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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    Aufklärung ggü. dem umfeld

    hey,

    ich habe heute mal wieder eine sehr interessante situation gehabt!
    wie vielleicht schon einige meine vorstellung gelesen haben,hatte ich einen großen leidensweg hinter mir (und dieser war gerade mal jugendfrei und für meiner verhältnisse kurz gefasst,aber ich weiß,das viele ihn genauso,wenn nicht soagr schlimmer, erlebt haben)
    heute traf ich auf 5 personen,denen ich vor 1jahr von meinen damaligen leiden angstzustände und depressionen erzählt habe (ich bin da immer sehr offen mit umgegangen und wusste noch nicht von der diagnose adhs) wir haben heute wieder mal sehr viel philosophiert und ich erzählte ihnen von meiner erst kürzlich entdeckten adhs!ich habe sehr viel zuspruch bekommen und das erste mal von freunden aktzeptanz erfahren!!!

    als aber einer der freunde kam und näheres erfahren wollte!er sagte,das ich ihm niemals so vor kam,das ich nicht wusste was ich wolte!ich erklärte ihm,das ich schon w eiß was ich will,aber es einfach nicht umsetzen kann!(da ich immer als eine sehr starke persönlichkeit rüber kam,die nie leiden erlitt.er hatte damals schon gedacht:angstzustände und depressionen?bei ihr? niemals!!!!)

    nun erzählte er mir heute von seiner ma,die seit einem jahr unter plötzlicher panikattacken leidet,aber keiner der ärzte versteht sie (so wie bei mir damals)....und ich hörte mir so einiges an,wie sie denn so sei und wie sie denn so ggü dem leben eingestellt ist!

    klar,ich bin noch absoluter laie und würde mir niemals das recht heraus nehmen zu sagen,das diagnosen auch daneben liegen könnten oder zu sagen:ey man,lass dich testen!aber es hat sich verdammt noch mal komplett nach dem adhsler angehört wie im bilderbuch!

    wie geht ihr mit solchen situationen um?analysiert ihr deswegen auch andere und kommt euch der gedanke:mensch,der ist so typisch dafür?ich habe immernoch so ein wenig probleme damit umzugehen!im inneren weiß ich,das ich es definitiv habe,aber die aktzeptanz ist noch nicht da,bzw. wie soll man damit umgehen?weil man auch auf viele gegensprüche von seiten der freunde bekommt!und ich weiß nicht,ob ich es jetzt gerade erzählen soll oder nicht!will mich einfach nur erklären ,aber man versteht es meistens nicht und ich habe dann wieder angst zu übertreiben und die gedanken der einbildung kommen hoch!bin so ungeduldig was das ganze angeht!will am liebsten ein handwerk erlenen,was adhs positiv beeinflusst,aber soweit bin ich nun nicht!habe ja mal gerade die diagnose bekommen...aber es ist so schwer!ich will mich ständig für mein verhalten rechtfertigen!kennt ihr das auch?das ist so blöd,weil es mich eigentlich nicht weiter bringt....nur um später zu grübeln:habe ich jetzt übertrieben oder habe ich jemanden vor dem kopf gestoßen?denkt derjenige jetzt,ich sei verrückt?

    so hoffe mal wieder,das ich nicht zu viel und zu lang geschrieben habe.....kommt mal wieder der innere,kreative schriftsteller heraus!

    lg alberta

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Aufklärung ggü. dem umfeld

    um noch einiges zu erklärung: ich habe (wie schon gesagt) nie ein geheimniss daraus gemacht,was mit mir los ist!allerdings habe ich das gefühl,das viele menschen jetzt nichts mehr wissen wollen....ja,jeanette ( so heiße ich wirklich-alberta ist nur von albert einstein) vor ein paar monaten hast du uns erzählt,du hast das und davor hast du das und das!versteht ihr was ich meine?ich will mich immer nur zu rechtfertigen und langsam nerve ich die leute!bin so traurig,das diese mich nicht verstehen können...wie auch mein ex-freund!bis heute sagt er;das ich mir alles einbilde und das ich wieder was neues suche!das hat auch zur trennung geführt,weil ich mich nie verstanden gefühlt habe!....ich bin zu tiefst traurig,weil mich mal wieder keiner vestehen kann und die komplexe,die dadurch kommen,brauch ich gar nicht erzählen!

    lg

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Aufklärung ggü. dem umfeld

    Hallo, ich habe ja noch keine Diagnose und es weiß eigentlich keiner so richtig Bescheid über mich. Habs ja mal meinen Mann angedeutet und er wiegelt nur ab. Find ich aber normal weil er sich noch nie damit beschäftig hat. Aber solang ich keine diagnose habe, möcht ich gar net mit so vielen Leuten darüber sprechen dass ich das haben KÖNNTE. Habe zuviel Bedenken davor dass ich abgestempelt werde als jemand der sich "ne Krankheit für sein Verhalten sucht". Ich weiß nicht ob das nachvollziehbar ist für andere. Ansonsten konnte ich mit meiner Cusine drüber reden und JA, ich analysiere, mein persönliches Gefühl sagt mir dass sie es auch haben könnte (und da bei mir alles auf meine Mama hindeutet macht das dann auch wieder von der Familienkonstellation Sinn).
    Ich hab mit ihr nur über mich gesprochen. Und sie stellte kurz fest, dass sie das wohl auch haben könnte aufgrund ihres "Verhaltens". Aber sie hat das sicher schon wieder vergessen *g*.
    Ich denke dass wenn ich ne Diagnose erhalte, würde sich sehr sehr viel in meiner Familie ändern, aber nicht die Tatsache, dass sie alle meinen.........."das gabs früher ja auch net und dann gibts es heute auch net".......leider. Meine Eltern würden das nicht glauben und würden davon nichts wissen wollen, am besten immer funktioneren.
    Diese Analysieren kann man bei mir net abstellen, aber ich erzähl zwar dann bissi was drüber aber werd die Person net direkt ansprechen......evtl. trau ich mich das wenn ich die Diagnose erhalte. Dann ist die Glaubwürdigkeit höher weil ich Fakten habe.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 114

    Daumen hoch AW: Aufklärung ggü. dem umfeld

    Hallo Ihr Lieben

    den Eltern, aber auch den betroffenen Jugendlichen und Erwachsenen empfehle ich immer den offensiven Umgang mit der Thematik. Je mehr Menschen über das Thema und damit verbundenen Problemen erfahren, umso eher besteht die Gelegenheit, Schandmäulern, Lästerern, Zerdiskutierern u.ä Paroli zu bieten.

    Seit 2004 setze ich mich nun in der Öffentlichkeit offensiv, und ich meine offensiv, Vorurteilen zur Wehr, versuche, Sensibilität zu schaffen, vieles aus der Sicht eines Betroffenen zu schildern und zu erklären, Vorträge zu halten, Ärzte und Psychologen weiterzubilden, Therapeuten zu gewinnen und vieles mehr.

    Sich hier in einem Forum auszutauschen, ist äusserst sinnvoll, sich aber hier zu verschanzen, ist weniger sinnvoll.

    Nur wenn wir alle uns erklären, zu unseren Stärken und Schwächen stehen, versuchen, die allgemeine Situation, auch im direkten Umfeld, positiv zu verändern, haben wir die berechtigte Hoffnung, dass unsere Steinzeitsituation verändert wird und unsere Kinder und Kindeskinder in einer Welt gross werden können, in der sie nicht verlacht, verarscht und gedemütigt werden.

    Steht zu Euch, habt Vertrauen zu Euch, Ihr alle seid in der Lage, anderen Menschen zu vermitteln, dass Ihr nicht verrückt, sondern einfach anders und deswegen beileibe nicht schlechter seid, und dabei ist unerheblich, um welches Grundstörungsbild es sich beim einzelnen handelt.

    Bis bald

    LG

    Frank

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Aufklärung ggü. dem umfeld

    @FallingAngel: ja ,das mit dem funktionieren kenne ich sehr gut in meiner familie!seit meiner kindheit versuchen mir meine eltern zu erklären,wie es ist zu funktionieren (aber das nicht böse gemeint)...sie merkten,das ich es immer nicht schaffe und geben (wie eltern eigentlich sein sollten) wirklich viel halt und wollen dem kind helfen!aber es funktionierte nie!das mit den panikattacken und depressionen haben sie nie verstanden,weil sie mich nie so sahen!sie haben da immer eher gegen mich gesprochen,als für mich!sie hatten angst,das ich mich immer manipulieren lasse und ich versuchte es immer zu erklären,aber es kam nie auf verständniss!jetzt wo adhs diagnostiziert wurde und sie sich damit auch außereinander gesetzt haben,wurde ein fass aufgemacht und die erleichterung kam hoch...auch weil sie jetzt verstehen können,warum ich es nie schaffte und zweitens,weil sie in ihren vermutungen immer richtig lagen!meine familie und 2-3 freunde können jetzt richtig nachvollziehen,was los ist und arbeiten mit mir daran,das es immer mehr zum verständnis wird!den part in der großfamilie es zu erklären,haben meine eltern übernommen!meine freunde erklären es anderen und ich habe tatsächlich auch schon 2 bekannte getroffen,die es selber haben (aber gesagt hatten sie es vorher nicht,weil auch sie immer vor die wand stoßten)

    @frank: ja,das mit der offensive halte ich auch für sehr richtig...allerdings habe ich auch festgestellt,das man (zumindest im meinen umfeld) mit viel feingefühl ran gehen muss!den leuten einfach an den kopf zu knallen:ich habe adhs! reicht da leider nicht aus,weil es nach wie vor immer noch als die "kinderkrankheit" angesehen wird.also muss umstrukturiert werden.habe gerade mit meinem besten freund darüber gesprochen!er sagte auch,das es wahrscheinlich einfacher ist,den menschen zu erklären,was in mir abgeht und sie somit langsam daran führt,als anstatt ihnen zuerst die adhs-symptomatik zu erklären und dann zu sagen:ich habe es!

    ich finde es übrigens sehr klasse,mit was für einem engagement du in die öffentlichkeit gehst!ich denke,wenn ich soweit bin,werde ich auch einiges dazu beitragen wollen!mein ziel war so oder so später ins mental-coaching zu gehen und ich denke,das man da einiges mit einander verbinden kann!
    (fühl dich auf die schulter geklopft)

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: Aufklärung ggü. dem umfeld

    Frank schreibt:
    Hallo Ihr Lieben

    den Eltern, aber auch den betroffenen Jugendlichen und Erwachsenen empfehle ich immer den offensiven Umgang mit der Thematik. Je mehr Menschen über das Thema und damit verbundenen Problemen erfahren, umso eher besteht die Gelegenheit, Schandmäulern, Lästerern, Zerdiskutierern u.ä Paroli zu bieten.

    Seit 2004 setze ich mich nun in der Öffentlichkeit offensiv, und ich meine offensiv, Vorurteilen zur Wehr, versuche, Sensibilität zu schaffen, vieles aus der Sicht eines Betroffenen zu schildern und zu erklären, Vorträge zu halten, Ärzte und Psychologen weiterzubilden, Therapeuten zu gewinnen und vieles mehr.

    Sich hier in einem Forum auszutauschen, ist äusserst sinnvoll, sich aber hier zu verschanzen, ist weniger sinnvoll.

    Nur wenn wir alle uns erklären, zu unseren Stärken und Schwächen stehen, versuchen, die allgemeine Situation, auch im direkten Umfeld, positiv zu verändern, haben wir die berechtigte Hoffnung, dass unsere Steinzeitsituation verändert wird und unsere Kinder und Kindeskinder in einer Welt gross werden können, in der sie nicht verlacht, verarscht und gedemütigt werden.

    Steht zu Euch, habt Vertrauen zu Euch, Ihr alle seid in der Lage, anderen Menschen zu vermitteln, dass Ihr nicht verrückt, sondern einfach anders und deswegen beileibe nicht schlechter seid, und dabei ist unerheblich, um welches Grundstörungsbild es sich beim einzelnen handelt.

    Bis bald

    LG

    Frank
    Hi Frank, hallo an alle "chaoten",

    so einfach ist das meines Erachtens nicht ... echten Freunden kann man sicherlich erzählen "was los ist" ... aber - und das wurde auch schon einmal vorsichtig erwähnt - bei manch einem Beruf (und erstaunlicher oder vielleicht auch nicht erstaunlich (erweise) bei den Berufen, die eigentlich damit umgehen können müssten) ist die Gefahr groß, dass man mit seiner Offenheit "ganz schön auf die Fresse fällt" (um´s mal uncharmant auszudrücken).

    Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass meine Chancen einen neuen Job zu finden durch ein "Geständnis" (wenn die Diagnose mal Hieb- und Stichfest ist) besser werden würden.

    Gruß pingpong

    P.S. nach allem, was ich bislang an Infos habe dürfte ich ein "stark strukturiertes ADHS haben, das für mich und V.a. mein berufliches Umfeld reht anstrengend ist

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Aufklärung ggü. dem umfeld

    also ich bin da auch skeptisch und überlege mir ganz genau, wem ich was erzähle. Sicher brauchen wir Aufklärung und gerade auch, weil es immer wieder falscvhe Darstellungen in den Medien gibt.

    Aber wenn ich z.B. an meine Familie denke, dann halte ich mich sehr zurück. Zum einen kann ich es nicht so erklären oder rüberbringen und zum anderen wollen oder können sie es nicht verstehen. Ich habe ja für die "nur" Depressionen und schon da habe ich um Anerkennung zu kämpfen und habe schon oft genug gehört, dass ich doch schon genug Therapie hatt und es müsste nun endlich mal gut sein und ich soll mich eben nicht so hängen lassen. Die ADS-Diagnose meines Sohnes kennen sie, aber ich weiß ganz genau, dass es belächelt wird uns sie meinen, dass es eine Modediagnose ist und für mich eine gute Erklärung, wenn ich nicht klar komme in Erziehungsfragen.

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Aufklärung ggü. dem umfeld

    @Marvinkind
    Ich muss dir voll und ganz zustimmen.....das Problem Rüberbringen dass es verstanden wird. Ich hab noch ein weiteres Problem. Es muss auch aufgenommen werden, und das bei einer Familie bei der man nach außen bzw. generell zu funktionieren hat. Und die alles abwiegelt und verdrängt.
    Ich habe auch schon Bedenken dass ich die Diagnose überhaupt richtig machen kann. Ich weiß dass meine Mama eher was anderes erzählt nur damit alles "normal" ist bzw. dann kann sie sich nimmer dran erinnern.

    @pingpong
    So wie bei dir ist das bei mir in der Arbeit auch. Ich kann mir nicht vorstellen dann noch normal behandelt zu werden. Aber darauf hab ich ja letztendlich mein ganzen Leben hingearbeitet....dass ich nicht so aus der Reihe tanze......

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