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Diskutiere im Thema Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 108

    Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    Hallo Leute,

    nachdem ich ja nun von meiner Diagnose weiss, frage ich mich, ob vielleicht auch meine Mutter ADHS haben könnte.
    Ich bin mir eigentlich fast sicher. So viele Dinge sprechen dafür... dass sie auch wegen jedem Pups immer gleich in Stress gerät, dass sie oft Dinge sagt die total verletzend und grenzüberschreitend sind ohne sich im Nachhinein dafür entschuldigen zu können, dass sie mit Geld nicht umgehen kann, gerne mal eins über den Durst trinkt und so weiter und so fort. Vor allem aber, dass ich immer das Gefühl hatte nie mit ihr reden zu können.

    Ich bin die Frau mit ADS und meine Mutter hat mit ihrer sprunghaften, hibbeligen Art definitiv das "H" mit dabei. Ihre Answesenheit macht mich wahnsinnig. Sie ist ständig unruhig, kann einfach den Mund nicht halten und allein schon ihre Nähe macht mich nervös. Bei mir wiederum erträgt sie die (ich sage es jetzt mal mit ihren Worten) "lahmarschige Art" nicht und dass ich für alles einen Ar...tritt brauche. Wie gesagt, es ist sehr schwierig bei uns.

    Wie sieht es bei euch innerhalb der Familie und Beziehung zu den Eltern aus? Würde mich mal interessieren.

    Zu meinem Vater habe ich eigentlich keinen Kontakt. Einmal im Jahr hört und sieht man sich zum Geburtstag. Von Beziehung kann da keine Rede sein.

    lg,
    Ainee

  2. #2
    Pepperpence

    Gast

    AW: Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    Also auf meinen Vater (habe keinen Kontakt mehr zu ihm) passt ADHS wie die Faust aufs Auge, quasi ein Fall wie aus dem Schulbuch ... und auf meinen Bruder passt es auch (also auch ADHS nicht ADS wie bei mir).

    Mir ist es wie Schuppen von den Augen gefallen als ich mich wegen meiner eigenen Diagnose zum Thema eingelesen habe. So viele Schwierigkeiten, so viele Jahre.

    Auf meine (schon verstorbene) Grossmutter väterlicherseits hätte das Bild auch gepasst.

    Irgendwie beneide ich so in der Rückschau meine Mutter nicht gerade als einzige nicht-ADHSlerin in einer nicht-diagnostizierten Familie. Diese Situation hätte jemand mit weniger starken Nerven wohl in den Wahnsinn getrieben.

    Ich denke es wäre aber sinnlos meinen Bruder oder gar meinen Vater dazu zu bewegen deshalb zum Arzt zu gehen, deshalb konzentriere ich mich da auf mich und meine Schwierigkeiten. Erzählt habe ich es meinem Bruder aber schon.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 354

    AW: Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    Ainee schreibt:
    Hallo Leute,

    nachdem ich ja nun von meiner Diagnose weiss, frage ich mich, ob vielleicht auch meine Mutter ADHS haben könnte.
    Ich bin mir eigentlich fast sicher. So viele Dinge sprechen dafür... dass sie auch wegen jedem Pups immer gleich in Stress gerät, dass sie oft Dinge sagt die total verletzend und grenzüberschreitend sind ohne sich im Nachhinein dafür entschuldigen zu können, dass sie mit Geld nicht umgehen kann, gerne mal eins über den Durst trinkt und so weiter und so fort. Vor allem aber, dass ich immer das Gefühl hatte nie mit ihr reden zu können.

    Ich bin die Frau mit ADS und meine Mutter hat mit ihrer sprunghaften, hibbeligen Art definitiv das "H" mit dabei. Ihre Answesenheit macht mich wahnsinnig. Sie ist ständig unruhig, kann einfach den Mund nicht halten und allein schon ihre Nähe macht mich nervös. Bei mir wiederum erträgt sie die (ich sage es jetzt mal mit ihren Worten) "lahmarschige Art" nicht und dass ich für alles einen Ar...tritt brauche. Wie gesagt, es ist sehr schwierig bei uns.

    Wie sieht es bei euch innerhalb der Familie und Beziehung zu den Eltern aus? Würde mich mal interessieren.

    Zu meinem Vater habe ich eigentlich keinen Kontakt. Einmal im Jahr hört und sieht man sich zum Geburtstag. Von Beziehung kann da keine Rede sein.

    lg,
    Ainee
    ich vermute, dass mein vater adhs hat. die beschreibung deiner mutter und der beziehung die du zu ihr hast ist meiner beziehung zu meinem vater sehr ähnlich. naja bis auf die tatsache, dass ich durch mein h bedingt ihm gegenüber auch sehr impulsiv reagiere. aber dieser mann schafft es auch immer mich auf unfairste weise zu provozieren. als ich noch zu hause lebte
    hatte ich immer das gefühl er sucht bewusst streit um sich von seinem alltag zu entladen. dabei macht er regelmäßig sport und könnte sich da eher entladen. aber bei seinen sport kumpels ist der einfach nur der lustige hilfsbereite clown. zum kotzen ist das.

    zu meiner mutter habe ich ein besseres verhältnis. mit ihr kann ich über die meisten dinge reden aber ab und an fehlt es mir, dass sie mich nicht verstehen kann. sie hat es akzeptiert, dass ich adhs habe aber kann dies nicht nachempfinden. sie denkt, dass ich ja jetzt in behandlung bin und dies ein wundermittel ist was mich in einen normalen mensch verzaubert. deshalb bringt es mich zum ausrasten, wenn ich mal etwas verpeile und sie daran erinnere, dass ich immernoch adhs habe. denn ihre antwort lautet: "du kannst nicht immer dein adhs vorschieben". das ist echt mies denn sie merkt scheinbar nicht wie viel mühe es mich kostet mein leben halbwegs in den griff zu bekommen und das auch zu halten und zu verbessern.

    achso noch etwas anderes: hattet ihr in der kindheit ein besseres verhältnis zu eurem vermutlichen adhs elternteil?

    bei mir und meinem vater war es so. er war sehr fantasievoll und hat sich immer die tollsten geschichten ausgedacht. und er konnte gut mit mir und meinem bruder zb. playmobil spielen. er hat sich einfach gut in die spielsituationen integrieren können. er hat sich auch einiges ausgedacht um uns zu langweiligen tätigkeiten wie zb. spaziergänge zu animieren. er hat uns oft erzählt im nagegelegene n see lebt eine meerjungfrau die uns einen schatz versteckt hat. undirgendwie hat er es während den spaziergängen gsschafft daraus eine schatzsuche mit pfeilen und hinweisen zu gestalten. das waren schöne zeiten.

  4. #4
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    Hallo,

    mein Vater und seine Geschwister (sprich meine Verwandten) sind zwar nicht diagnostiziert, aber es ist sehr, sehr wahrscheinlich, dass auch sie AD(H)S haben.

    Mein Vater und ich sind uns sehr ähnlich, wir verstehen uns "ohne Worte". Aber wir können uns nicht sonderlich gut "riechen", aber wenn es darauf ankommt, sind wir, wie die ganze Familie, füreinander da und halten ganz fest zusammen. Das ist super schön, zu wissen, dass wenn es hart auf hart kommt, die Familie hinter einem steht. Und das weiß jedes Familienmitglied.

    Meine Mutter ist Stino und für sie war und ist es nicht immer so einfach, denn mein Bruder ist auch ADHS diagnostiziert. D.h. sie hat es mit 3 ADHSlern zu tun. Aber über die Jahre haben wir gelernt damit umzugehen. Klar gibt es schon auch schwierige und stressreiche Situationen, aber die Bewältigung ist über die Jahre einfacher geworden und dauert nicht mehr so lange wie früher.

    Liebe Grüße

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    Als meine Eltern die Fremdanamnesebögen bekommen haben, haben beide gleich gesagt, dass mein Vater es hat. Auf ihn traf sogar wesentlich mehr zu, als auf mich. Er ist die Impulsivität und Hyperaktivität in Person.
    Da er sehr intelligent ist (2 Diploma summa cum laude), kann er sich irgendwie ganz gut durch´s Berufsleben wurschteln, seine Wutausbrüche sind in der Branche allerdings legendär. Er arbeitet so 12h am Tag. Alles andere muss meine Mutter regeln. Er geht nicht in Unordnung unter, weil es ihn in die zwanghafte, pedantische Ordnung getrieben hat. Das geht soweit, das er bei Besuch, der auf Toilette war, hinterher geht, um das Waschbecken von Wassertropfen zu befreien. Die Impulsivität äussert sich u.A. lehrbuchmäßig im Autofahren und eigentlich sonst auch überall.

    Mir tut es unglaublich weh, ihn so leiden zu sehen, da ich weiss, was die Medis für eine Hilfe sein können.
    Und Hut ab, vor meiner Mutter, die das Alles seit über 40 Jahren mit macht, und jetzt auch anhand von Tricks aus ADHS-Büchern versucht ihn zu lenken und im Zaum zu halten.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    Meine Mutter, meine Schwester beide zu 100%. Bei meinem Vater bin ich mir nicht ganz sicher. Könnt aber auch sein,


    ---
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  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    Danke für eure Antworten. Das ist echt interessant!

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 168

    AW: Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    Bei meiner Mutter weiß ich es nicht. Mein Vater hat es mit Sicherheit. Mein einer Bruder wurde vor Jahren diagnostiziert, mein anderer hat es mit Sicherheit auch, war aber in der Grundschule nicht weiter auffällig, wie auch wenn der Hyperfokus eindeutig einem wichtigen Schulfach zugeordnet werden kann.... Bei meiner Schwester kann ich es nicht sagen. Und ich stecke noch mitten in der Diagnose.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    Bei meiner Mutter vermute ich es inzwischen auch stark... sehr viele ihrer Verhaltensweisen/Eigenschaften passen. Bei meinem Onkel spricht auch vieles dafür. Ich hab ihn leider selber nie wirklich kennen gelernt, aber allein das, was ich aus Erzählungen und sonstigen Quellen weiß, passt. Z. B. dass er sich gerne mit anderen Leuten wegen Kleinigkeiten angelegt hat. Er war in der Bergwacht und konnte total aus der Haut fahren wenn etwas nicht so lief wie er es sich vorgestellt hat, z. B. wenn jemand die Baumsymbole auf einer Karte nicht so zeichnete wie er es sich eben vorgestellt hat.

    Was mich jetzt schon eine Weile beschäftigt ist genau die Frage der Vererbbarkeit. Wenn AD(H)S ja grundsätzlich erstmal eine Erbkrankheit sein soll (natürlich mit allen anderen auslösenden Faktoren), also eine vererbbare... "Genvariante"... dann bedeutet das doch eigentlich, dass mindestens ein Elternteil oder zumindest sonstige Vorfahren (verschiedene Vererbungslehren mal außen vor gelassen) diesen auch aufweißen müssen. Außer es handelt sich um eine spontane Mutation. Es fällt mir jedoch schwer dies regelmäßig in Erwägung zu ziehen, da AD(H)S dafür doch viel zu oft auftritt.

    Bin ich da komplett auf dem Holzweg? Expertenmeinung (web4health, Eiselein)?

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Denkt ihr, dass eure Mutter oder euer Vater auch AD(H)S haben könnten?

    mein vater lebt nicht mehr.

    aber wenn ich zurückdenke, sehe ich ihn als mensch, der vielen ideen nachging, ständig wieder ein kreatives verrücktes projekt, mein elternhaus und garten waren die reinste kunst- und kuriositätensammlung.

    und oft aufbrausend und dann wieder verzweifelt, ist oft angeeckt, aber hatte auch tolle ideen , hatte auch bewunderer

    -kettenraucher

    also posthum ist meine diagnose ganz klar adhs.

    als kind war das oft nicht einfach, aber es war einfach der normale alltag und ich habe mich damit arrangiert

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