwedenfan schreibt:
    Nur dann kommen wieder sogenannte Experten und stellen ein ADHS in Frage, da ja auch die PTBS die Symptome eines ADHS verursachen kann.

    Was ja auch stimmt. Und ich finde es nicht schlecht, wenn man erstmal die vordergründigere Erkrankung etwas in den Griff bekommt, um dann gegebenenfalls eine 2. Diagnostik, die dann auch dem Facharzt leichter fällt, durchzuführen. Ob jetzt eine PTBS oder Depression oder was auch immer vom ADHS mit-verursacht ist, finde ich dabei egal, weil ich denke das eine PTBS und auch eine akute Depression immer erstmal behandlungsbedürftiger sind, als eine ADHS. (Ich spreche hier von jeweils schweren Fällen/eigenständige Diagnosen)

    Ich finde es verantwortungsvoll, wenn sich ein Arzt nicht sicher ist, erstmal das offensichtliche soweit zu behandeln, bis man sicher eine ADHS diagnostizieren kann. Und meist dauert das ja nicht Jahre, sondern eher Monate...... soviel sollte einem eine sichere und qualifizierte Diagnose wert sein. Zumal das jeweilig andere Problem ja derweil behandelt wird.

  8. #8
    Celestis

    Gast

    AW: Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    Loyola schreibt:
    Vermute, dass die Tiefe, in der schlimme Erfahrungen eindringen, im Kopf kreisen u dann stark prägen können, mit dem Hyperfokus zusammenhängen...
    Ja da stimme ich Dir zu Loyola.

    Ich finde das AD(H)Sler sehr schnell traumatisiet werden können ,
    weil sie es noch eine Zeit im Kopf haben und länger brauchen ,
    um es zu verarbeiten.
    Einer der Nachteile mit dem ich auch zu
    kämpfen habe

    Cel

  9. #9
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.423

    AW: Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    Hallo alle,

    Darüber lese ich gerade ein Buch der eben die theorie erklärt dass von Veranlagung her, ADSler schneller traumatisiert seine können als Stinos und dass es rasch zu ein Teufelkreis kommen kann, (traumata und Stress verstärken ADS und ADS zieht neue Verletztungen an, durch anecken) da es auch sehr schwierig, bei eine empfindliche Säugling (auch sehr leicht traumatisiertbar in diese alter weil total auf Eltern angewiesen für alles!) nie Fehler zu machen.

    Dazu kommt die erblichkeit: Eltern mit ADS sind mehr unberechenbar, rasten mal aus, was auch dann spuren lassen kann... Geschweigt dann, dass ADS-kinder oft nicht die pflegeleichten sind und ihre Eltern auch wirklich an ihre Grenzen bringen können.

    Naja, dann kommt auch die Schule, mehr muss ich nicht sagen...

    Ich finde es interessant und es scheint mich auch plausibel... Ich war schon als kind, sehr beindruckbar, ängtlich sensibel und heute noch finde ich anstregend auf jeden Pumps zu reagieren und im Emotioneachterbahn dann eben nicht mehr so gut denken, planen zu können...

    lg

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Sind AD(H)Sler leichter traumatisierbar (PTBS)?

    ich weiß der Eintrag ist schon älter,

    @ mj71
    wie hieß das Buch das Du gelesen hast?!

    finde den Zusammenhang sehr interessant
    bin ziemlich am zweifeln was es gilt zuerst zu behandeln-
    und ob das einen unterschied macht
    ptbs oder ads oder depressionen#
    letztere wurden in den letzten jahrzehnten gunug beleuchtet aber
    ohne wirklichen erfolg#
    Deshalb meine Frage

    WORUM KÜMMER ICH MICH ZUERST?

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