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Diskutiere im Thema Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Junie schreibt:
    afrikanischen, volleyballspielenden, kübelpflanzenessenden Dungkäfer
    sehr schön , muss ich doch auch gleich mal googeln

    Junie schreibt:
    ...und jetzt werde ich gleich für 5 Minuten die Küche aufräumen
    ha, ha - jetzt hab ich verstanden was du erklären wolltest, Zeitfester heißt das Zauberwort - wenn man z.B. keine Lust zum Lernen hat, dann lernt man halt nicht, sondern setzt das Zeitfenster so klein, dass man aber trotzdem ein gutes gewissen haben kann, denn man hat ja das problem erkannt und steuert mit einem (wenn auch untauglichen) Zeitfenster dagegen an

    nee im Ernst - find ich gut die Sache mit dem Zeitfenster, werd das auch mal versuchen

  2. #12
    ellipirelli

    Gast

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Hallo- mir gings besch.....en mit der Diagnose. Sie kam zwar erwartet, aber doch irgendwie unverhofft. So "plötzlich"...

    Ich war aber auch schon knapp 50, als ich endlich Klarheit hatte.. Bis dahin war ich eben immer "komisch".... Jahrzehntelang und immer wieder.. Anecken, Konflikte, Unverstanden fühlen..

    Ganz viel Trauer darum, was nicht alles hätte anders/besser(?) laufen können, wenn ich früher Bescheid gewusst hätte. Ganz viele Verknüpfungen dazu, warum ich auch in anderen Bereichen soviel mehr zu kämpfen hatte, als andere, warum ich sovieles so anders und heftiger "verstoffwechselte", als Menschen mit denselben Problemen.. (Scheidung der Eltern, Konflikte am Arbeitsplatz etc)..

    Ganz viel Unruhe, was ich denn jetzt damit "anfange"--- und die (im Nachhinein falsche) Entscheidung, das ich ja in "meinem hohen Alter" und "wo ich doch schon soo lange damit lebe und umgehen kann (haha!)" nicht mehr mit Medikamenten anfange..
    Sehr schlimm war es, guten Freunden davon zu erzählen-- ich war wirklich entsetzt, wie die Reaktionen waren. Von "ach, son bischen unkonzentriert sind wir alle mal" bis zu " nu ruh dich mal nicht dadrauf aus", bis hin zu "jaja, ADHS gibts doch gar nicht" war alles dabei...Und das sind alles Menschen, die mehr oder weniger im Gesundheitsbereich arbeiten....

    Es ging mir jedenfalls sehr lange nicht gut damit, ich habe das Ganze dann wieder verdrängt und "einfach weitergemacht" und steh heute vor einem Berg, den ich schon vor 5 Jahren hätte besteigen sollen..

    PS: gleichzeitig war die Diagnose natürlich eine unglaubliche Erleichterung und Erklärung, nachdem erstmal alles gesackt war und ich aus der ersten "Schockstarre" raus war...
    Geändert von ellipirelli (31.10.2013 um 08:49 Uhr)

  3. #13
    MeinerEiner

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.128

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Ich war sehr erleichtert als ich die Diagnose bekommen habe.
    Für mich war sie die Bestätigung dass ich nicht faul und unfähig bin. Sie war auch die Bestätigung dass "zusammenreissen" nicht funktioniert. Wille allein reicht manchmal eben nicht.
    Das ist jetzt knapp 3 1/2 Monate her.

    Seitdem räume ich mein Leben auf und arbeite all das ab was liegen geblieben ist.
    Das ist sehr, sehr viel und es kostet Kraft das alles wieder auf die Reihe zu bekommen.

    Die meiste Zeit über geht es mir deutlich besser als vor der Diagnose. Meistens kann ich den Berg sehen den ich schon abgearbeitet habe und mir geht es gut.
    Manchmal, so wie heute, sehe ich nur den Berg der noch vor mir ist und mir geht es weniger gut.

    Den Gedanken wie mein Leben hätte verlaufen können wenn ich früher die Diagnose bekommen hätte schiebe ich möglichst schnell wieder weg wenn er kommt.
    Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, aber meine Zukunft liegt in meinen Händen.

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Für mich auch erleichternd. Hatte v.a. die Hoffnung, dass ich dadurch das Projekt Familie wieder auf den Schirm nehmen kann, was ich in meiner damaligen Gesamtsituation praktisch aufgegeben hatte.
    Lg
    L.

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Ich habe so reagiert, wie ich immer auf psychiatrische Diagnosen reagiert habe...... erstmal alles anzweifeln. Das Forum hat mir sehr dabei geholfen aufkommende Fragen etc. zu beantworten, mich selbst zu vergleichen und damit letztendlich die Diagnose für mich selbst zu erkennen und zu akzeptieren. Ich kann mir endlich selbst erklären, warum ich wie ticke, und kann somit auch etwas positives verändern, weil ich es erst jetzt verstehe.

    Erleichtert war und bin ich irgendwie nicht, aber es gibt noch mal einen Ansporn, das es nun durch eine richtige Diagnose und damit auch richtige Behandlung doch noch aufwärts gehen kann. Die Hoffnung hatte ich ehrlich gesagt schon verloren, ich hatte mich nach jahrzehntelangem Kampf der Einsamkeit, Arbeitsunfähigkeit und den Depressionen ergeben. Eigentlich hat mich die Diagnose vorm selbstgewählten Dahinvegetieren bewahrt.

  6. #16
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 908

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    ich habe meine diagnose auch noch nicht so lange, bin froh das ich es weiß dachte es mir schon lange

    etwas stimmt nicht so mit dir...
    warum dies und das so ist

    aber ich weiß das es sachen gibt da kann ich nicht anders
    als ich vom arzt raus bin habe ich erstmal geweint und zu mir gesagt
    jetzt hast du den mist auch noch


    aber es gehört zu mir

    bin froh das ich es weiß

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 303

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Zuerst war ich ziemlich erleichtert meine Charakter"defizite" pathologisieren zu lassen...

    Mittlerweile nach nem halben Jahr musste ich leider feststellen, dass sich nicht viel geändert hat -.-

    Gibts den keine Anlaufstelle die einem bei der Neustrukturierung des Lebens hilft, die keine 9 Monate aufwärts Wartezeit hat?

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Wildfang schreibt:
    Eine der gemeineren Wirkungen von MPH ist nämlich die bessere retrospektive Selbsteinschätzung ... auauaua. Nicht immer angenehm. Aber lehrreich.
    DAS lässt mich ja schon wieder zweifeln, ob ich die Diagnose wirklich mag. Ob ich nicht doch lieber einfach versuche einen auf "halt nur depressiv, so'n bissken Burn-Out und so..." zu machen. Noch mehr Müll ausgraben, als eh schon geschehen im Diagnoseverfahren bin ich nicht scharf drauf. Mir sind meine "Verfehlungen der Vergangenheit" nur allzu bewußt. Oft habe ich déjà-vues, die mich daran erinnern und mich schaudern lassen... noch mehr davon will ich wirklich nicht.

    Andererseits könnte es die große Chance sein, zu verstehen, wie es soweit kommen konnte, wie es gekommen ist und diese Chance sollte dann auch beim Schlafittchen gepackt werden um mein miserables Selbstbewußtsein und Leben umzukrempeln. Hope of deliverance sozusagen...

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Die Diagnose hat in mir viele Fragen aufgeworfen. Besonders das Gefühl von nahe stehenden Menschen (Ehefrau, Freunde) die die Diagnose kennen, mit anderen Augen gesehen zu werden, beschäftigt mich sehr.Allerdings ist das ja nur gefühlt, ob sie es aus ihrer Sicht tun, weiß ich natürlich nicht.
    Auch wenn ADS in bestimmten Bereichen sicherlich postive Auswirkungen hat (siehe Liste mit berühmten/erfolgreichen Personen), spielen sich bei mir im Kopf immer wieder die
    Gedanken ab "....was denkt mein Gegenüber gerade", weil ich etwas gesagt oder getan habe.... gleicht er es mit dem typischen Bild von ADS ab, denkt sich "ach ja ... die Aussage / Handlung passt genau zum Thema ADS". Mit großer Wahrscheinlichkeit mache ich mir mehr Gedanken als mein Gegenüber..... allerdings kann ich mich nicht von diesem Gedanken lösen..... möchte sogern ich sein, als ich behandelt werden... als Mensch... mit Eigenschaften, die sich von anderen unterscheiden.... immer mit der Bereitschaft, die nicht so familien- oder gesellschaftsfähigen Eigenschaften in eine
    positive Richtung zu verändern..... aber liebes Umfeld... ich bin und bleibe ein Mensch, der gerne mit seiner Familie zusammen ist!

    ....aktuell lese ich gerade per SMS, dass es mit meiner Tochter (6) Probleme in der Schule gibt...... alles Auswirkungen von meinem ADS auf meine Familie.... hoffentlich bekomme ich bald die Bewilligung für die Kur! So geht es nicht mehr, muss da raus, damit es nicht noch mehr eskaliert! Fühle mich jetzt wie der Elefant im Porzellanladen.... was ich vorne aufbaue, werfe ich beim umdrehen mit dem Hintern um!
    ....verzweifel an mir ......und überlege, nicht mehr nach Hause zu fahren, sondern in die Klinik..... ich will nicht, dass zu Hause durch meine Anwesenheit noch mehr zusammenbricht.....
    Geändert von ads_papa (31.10.2013 um 15:43 Uhr)

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Wie ging es Euch nach Erhalt der Diagnose?

    Ich war zuerst irritiert. An sich kam ich wegen des Ritalins zur Diagnose, da ich bereits wusste das
    es mir helfen konnte. Ich hätte das Zeug auch ohne Diagnose mitgenommen

    Mittlerweile habe ich mein bisheriges Leben aber mehr unter dem ADHS-Blickwinkel betrachtet und
    frage mich, warum ich so lange für die Diagnose/Selbsterkenntnis brauchte. Ich habe einiges verbockt
    und habe letztlich auch einen großen Teil meines Selbstwertgefühls verloren.

    Nunja, Ritalin gibt mir so ein stückweit Lebensqualität zurück. Ich frage mich weniger nach
    dem "warum haste denn schonwieder so einen Mist gebaut", sondern sehe es als Symptom
    der Einschränkungen. Mir selbst fällt es nun auch leichter, realistische Ziele abzustecken -
    ich weiß halt eher, wo meine Grenzen liegen und bin nicht so streng mit mir.

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