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Diskutiere im Thema ADS / ADHS: Krankheit, Störung, Syndrom, ... ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    @Ion
    Da habe ich wohl zu viel reininterpretiert, weil ich`s ehrlich gesagt immer noch nicht verstehe was du meinst, aber ich werd`s nochmal in Ruhe durchlesen, versprochen


    @Wildfang

    Nein, damit muss was Unterschiedliches gemeint sein, mein Arzt hat sich tierisch darüber aufgeregt, das ich mal MCD als Kind diagnostiziert bekommen habe, aber er hat mich vor der Kamera (für einen Informationsfilm für Fachpublikum über ADHS) nach meinen Geburtskomplikationen gefragt und mir die Zusammenhänge erklärt.

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    creatrice schreibt:
    Nein, damit muss was Unterschiedliches gemeint sein, mein Arzt hat sich tierisch darüber aufgeregt, das ich mal MCD als Kind diagnostiziert bekommen habe, aber er hat mich vor der Kamera (für einen Informationsfilm für Fachpublikum über ADHS) nach meinen Geburtskomplikationen gefragt und mir die Zusammenhänge erklärt.
    Ich hab keine Ahnung wie der Begriff heute benutzt wird ... früher jedenfalls war es ADHS

    Untitled

    Ich hatte zwei Diagnosen im Alter von 6 und eine mit 8. Die erste lautete "Neuropathie", das ist wie ich heute weiß ein Begriff von Hans Aspergeger mit dem er "seine" Autisten von den Hyperaktiven ADHSlern abgrenzt. Die zweite lautete eben mcd. Netterweise haben beide Ärzte Beobachtungsprotokolle angefertigt (der mit der Neuropathie sehr gründlich, da sind einige Sitzungen zusammengefasst und die Diagnostik endet mit "Wildfang ist eindeutig ein neuropathisches Kind", der zweite nicht ganz so gründlich, der hatte es etwas mehr mit EEG und ähnlichem). Das hat bei der Kindheitsanamnese als Erwachsener sehr geholfen: Es war 100% ADHS.

  3. #43


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Wildfang schreibt:
    Genau das bezweifele ich.
    Herrje, das war ja nur ein Beispiel.

    Wie ich ja creatrice auch schon geschrieben hatte.

    Vielleicht kein sehr gutes Beispiel, da man meine These aufgrund fehlender eigener Erfahrung und fehlender Forschungsresultate weder untermauern, noch entkräften können wird.

    Trotzdem bin ich nach wie vor der Ansicht, dass das Vorliegen einer AD(H)S unter bestimmten und sehr günstigen Umweltbedingungen nicht den Charakter einer Krankheit oder Behinderung aufweisen wird.

    Allerdings unterlasse ich mal lieber weitere Beispiele, bevor diese wieder Anlass zu deren Diskussion geben.

    Was die Stigmatisierung jeglicher von der Gesellschaft respektive der Fachwelt als psychische Erkrankungen/Störungen definierten Erscheinungen betrifft, so gibt es die zweifelsohne.

    Ich würde von vorne herein behaupten, dass es in mindestens 90% der Fälle besser ist, davon nichts zu erzählen, wenn man vor einer entsprechenden Entscheidung steht.

    Gerade dann, wenn es um eine AD(H)S geht, deren Nennung bei einem Großteil der nicht-fachlichen Bevölkerung auf Unverständnis und völlig falsche Vorstellungen trifft und sogar bei Fachleuten (vorzugsweise der älteren Generation) immer noch oft genug nur ein hämisches Lächeln oder eine Predigt über "erfundene Krankheiten" hervorruft.

    Früher hatten die Menschen mit einer Depression genau so ein Problem, da sie auch von angeblichen Fachleuten für dumm, faul und selbstmitleidig gehalten wurden.

    Was sich leider zum Teil immer noch in den Köpfen der Menschen hält, denn sonst wäre es wohl nicht nötig gewesen, in den letzten Jahren ein Konstrukt namens "Burn-Out-Syndrom" zu erschaffen, das dann im Gegensatz zu einer Erschöpfungsdepression zumindest suggeriert, dass man dadurch krank geworden ist, weil man sich derart für die Firma eingesetzt hat und nicht (wie mit einer Depression assoziiert) dadurch, dass man den Anforderungen nicht gewachsen war.

    Naja, anderes Thema ...

    Was die Stigmatisierung betrifft, so sollte man jedoch tunlichst daran arbeiten, sich nicht selbst (bewusst oder unbewusst) zu stigmatisieren.

    Letztlich ist es auch für den eigenen inneren Frieden sehr nützlich, etwas Unvermeidbares erst mal als solches zu akzeptieren und sich dabei auch nicht an gesellschaftlich geprägten Vorstellungen von irgendwelchen Begriffen wie z.B. "Krankheit" oder "Störung" zu orientieren.

    Sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, kann sehr kraftraubend sein und bringt oft keinen Nutzen oder schadet sogar.

    Für mich selbst jedenfalls hat der Begriff "Krankheit" oder "Störung" seinen kranken oder störenden Charakter mit der Zeit verloren.

    Das gilt für mich selbst und auch für die Beurteilung anderer Menschen, die ich nicht an deren Diagnose(n) festmache.

    Würde ich das tun, so könnte ich dieses Forum überhaupt nicht betreiben.

    Letztlich sind die Diagnosen im Bereich der Psychiatrie eben oft nur Schall und Rauch und zudem niemals die Summe aller Eigenschaften.

    Und ich weiß, wovon ich hier rede, denn (ohne zu viel zu erzählen) haben sich in diesem Forum noch nicht sehr viele Mitglieder registriert, die über eine ähnliche Diagnose- und/oder Therapie"karriere" berichtet haben, wie das bei mir bis vor einigen Jahren der Fall war.



    LG,
    Alex

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Alex schreibt:

    Trotzdem bin ich nach wie vor der Ansicht, dass das Vorliegen einer AD(H)S unter bestimmten und sehr günstigen Umweltbedingungen nicht den Charakter einer Krankheit oder Behinderung aufweisen wird.
    Da sind wir wieder einer Meinung.

    Ich vergleiche ADHS gerne mit Übergewicht.

    Es gibt Fettsucht, keine Frage, die ist lebensbedrohlich und zwar unter allen Umständen und in allen Kulturen.

    Es gibt Übergewicht das kann unter bestimmten Umständen gefährlich werden, etwa wenn Diabetes dazukommt. Wenn die Menschen sonst Gesund sind passiert nix. Aber es ist ein Risikofaktor.

    Und es gibt das Bäuchlein das gesundheitlich nicht relevant ist aber dennoch Probleme macht weil es Gesellschaftlich nicht anerkannt ist oder in bestimmten Bereichen einen Nachteil darstellt, etwa wenn derjenige Sportler oder Model ist.

    So ist es auch mit ADHS. Es gibt Formen und Ausprägungen die machen immer Probleme, unabhängig von der Kultur und Umgebung. Und dann gibt es Ausprägungen die halt nur unter bestimmten Lebensbedingungen Probleme machen.

    Bei ADHS:

    Es gibt die die auch in der Tundra als Eremiten ADHS- Probleme bekommen.

    Es gibt die die bei der geringsten zusätzlichen unpassenden Anforderung Probleme bekommen, das sind wohl vor allem die die eigentlich "nur" an den Komorbiditäten leiden.

    Es gibt die die nicht unbedingt Buchhalter werden sollten.
    Geändert von Wildfang ( 5.11.2013 um 15:49 Uhr) Grund: Vergleich weitergesponnen

  5. #45
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Alex schreibt:
    Was die Stigmatisierung betrifft, so sollte man jedoch tunlichst daran arbeiten, sich nicht selbst (bewusst oder unbewusst) zu stigmatisieren.


    So sehe ich das auch.

    Ich finde es egal, ob man es Krankheit, Störung, Behinderung oder kleinen Kobold nennt, wichtig ist, das das, wie man es auslegt, nicht zum Stillstand führt.

  6. #46


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: ADS / ADHS: Krankheit, Störung, Syndrom, ... ?

    So,

    wie angekündigt habe ich die vorherigen Beiträge aus dem Ursprungsthread abgetrennt und diesen neuen hier erstellt.

    Es wäre schade, wenn diese Diskussion in der Masse und unter einem anderen Titel verschwindet.







    LG,
    Alex

  7. #47
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    IonTichy schreibt:
    Ich sage nicht, dass AD(H)S mit "medizinisch relevant" in seiner Bedeutung für einen Menschen vollständig erfasst ist.
    Es ist nicht "nur " medizinisch relevant.



    Uff! Jetzt hab ich´s verstanden.......

    Ich habe da irgendwie alles zusammengewürfelt und wirklich nochmal alles rumgedreht.....
    Soooorrrrryyyy!

    Hoffe die spannende Diskussion geht trotzdem weiter......

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