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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Hallo ihr lieben Gleichgesinnten!

    Ich wollte hier mich mal austauschen, wie es euch nach dem Erhalt der Diagnose ging? Ich habe momentan große Schwierigkeiten alles zu verarbeiten. Gleichzeitig müsste soviel anderes passieren. Ich sehe das sich viele Fragen die ich mir immer gestellt habe, zu meinem Leben, beantworten. Aber es wiegt so schwer. Außerdem habe ich Angst mich ins negative zu verändern, kurz ich bin grad ziemlich aus der Bahn geworfen worden. Auch die Medikamenteneinnahme verdaue ich nur schwer, ich merke das es mir dadurch besser geht- das freut mich, aber andererseits macht es mir Angst. "Funktioniere" und schaffe ich dann nur damit meine schulische & berufliche Laufbahn? Mein Leben an sich? Irgendwie kommt mein Kopf gerade nicht so gut hinterher mit verarbeiten.

    Wie ging/ geht es euch?

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    "Ach so. Alles klar". Das war mein Gedanke.

    Ich hatte ja zwei uralte Diagnose, noch nicht ADHS, "gab's ja nicht" sondern "Neuropathie" und mcd (deswegen da links "Diagnose seit Kindheit"). Das geriet aber in der Jugendzeit buchstäblich in Vergessenheit. Um die Jahrtausendwende bin ich dann mal einem ADHS e.V. über die Füsse gelaufen, ich dachte damals noch "na ja, das betrifft dich vermutlich auch" habe aber nichts weiter unternommen. Dann Depressionen .... keine Behandlungserfolge ... schlaue Ärztin ... -> ADHS und zack - Volltreffer.

    Das einzige was mich wirklich umgetrieben hat war die Frage: Was wäre alles anders, was wäre vor allem besser gelaufen wenn ich die Medikamente und das Wissen schon früher gehabt hätte? Die Katastrophale Grundschule? Die vielen Schulwechsel? Die Schlangenlinienförmige Ausbildung? Die ständigen Jobwechsel?

    Etwas aus der Bahn geworfen haben mich dann Erinnerungen an viele viele verbaute Chancen ... da hat mir aber mein Therapeut geholfen. Eine der gemeineren Wirkungen von MPH ist nämlich die bessere retrospektive Selbsteinschätzung ... auauaua. Nicht immer angenehm. Aber lehrreich.

    Heute gehts wieder prima. Auf alle Fälle besser als Vorher. Hat sich gelohnt.

    Geändert von Wildfang (29.10.2013 um 14:10 Uhr) Grund: Rinks und Lechts verwechsle ich nieeeee ... ;)

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Hallo Fluchtgefahr,

    ja wie ging es mir, ich fühlte mich bestätigt und war sogar erleichtert, dass ich keine Dissoziativen Störungen habe, mit der Diagnose, wäre ich noch ärmer drann gewesen, da gibt es keine Medikamente, so richtig.

    Na ja Ich trauere auch darüber, dass ich hätte es besser haben können, und leichter im Leben.

    Aber ich habe auch Stärken, und meine Symptome (klingt paradox) möchte ich auch behalten.

    ZB laufe ich heimlich 3 Stunden hin und her und denke über was nach, rede dabei laut mit mir.

    Übrigens hat das Citalopram mich nicht umkrempeln können, es ist nur angenehmer, aber ich kann immer noch verückt"" abgehen. ZT bin ich noch verückter"" und ich kann immer noch wild assozieren und das ist meine Große Stärke ich habe gelernt damit was konstrutives zu machen und war lange Zeit selbstständig (beruflich) damit, ich hoffe ja das das MPH mich nicht abtötet.

    ABER ich muss sagen ADHS mit intelligenz ist auch eine geniale Sache.

    Ich habe auch früher vielen ADSlern mit Nachhilfe geholfen, Deine Resourcen sind unbegrenzt, man kann auch ohne Medis die Schule mit Spitzennoten schaffen.

    Denn Gedächtnisleistung, Lerngeschwindigkeit und Intelligenz sind ja nicht beeinträchtigt, das kannst Du trainieren auch die Konzentration (Hyperfocussieren) das geht so.

    Nur die Aufmerksamkeitsstörung und eine Fehlerquote, bleibt bestehen, aber wenn Du zB Dein Geschreibse noch mal durchliest und nachkorrigierst dann, wird die inhaltliche und orthographische Fehlerquote deutlich gemindert. Dazu kommen mündliche Prüfungen, wo Assoziation gefordert ist, darin bist Du ein ASS mit ADS/ ADHS ( mit Ausnahme der Komorbität Angst) das ist die eigentliche Krankheit, Angst zu überwinden. und das geht ja jedem so.

    Bei mir ist die Angst und Depression die eigentliche Krankheit...die mich ärgert, nicht die ADS darüber lache ich nur....

    Verlasse Dich nicht nur auf die Tabletten, sondern auf das was Du Dir antrainierst.

    Es ist wie mit Fahrrad fahren. Das kannst Du ja vermutl. auch, oder mit Fehlerquote aber dennoch kannst Du es...und so ist das der Schlüssel.

    Ich werde auch weiter Therapie und Coaching machen, villt gelingt mir dann mehr. was mich betrifft und vor allem Autogenes Training denn das ist eine besonders starke Methode wenn ich es denn mal üben würde hihi.

    Ganz liebe Grüße von Timo
    Geändert von Timotheus (29.10.2013 um 14:41 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Vielen Dank für eure Antworten! Ja bei mir war ja auch so fort der Gedanke da :,ach so deswegen mache ich dies und das so und nicht wie andere.

    @Timo
    wie lerne ich meinen hypofokus zu steuern? Ich bräuchte diesen dringend für meine baldige Prüfung!,,

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    ja meine Umwelt ist das größte Problem, die mich nicht akzeptieren kann wie ich bin, alles muss perfekt sein.

    Sprich meine gesunden Mitmenschen, aber es ist sicher eine Prüfung Gottes für mich, mein Glaube ich durch ADHS auch stärker ich spüre den Hl Geist ,wenn es das ist. ich kann das fühlen, und auch mir Jesus und Gott besser vorstellen vermutlich durch ADS wie auch immer.

    Und welcher Gesunde mir nicht hilft und glaubt, der wird in den feurigen Pfuhl geworfen, wer gegen Inklusion ist, der wird bestraft"" so einfach ist das.


    @Fluchtgefahr: darf ich fragen, was ist das für ein Prüfung ist es ne ZAP....oder Abitur.....Abschlussprüfung ???

    Hyperfocussieren, dass geht so Du kannst so Rätsel machen und Sudoku alles, was die Konzentration trainiert, praktisch was, eigentlich für Alzheimer Patienten gedacht ist ist auch für ADS ler gut. Daran kannst Du dann sehen wie gut Du bist. Oder mache den Test bei Onmeda.de den Konzentrationsstest und versuche Dich zu steigern, damit geht das. Auch wenn Du nur geringe Verbesserungsquoten hast, sei nicht enttäuscht, das macht sich gewaltig in der Schule bemerkbar, weil es die Fehlerquote deutlich senkt.

    Konzipiere Dir eine Übungsarbeit/ Klausur und baue auch Transferaufgaben ein.

    Dann schreibst Du die Arbeit und gibst Dir selber Punkte, beim Durchkorrgieren werden Dir auch Flüchtigkeitsfehler auffallen, und dann gibst Du Dir Punkte und eine Note (50%-Schlüssel) dann wiederholst Du die Arbeit und schaust wie sich die Fehler verbessert haben, Dann konzipierst Du eine andere Übungsarbeit die Du Dir selber abfragst.

    Auch 2- 3 mal wiederholen, dadurch wird Deine Konzentration gesteigert, die Noten sind auch postive Verstärker für Dich schreibst Du erst ne 4+ später ne 3 dann ne 2- wird es Dir besser gehen.

    Versuche auch mal Deine Arbeit nachzuschauen vor Deiner (Selbstkorrektur einmal durchzulesen) natürlich begrenzt Du die Zeit, es ist eine echte Simulation. Dann kannst Du auch sehen und kontrollieren, wie Du Dich verbesserst, dieses Verfahren ist so das schnellste, was Du vor einer Prüfung machen kannst.

    LG Timo
    Geändert von Timotheus (29.10.2013 um 15:20 Uhr)

  6. #6
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Also für mich war es wie Frühling, wie Frieden, eine wirkliche Befreiung. Endlich nicht mehr allein auf der Welt Mein " Leiden" hatte wenigstens eine Erklärung und vielleicht auch einen Sinn

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Ich dachte nur "aha also doch" - nichts weiter.Und ich denk bis heute nicht ( ist ja erst ein paar Wochen her, seit dem ich die Diagnose habe) traurig darüber oder was hätte alles anders sein können, wenn man es schon eher gemerkt hätte. Jetzt weiß ichs und schua in die Zukunft und hoffe, dass ich mit Medikament nun das schaffe, was ich früher nicht geschafft habe. So einfach ist das bei mir - aber ich bin ohnehin nicht der große Grüblertyp, sondern nehme viele Dinge im Leben halt so wie sie sind. Vielleicht ändert sich das jetzt ja, weil ich hier schonviel davon gelsen habe, dass man sich selbst anders reflektiert und auch rückwirkend einiges anders sieht - mal sehn, ich lass es einfach auf mich zukommen.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Ich war 9 Jahre alt. Das ist jetzt über 30 Jahre her (wow... ) Es hieß auch damals schon ADHS, und es gab auch damals schon Ritalin. Mag sein, dass es recht neu war, das weiß ich nicht. Ich bekam es verschrieben, aber wollte es nicht nehmen und musste auc nicht.

    Es hat mich nicht groß interessiert. Ich war neugierig und habe es mir erzählen lassen. Es wurde ein IQ Test mit angefertigt bei der Diagnose, der überdurchschnittlich ausfiel, was sowohl miich als auch meine Eltern mehr interessierte. Ich glaube, es ist ganz wichtig, sehr früh Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu bekommen.
    Mein Weg war nicht immer einfach, aber im Hinterkopf zu haben, "da geht noch was" hat mir bisher immer geholfen. Ich hatte nie Ängste vor akademischen Herausforderungen und habe 2 Ausbildungen abgeschlossen und studiert. Alles im mittleren - guten Bereich obwohl ich Zeiten hatten in denen es mir sehr schwer fiel mich mit Stoff zu befassen, der für mich langweilig war. Und das hat man in jeder Ausbildung und jedem Studium.

    Also - durch die frühe Diagnose ist das einfach ein Teil von mir. Ich beachte es mal mehr, mal weniger. Ich hadere nie damit und fühle mich nicht eingeschränkt oder behindert. Ich kenne es ja gar nicht anders. Ich nerve mich nur manchmal selbst, wenn ich etwas mißachte, was ich einhalten muss um mittig zu bleiben.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Fluchtgefahr schreibt:
    .

    @Timo
    wie lerne ich meinen hypofokus zu steuern? Ich bräuchte diesen dringend für meine baldige Prüfung!,,
    Das ist eine kreative Idee Sie wird wohl nicht funktionieren. Ein ADHSler der eine Fokus wirklich steuern könnte, wäre somit kein ADHSler (mehr).

    Ein Hyperfokus ist ja auch etwas Neutrales, ein Symptom, wenn du so willst. Für viele ADHSler sitzt er nicht unbedingt auf Dingen die Arbeit und Studium betreffen. Sondern auf irgendeinem Interesse und meist nur kurzzeitig. Also..."ich will jetzt ALLLES über Kübelpflanzen wissen". dann beschäftigt man sich 2 Tage, 2 Wochen usw.. mit Kübelpflanzen bis sie irgendwann nicht mehr soooo spannend sind und dann vielleicht ganz vergessen werden. Das wäre ein klasssischer Hyperfokus. Kann sich auch auf Menschen richtigen.

    Was er macht ist - er verhindert, die Beschäftigung mit anderem und oft auch Handlungen.

    Was kann man tun. Den Hyperfokus abstellen kann man meist nicht so einfach. Man kann mit ein paar Tricks arbeiten. Man muss z.B. dringend für die Abschlussprüfung lernen, will sich aber viel lieber mit Kübelpflanzen, der neuen Freundin, afrikanischen Dungkäfern, Volleyball o.ä. beschäftigen.
    Was mir ganz gut hilft sind Zeitvorgaben. Also - ich schreibe es mir auch, oder notieres zumindest im Kopf. "ich lerne jetzt 45 Minuten für die Prüfung". Danach beschäftige ich mich wieder mit dem afrikanischen, volleyballspielenden, kübelpflanzenessenden Dungkäfer Und wenn ich wirklich kaum in die Gänge kommen, kaum weg vom Hyperfokus (kann auch ein Forum sein ). dann setzte ich die Zeit runter. Also ich sage dann, ok, ich lerne jetzt 10 Minuten! dann kann ich wieder fun Dinge tun.

    Das klappt fast immer so, dass wenn ich erstmal anfange, und habe nicht den Druck das nun 3 Stunden tun zu müssen, ich am Ende manchmal doch 3 Stunden dran sitze, oder mind. mal eine. Die Schranke ist bei mir meist am Anfang.

    ...und jetzt werde ich gleich für 5 Minuten die Küche aufräumen

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Ich war nach der Diagnose erst einmal einfach nur erleichtert, weil ich nicht "verrückt" war und mir die Symptome nur eingebildet habe. Da fiel mir erstmal ein riesen Stein vom Herzen.

    Mit meiner Vergangenheit hab ich eigentlich nie gehadert. Sicher, ich habe mir durch das ADHS ein paar Sachen verbockt, aber dennoch bin ich mit meinem Leben ganz zufrieden.

    Für mich war die Diagnose eher die Chance, jetzt endlich nach vorne zu blicken und was zu verändern. Habe ein Coaching gemacht und war in der Zwischenzeit zur Reha, wo ich viele liebe Menschen kennengelernt habe, die mir sehr geholfen haben.
    Dann war natürlich auch noch das Forum hier eine riesige Hilfe. So viele Gleichgesinnte, keine doofen "Null-Acht-Fuffzehn Antworten" wie ich sie ja sonst immer bekommen habe. Das hat ungemein geholfen.

    Ich gehe meinen Weg, verirre mich zwar auch heute noch manchmal, aber im Großen und Ganzen geht es einfach nur bergauf.

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