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Diskutiere im Thema AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    Beitrag AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Hallo zusammen,

    wie ergeht es euch hinsichtlich Freundschaften und Beziehungen? Bei einigen von euch lese ich, dass sie tolle Netzwerker sind und viele Freunde haben. Für andere wiederum ist es richtig schwierig eine Freundschaft aufzubauen oder gar am Leben zu halten.


    Und das halte ich für ein echtes und sehr, sehr großes Problem, welches den Einzelnen ungeheuer belasten kann und in vielen Fällen sicherlich Nährfutter für weitere Komorbitäten ist.


    Ich habe das Thema aus meinem Vorstellungsthread übernommen, wo ich u. a. geschrieben habe, dass Beziehungen und überhaupt soziale Kontakte ein wichtiges Thema für mich sind. Anscheinend mögen mich recht viele Menschen, aber ich schaffe es nicht dauerhafte Freundschaften aufzubauen.


    Im weiteren Verlauf habe ich in einer Antwort folgendes geschrieben:


    "Eine Erfahrung konnte ich jedoch im vergangenen Jahr machen: Dabei weiß ich nicht, ob das schon lange so ist oder sich in den letzten Jahren erst entwickelt hat. Ich habe letztes Jahr in zwei Fällen "hintenrum" erfahren, dass Leute mit mir befreundet hätten sein wollen, ich aber gar nicht auf die Signale reagiert habe. Ich befürchte fast, dass das eine Reaktion darauf ist, sich, vielleicht auf Grund älterer Erfahrungen, vor irgendwas schützen zu wollen."


    Habt ihr eine Ahnung davon, oder wisst ihr, woran die meisten Sozialkontakte bei euch im echten Leben scheitern? Und dann natürlich noch die wichtige Frage: Hat jemand von euch Lösungsansätze? Wie geht ihr damit um?


    Freu mich auf eure Antworten!


    Liebe Grüße
    Konvergent


    P.S: Ein Danke an Dompteur für die Anregung zu diesem Thread !
    Geändert von Konvergent (13.10.2013 um 21:06 Uhr)

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Konvergent schreibt:
    Habt ihr eine Ahnung davon, oder wisst ihr, woran die meisten Sozialkontakte bei euch im echten Leben scheitern?
    Sozialkontakte scheitern, weil ich nicht in der Lage bin, diese aufrecht zu erhalten. Tief in meinem Inneren will ich auch keine Freundschaften. Es sei denn, ich lerne Jemanden kennen, mit dem ich mich gut verstehe. Das war bislang nicht der Fall. ich habe alle meine freundschaften reduziert, von fast dreißig vor 3 Jahren auf jetzt Null. Und ich finde das nicht schlimm, weil das mein Naturell ist.

    Mein Tipp: stehe zu Dir.

    Was erwartest Du von Freunden? Wenn Du keine willst, dann würde ich mich auch nicht darum bemühen.

    Also Frage 1: Warum willst Du Freunde?

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Hallo Steintor,

    danke für Deine offene Antwort. Hmm, also ich will schon Freundschaften. Momentan fühle ich mich ziemlich einsam. Natürlich habe ich meine Kollegen auf der Arbeit und die Familie, und auch den einen oder anderen Bekannten, den ich anrufen könnte - es aber nicht tue. Mir fehlt was. Ich blühe in der Gesellschaft von anderen Menschen auf. Und trotzdem meide ich sie. Vielleicht ist auch ein Problem für mich, dass man die Gesellschaft von anderen schwer "dosieren" kann. Zu viel, zu wenig, zu nervig, zu anstrengend, zu oberflächlich. Aber das darf/sollte eigentlich kein Grund sein, die Gesellschaft von anderen zu meiden oder unbewusst zu boykottieren.

  4. #4
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Puh, also ich bin einer, der eher mit anderen, eher außenseitern befreundet ist, ich würde sagen, Kumpels habe ich zwei Dutzend, aber wirklich Freunde 5. Es fällt mir durch meine humvorvolle und kultivierte Art leicht mit Menschen in Kontakt zu kommen, vor allem weil ich sehr rheoterisch bin, aber ich verletzte auch diese Menschen weil ich nicht nachdenke.
    Ich kann mich zuweilen durch Entschuldigungsgedichtlein aus solche Situationen heraus retten, aber gerade früher, war mein verschleiß an Bekanntschaften sehr hoch, kennen gelernt, dann den Kontakt verloren .....
    Letztendlich ist halt nur wirklich wenig auf Dauer
    Vor 3 Jahren ungefähr hat mir mal ein Freund gesagt, so wie mich stellt er sich Harry Haller(Der Steppenwolf) in Jungen Jahren vor, schon spurend und anzeichen vom steppenwolf tragend aber noch nicht der Steppenwolf, damals kannte ich den Steppenwolf gar nicht^^

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 64

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Ich hatte zwar Freunde die aber durch ihre Berufe weggezogen sind. Wirklich gute waren es aber nicht. Das ist jetzt mitlerweile 4 Jahre her und langsam merkt man wie man seelisch abbaut und irgentwie nicht so recht weiß wie man dagegen angehen soll. Ich habe viele negative Erfahrungen gemacht.

    Es gibt aber auch nur noch Vollidioten in der Öffentlichkeit. Die guten Leute verstecken sich... Obwohl ich nicht viel unter Leuten bin beobachte ich aber viel und sehe nur Vollpfosten.

    Naya vielleicht bin ich selber ein Vollpfosten.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Hmmm, mit manchen Menschen läuft's einfach. Da braucht man sich nicht unter Druck setzen, die verstehen einen und man versteht sie.
    Dass es das aber nur verdammt selten gibt, versteht sich von selbst. Freundschaft ist da, so wie Liebe. Oder eben nicht. Alles andere ist
    keine Freundschaft, sondern Krampf und Kampf und auf so was lasse ich mich schon sehr lange nicht mehr ein.
    Ich sehe aber auch sehr deutlich, dass Freundschaften nicht ewig halten. Mal ist man dicke und dann...schwupps...vorbei. Passiert. Und
    ist sehr, sehr traurig, aber halt wie immer im Leben nicht zu kontrollieren.

    Ich persönlich komme inzwischen mit vielen Leuten zurecht, aber auch nicht mehr. Keine Ahnung, ob ich in dieser Hinsicht einfach zu viel
    verlange. Aber es ist mir wichtig, dass ich mich wohl fühle im Beisein der Menschen, die ich Freunde nenne. Das ich mich verstanden fühle
    und wahr genommen als der Mensch, der ich bin. Und nicht als Alleinunterhalter oder Zugpferd für gute Laune agiere.

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Es ist interessant, wie unterschiedlich eure Antworten sind, wie unterschiedlich jeder mit dem Thema umgeht.

    Was mir noch nicht so in Kopf will (ich mach das jetzt einfach mal an meinem Beispiel fest): Ich möchte Freunde haben. Ich bin nicht blöd, hässlich, humorlos, verklemmt oder sonstwas. Ich weiß, dass mich ziemlich viele Menschen nett finden und mich mögen. Woran scheitert es? Meine Theorie ist, wie oben schon beschrieben, dass da irgendwelche Ängste wirken, dass man sich unbewusst vor einer "Gefahr" schützen will. Was meint ihr? Was könnte es noch für andere Gründe geben?

    Und kann es sein, dass "echte" Freundschaften grundsätzlich immer weniger werden? Entwickelt sich die Gesellschaft so?

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Konvergent schreibt:
    Habt ihr eine Ahnung davon, oder wisst ihr, woran die meisten Sozialkontakte bei euch im echten Leben scheitern? Und dann natürlich noch die wichtige Frage: Hat jemand von euch Lösungsansätze? Wie geht ihr damit um?

    sie sind schon als Kind (12/13 Jahre) früher das erste mal gescheitert weil ich mich nicht mehr um den Kontakt bemüht habe den aufrecht zu erhalten. Er zog weg, Ich war einmal zu Besuch und dann war mir das sicher zu anstrengend ständig dahin zu fahren, ich konnte als Kind früher ja nicht Autofahren und meine Eltern hatten auch nicht immer Zeit. Und mit Bus oder Bahn? Niemals!!

    und dann im Teenageralter lebte ich auch eher wie ein Pendler. Ich hatte 2 Cliquen.

    es gab wirkliche Freunde aber auch nicht wirkliche Freunde.

    die nicht wirklichen waren in der einen Clique. Ich hatte niemanden und da waren ab und zu Kerle an mir interessiert und nutzte das aus, so hatte ich "Freunde" aber irgendwann wollten sie mehr als nur treffen mit der Clique. Oder auch mal so. und dann war ich weg und die auch.

    naja und in der 2. Clique war es so, das ich einen "Freund" hatte aber auch wieder nicht. Mal stieß ich ihn weg mal wollte ich ihn , usw wie eine Achterbahn. Flirtete immer mit nem anderen herum den ich niedlich fand. Und zwischendurch knutschte ich auch mit einem Kerl außerhalb und einmal innerhalb der Clique. Ich konnte nix dafür es riss mich so sehr hin ich konnte es nicht kontrollieren das es passierte. Mir kam es immer so vor als müsste ich es machen, wie ein Zwang. Ich war da 15/16 und meinen Gefühlen völlig ausgeliefert.

    Bei den ******n war es so, kam eine bessere war ich weg und sah eben nicht, das die erste wirklich ne Freundin war, aber nahm dann eben die andere, die war ja viel cooler.... um die Häuser ziehen.... mit Kerlen flirten etc...und dachte immer da springt für mich auch etwas raus, bissel was erleben etc.

    Dann merkte ich aber später das die blöder waren, Kerle weggeschnappt, gelästert ......... und dann wars zu spät. Ich hab dadurch 2 Freundinnen verloren. Habe auch früher Ausreden erfunden, bei einer guten Freundin, weil ich keine Lust hatte mit ihr was zu machen und wollte einfach mal meine Ruhe.

    es flog dann aber auf weil mein Bruder für mich sagen musste das ich gerade einkaufen bin und dachte aber nicht daran das Sonntag war



    achso und jetzt scheitert es meist auch daran jemanden näher kennen zu lernen weil ich nicht jede als Freundin nehme. Ich suche mir meine Mitmenschen aus, ich bin da sehr wählerisch. Ich habe eine gute Freundin, und die ist mir wichtig, und will sie auf keinen Fall verlieren oder ne andere haben. sonst habe ich keine Freundin. Die Freundin von meinem Freund seines Bruders, ist mir nix. Weiß auch nicht, die ist zwar nett aber sie sieht immer so vieles ernst und dann kommen so doofe Sprüche. Nicht meine Welt. Also Freunde werden wir wohl nie aber so mal für Abends zu viert geht das schon
    Geändert von sourcream (14.10.2013 um 21:33 Uhr)

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 67

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    für mich ist das auch ein sehr schwieriges thema.

    zu schulzeiten hatte ich meist nur 1 richtig enge freundin und sonst höchstens recht oberflächliche freundschaften.

    beziehungsmäßig reiht sich ein desaster ans nächste. wärend man frisch verliebt ist gehts noch, dann nehmen die macken überhand und die beziehung in die binsen.

    inzwischen bin ich der meinung, das ich besser "allein" lebe. mit meiner kleinen tochter komm ich so am besten zurecht, wenn mir auch keiner "in meinen alltag reinpfuscht" gg

    mir blieb aber immerhin mein exmann als seelenverwandter, bester freund und ziehvater für die kleine.

    er hat sich ein ziemlich gutes wissen und verständnis für unseresgleichen (wenn ich das als neuling gleich mal so bezeichnen darf) und steht oft über meinen launen. da kann man nur dankbar sein ^^'

    ansonsten scheu ich mich sehr vor neuen kontakten. ich will den anderen nicht zumuten meine macken ertragen zu müssen, befinde mich aber aktuell auch nicht in behandlung o.ä.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    ja in der Schulzeit hatte ich in der 8ten mal eine beste Freundin, die aber leider sitzen blieb.

    früher nahmen meine Macken auch immer überhand, ich hatte dann zu nix mehr weiter Lust. die ersten verliebtheitsgefühle wie bei dir Threnody ließen nach und dann wurde es langweilig. Weder lust auf den Kerl noch irgendwas mit dem zu unternehmen. Wenn dann waren wir immer nur in seinem Freundeskreis was mir absolut nicht passte und ich mich zurückzog, weil es mir zu viel wurde. Ständig immer nur von Leuten umgeben die ich kaum kannte und ich noch mich anfreunden sollte, wo ich eh Probleme habe mich zu öffnen. Wenn dann dauert sowas sehr lange aber bis dahin, ohne mal längeren Abstand zu haben ging sowas immer nach hinten los und bei mir stellten sich lustlose Gefühle ein und war froh als der Kerl weg war. Klar eigentlich tat es weh aber auf der anderen Seite war ich froh wieder alleine zu sein, auf niemanden Rücksicht zu nehmen. Und keine blöden fremden Leute.

    jetzt hab ich mich einiger Maßen gefangen ich kann es etwas ausgleichen weil ich Gott sei dank einen Freund habe der gerne mal daheim ist bzw mit mir alleine auch mal was macht und er nur den Bruder als Freund hat + die Freundin. So sieht man sich nicht all zu oft, alle 2 Wochen an einem Tag am Wochenende oder so, wenn überhaupt.Er geht auch nicht gern abends weg, also so wie Disco oder da wo es laut ist, er mag es auch nicht so laut und hektisch. So einen Freund wollte ich schon immer. Bowling etc wie dieses We sind mir am liebsten dort ist es recht ruhig, 2 Bahnen und vor allem macht es Spaß

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