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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    Wie sind denn die "Normalen" im Vergleich?

    Wie sind denn euer, von euch als "normal" angesehenen Freunde und Bekannten und Familienangehörige?

    Habt ihr Menschen in eurem Umfeld von denen ihr annehmt oder wisst - die haben sicher kein ADHS und es geht ihnen nur blendend? Und der Grund ist, weil sie kein ADHS haben?

    Wenn ich mich mal wach in meinem Umfeld umschaue dann sind da:

    - Menschen mit starken Ängsten
    - Menschen mit Esstörungen, starkem Übergewicht
    - Sportsüchtige, Kontrollfreaks
    - Co-Abhängige
    - Depressive
    - Leute mit ausgeprägtem Helferssyndrom
    - Dauer-Opferhaltung
    - übertriebender Extrovertiertheit
    - Ruhe, die aber eigentlich starke Schüchternheit ist
    - Ehe- und Beziehungsproblemen
    - Probleme in der Kindererziehung
    - Probleme im Job, Mobbing,Unterforderung - Überforderung
    - körperlicher Krankheiten die sich seelisch niederschlärt
    - Trennungen, Scheidungen, Leben in Schieflage
    - diverse psychische Störungen, die nicht ADHS sind

    Und das sind die NIcht-ADHSler

    Das sind gute Freunde und Bekannte, die ich gerne mag und die alle auch 1000 gute Eigenschaften haben und tolle Menschen sind. Aber sie sind absolut NICHT dauerfröhlich, ohne jede Problem und Krisen, sie überstehen auch nicht aufrecht jede Krise und so ganz ohne Medikamente ab und zu auch mal für die Seele kommen sie auch nicht aus. Sie knicken im Sturm um wie ich als ADHSlern, sie kommen mal besser und auch mal sehr viel schlechter wieder hoch wie ich.

    Sie waren nicht mal besser im Studium als ich! Sie werden nicht die gleichen Lernblocken zu umschiffen haben wie ich. Trotzdem waren ihre Leistungen zum größten Teil nicht besser. Ihre Performance im Job ist - im Monatsschnitt NICHT besser als meine. Obwohl ich wahrscheinlich stärkere Schwankungen habe als sie.

    Sie sind auch eindeutig nicht zufriedener im Leben als ich.

    Es gibt Unterschiede, aber es gibt ja auch zwischen ihnen allen individuelle Unterschiede. Für den Standpunkt von dem aus man die Welt betrachtet, entscheidet man sich bewusst selbst.

    wie ist euere Wahrnehmung eures Umfeldes? Haben es eurer Meinung nach alle deutlich leicter als ihr?

  2. #2
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Wie sind denn die "Normalen" im Vergleich?

    Schöne Frage. Die stelle ich mir auch oft!

    Was ich am meisten beneide, ist deren Fähigkeit, sich auf gesunde Art zu takten, also sich nicht mit allem gleichzeitig zu belasten und damit übermäßigem Stress auzusetzen. Also das Strukturiertsein statt dem .

  3. #3
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Wie sind denn die "Normalen" im Vergleich?

    Freunde von mir sind Katholische Priester, Psychologen und sie alle zeichnen das Bild, das innerlich in den meisten Menschen was kaputt ist. Wir haben alle Brüche, Verletzungen und Narben, aber genau das zeigt doch, das sie gelebt haben, gefühlt haben.

    Ich denke viele andere haben es leichter, ingesamt, aber: Dafür habe ich auch Stärken, wo sie keine haben und das Schicksal zwingt uns so oft in die Knie, das wir irgendwann so geübt sind im wider auf stehen, das wir weniger mühen haben. Ich habe bsp, mein Studium an die Wand gefahren und wenige Tage packte mich auch die Verzweiflung, aber ich begriff das ich nicht aufgeben durfte und mich wehren und nun habe ich wieder Hoffnung, weil ich beschlossen habe, Hoffnung zu haben. Es war mein freier Entschluß es gibt da ein schönes Herman Hesse Zitat:

    Er sah auch plötzlich ein, daß sein kleines Schicksal nichts Besonderes und keine grausame Ausnahme sei, sondern daß auch über denen, die er für Glückliche angesehen hatte, unentrinnbar das Schicksal walte.

    Und genau so ist, jeder trägt sein eigenes Paket und keines ist leicht.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 152

    AW: Wie sind denn die "Normalen" im Vergleich?

    Ja, wir haben alle ihr eigenes Paket zu tragen. Ich glaube weniger dass die einen es leichter haben als die anderen. Was der Unterschied sein möge ist wie jeder damit umgeht und auch ob es jemand nach aussen trägt oder nicht. Menschen die es nicht so nach aussen tragen haben es nicht leichter - das mag vielleicht nur so der Anschein haben sie hätten keine Probleme, aber sie haben diese sicher auch. Die einen sehen ihre Probleme und bleiben in diesen gefangen, die anderen lernen daraus und kämpfen sich frei.

    Wenn mich jemand fragen würde was der Unterschied ADHS/NORMALOS wäre, dann würde ich grob sagen: Keiner, ausser dass die Schwächen sowie Stärken in anderen Bereichen liegen. Normalos mögen wahrscheinlich zielgerichter ihr Leben fahren während ADSLer flexibler ihr Leben fahren.

    Ansonsten will ich nicht wagen zu behaupten die einen hättens leichter als die anderen. Ich finde, starke und schwache Persönlichkeiten, glückliche und unglückliche Schicksalsschläge, dürften sich auf beiden Seiten gleichermassen zu finden sein.

    Ich habe Normalos, ADSLer und körperlich eingeschränkte (Behinderte ist ein blödes Wort) als Freunde.

  5. #5
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: Wie sind denn die "Normalen" im Vergleich?

    Mionar schreibt:
    Wenn mich jemand fragen würde was der Unterschied ADHS/NORMALOS wäre, dann würde ich grob sagen: Keiner, ausser dass die Schwächen sowie Stärken in anderen Bereichen liegen. Normalos mögen wahrscheinlich zielgerichter ihr Leben fahren während ADSLer flexibler ihr Leben fahren.
    Das unterschreib ich genau so!

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Wie sind denn die "Normalen" im Vergleich?

    In meinem Umfeld haben Bekannte,Kollegen,Freunde, Verwandte natürlich auch ihre Probleme-aber dennoch unterscheide ich mich erheblich.

    Sie haben einfach nicht diese Abfolge von Pleiten,Pech und Pannen und sie kriegen insg. viel mehr auf die Reihe in ihrem Leben. Natürlich kriege ich auch einiges auf die Reihe (zb im Job)-aber darüberhinaus nicht annähernd soviel wie andere..

    Ich kenne entfernt auch Leute mit Diagnosen (Depressionen etc), aber die "normalern" Leute mit denen ich vorwiegend zusammen bin haben eben keine ausgeprägten Dauerstörungen so wie ich...und sie nehmen kein Medikament zur Unterstützung des "normalseins".

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Wie sind denn die "Normalen" im Vergleich?

    Was ist denn normal?

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