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Diskutiere im Thema ADS / ADHS: Krankheit, Störung, Syndrom, ... ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    creatrice schreibt:
    Ion, ich steh auf dem Schlauch......
    Kannst du mir mal Beispiele nennen, was du meinst, was man ohne Leidensdruck erkennen kann?
    Hab grad`nen Knoten in den Synapsen....
    Sagen wir doch mal: zumindest bereits so früh erkennen, wie andere Kinder auch an den Schwierigkeiten des groß werdens "Leiden". Kommt ja schließlich niemand ohne solches "Leiden" durchs Leben.
    Wenn man in einer AD(H)S Familie schon damit rechnen kann dass da eine hohe Wahrscheinlichkeit ist:
    Dass AD(H)S-Kinder "von Anfang an anders" (und anstrengender) sind ist inzwischen durchaus dokumentiert.
    Schreikinder, viel zuwendungsbedarf, hoher Bewegungdrang von Anfang an (bei den Hypern), dennoch motorisch ungeschickt bleibend, sehr schnell für alles mögliche entflammt, aber wenig durchhaltevermögen, an was dran zu bleiben....
    Oh ja, meine zwei Kinder unterscheiden sich da ganz gewaltig.
    Und auf der Verwandschaftsseite der Mutter gibt es keine Erfahrung mit etwas vergleichbarem (auf meiner schon...z.B. mich)
    Als die Tochter (als zweites) auf die Welt kam ließ sie irgendwann (erleichtert) die unwillkürliche Aussage raus: "Das Kind kenn ich"... nämlich im Vergleich zum Bruder, der innerhalb der (mütterlicherseitigen) Großfamilie eigenwillig anders und "fremd" war.

    Mit einem Wissen, das ich jetzt habe, hätte man einigen der Schwierigkeiten im Kindergarten und später in der Schule anders begenen können.
    Vor allem um so besser, je mehr dabei an einem Strang ziehen.
    Sein Selbstbewusstsein ist mittlerweile schon deutlich beschädigt. Und das müsste - "Leiden" an der einen oder anderen Stelle hin oder her - nicht so sein, glaube ich.

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    IonTichy schreibt:
    "prophylaxe" wie im Zahnärztlichen Fall ist das bestimmt eher nicht.
    Aber:
    Informieren - von Anfang an das Umfeld.
    Deutlich besser verstehen, wo sich Probleme ankündigen.
    Mit dem Kind "im Kontakt" bleiben darüber. (Ich sag grad nicht "im Gespräch" - bei einem Kind nämlich schwierig - aber eben bessere Wege finden, die speziellen Schwierigkeiten aufzufangen).
    Und da sich das auch auf alles bezieht, wo das Kind immer mehr "in die Welt hinaus" tritt - Kindergarten, Schule: sollten dort alle gut (genug) informiert sein.

    Und selbst da, kommt man irgendwann in der Realität an....
    Wenn man trotzdem z.B. aufgrund der Konzentration keine freie Berufswahl hat, sich andere entfernen weil man trotz Therapie und geschultem Umfeld impulsiv ist, weil sich trotzdem andere beschweren, über was auch immer, und man sich trotzdem selbst schwer verändern kann. Um dann eine (hier nunmal notwendige) medikamentöse Therapie zu bekommen, muss erst Leidensdruck vorhanden sein.

    Ich verstehe, was gemeint ist, aber ich möchte auch nicht, dass mir (ohne genetische Nachweise) auf Verdacht hin die Brust abgenommen wird, nur weil es aufgrund familiärer Vorbelastung passieren kann. Und ich würde es auch nicht gut finden, wenn prophylaktisch Medikamente gegeben werden. Beim Zahn wird prophylaktisch gereinigt, was ich jetzt mal mit deinen Beispielen vergleiche, aber gebohrt wird auch erst wenn Leidensdruck da ist. Und das effektive in den Körper eingreifende Bohren vergleiche ich mit den effektiven, in den Körper eingreifenden Medikamenten. Eine Prophylaxe hilft bedingt, ist aber nicht hundert prozentig.


    Und wer keinen Leidensdruck hat, der kann Prophylaxe betreiben, aber doch bitte nicht mit Medikamenten. Der ist dann betroffen, aber nicht krank...... ja das stimmt.

    Von daher mache ICH das schon vom Schweregrad abhängig.

  3. #33
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Alex schreibt:
    Der Leidensdruck kann nicht in jedem Fall ein definierendes Kriterium sein, das ist klar.

    Wenn jemand - um ein Extrembeispiel zu nennen - an einer Manie leidet (so die Ausdrucksweise), dann wird dir dieser Mensch über alles mögliche berichten, aber nicht davon, dass er auch nur ansatzweise irgendwie leidet.

    Trotzdem leidet der Mensch dann zeitverzögert in der sich anschließenden Depression und dann insbesondere an den Folgen der Handlungsweisen, die er während der Manie an den Tag gelegt hat.

    Jede Krankheit ist eben immer nur ein Teil eines Menschen und man kann nicht den gesamten Menschen und seine Persönlichkeit über einen bestimmten ICD-Schlüssel definieren oder dadurch, dass man ihn in eine Schublade packt.

    Trotzdem ist es eben nötig, um die Komplexität eines Menschen auf eine vermittelbare und therapierbare Form zu reduzieren.




    LG,
    Alex
    Ja, Alex - richtig.
    Aber was willst Du mir damit sagen?
    ??
    Also ich habe nicht im Ansatz etwas Gegenteiliges gesagt.
    Meine Argumentation ging in völlig andere Richtung.
    Ich rede davon, das AD(H)S "von alleine" und auch vor Einsetzen (besonderen) Leids "medizinisch relevant" ist.

    Und auch davon, dass Medizin allgemein sich eben durchaus nicht nur mit "Krankheit" befasst - sondern z.B. auch mit Gesundheit..
    Und "medizinische Relevanz" sich nicht ausschließlich am Krankheitsbegriff festmacht. Nicht mal am Leidensbegriff.
    Auch wenn der an allen Stellen eine Rolle spielt - man will das Leid beenden, aufhalten, vermeiden, verhindern.
    Ich brauch das aber nicht unbedingt in einer beschreibung von Medizin.
    Denn Medizin will Gesundheit herstellen, aufbauen, verlängern, erhalten.
    Da sich auf den Begriff Krankheit zu konzentrieren ist zu Eng.

    Ich habs das letzte mal am ganzen Gynäkologischen Bereich erklärt. Um die Geburt ist vieles "medizinisch Relevant", was nichts mit Krankheit zu tun hat.

    Manche fanden, das das Beispiel eben so eine Besonderheit sei. beispiel haben eben immer Haken.

    Es ist "medizinisch relevant" dass ich ein Mann bin und keine Frau. Das ist ein Merkmal, das erhebliche medizinische Unterschiede mit sich bringt.
    Ich hab gegenüber einer frau eine gewaltige überproduktion an Testosteron und bin trotzdem nicht Krank.
    Die "medizinische Relevanz" ist mir grad wieder ganz deutlich geworden angesichts des einen Neuzugangs (Name grad nicht präsent ) Dass dieser Mensch kein Mann und keine Frau ist ist auch sehr medizinisch relevant.
    Und ist damit eine Ausnahmeerscheinung. Bitteschön - dieser Mensch möchte genau dafür ganz sicher nicht das Etikett "Krankheit" haben.

    Ich habe AD(H)S, was bestimmte Merkmale mit sich bringt, die ganz schön ungünstig sind und mir viele Probleme im Leben gemacht haben - und eine Menge Leid.
    Dass das so ist, ist "medizinisch relevant". Brauche ich den Begriff Krankheit dafür?
    Muss ich ihn mir "gefallen lassen", wenn ich ihn dafür nicht mag?

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    ....puhh. So schnell wie hier die Kommentare reinflattern kann ich gar nicht lesen...geschweige denn Verstehen

    Ich enthalte mich mal weitgehender diese Diskussion, weil vieles gesagt wird, was ich denke.

    Fakt für mich ist:

    Mir ist der sogenannte "Leidensdruck erst bewußt geworden, als mich der Arzt so richtig in die Mangel genommen hat.
    Und wie Ion sagt:" Wenn ich dies alles schon vor Jahren gewußt hätte...bzw dieses Wissen gehabt hätte....hätte ich meinem Kind so manches ersparen könne!

    Denn kann mir einer von euch sagen, wie man einem 7 jährigem Kind die Frage: "Mama, warum bin ich anders als andere Kinder?", beantwortet?
    Wenn man sich diese Frage schon insgeheim selber gestellt hat und doch keine Antwort weiß, weil es Bezug nehmend auf ADS/ADHS keine ausreichende Aufklärung gibt.

    Bitte unbedingt weiter diskutieren.....

  5. #35
    howie

    Gast

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    das mit dem Leidensdruck ist so eine Sache.
    Es gibt auch persönlichkeitsstörungen deren eine eigenschaft ist dass sie überhaupt nicht leiden und ein krankhaft übersteigertes selbstwertgefühl haben.
    so wie ich es verstehe kommt die Wissenschaft vom krankheitsbegriff ab. auch "leiden" haben vorteile - wo wäre die kunst wenn es keine schizophrenie gäbe???

    ich hab eine kumpel bei dem sind viele ADHS faktoren stark ausgeprägt (von dem erzähle ich oft) er war in einer Schule für schwererziehbare Kinder und hat eine mehrfache Diagnose. (er sagt aber: "wir (gemeint er und ich und adhsler) sind genies!" das ist dann auch wieder zu krass.)
    er arbeitet in den Medien und hat oft wirklich oft Probleme mit den Chefs. er hat in den letzten jahren schon zigmal den job gewechselt, das ist normal in den Medien und ich weiß nicht genau warum.
    ich hab von einem anderen Kumpel gehört, dass er sich (immer noch) krass aufführt - aber: jetzt kommt s: diese Eigenschaft wurde vom Kumpel geschätzt: denn das was der adhsler gesagt hat war richtig! und es war gut dass es mal einer gesagt hat! ==> er hat also eigenschaften die man Helden zurechnen könnte! er streubt sich der Gruppendynamik! vgl die neueren Forschungen von Zimbardo!

    ein extrem um zu verdeutlich was ich meine:
    hier ein sauvign, ein autist, der ohne hilfe nicht leben kann, der aber mit dem Flugzeug über Rom fliegen kann und Rom dann über den Zeitraum von zwei Wochen nachzeichnet The Stephen Wiltshire Gallery - Drawings, paintings and prints
    krank???
    Geändert von howie ( 5.11.2013 um 14:01 Uhr)

  6. #36
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    creatrice schreibt:
    Und selbst da, kommt man irgendwann in der Realität an....
    Wenn man trotzdem z.B. aufgrund der Konzentration keine freie Berufswahl hat, sich andere entfernen weil man trotz Therapie und geschultem Umfeld impulsiv ist, weil sich trotzdem andere beschweren, über was auch immer, und man sich trotzdem selbst schwer verändern kann. Um dann eine (hier nunmal notwendige) medikamentöse Therapie zu bekommen, muss erst Leidensdruck vorhanden sein.

    Ich verstehe, was gemeint ist, aber ich möchte auch nicht, dass mir (ohne genetische Nachweise) auf Verdacht hin die Brust abgenommen wird, nur weil es aufgrund familiärer Vorbelastung passieren kann. Und ich würde es auch nicht gut finden, wenn prophylaktisch Medikamente gegeben werden. Beim Zahn wird prophylaktisch gereinigt, was ich jetzt mal mit deinen Beispielen vergleiche, aber gebohrt wird auch erst wenn Leidensdruck da ist. Und das effektive in den Körper eingreifende Bohren vergleiche ich mit den effektiven, in den Körper eingreifenden Medikamenten. Eine Prophylaxe hilft bedingt, ist aber nicht hundert prozentig.


    Und wer keinen Leidensdruck hat, der kann Prophylaxe betreiben, aber doch bitte nicht mit Medikamenten. Der ist dann betroffen, aber nicht krank...... ja das stimmt.

    Von daher mache ICH das schon vom Schweregrad abhängig.
    Öhm, nö - gebohrt wird, wenn Karies da ist - im Idealfall lange bevor der Nerv da irgendwas davon mitbekommen hat.
    Und damit lange, bevor irgendwas wehtut.

    Und die Frage "warum bin ich andersals die anderen Kindern" tut schon beim hören weh - beim eigenen Kind ganz besonders.
    Darauf eine Antwort zu haben - etwas zu sagen zu wissen - kann dieses Leid schon entscheidend mildern.

    Inzwischen kann ich etwas sagen wie:
    "Wir sind anders, nicht nur du. Aber deshalb bist du nicht schlecht. Und es gibt viele von uns - viel mehr, als es im Moment grad aussieht.
    Und es sind sehr viele ganz wunderbare Menschen dabei.
    Und du kannst lernen, damit besser umzugehen. Aber es wird immer wieder schwierig werden. Ich helf dir dabei so gut es geht."

    Ich wünschte, ich hätte eine solche Antwort schon vor ein paar Jahren sagen können - als sie ganz ähnlich kam. So stand ich sehr ratlos davor.
    Was soll ich dazu sagen? Dass ich das auf irgendeine Weise ähnlich erlebt habe? Und bis heute (damals) nicht verstehe? Und die Streitereien mit der Mama irgendwie bis heute was damit zu tun haben - mit diesem anders sein? (wobei das schon sehr gewagt ist, ob ich diese Verbindung überhaupt gesehen hatte)
    Prophylaxe ist ist nicht wirklich das richtige Wort.
    Aber eben frühe Erkennung und "Behandlung" - bzw. Berücksichtigung.
    Und dafür eben auch Unterstützung zu bekommen -dabei stört die "Leid"-Diskussion wirklich.

    Auf der einen Seite weiß ich auch:
    Es ist wichtig zu vermitteln, dass die Betroffenen - insbesondere und vor allem die Kinder - daran Leiden.
    Es wurde schon zu oft unterstellt, dass AD(H)S nur behandelt würde, damit das Umfeld - die Lehrer, die Eltern - ihre Ruhe haben. Weil das Kind anstrengend ist. Also einfach das Kind mal Kind sein lassen. Es ist natürlich auch wichtig zu betonen, dass das AD(H)S beim Kind zu Leid führt. Und eine nachhaltige Beschädigung des Selbstwertgefühls mit sich bringt. Bzw. eben: eine richtige Begleitung und /oder Behandlung eben Leid verhindert und das Selbstwertgefühl erhält.

    Was da möglich oder sinnvoll ist entscheidet sich natürlich nach den Gegebenheiten. Und danach, wo sich Leid entwickelt, wo Probleme sind.
    Aber Probleme sind nicht das selbe wie Leid - ein Problem kann erkannt und angegangen werden bevor es (zu) Leidvoll wird.

    Ganz sicher will ich nicht, dass irgendwelche Medis "prophylaktisch" gegen AD(H)S verabreicht werden !

  7. #37
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Es gibt bestimmte Hirnläsionen (gerade im Frontalhirn), die z.B. nach einem Unfall genau die selben Symptome wie eine ADHS haben. Ich selbst kenne so eine Frau,und habe auch so einen Mann gesehen. Die Frau z.B. hat nach einem Unfall nun Konzentrationsstörungen, hat eine Hyperaktivität entwickelt und kann ihre Impulse schwer steuern. Vorher stand sie sowohl beruflich, als auch gesellschaftlich mitten im Leben. Nun ist alles anders.....
    Ist sie nun nur "medizinisch relevant"? Ich finde nicht.... sie ist nach meinem Begriff nicht mal mehr krank, sie ist behindert. Behindert ihr altes Leben aufzunehmen, mit all den Unannehmlichkeiten, die es mit sich bringt.
    Wirklich genau die selben Symptome.

    Man geht übrigens auch davon aus, das eine ADHS zusätzlich noch durch selbige Läsionen während der Geburt (z.B. bei Sauerstoffmangel) entstehen kann, die genetische Disposition und die soziale Komponente sind bis heute nicht eindeutig als alleinige Ursachen nachgewiesen. Wenn nun jemand durch diese Läsionen eine ADHS hat, was ist dann anders als bei jemandem, der selbige später im Leben erworben hat? Wieso hätte der dann nur eine medizinische Relevanz, obwohl er die selben Probleme hat?

  8. #38
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Creatrice, in gewisser Weise machst Du grad was ähnliches wie Dir am Anfang dieses Thread passiert ist - nur nicht so unhöflich
    Du drehst mir in meine Aussagen Sachen rum.
    Ich sage nicht, dass AD(H)S mit "medizinisch relevant" in seiner Bedeutung für einen Menschen vollständig erfasst ist.
    Es ist nicht "nur " medizinisch relevant.

    Aber andersrum:
    Es IST medizinisch relevant, und das GENÜGT daher, um medizinische Hilfe (nicht nur medikamentös) oder Forschung zu begründen.
    Hilfe - isnsbes. für den jeweiligen Menschen. Ich will nicht erst den Karren im Dreck haben, bevor da Hilfe für angebracht gehalten wird.
    Sondern sobald jemand bereit dafür ist sie in Anspruch zu nehmen (wenn er denn betroffen ist)
    Und deshalb sollte für die "Betroffenheit" der "Leidensdruck" nicht so wesentlich sein.Wenn jemand früh genug bemerkt, dass er Hilfe brauchen kann, wäre gut wenn er die bekommt.
    Später wirds meistens teurer.
    Wie beim Zahn.

  9. #39
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Alex, ich bin fast 100% deiner Meinung bis auf einen Punkt:

    Alex schreibt:
    Wer eine AD(H)S hat und irgendwo in der Einsamkeit von Tibet Schafe hütet, der wird wohl kaum jemals Probleme damit bekommen oder weitere Erkrankungen entwickeln.
    Genau das bezweifele ich.

    Zumindest ich als ziemlicher Hypie bin für mich persönlich überzeugt dass ich einige körperliche Probleme auch im Tibetischen Hochland entwickelt hätte. Konkret: Muskelverspannungen, Zähneknirschen, Bluthochdruck und einiges was mit Körpergefühl zusammenhängt. Auch Tibetischer Buddhismus hätte da nichts genutzt, hab ich nämlich probiert. Erst mit Beginn der MPH-Behandlung konnte ich so etwas lernen und ich habe wirklich probiert und auch gespürt dass es mir gut tut - es ging früher einfach nicht.

    Auch Schäfer und Steinzeitmenschen können Depressionen entwickeln, nur so nebenbei ... gut, Schulprobelme hätte ich wohl keine gehabt - aber wer weiß? Wie lernen denn die Tibeter Schafe oder Jaks hüten? Vielleicht wär ich mit dem Meister aneinedergeraten? Aber Gesund wäre ich auch nicht.

    @creatrice: "Minimale Hirnschädigung" - mcd.

  10. #40
    howie

    Gast

    AW: Zweite Diagnostik - ja oder nein?

    Denn kann mir einer von euch sagen, wie man einem 7 jährigem Kind die Frage: "Mama, warum bin ich anders als andere Kinder?", beantwortet?
    ich würde darauf sagen: warum Du bist, wie Du bist, kann ich nicht beantworten. Jeden Menschen beschäftigt diese Frage das ganze Leben. Jeder unterscheidet sich von anderen, jeder ist anders. Du bist ein Mensch mit Vor- und Nachteilen.

    So pseudo-positiv und doch irgendwie stigmatisierend wie ion ichy würde ich das nicht sagen.
    Klar hast Du (ion ichy) streit mit Deinen Eltern, aber die hat jeder (mehr oder weniger häufig) - es gibt ja auch sicher Sachen, die Du an Deiner Mutter kritisierst und nicht nur Sie an Dir.

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