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Diskutiere im Thema ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen haben im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen haben

    hallo leute

    erste frage wie seid ihr dahintergekommen das es adhs sein könnte ?
    zweite frage was hat sich geändert seid der diagnose?
    dritte frage ist das leben jetzt leichter geworden oder findet der tägliche wahnsinn nur auf einer anderen ebene statt
    vierte frage was bewirken eigentlich all diese medikamente für adshler hört das gedankenkarusell auf sich zu drehen wird man glücklicher oder wie kann ich mir das vorstellen?
    fünfte frage wenn ihr einen therapeuten habt der sich mit adhs auskennt fühlt ihr euch gut aufgehoben oder wird man nur anfangs mit verständnis rechnen können und
    später kommt wieder der druck (du mußt du mußt) alle anderen können bzw müssen ja auch

    es gäbe noch mehr fragen zum thema aber das sind im moment die wichtigsten für mich

    für die eine oder andere antwort bedanke ich mich schon mal im vorraus

    gruß katerkarlos

    seid mir nicht böse wenn ich nicht auf alles antworte ich denke das könnte ein bischen viel werden
    aber ich lese mir alles durch
    ihr seid einfach super


    nochmals gruß karl
    Geändert von katerkarlos ( 9.11.2013 um 20:40 Uhr)

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    Deine dritte Frage habe ich dahingehend interpretiert, dass Du Dein alltägliches Leben als "Wahnsinn" betrachtest. Dieses Wort ist nicht wertneutral und impliziert eine gewisse negative Sicht der Dinge. Ich würde kein negativ behaftetes Wort benutzen, um Dein Leben zu charakterisieren. Dein Leben hat sich mit der Diagnose nicht geändert. Du siehst es nur anders. Lediglich die Medikation vermag Dir in gewissen Lebenslagen eine Hilfestellung zu geben. Aber Hilfe in was? Die Lösung gibst Du selbst, mit Deiner Aussage: "alle anderen können bzw müssen ja auch". Hier rate ich Dir - und da würde ich keinen Rat von Anderen, auch von keinem ADHSler, annehmen - dass Du Dir überlegst, was Du können musst und warum Du es können musst. Bevor Du Dir diese Frage nicht beantworten kannst, wird Dir weder die Medikation noch eine Therapie helfen können. Es geht um Dich, nicht um Andere. Du bist für Dich selbst verantwortlich.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    hallo steintor
    da hast du wohl recht das es um mich geht aber dann werde ich erst mal an meinem selbsbewustsein arbeiten müssen

    danke für den hinweis

    gruß katerkarlos

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 371

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    1. wie seid ihr dahintergekommen das es adhs sein könnte ?
    ADHS mal auf einem Trainerlehrgang gehört, viele Jahre späte dann zum Test gegangen. Wollte Ade auch nur aussschliessen … dumm gelaufen.Diagnose war auch bissle schwammig - aber ich gehöre dazu ….

    2. was hat sich geändert seid der diagnose?

    viele Recherche um das zu verstehen. Erstes Jahr sehr stark auf ADS fokussiert (was Hyperfokus). Bestimmte ADS typische macken bearbeiten und zum Teil minimiert / abgestellt. Bewusst mit den stärken umgehen. Wobei nicht alles ADS ist, was mich besonders macht. Ich nehme mehr Rücksicht in Form von einfachen Gliederungen (deswegen sind deine Fragen nun blau). Man geht lockerer mit seinen Schwächen um und bewusste mit seinen Stärken.

    3.ist das leben jetzt leichter geworden oder findet der tägliche wahnsinn nur auf einer anderen ebene statt?
    Ruhiger, weil ich mich mit mir und den ADS beschäftigt habe. Aber ADSler sind eh ruhig . Man kennt eben einwenig mehr seine stärken und schwächen. Bewusst mit Hyperfokus arbeiten oder seine Arbeitsweise, soweit möglich ist, anpassen. Ansonsten hatte ich eh öfter Pech - als Mittwochskind kann man schlecht die Karten eines Sonntagskinds erwarten , aber dafür habe ich wieder viel Glück gehabt, denn ich lebe noch ….. (ok, das führt zu weit…)

    4. was bewirken eigentlich all diese medikamente für adshler hört das gedankenkarusell auf sich zu drehen wird man glücklicher oder wie kann ich mir das vorstellen? Keine Ahnung, kenne ich nur aus Beschreibungen. Als Medis gönne ich mir höchsten Chinesischen Honig, das sind genug media drin …

    5.
    wenn ihr einen therapeuten habt der sich mit adhs auskennt fühlt ihr euch gut aufgehoben oder wird man nur anfangs mit verständnis rechnen können und später kommt wieder der druck (du mußt du mußt) alle anderen können bzw müssen ja auch
    A. keiner will mich = keiner erträgt mich = achne, ich habe keinen, weil es nur sehr wenige gute gibt, die sich mit grossen Bären auskennen (=Erwachsene). Meine Ungeduld, wenn ich etwas möchte, ist geblieben, daher die Suche nach einen Therapeuten aufgegeben. Zudem habe ich Probleme bei mir nen Job zu bekommen, also arbeite ich nicht regional. Kurz: ich habe die Suche aufgegeben, weil ich auch Geld verdienen muss.
    Zudem habe ich das Glück, das ich zahlreiche Kompensationsstrategien entwickeln konnte (erstaunen bei der Diagnose).

    B. Verständnis eher weniger, ist eh nur Gesprächstherapie oder bei grossem Leidensdruck eine Einweisung mit mehr Betreuung.
    Man muss eher Verständnis für das Unverständnis der Muggels haben. Nur von einer Therapie bekommt man keinen Job, der das Leben und die Lebensroutine strukturiert (und man kriegt dafür sogar Geld
    ).


    So, das war die Kurzform, den Rest musst du hier recherieren.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    hallo grizzly äh entschuldige Bär

    ich habe das gefühl das du dein leben mit humor und etwas sarkasmus gewürtzt meisterst
    oder liege ich da jetzt total daneben ? ich würde es jedenfalls nicht schlecht finden

    gruß katerkarlos

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 106

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    Hallo Karl,

    ...ich kann Steintor nur bei pflichten...du bist für dich und dein Leben verantwortlich...mach was draus....Hab ich dir ja schon mehrmals geschrieben.
    Der täglichen Wahnsinn....ist das ganz normale Leben! Es liegt an jedem selber, wie er "normal" definiert.
    Meine Freundin sagte immer zu mir:" Ich würde dies nicht alles schaffen"! Ich kenne es nicht anders...daher für mich völlig normal.

    Ich habe meine Diagnose zwar noch nicht so lange, aber mich hat es schon etwas aus der Bahn geworfen....jetzt arbeite ich daran,mich damit auseinander zu setzen, mich selber verstehen und anderen zu verstehen geben, dass ich eigentlich normal bin...halt mit ein paar kleinen Systemfehlern. Es verstehen alle...vielleicht auch, weil ich von Anfang an sehroffen damit umgegangen bin.

    Für mich ist die Erfahrung mit den Medis sehr positiv. Es ist als wenn ich Jahre hinter einer Milchglasscheibe verbracht habe....aber das Leben an sich hat sich nicht geändert....ich sehe es nur klarer und entspannter. ...aber auch nicht immer.

    GLG

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    hallo nervenkitzel

    danke für deine antwort ich merke schon das ich noch viel lernen muss

    gruß karl

  8. #8
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    "Lernen" ist nicht das richtige Wort, finde ich. Ich finde "erkennen" besser. Oder, um beide Worte zu verwenden: Du lernst, Dich selbst besser zu erkennen. Und zwar mit und ohne Medikamente. Die Diagnose und die damit verbundene Erkenntnis, ADS zu haben, ist eine Chance, sich in Zukunft anders verhalten zu können. Du musst Dich nicht anders verhalten, aber du hast nun die Möglichkeit, dich anders verhalten zu können. Wie anders, das solltest Du Dir überlegen, vielleicht mit Hilfe eines Therapeuten oder Coachs.

  9. #9
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    katerkarlos schreibt:
    hallo leute

    erste frage wie seid ihr dahintergekommen das es adhs sein könnte ?
    zweite frage was hat sich geändert seid der diagnose?
    dritte frage ist das leben jetzt leichter geworden oder findet der tägliche wahnsinn nur auf einer anderen ebene statt
    vierte frage was bewirken eigentlich all diese medikamente für adshler hört das gedankenkarusell auf sich zu drehen wird man glücklicher oder wie kann ich mir das vorstellen?
    fünfte frage wenn ihr einen therapeuten habt der sich mit adhs auskennt fühlt ihr euch gut aufgehoben oder wird man nur anfangs mit verständnis rechnen können und
    später kommt wieder der druck (du mußt du mußt) alle anderen können bzw müssen ja auch

    es gäbe noch mehr fragen zum thema aber das sind im moment die wichtigsten für mich

    für die eine oder andere antwort bedanke ich mich schon mal im vorraus

    gruß katerkarlos
    Hallo Katerkarlos,

    Da antworte ich deine Fragen. Zuerst mal, war meine Diagnose Sommer 2007.

    1. Schon einige jahren vorher, davon hier und da gelesen und mich zum teil erkannt. Dann, weil es sich beruflich die Problemen sich irgendwie nicht lösen, zum Arzt und er wusste davon...
    2. Es hat sich viel geändert. Zuerst haben ich ein Erklärung und kann einiges viel besser einordnen. Dann gehe ich auch damit anders um. Dass ich andere Chaoten kennegelernt hatte, hat mich auch gut getan: Endlich Leute die mich verstehen! Es hat mich viel geholfen und ich brauche es immer noch.
    3. Ja, mein Leben ist besser geworden. Danke Medis geht es einiges besser, danke wissen und kontakt mit mitbetroffenen, gehe ich mit was sich schwer ändern kann, gelassener. Einiges lässt sich ändern, der Rest lerne ich zu annehmen. Ich kann wegen meine Chaos und meine Missgeschickt lachen.
    4. Mit meine Medis ist meine Gedankenkarusell viel ruhiger, ich kann mich besser konzentrieren, besser planen, aufräumen, mich strukturieren und werde am Abend weniger Müde obwohl ich mehr leiste als ohne Medis. Ich bin auch weniger Impulsiv und kann mich besser abstoppen bevor ich wieder der erste Blödsinn sage der mich durch der Kopf geht...
    5. Ich war eine weile bei eine Therapeutin und ich habe mich doch wohl gefèhlt, druck hat sie keine gemacht. Auch meine ADS-Arzt versteht mich und macht kein Druck. Dort nie so was, wie "du solltest es können". Aber dumme Sprüchen höre ich ehe genug anderswo und lernen mich da abzugrenzen. Wenn ich es selber nicht gut vorwärts komme, suche ich mich auch Hilfe.

    Naja, sonst könnte ich wegen der Umfeld auch einiges erzählen... Vieles reagieren gut, ein Teil versteht mich, ein Teil kommt doch mit Sprüchen wie "Aber kannst du doch nicht einfach...?"

    @ Steintor: Ich interpretiere der Ausdruck "tägliche Wahnsinn" ehe als etwas emotionales, ohne Wertung... Es ist aus meine sicht eine Art in Ausdruck zu bringen wie manches für uns schwierig ist. Ich benütze es auch, im Zeiten wo mich alles irgendwie über der Kopf wächst, als Ausdruck von mein Stress. Aber es ist klar, dass man einiges tuen kann, damit es nicht mehr so viel vorkommt dass das Leben so ist...

    Auch der Druck von Aussen: Sie kann es geben, aber es stimmt schon dass man lernen kann sich abzugrenzen. Ich bin dabei. Es gehört dazu natürlich auch, sich bewusst werden wo man sich druck macht, es abzulegen und sich so annehmen wie man ist. Dort hilft mich am bestens die Kontakt mit Mitbetroffenen und immer wieder lesen, hören, dass einiges ihnen auch schwer fällt wie bei mich... Auch in Bücher, bekomme ich Bestädigung dass es dazu gehört. Einige könne vielleicht meinen, ich sollte es doch selber machen... Aber diese Weg hat sich für mich bewehrt und kostet mich auch nicht viel...

    @ Datbär:
    Man muss eher Verständnis für das Unverständnis der Muggels haben.
    Wie wahr! Und es entlastet sogar von unrealistiche Erwartungen an sein Umfeld.

    lg

    - - - Aktualisiert - - -

    Steintor schreibt:
    "Lernen" ist nicht das richtige Wort, finde ich. Ich finde "erkennen" besser. Oder, um beide Worte zu verwenden: Du lernst, Dich selbst besser zu erkennen. Und zwar mit und ohne Medikamente. Die Diagnose und die damit verbundene Erkenntnis, ADS zu haben, ist eine Chance, sich in Zukunft anders verhalten zu können. Du musst Dich nicht anders verhalten, aber du hast nun die Möglichkeit, dich anders verhalten zu können. Wie anders, das solltest Du Dir überlegen, vielleicht mit Hilfe eines Therapeuten oder Coachs.
    Für mich war beiden dabei: erkennen was es heisst ADS zu haben und lernen damit anders umzugehen.

    Aber es stimmt schon dass dort vieles möglich ist, vor allem an der Einstellung zu sich selber und zu leben, vor allem... Nicht mehr gegen seine ADS kämpfen, aber mit sein ADS lernen zu leben.
    Ich habe es auch spannend gefunden: Dabei darf mich echt viel kreativ sein, herumexperimentieren, einiges lassen, etwas anders probieren... Es wirkt ehe besser wenn es noch spass macht!

    lg

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    hallo chaosprinzessin

    danke für deine aufmunternden und für mich sehr interesanten antworten

    gruß karl

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