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Diskutiere im Thema alles nur Einbildung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    soary

    Gast

    Böse alles nur Einbildung?

    so, ich bin grad n bissl sauer und enttäuscht von meinem besten Freund

    nach der Einstellungsphase mit unret. MPH Umstellung auf 20mg Ritalin LA morgens.

    Hat auch gut geklappt, vor allem bei der Arbeit. Mir ist abends immer aufgefallen, dass der Vormittag ganz gut lief. Meine Kollegen fanden mich nicht nervig, ich hab meine Arbeit der Reihe nach erledigen können und nicht war nicht schon bei der übernächsten Sache, hab net die Hälfte vergessen einzutragen.

    Der Nachmittag lief dann schon wieder nicht mehr so gut, egal wie sehr ich mich zusammengerissen habe, wenn es stressig war, war alles wiede rbeim alten.

    Ich arbeite 4 Std, 2 Std Pause, dann wieder 4 Std arbeiten.
    Die Wirkung vom Ritalin war halt da nicht mehr da.

    Habe das heut mit meinem Doc besprochen, am Tel.
    Er meinte, er würd mit dann für den Nachmittag noch medikinet ret. 10 mg dazugeben. Ret. deshalb, weil ich mir unret. nicht gut klargekommen bin (das Loch beim Nachlassen der Wirkung)

    Mein bester Freund hat das mitbekommen, weil er grad hier war.
    Er meinte dann nur: Schön, dass die so gut an dir verdienen. Als ob du an den paar Arbeitsstunden wo das nicht wirkt, zerbrechen würdest. Ging doch auch so die ganzen Jahre.

    Klar ging es auch so, aber WIE???

    Ich soll Meditieren sagter... lusticher Kerl... wie denn bitte wenn mein inneres immer mit Tempo 180 läuft?

    Er meint, das sich mein Leben ja auch so halbwegs auf die Reihe bekommen habe die ganzen Jahre, ich würde mir das alles einreden.

    Und wenn ich mich zusammenreißen würde, dann kann ich die arbeit auch ohne das zeug schaffen.

    Habe versucht ihm zu erklären, dass ich das sehr wohl schaff, aber eben nervig und mit Schusseligkeitsfehlern und so und es mir mit Medis leichter fällt und ich auch ruhiger bin.
    Das merke ich zwar nicht direkt beim arbeitn, aber wenn ich dann nach Feierabend drüber nachdenk.

    Und das ich mein Leben weiterhin auch nicht nur "halbwegs" auf die Reihe kriegen möchte, denn halbwegs heißt: Kind anbrüllen bei Lapalien, Bude sieht aus wie Sau, ständige Jobwechsel usw.

    Ob ich mien Leben lang jez noch das Zeug nehmen will???

    Natürlich nicht, aber bis die anderen Therapien greifen, das geht eben nicht von jez auf gleich und im mom sind die Medis für mich ne gute Lösung.. zumindest vorübergehend.

    Ständig mus sich mir von dem anhören, wie schlecht MPH is, auch fürs Kind. Obwohl er selber sagt, dass der sich wirklich gut gemacht hat, seit der MPH bekommt. Schulisch als auch sozial.

    Aber so langsam krieg ich echt genug. Ich glaub, ich habs mir mit diesen Entscheidungen nicht leicht gemacht und ich kann dieses ständige Rumgemotze nicht mehr hören. Ich bin grad froh, dass ich ihn diese Woche nicht mehr sehen muss.

    Ich mag die Freundschaft nicht zerbrechen lassen, aber so kanns auch nicht weitergehn. Hab ihm auch schon gesagt, das sich darüber mit ihm nicht diskutieren werde.. aber ständig geht das wieder los.

    Und ständige Kritik brauch ich nicht, die hatte ich, seit ich denken kann.

    Also was tun?


    PS: Sollte das Thema hier falsch sein, bitte verschieben, aber so, dass ich es wiederfind

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    AW: alles nur Einbildung?

    ja,das mit dem "bis jetzt haste es doch auch so halbwegs hinbekommen,kenne ich!aber mittlerweile sehe ich es als absoluten bullshit (sorry,für den kraftausdruck)...die leute wissen gar nicht,wie viel energie immer drauf geht und wie wahnsinnig anstrengend das alles für einen ist!mein therapeut hatte es ganz klar so ausgedrückt: sie wissen immer,wie was geht,aber an der umsetzung happert es enorm!man kann es sich vorstellen,als sei sand im getriebe und es kommt nie richtig zum laufen und mit echt miesen turbulenzen!seit dem ich das den menschen klar mache,lassen se mich in ruhe (auch was die anwesenheit in der uni momentan angeht)....ich habe dort einige sprüche hören können,von wegen:na endlich ausgeschlafen?....dann habe ich mir besagte personen vorgenommen und sie ordentlich zur rede gestellt und ihnen erklärt,das wenn ich nicht soooo viel um die ohren hätte,dann würde ich es auch besser schaffen zur uni zu gehen!und das sie es doch lassen sollten,sich über dinge auszulassen,von denen sie keine ahnung haben!seit dem ist ruhe!

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: alles nur Einbildung?

    Das ist schwierig. Vor allem wenn man nicht bereit ist, sich damit auseinanderzusetzen.....

    Trifft fast unsere Diskussion über das Stern-Thema....

    Wenn er sich mit einer Gegendarstellung auseinandersetzen möchte, dann kann er halt mal hier lesen: ADHS-Deutschland e.V.

    LG
    Erika

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: alles nur Einbildung?

    Hi soary,

    relativ kurze Antwort:

    Das ist Dein Leben, das ist Deine Entscheidung.
    Versuche selbstsicher zu sein und Deinem Freund ruhig aber bestimmt zu sagen, dass Du weißt waas Du tust und dass er das ja - zum Glück - nicht entscheiden muss, was für Dich richtig ist.

    Soviel Respekt sollte man vor dem anderen (dem Betroffenen und dem Arzt )haben, dass man eine ärztlich verordnete Medikation nicht endlos diskutiert.

    Sollte Dein Freund sich noch nicht ausreichend mit Literatur über ADHS informiert haben gib´ ihm diese .. wenn er allerdings keine Lust hat (oder es überflüssig findet) diese zu lesen passt mal wieder der altbewährte Spruch:

    "wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten"

    Gruß pingpong

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 213

    AW: alles nur Einbildung?

    Ich musst mir das von meiner Familie anhören. Meine Mutter so, ist ja nur ne Modeerscheinung und meine Großmutter. Na ja, ich wollt ja als du klein warst, immer mit dir lernen, aber deine Eltern wussten nunmal alles besser. Hallo???????????? Es ist eine Stoffwechselstörung im Gehirn. Wo will man da lernen?

    Klar, ich bin auch recht gut durchs Leben gekommen, auch mit dem Mist. Hab immerhin mein Abi und jetzt nen Beruf. Aber was nützt mir das, wenn meine berufliche Laufbahn viel einfacher hätte sein können. Und nicht betroffene sehen wirklich nicht, wie viel Kraft und Energie es für uns kostet, ein "normales" Leben zu führen.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: alles nur Einbildung?

    .... ich denke , das es von den Angehörigen , ihre Art der Verdrängung ist ,es nicht wahr haben wollen ...schnell wieder zur Tagesordnung übergehen ,selbst nicht nachdenken zu müssen ,die Erwartung ist oft, das man wieder "funktioniert"

    ... und so Sprüche, man hätte sein Leben doch seither auch halbwegs geschafft ... wo nicht gesehen wird , welch großer Kraftaufwand ,der normale Alltag schon erfordert.... und wer sagt schon gleich, he ich krieg es nicht geregelt ... die wenigsten ...

    was auch zu bedenken ist, wenn wir uns verändern, macht das auch mit unserem Beziehungsgefüge was , bzw denen die daran beteiligt sind

    Ein Beispiel hat mir da geholfen : man soll sich ein Mobile vorstellen , jeder hat da seinen Platz und sobald es da zu Veränderungen kommt ,ein Platz wegfällt ,die Position sich verändert oder dazukommt ,kommt alles erst mal ins Wanken und teilweise stößt man ordentlich aneinander .... es braucht Zeit bis es wieder im Lot ist .

    So merke ich ,das es unser Umfeld auch nicht leicht hat und es schwierig ist , plötzlich ungewohnte Reaktionen zu erleben , auch sie brauchen Zeit da sich zu recht zu finden

    LG Dori

  7. #7
    soary

    Gast

    AW: alles nur Einbildung?

    Hallo Ihr Lieben

    danke für eure Antworten und "schön", das sihr die Sprüche auch kennt

    @erika: hab ihm jez mal die stellungnahme von tokol und deine Verlinkte geschickt. mal sehn.

    @Hathor: ja, genau, ich war 27 als ich endlich mal ne Ausbildung fertig hatte... da konnt ich aber auch froh sein, dass ich die zuende hab machen können. und: mein "erst umfahren, dann hupen" verhalten war sicher nicht immer ganz unschuldig daran
    hat au lange gedauert, bis ich das zugeben konnte

    @ Dori: ja, ichhab ja auch erst in diesem Jahr gesagt: es ist nicht das Kind, ICH krieg es nicht geregelt. ICH brauch hilfe.
    ich mein, er hat sich ja mit mir hingesetzt und einmal ordentlich die bude entrümpelt... ich hab ihn fafür mit dem gesammten reportaire am schimpfwörtern belegt die ich habe (und das sind einige) und er hat einfach drüber hinweggehört. dafür bin ich ihm auch dankbar, denn ich hab nu mehr platz und es is wirklich n stück weit ordentlicher.
    aber mit dieser aktion war es für ihn erledigt.. nach dem motto: bude is sauber, jez läuft alles in geregelten bahnen.

    aber so is es leider nicht... es hängt ja viel mehr dran.

    und diese ständigen seitenhiebe, wenn er mir z.b. sagt er muss so und so arbeiten und ne halbe std später frag ich nach wie er denn arbeiten muss....

    das mit dem mobile is gut, werd ich ihm bei gelegenheit mal sagen.. mus sich aber aufschreiben... sonst vergess ich die hälfte und es kommt ein unsiniiger vergleich raus

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: alles nur Einbildung?

    und ob ich diese Sprüche kenne. Was musste ich mir alles anhören, als es darum ging, dass mein Sohn Medis bekommt.

    Was mich am meisten ärgert, dass sie eigentlich immer von Leuten kommen, den man eigentlich vertraut, die einem selbst wichtig sind und am Herzen liegen undvon denen man schon irgendwie auch erwartet, dass sie etwas Verständnis haben.

    Was ist eigentlich so schwer daran, wenn ich etwas nicht weiß, sich mal schlau zu machen? Ich würde das für einen Freund in jedem Fall tun, um ihm helfen zu können und seine Situation besser zu verstehen. ich wusste bis zur Diagnose meines Sohnes auch nicht viel oder besser gesagt nix über ADHS, aber ich habe mir Bücher besorgt, habe im Internet recherchiert, weil ich einfach wissen wollte was ist das und wie kann ich helfen.

    Sich hinzustellen und zu sagen, bisher hat es doch auch funktioniert, ist ja wohl ziemlich oberflächlich. Niemand kann auch nur ansatzweise ahnen, zu welchem Preis man es hinbekommt, was da für Kraft nötig ist und wie anstrengend es sein kann, immer zu funktionieren und dann wie entmutigend, wenn man erkennt, man strengt sich an und das Ergebnis ist doch nur Durchschnitt oder schlechter.

    Lass Deinen Freund reden, ich würde auch nicht mehr versuchen, gegenzuargumentieren, entweder versteht er es oder er lässt es. Du hast Dir die Entscheidung sicher nicht leicht gemacht und wenn es für Dich momentan so ist, dass Du mit den Medis einfach besser klar kommst, dann ist das so und wenn Du andere Therapien bekommst, die Dich unterstützen, dann kann man in Zusammenarbeit mit dem Arzt immer noch überlegen, ob man die Medis reduzieren kann.

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