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Diskutiere im Thema Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 69

    Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    Oh jee, jetzt geht's allmählich los. Die Verwandschaft meldet sich und möchte uns für die Weihnachtstage verplanen, Wunschlisten der Kinder (aber nicht erst eine Woche vorher) und bitte unsere Wünsche (bitte nicht zu exotisch, sonst krieg ich das wieder nirgends)!
    und dann gehts los: Also wir dachten, wir kommen zu Euch!?
    Aber mach nicht wieder soviel zu Essen. Du machst immer zu viel. Wir essen nämlich gar nicht so viel. Mach Dir nicht immer soviel Arbeit. Es muss doch nicht immer sowas besonderes sein (Halloooo, Mutter es ist Weihnachten!) ja, wir können auch alles mitbringen. Woanders gibbet auch Kartoffelsalat und Würstchen! [Toll!]

    Und dann kommen Sie angerauscht und Mutter ist zickig, weil sie die Küche nicht übernehmen darf, enttäuscht, weil die Enkeln sich nicht über Kleidung freuen und mäkelt an Ihrem Mann rum (Red mir doch nicht ständig ins Wort.) Es kommt keine Stimmung auf und ich habe das Gefühl, unsere ganze Planung für ein schönes Familienfest ist die Mühe nicht wert.

    Meine Mutter und Ihr Mann sind sehr kleinbürgerlich, fühlen sich aber weltmännisch. Sie sind ignorant, hören den Enkeln nicht zu und reden ihnen ständig über den Mund. Meine Mutter ist das Maß aller Dinge in Sachen Haushalt und Küche. Sie belächelt mich in meiner unendlichen Anstrengung, zu solchen Festen keinen Anlass zur Kritik zu geben. Und immer hat sie mindestens einen gaaaanz tollen Tipp, der mal wieder zeigen soll, was ich für eine Niete bin. Es ist schon fast ein Sport für mich geworden, der Grand Dame alles perfekt zu präsentieren. Und dabei kann ich wirklich besser kochen. Besonders ohne Geschmacksverstärker (ach was, das muss doch nach wat schmecken!)

    Hilfe Leute, habt Ihr auch so schrecklich anstrengende Eltern, die einem ein gutgelauntes lockeres, freies Weihnachtsfest verhageln können? Und wenn ja, wie beugt Ihr vor?

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    also mein gedanke war dieses jahr weihnachten ohne ursprungsfamilie zu feieren,,,,
    aber das macht ja manchmal großen unfrieden und in meinem fall.....hätte ich eine mutter mit sehr sehr traurigen blick und
    mein schlechtes gewissen wäre groß


    aber vielleicht wäre in eurem fall n paar regeln im vorfeld zu besprechen
    zb die küche sache,das weiß sie ja....also im vorfeld ganz klar ansprechen
    und nochmal wegen geschenken reden


    ich hab das bei meiner mutter mal gesagt,ich weiß nicht mehr um was es ging ..... hab die regel im vorfeld festgelegt und es hat funktioniert....nur ich....ich hatte n schlechtes gewissen



    ich weiß,theoretisch ist das alles ganz einfach

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    ups...doppeltpost

  4. #4
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    Hallo Sunmum,

    der größte Horror...... Weihnachten!!
    Dieser Zwang und dieses Getue...... und nur fressen im Kopf (sorry, das finde ich ätzend) ...... Ich fühle mich schon wieder seit Wochen, als ob ich in den Knast muss.....


    Meine Ursprungsfamilie habe ich (nicht nur aus diesem Grund) aus meinem Leben verbannt (muss Du jetzt nicht als guten Rat betrachten bitte )aber mit meinen Kindern habe ich mir mein neues Weihnachtsgefängnis gebaut

    Bei mir brodelt da aber auch scheinbar noch was mit aus Kindertagen..... Ich bin immer froh, wenn Januar ist und ich wieder zu mir komme.


    Ich würde sagen, ..... lass Dir nichts aufzwingen! Ist aber nicht einfach.... das weiß ich.

    Liebe Grüße
    happy

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.871

    AW: Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    Ich würd ja aus Trotz Kartoffelsalat und Würstchen machen und mir das leckere Essen für die anderen Tage aufheben. Das einzige, was mir bei unserem Weihnachtsfest auf den Keks geht, ist der Terminstress. Nur 3 Tage Weihnachten für Eltern, Schwiegereltern, Omas, Onkel, Tanten, Paten. Aber was ich mir definitiv nicht antue, ist einen Abwasch daraus zu machen und alle zu uns einzuladen. Das wär der absolute Horror für mich, von wegen vorzeigbare Wohnung und perfektes Weihnachtsessen. Bei uns wird daher eine ganze Woche lang gefeiert.

  6. #6
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    Klasse Idee..... Ich würde aus Trotz Kartoffelsalat machen.....schon im Sommer..... Mahlzeit

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.871

    AW: Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    Unliebsame Geschenke tausche ich, wenn möglich um. Wenn das Geschenkpapier aus dem Geschäft dabei ist, klappt das auch ohne Kassenbon.

  8. #8
    Darius

    Gast

    AW: Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    Wie wärs mit Urlaub z.B. in der Südsee ? Ich weiss Urlaub ist auch Stress (zumindest für mich), aber manchmal ist das kleinere, des grösseren Übels Tod.


    Ein wenig muss ich auch den Moralapostel spielen, zwar ungern, aber dennoch:
    1) Ich würde an Deiner Stelle die Küche kampffrei übergeben, noch so gerne. Ein zusätzlicher, unkontrollierter Stressfaktor, wäre somit ausgemerzt. Den Rest lächelnd ertragen, Wein trinken.

    2) Eltern sind nunmal so wie sie sind, man sollte sie so akzeptieren wie es ist. Obwohl es mit ADHS sicherlich nicht immer einfach ist. Irgendeinmal werden Sie jedoch nicht mehr da sein und einem möglicherweise fehlen. Ist es dann nicht schade die Zeit mit Ihnen nicht genossen zu haben?

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    Weihnachten in meiner Kindheit war perfekt und harmonisch. Das ist eine sehr schöne Erinnerung! Erst mit der Scheidung meiner Eltern, obwohl ich schon 20 war, wurde es nervig und anstrengend. Meine Mutter künstelte in der viel kleineren Wohnung mit ihrem neuen Partner etwas zusammen, was wir Kinder nur noch doof fanden.

    Inzwischen habe ich mit Mann und Kindern eine eigene Weihnachtsstimmung gefunden. Wir freuen uns immer auf unser Weihnachten und machen uns einen lustigen und feierlichen aber lockeren Heiligabend.

    Ich mag den Gedanken an ein großes Familienweihnachtsfest. Vielleicht eher die britische oder amerikanische Variante. Eben mit lockerer Stimmung, nicht zu "heilig", mehr Spaß oder Spielchen, moderner eben. Man kann das Geschenkeauspacken zu einem lustigen Spiel machen. Man kann mit Haftnotizen "Wer bin ich?" spielen. Man kann sogar zusammen Musik machen und singen (jetzt nicht grad OhDuFröhliche ;-). Ich hätte viele Ideen, wie man alles auflockern kann und so ein Fest zu dem wird, was es sein sollte: Familie kommt zusammen und beschäftigt sich miteinander. Und genau hier ist das Problem: Meine Eltern können sich nicht gut mit anderen, uns, beschäftigen. Jedenfalls nicht persönlich. Die sind so mit Fassade und sich selbst beschäftigt. Das enttäuscht und kränkt mich natürlich. Was am End bedeutet, schmerzhaft aber immerhin von einer Täuschung befreit zu werden. Manches will ich aber nicht einfach so hinnehmen. Also werde ich wohl auch dieses Jahr wieder versuchen, die Spassbremsen aus ihrer spießigen Katalogwelt zu locken.

    Ich koche für mein Leben gern und sehe Weihnachten als perfekte Gelegenheit, besondere Gerichte auszuprobieren. Kartoffelsalat, Würstchen Ende wäre für mich das Schlimmste!

    2 Dingen werden mir grad klar:
    1. Ich buhle noch immer um die Anerkennung meiner Eltern. Kurz angetriggert verfalle ich in gefallen-will-Muster und werde wieder zum kleinen Mädchen das immer alles falsch macht und sich ein Bein ausreißt um zu beweisen dass sie's besser kann. (Oh Gott, die mitleidigen und sarkastischen Gesichter, wenn doch was schief ging! Und wie die sich untereinander die Blicke zuwerfen, als wäre man nicht im Raum. So geht das noch heute!)
    2. Mit diesem Gedanken will ich versuchen den alten Gespenstern zu entfliehen. Ich will mit meinen 3 Männern ein tolles Fest gestalte. Nach unseren Vorstellungen und Regeln. Die geladene Familie darf (!) kommen und dabei sein und mitmachen!

    ich glaube das Wichtigste ist, dass ich bei Mir bleibe und eine klare Einheit mit Söhnen und Mann bin. Ich darf mich nicht in mein altes Klischee triggern lassen. Das ist die Macht meiner Eltern gewesen. Sie schafften es immer dass ich mich klein, doof, unfähig, unzuverlässig, unpassend, un un un...fühlte. Und an so Festen wie Weihnachten scheinen sie große Probleme zu haben, unsere Harmonie und Familiensicherheit zu erleben und sehen ihre Macht schwinden. Diesmal will ich mich nicht triggern lassen. Vielleicht müssen sie nun endlich lernen, dass die Elternherrschaft abgelöst wurde und wir lassen sie nicht mehr bestimmen!

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Weihnachten und Familie: eine große Herausforderung

    Meine Männer wollen zu Weihnachten nicht verreisen und schon gar nicht zu einem Ort mit Palmen. Schade! Aber doch ist es ein Kompliment dass unsere kleine Familie mit Xmas harmonisch klarkommt!

    1.) NIEMALS gebe ich jemals wieder meiner Mutter irgendetwas in unserer Wohnung frei! Und schon dreimalnicht MEINE Küche! Das wäre Kapitulation!
    2. Eltern werden älter. Stimmt, aber Benimmregeln und gewisse Gesetze im Sozialverhalten gelten auch im Alter. Achtung, Respekt und Toleranz verjähren nicht.
    Ich lenk ja schon immer ein, leider mach ich das immer!

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