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Diskutiere im Thema ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen haben im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    erste frage wie seid ihr dahintergekommen das es adhs sein könnte ?

    -Durch einen Riesen Zufall, habe im Internet gesurft, bin auf eine Adhs Seite gekommen und dann dämmerte es mir..warte mal.....

    zweite frage was hat sich geändert seid der diagnose?

    -ich weiß wo meine Stärken und Schwächen sind und hasse mich nicht mehr ob meiner Fehler, denn sie haben einen Grund

    dritte frage ist das leben jetzt leichter geworden oder findet der tägliche wahnsinn nur auf einer anderen ebene statt

    -ich nehme vieles leichter, leichter geworden ist es nicht.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    hallo tetrian

    danke so wie du es beschreibst könnte es auch bei mir laufen

    aber ich muss noch warten (oh wie ich das hasse zu warten) mein termin für diagnose ist erst am 28.01.2014
    aber eins weiss ich jetzt schon ob es nun adhs oder sonst irgendwie heisst die symptome sind die gleichen und
    ich weiss ich bin nicht allein (das dachte ich ja immer)

    gruß karl

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    katerkarlos schreibt:
    hallo leute

    erste frage wie seid ihr dahintergekommen das es adhs sein könnte ?
    An einem Sonnabend kam im Radio eine Diskussionssendung zum Thema ADHS u.a. war auch Jörg Blech dabei. Zunächst hatte ich keine Ahnung, was da so kommen würde. Aber Jörg Blech war mir mittlerweile nicht mehr so richtig geheuer. So blieb ich sitzen und hörte einfach mal zu. Schon nach kurzer Zeit war ich voll im Thema drin und hatte zügig eine eigene Meinung und leider auch schlechte Laune. Erstmals habe ich mich im Radio an einer Sendung beteiligt und dort angerufen - ich war regelrecht auf hundertachzig. Denk aber bitte nicht, dass ich auch nur nen blassen Schimmer von ADHS hatte - allerdings hab ich mich aufgeregt über die Ritalin-Hetze und das Geschrei von den ruhig gestellten Kindern. Na ja, ich kam sehr schnell im Radio, schon am Telefon musste meine Meinung mächtig beeindruckt haben! Und ich hab dann schon mal ein bisschen gedonnert. Allerdings halte ich Jörg Blech auch für nen ziemlichen Polemiker. Als Naturwissenschaftler müsste er wissen, dass jede Fehlerquote ein Plus/Minus hat. Will sagen: es gibt genauso viele falsch positive wie falsch negative Diagnosen. Und bei ADHS tun ja alle so, als gäbe es nur die falsch positiven. Anders ausgedrückt, so manche falsch positive bipolar Diagnose ist in Wirklichkeit eine falsch negative ADHS-Diagnose.

    In der Sendung haben sich dann jede Menge Erwachsene gemeldet, die von einer erfolgreichen Therapie berichtet haben - eigentlich war alles ein Lacher. Ich bin das Thema das ganze WE nicht losgeworden und mein Oberstübchen ackerte ohne Ende. Alles in alle erdenklichen Richtungen durchdacht usw. Dann hab ich mich ein bisschen belesen und mich selbst gefunden. Vor allem meine unendlichen Anstrengungen, mit meinen Problemen klarzukommen usw.

    Dann landete ich hier, bekam nen guten Tipp und schlug bei dem Fachmann auf. Es begann die übliche Befragungsrunde und Diagnostik. Mitgebracht hatte ich ihm schon ein EEG, das vorher in einer anderen Praxis gemacht worden war - er blickte nur drauf und meinte, da könne er schon die ersten Hinweise auf die ADHS Konstitution sehen. Alles weitere war dann nur noch eine Frage von ein paar Terminen.

    katerkarlos schreibt:
    zweite frage was hat sich geändert seid der diagnose?
    Leider viel weniger, als ich gehofft hatte. Zunächst entwickelte sich alles ganz gut, ich war deutlich konzentrierter und strukturierter. Mein Haushalt lief erheblich besser und ich hab auch einiges auf die Reihe gekriegt, was vorher überhaupt nicht gelaufen ist. MPH wurde bis 80mg/Tag aufdosiert und ich litt reichlich unter den Nebenwirkungen, dann einigten wir uns auf eine Verringerung 2X30 mg. Leider hab ich nicht mal den ganzen Winter wirklich durchgehalten, im letzten Frühjahr kam ein mächtiger Einbruch. Ich war dermaßen depressiv, dass fast gar nichts mehr ging. Einfach nur noch fertig mit der Welt und auch physisch total kaputt. Dafür waren die MPH-Nebenwirkungen nicht mehr ganz so schlimm. Dann Erhöhung von Sertralin und langsam hab ich mich wieder erholt. Aber im fortgeschrittenen Alter ist die Zahl der Kanalratten eben auch deutlich erhöht, dazu kommt, dass ich zusätzlich noch Belastungen hatte, die auch Stinos an den Rand des Nervenzusammenbruchs gebracht hätten.


    katerkarlos schreibt:
    dritte frage ist das leben jetzt leichter geworden oder findet der tägliche wahnsinn nur auf einer anderen ebene statt
    der tägliche Wahnsinn bleibt, aber trotzdem ist das Leben leichter geworden. Mein Leben ist ruhiger geworden, damit ist aber auch der Platz für die Kanalratten größer geworden. Meine sozialen Probleme wurden eher noch mehr als dass sie abgenommen haben - na ja, so viel soziales Leben ist eh nicht mehr da. Trotzdem bin ich zufriedener, vor allem genieße ich die Ordnung und Struktur in meinem Leben. Das wird definitiv leichter!

    katerkarlos schreibt:
    vierte frage was bewirken eigentlich all diese medikamente für adshler hört das gedankenkarusell auf sich zu drehen wird man glücklicher oder wie kann ich mir das vorstellen?
    Zumindest ich kann sagen, dass dieses Gedankenkarussell nur bedingt aufgehört hat. Teilweise wurde es noch schlimmer, allerdings war es mehr bei einem Thema und strukturierter. Ich sehe, verstehe jetzt viel mehr und da wird es ganz schwer. An dem Punkt hat mir Sertralin mehr geholfen, in der richtigen Dosierung ist manchmal sogar Ruhe im Kopf bzw. es wird leichter, alles ein wenig abzustellen. Auf jeden Fall bin ich gelassener und ruhiger geworden, fühle mich nicht mehr ständig wegen jeder kleinen Verzögerung unter Druck gesetzt. Viel spannender finde ich es, dass ich anscheinend deutlich mehr fühlen kann, manchmal finde ich es beängstigend. Zugleich erlebe ich eine größere Distanz zu vielen Dingen - vielleicht kann ich aber auch nur besser zwischen Affekt und Kognition unterscheiden.

    katerkarlos schreibt:
    fünfte frage wenn ihr einen therapeuten habt der sich mit adhs auskennt fühlt ihr euch gut aufgehoben oder wird man nur anfangs mit verständnis rechnen können und
    später kommt wieder der druck (du mußt du mußt) alle anderen können bzw müssen ja auch
    Kann ich nichts zu sagen, habe schon ausreichend Therapieversuche hinter mir und nur einen wirklich guten. Mein Shrink hat mir auch noch nichts in der Richtung empfohlen, er empfiehlt mir ohnehin Sport usw. Der weiß aber auch, dass ich schon alberne und nicht erfolgreiche Therapien hinter mir habe. Muss aber auch sagen, dass es in meiner Biographie keine abgebrochenen Ausbildungen oder ein abgebrochenes Studium gibt - die Sachen habe ich irgendwie alle durchziehen können.

    Aber. von den wenigen sozialen Kontakten, die noch geblieben sind, weiß eine Frau von meinem MPH-Konsum usw. Sie kannte sich erstaunlich gut mit der Thematik aus und verfällt komischerweise doch immer wieder auf die Idee, dass da eine Verhaltenstherapie das tollste ist. Vielleicht ist das auch der tägliche Wahnsinn, den ich erlebe: In meiner Wahrnehmung ändern Menschen so oft ihre Meinung - dabei haben sie einfach nur vergessen, dass sie drei Tage vorher meiner Theorie noch zugestimmt haben.

    LG
    Waldsteinie

  4. #14
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    Ja, es ist tröstlich, nicht allein zu sein. Man ist kein Fehler der Natur und wenn es ein Fehler ist, ein Liebenswerter Fehler

  5. #15
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    Hallo Katerkarlos,

    Auch wenn du warten muss für deine Diagnose, kannst du schon einiges für dich anfangen: Dich informieren, was du gerade machst. Information gehört schon zu Therapie und sowohl im Buchhandlung wie auf Internet gibt es sehr viele gute Informationen. Es sind auch Tips zu finden die du auch mal Probieren kann ob es dich etwas bringt...

    lg

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    hallo waldsteinie

    danke für deine hilfreichen antworten ich sehe schon hier im forum bin ich gut aufgehoben


    gruß karl

  7. #17
    sizifo

    Gast

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    erste frage wie seid ihr dahintergekommen das es adhs sein könnte ?

    Eine neue Bekanntschaft hat mich darauf hingewiesen: "Sag mal, hast Du Dir schon mal überlegt, ob Du AD(H)S hast?" Nachgehakt, nachgeforscht, nachgedacht und nachgeprüft. Naja, prüfen lassen. Und dann die Bestätigung erhalten.

    zweite frage was hat sich geändert seid der diagnose?
    Das Wichtigste für mich war die entlastende Erkenntnis, dass ich KEIN charakterlicher "Vollpfosten" bin (neues Modewort, ich weiß - ich liebe Modewörter ), sondern, dass es eine neurobiologische Erklärung für viele meiner Schwächen und Defizite gibt.

    dritte frage ist das leben jetzt leichter geworden oder findet der tägliche wahnsinn nur auf einer anderen ebene statt

    In gewisser Weise ist es leichter geworden, aber ich habe eine ganze Weile nach der Diagnose gebraucht, um dahin zu kommen. Mein Blick auf die Dinge hat sich verändert und damit hat sich nach und nach auch mein Umgang damit verändert. Es ist leichter geworden, mit schwierigen Sachen umzugehen, weil ich mir eher zugestehe, gut zu mir zu sein - ich weiß halt jetzt, dass ich das einfach brauche - und nicht so funktionieren KANN, wie andere. Und ich kann meine Stärken besser wertschätzen.

    vierte frage was bewirken eigentlich all diese medikamente für adshler hört das gedankenkarusell auf sich zu drehen wird man glücklicher oder wie kann ich mir das vorstellen?

    Kann ich nicht beantworten, ich nehme keine, meine Selbsthilfe findet auf der naturheilkundlichen Ebene statt.

    fünfte frage wenn ihr einen therapeuten habt der sich mit adhs auskennt fühlt ihr euch gut aufgehoben oder wird man nur anfangs mit verständnis rechnen können und
    später kommt wieder der druck (du mußt du mußt) alle anderen können bzw müssen ja auch


    Dazu kann ich von meiner Warte aus nur sagen, es muss kein Therapeut sein, der sich mit ADHS auskennt, es muss einfach ein guter Therapeut sein, der Dich bedingungslos annehmen kann und der für Dich passt. Das ist meine Meinung, seit ich eine positive Therapie-Erfahrung gemacht habe. Achtung, jetzt kommt ein längerer Sermon dazu:

    Ich war bei einer Therapeutin, ganz viele Jahre, wegen Depressionen und Lebenskrise und Selbstwertschwäche und überhaupt... Als ich (während meiner Therapie bei ihr) über eine Beratungsstelle meine Diagnose bekommen habe, hat sie mir gleich gesagt, sie kennt sich damit nicht aus, ich hatte sogar fast das Gefühl, sie gibt nicht so viel auf die Diagnose ADHS (sie erwähnte z.B., dass Traumapatienten ganz ähnliche Symptome entwickeln und meine Krise war durch ein emotionales Trauma ausgelöst worden), aber ich fühlte mich sehr gut bei ihr und so habe ich das ADS als untergeordnet gehandelt.
    Die Therapeutin hat mich sehr gut betreut und begleitet, mit all meinen Prozessen, die auch mit der Diagnose zu tun hatten. Es ging einfach um mein Innenleben und das, was ich mit dem Außen erlebe. Es war nicht wirklich wichtig, dem ganzen den Namen ADHS zugeben. Es war wichtig, damit ins Gleichgewicht zu kommen. Und das Gleichgewicht halten oder immer wieder herstellen zu können. Und das zu lernen, dabei hat sie mir super geholfen.

    Soviel von mir - meine Devise frei nach Heraklit: Alles ist im Fluss, und das ist gut so.

    Alles Gute Dir,
    Ciao
    Geändert von sizifo ( 9.11.2013 um 23:52 Uhr)

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 239

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    hi sizifo

    ich kann mich immer nur wieder bedanken dafür das du (ihr) mir an eureren erfahrungen teilnehmen lasst

    danke

    gruß karl

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    Hallo,
    eigentlich sollte ich, wollte ich jetzt etwas anderes erledigen, aber wie das eben so ist ...

    Zu Deiner ersten Frage
    Ich wußte immer, dass ich irgendwie anders bin, und ja es hat mich belastet, aber auch seinen Reiz gehabt.
    eines abends sah ich eine Talkshow und da war dieses Mädchen, knapp 18, ich war damals ca 30, und doch hörte ich ihr gebannt zu, weil sie mir so vertraut schien. Die Art wie sie erzählte, was sie erzählte, ihre Sichtweise...
    Sie erwähnte ADS, aber es war noch ein weiter Weg von diesem ersten davon hören und mich angesprochen fühlen, bis zu dem Moment das alles an seinen Platz fiel und Sinn ergab.
    Es war ein toller Weg.
    Erst waren es Erleichterung und Erkenntnisse die mir halfen, die schlimmsten Negativ-Aspekte des ADS bei mir selbst besser zu bewältigen und dann - kam eine bis heute andauernde Phase der Neuentdeckungen.
    Soll heißen es hat mit der Diagnose nicht aufgehört überraschend zu sein. Immer wieder denke ich ''heh, das ist wohl weil ich ADS habe ....'' und bin positiv verblüfft wie diese Erkenntnis mich von Grübelei in den Entdeckermodus katapultiert.
    Mmmhhh das ist gleichzeitig wohl schon ein Stück weit die Antwort zur zweiten Frage, doch auch nur teilweise.
    Vieles hat sich nach der Diagnose geändert, aber ich würde sagen die wichtigen Änderungen sind gekommen nachdem ich innerlich nicht mehr über die Diagnose, über das Neue nachdachte, sondern es innerlich integriert hatte und anfing mit dem nun besser und klarer definierten ICH zu leben.
    Äußerlich ist mein Leben mittlerweile richtig 'normal', guter Job, Strukturen die funktionieren und so weiter. Also kein Grund das Thema besonders zu betonen, doch meine Entdeckerseele sieht da weitaus mehr. Ich sage es meinen Mitmenschen, fordere sie still und heimlich heraus es zu sehen, anstatt mich in ihren Schubladen einzusperren.
    Bsp. ein Gespräch mit Infos im Job und ich weiß, dass ich die Hälfte falsch abspeichern werde... Dagegen habe ich kleine Tricks, aber ich sage trotzdem ''warte mal, dank meinem ADS wird das sicher zur Stolperfalle wenn ich es nachher allein machen will, deshalb lass es mich nochmal mit meinen Worten widerholen, dann kann ich es besser abspeichern.
    Natürlich bekomme ich seltsame Blicke, fast mitleidig, weil ich mich auf diesen Mythos ADS beziehe -sowas haben doch nur Kinder- nur das die Leute auch wenn sie so denken wenig Gegenargumente haben, die gleichzeitig der Sache dienlich sind. Also schlucken sie die Pille meiner Aufforderung und lassen mich in eigenen Worten widerholen. Und mit der Zeit wird zwar ihr Begreifen des ADS nicht wirklich besser, aber es wird auch für sie zur Gewohnheit mit mir etwas anders umzugehen.
    Ziel erreicht, denn irgendwie will ich solche Freiräume aufbauen in denen automatisch meine Sprache gesprochen wird. Wenn man sich mit jemand unterhält, der unsere Sprache nur teilweise beherrscht, ist man schließlich auch bereit, mal etwas anders auszudrücken, damit es für ihn klar wird.

    Zu den beiden anderen Fragen muss ich passen, keine Medis, keine Therapie und warum ? Ich schätze weil ich bis zur späten Diagnose schon Jahre des selbst hinterfragens und mir meinen Platz erkämpfen hinter mir hatte - ich wußte es kann nur gehen wenn ich selbst die Schritte mache und selbst die Antworten erlebe. Aber Vorsicht, ich bin garantiert in dem Punkt kein gutes Vergleichsmodell, mein Leben war vom ersten Tag an nicht normal und hat mich gezwungen eigene Lösungen zu suchen.
    Ich denke deshalb, dass Medis und Therapie wichtige Aspekte sind, sofern Mensch diese Art von Unterstützung nutzen kann. Wenn Du also keine eigenen Strategien zum abschalten findest könnten Medis dir zeigen wie es sich anfühlt.
    Oder wenn du ein Gegenüber brauchst um Deine Gedanken zu sortieren und bei der Stange zu bleiben, wäre eine Therapie vielleicht genau das fehlende Stück in dem Prozess.

    Es gibt bei jedem Weg immer eine individuelle Komponente, der gleiche Straßenzug erscheint einem anders, je nachdem ob man traurig oder mit Schmetterlingen im Bauch dort lang läuft.
    Medis und Therapie sind da keine Ausnahme, siehst du sie nur als Notwendigkeit oder bist du wirklich neugierig ob sie Dir etwas neues zeigen. Davon hängt mehr ab als wir denken...

    Laß dich nicht hetzen, weder von innen noch von außen, entscheidend ist nicht, dass wir anders sind, sondern, dass wir mehr Gründe haben uns selbst zu entdecken, als Menschen deren Leben ohne Ecken und Kanten dahinläuft.
    Vielleicht zeigen Trauma-Patienten ähnliche Symptome, aber was wir erleben sind nicht einfach Symptome von etwas, wir sind so und es geht nicht um eine Bewältigung zwecks Rückkehr zur Normalität - es geht um Bewältigung zwecks innerer Zufriedenheit.

    Und abschließend würde ich sagen, klar wäre mein Leben ohne ADS leichter nur wer wäre ich dann?????

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: ein paar fragen an die die ihre diagnose erst im erwachsenenalter bekommen h

    erste frage wie seid ihr dahintergekommen das es adhs sein könnte ?
    Durch meinen Sohn. Es gab ein verdacht auf ADS , ich hatte mich damit beschäftigt und nach gefühlten 20 Onlinetests die allesamt deutlich positiv waren,
    bin ich zur Diagnose gegangen.



    zweite frage was hat sich geändert seid der diagnose?

    Ich verstehe mich besser, vieles womit ich mich selbst fertig gemacht habe oder unzulänglich fühlte, wurde neu bewertet. Mir wurde bewußt , dass mir manche Dinge einfach schwerer fallen als anderen Leuten, was sich positiv auf mein Selbstwertgefühl auswirkte. Ich habe durch das Verständnis die Möglichkeit mein Leben besser danach auszurichten und es mir leichter zu machen die Dinge geregelt zu bekommen.

    dritte frage ist das leben jetzt leichter geworden oder findet der tägliche wahnsinn nur auf einer anderen ebene statt

    Es ist leichter geworden, aber nicht leicht.


    vierte frage was bewirken eigentlich all diese medikamente für adshler hört das gedankenkarusell auf sich zu drehen wird man glücklicher oder wie kann ich mir das vorstellen?

    Ich nehme es erst seit kurzen, aber es hilft, vor allem wenn man ein dichtrs Leben hat. Meine Ärztin hat mir erklärt, das man als ADSler permanent den Dopaminspiegel erhöhen muß,
    d.h. man hat als ADSler ein Grundbelastung die andere nciht haben. Die Medis lindern das und nehmen einen die Arbeit etwas ab. Ich habe zwar vorher schon viel geschafft,
    aber ich habe nun das Gefühl voher mit einen Medizinball Basketball gespielt zu haben und nun habe ich einen normalen Ball

    fünfte frage wenn ihr einen therapeuten habt der sich mit adhs auskennt fühlt ihr euch gut aufgehoben oder wird man nur anfangs mit verständnis rechnen können und
    später kommt wieder der druck (du mußt du mußt) alle anderen können bzw müssen ja auch


    Meine Ärztin sieht ADS nicht als Krankheit , sondern als andere Art zu denken an, die ijn der heutigen Zeit nicht mehr soviele Vorteile hat wie früher.
    da ich voher formal mit meine Leben zurecht kmam, kommt es zu den druckkonflikt nicht in den Masse, aber ich traue ihr das nciht zu.
    Als Jäger war es praktisch nur in bestimmten Situationen hyperfokussieren zu können und anderes links liegen zu lassen um Energie zu sparen.

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