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Diskutiere im Thema AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    So, nun kann ich wieder denken . Irgendwie geht mir das oft so, dass zum Ende der Woche die Luft raus ist. Da kann man dann überhaupt nichts mehr mit mir anfangen. Den Freitag bei der Arbeit überstehe ich noch so irgendwie und dann ist endlich der Samstag zum Energietanken da. Na ja, aber das ist ein anderes Thema.

    @ Weiße Rose: Erstmal habe ich bei Deinem Ratschlag, niemandem so schnell das Gefühl zu geben die Nr. 1 zu sein, etwas gestutzt. Erstmal habe ich gedacht: Sind Menschen wirklich so? Werden sie nachlässig, wenn sie bevorzugt behandelt werden. Und dann habe ich gedacht: JA!! Menschen sind (oft) so! Irgendwie etwas kurios aber trotzdem wahr. Und dass es Menschen gibt, die Gutes und Schlechtes mit unterschiedlichen Menschen teilen, habe ich auch schon festgestellt. Wenn ich über beide Themen so nachdenke, dann hat das für mich irgendwie ganz viel mit Bequemlichkeit zu tun. Menschen suchen meist den einfachsten Weg. Ich glaube viele Menschen finden Respekt und Dankbarkeit ganz toll und würden vielleicht sogar behaupten, dass diese Themen ihnen sehr wichtig sind. Aber wenn man es sich im Leben bisschen einfacher machen kann, dann verzichten doch viele auch gerne mal auf ein bisschen Respekt, verzichten auf ein bisschen Dankbarkeit gegenüber anderen.

    @ Nutella: Ich glaube, dass wir unseren Weg finden werden ! Sich diesen Problemen bewusst zu werden und sich aktiv damit auseinanderzusetzen ist schon mal ein guter und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich in diesem Thread schon mal einen meines meiner liebsten Zitate erwähnt habe: "Da wo die Angst ist, da ist der Weg"! Dieser Satz ist so kurz, aber so wertvoll. Wenn ich über Situationen nachdenke und dann über diesen Satz, dann fallen mir fast immer Lösungen ein. Und dann gibt es nur noch das klitzekleine Problem mit der Umsetzung. Aber auch das hoffe ich, irgendwann in den Griff zu kriegen. Denn wie Du schon schreibst: Es ist wirklich so wichtig für das Selbstbewusstsein, für unser Selbstbewusstsein!

    @ moonstone: Erstmal ganz lieben und herzlichen Dank für Deine Wünsche! Wir kennen uns zwar nicht, aber es tut trotzdem gut, sowas zu hören . Dass ich vielleicht etwas Unsicherheit ausstrahle glaube ich auch. Und ich glaube, dass diese Ausstrahlung auch gar nicht so auf den ersten Blick sichtbar ist, aber trotzdem irgendwie im Unterbewusstsein auf andere wirkt. Leider kann man das nicht so ohne weiteres kurzfristig abstellen. Das ist immer das Problem mit dem Unterbewusstsein. Aber ich hoffe, dass sich dieser Eindruck, den möglicherweise andere von mir haben können, mit meiner weiteren persönlichen Entwicklung legen wird. Vielleicht erstmal teilweise und irgendwann hoffentlich ganz.


    Bei meinem letzten Termin bei meinem Doktor habe ich nun erstmal eine interessante Maßnahme "verordnet" bekommen: Ich soll bei einem Flirtportal im Internet aktiv werden und mal sehen, was sich da so entwickelt. Bisher habe ich immer gedacht, dass ich noch lange nicht wieder so weit bin. Aber er meint: "Raus aus der Lethargie!!!". Vielleicht hat er recht. Mal sehen, ich bin gespannt. Momentan habe ich noch gar kein Gefühl dafür, ob und wie weit ich über meinen eigenen Schatten springen kann. Nun ja, das nennt man also Verhaltenstherapie...


    Wünsche euch noch einen schönen Sonntag!

    Liebe Grüße
    Konvergent

  2. #42
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 750

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    hallo konvergent!
    zuerstmal muss ich sagen, wir sind uns sehr ähnlich, was ich sehr witzig finde, normalerweise ist mein nikname auch immer konvergiert, auch meine email.

    des weiteren habe ich genau das selbe problem mit menschen! so wie ich das sehe, denkst du auch zu viel nach, besonders über das abstrakte komische verhalten des menschen.
    wenn man sich in einer gruppe befindet, diese ganzen struckturen erkennt, ist es irgendwie nicht mehr ganz so einfach einfach daran teil zu haben.
    man steht eben etwas weit weg.

    was mich nebenbei mal interessieren würde an alle, ich habe es nicht geschafft den ganzen thread zu lesen, tut mir echt leid, aber mir fehlt da echt die geduld und alles, um das durch zu ziehen. wenn hier manche schreiben, frage ich mich, wie ihr das macht. gut, wenn man von anfang dabei war, geht das ja, immer wieder son stück lesen.

    bei mir gibt es aber auch noch weitere probleme, die du vielleicht nicht hast, oder doch?

    ich wechsle häufig interessen und bin des wegen in meinem wesen einfach auch mega unstetig. damit kommen die meisten nicht zurecht und ganz unkompliziert ist man ja auch nicht.

    wenn du ein stetiges hobby hast, kann man da längerfristige kontakte aufbauen, wurde mir gesagt, ich würde dir gern helfen und tipps geben und auf deine fragen richtig antworten.
    ob du dich schützen willst, naja wenn du ewig schon einsam bist, kommen dir die situationen mit anderen auch voll komisch vor, klar ist das hart, alles neu, und man achtet auf so viel.
    man lässt kaum los und ist einfach.ich denke, du hast auch noch nicht menschen gefunden mit denen du in der situaition selbst offen über eben dieses gedankengut sprechen kannst.
    erst dann, denke ich kannst du echt freunde finden. oder du passt dich der oberflächlichen gesellschaftsstrucktur an und spielst son komisches spiel, aber da darfst du maximal zusammenhalt auf grund von gruppenzugehörigkeit erwarten, nicht aber freundschaft. achso und das eigene abstrakte menschliche verhalten, dass man eben auch anerkennung sucht und das dämliche schulterklopfen. mein lieblingsfilm 'revolver' von guy richie, 'hast mich, oder liebt mich, aber bitte haltet mich für etwas besonderes'

    ist nicht schön sich das einzugestehen, aber auch sachen, die sartre in der 'geschlossenen gesellschaft' anspricht, dass man sich selbst in die hölle begibt, indem man sich von den meinungen und gedanken ander abhängig macht. und auch wenn man es auf dem ersten blick nicht sieht, manchmal hat jeder eben diese menschlichen abitionen und es ist schwer, sich davon zu lösen und gleichzeitig noch ein teil einer gruppe zu bleiben.
    ist schon ganz schön kaputt.

    naja desto älter man wird, desto schwieriger ist es, eine feste gruppe für sich zu finden, oder gar kontakte.

    so jetzt aber
    liebe grüße

    zeta
    Geändert von zeta ( 3.11.2013 um 22:59 Uhr)

  3. #43
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Hi zeta,

    das ist ja wirklich witzig mit dem Nickname . Der Thread ist inzwischen tatsächlich ganz schön lang geworden. Was mich unheimlich freut, weil eben so viele verschiedene Ansichten und Erfahrungen dabei sind die für mich, aber ich glaube auch für viele andere, wertvoll sind. Allerdings muss ich inzwischen manchmal schon selber erstmal nachlesen, was ich in diesem Thread schon geschrieben habe .


    Eigentlich neige auch ich dazu, ständig meine Interessen zu ändern. Allerdings gab es in meinem Leben einige Interessen, die immer wieder aufgetaucht sind. Und seit ein paar Jahren zwinge ich mich dazu, diese Interessen bzw. Hobbys dauerhaft aufrecht zu halten. Über diese Hobbys kenne ich auch einige Leute.

    Ich habe ganz am Anfang auch schon mal geschrieben, dass ich nicht wirklich alleine bin. Ich habe eine Familie, ich habe nette Arbeitskollegen und ich habe auch einige Bekannte. Unter die Bekannten fallen auch die Leute, die ich von meinen Hobbys her kenne. Trotzdem fühle ich mich einsam. Weil mir sowas wie richtige Freundschaften fehlen und ich mich sehr, sehr schwer tue, richtige Freundschaften aufzubauen und am Leben zu halten. Gerade beim Aufbauen von Freundschaften ist das "sich schützen wollen" ein großer Stein, der im Weg liegt und über den ich eigentlich jedesmal stolpere.

    So viel grüble ich übrigens gar nicht über das Verhalten von Menschen nach. Ich wundere mich nur manchmal. Gleichzeitig denke ich dann meistens, dass einige andere mich auch sicherlich irgendwie komisch finden. Und dass wiederum erinnert mich immer daran, den Ball flach zu halten, wenn es um Gedanken zum Verhalten von anderen geht.

    Nun muss ich aber erstmal über die "Geschlossene Gesellschaft " von Sartre nachlesen. Da gibt's wohl 'ne kleine Bildungslücke bei mir.

    LG Konvergent

  4. #44
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 79

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Schön zu wissen, dass sich auch andere so fühlen und ähnliche Schwierigkeiten haben.

    Ich habe grosse Mühe Freundschaften aufzubauen und noch grössere diese zu behalten. Was mir oft in die quere kommt, ist meine sehr wechselhafte Art. Mittlerweile weiss ich, dass einiges davon vom ADHS kommt, habe die Diagnose noch nicht so lange. Viele Bekanntschaften werden nicht näher, weil die Leute von meinen Ausbrüchen erschreckt werden und nicht damit klarkommen, wenn ich mal eine schlechte Phase habe. Sie kommen mit meiner Impulisivität nicht klar, weil sie so etwas nicht kennen.

    Von vielen Seiten höre ich, dass sehr geschätzt wird, wie gut ich zuhören kann. Das kann ich wirklich, aber die anderen wollen bei mir nicht zuöhren, sie verstehen meine Problemen nicht, die sind für sie unbekanntens Terrain.
    @Konvergenz: das mit dem Grübeln geht mir ähnlich. Manchmal mache ich mir einfach zu viele Gedanken dazu, dabei wäre weniger manchmal mehr.

    Vor schwierigen Gesprächen habe ich mir im Kopf schon tausend Varianten ausgedacht und manchmal Mühe dann offen zu sein für die WIrklichkeit.

    Spielen bei euch auch manchmal schlechte Erfharungen eine Rolle, dass ihr Mühe habt auf andere zuzugehen?
    Als kurze Erklärung: Durch meine auffällige Art und meine unangepasstes Verhalten habe ich in der Vergangenheit Erfahtungen mit Mobbing gemacht. Dies ist einer der Gründe weshalb es mir schwer fällt auf Menschen zuzugehen und ich schnell Ablehnung spüre, auch wenn da keine ist.
    Wie geht ihr mit dem um?

    Und wie verhindert ihr, dass ihr von "Freunden" ausgenutzt werdet?

    Es ist nicht so, dass ich keine Freunde hätte, aber irgendwie fehlen mir die engen, richtigen Freundschaften. Oft gebe ich mehr als ich bekomme.
    Und neben mir ist ständig mein Brüderlein, dass kein ADHS hat, keine sozialen Probleme, sportlich und musikalisch ist, gut aussieht und von allen gemocht wird. Er kann sich seine Freunde aussuchen und hat immer jemanden... Da kann man direkt eifersüchtig werden, aber das ist ein anderes Thema...

  5. #45
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 31

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Saphir schreibt:
    Schön zu wissen, dass sich auch andere so fühlen und ähnliche Schwierigkeiten haben.
    Ich weiß zwar, wie du das meinst, muss aber immer Schmunzeln, wenn jemand es gut findet, dass andere Probleme haben ;D. Nicht ernst nehmen . Nur ein kleiner Scherz am Rande.
    Sehe aber es genauso - finde es interessant zu sehen, dass andere die selben Probleme haben .

    Saphir schreibt:
    Spielen bei euch auch manchmal schlechte Erfharungen eine Rolle, dass ihr Mühe habt auf andere zuzugehen?
    Als kurze Erklärung: Durch meine auffällige Art und meine unangepasstes Verhalten habe ich in der Vergangenheit Erfahtungen mit Mobbing gemacht. Dies ist einer der Gründe weshalb es mir schwer fällt auf Menschen zuzugehen und ich schnell Ablehnung spüre, auch wenn da keine ist.
    Wie geht ihr mit dem um?

    Und wie verhindert ihr, dass ihr von "Freunden" ausgenutzt werdet?

    Es ist nicht so, dass ich keine Freunde hätte, aber irgendwie fehlen mir die engen, richtigen Freundschaften. Oft gebe ich mehr als ich bekomme.
    Ich war lange Zeit an einer Schule Aussenseiter - jeder kannte mich und jeder wusste, dass es verboten war, mit mir Umgang zu haben - es sei denn, um mir eine rein zu drücken. Das begann in der 5ten Klasse und Endete erst mit der 9ten, die ich jedoch wiederholen musste. Also 6 Jahre ca.
    Dennoch oder vielleicht gerade deswegen gehe ich sehr sehr offen auf Menschen zu. Grüße hier im Dorf jeden, auch wenn ich erst seit einem Monat hier wohne - egal ob jung oder alt (manche griesgrämig dreinblickende Gangster sind immer erst verwirt, aber Grüßen dann trotzdem freundlich - ich mag zufällige nette Gesten gegenüber Menschen, die es am wenigsten erwarten . War an der FOS und jetzt in der Berufsschule Klassensprecher, da ich mit jedem ein wenig rede. Aber weil ich eben immer von Gruppe zu Gruppe springe, hab ich keine Freundeskreise. Jeder kennt mich, aber niemand hat wirklich viel mit mir zu tun.
    Durch meiner Vergangenheit hatte ich aber nie wirklich Freunde - geschweige denn viele. Es waren eher Bekanntschaften - oder eher Zweckgemeinschaften, um nicht umzukommen. Ich verkroch mich die meiste Zeit vor dem PC.
    Mittlerweile versuch ich dagegen vorzugehen, aber die meisten haben alle schon viele Freunde und Bekannten und brauchen wen wie mich nicht mehr. Man antwortet einfach nicht und lässt mich links liegen. Ich finde mich nun auch nicht so aufdringlich oder so. Ich meine - ich bin niemand, der wen dann täglich oder geschweige denn mehr Mals täglich anschreibt.

    Von daher ist das schwer zu sagen. Ich wünsche mir wirklich wen, mit dem ich mal weggehen kann. Den ich einfach mal Besuchen kann oder der einfach mal vor meiner Tür steht und sagt "Hi - hast nen Kaffee?". Und besonders jetzt mit Kind wird man eher wie ein Fremdkörper in einem System behandelt. "Schön, dass du da bist - süßen Sohn. Aber ansonsten bleib bitte für dich" - so auf die Art.

    Ausgenutzt wurde ich meist eher von Bekannten. Wenn einer merkte, dass ich auch mal Nachts um 2 Uhr für wen da bin, weil er betrunken auf Party ist und nicht mehr Heim kommt, wurde das schnell zur Gewohnheit. Oder wenn eine zum 10 Mal streit mit ihrem Freund hatte, obwohl ich ihr sagte, dass es genau darauf hinauslaufen wird und sie zum zehnten Mal Nachts um 3 Uhr heulend anruft, dass sie nicht weiter weiß. Das seltsame ist: Wenn sie aber mal etwas schönes erleben, kennen sie einen nicht. Ich sag denen dann in der Regel, dass mir das zu blöd ist und dass sie selbst Verantwortung übernehmen müssen. Das witzige ist, dass es das letzte Mal ist, wo ich von denen dann etwas gehört habe .

    Also ja, ich kenne es sehr gut, mehr zu geben, als zu nehmen. Das Gefühl hab ich ehrlich gesagt auch zur Zeit in meiner Beziehung. Aber da will ich jetzt nicht näher drauf eingehen.

    Saphir schreibt:
    Und neben mir ist ständig mein Brüderlein, dass kein ADHS hat, keine sozialen Probleme, sportlich und musikalisch ist, gut aussieht und von allen gemocht wird. Er kann sich seine Freunde aussuchen und hat immer jemanden... Da kann man direkt eifersüchtig werden, aber das ist ein anderes Thema...
    Die Frage ist, ob es wirklich an dem liegt, was du schreibst. Ich meine: Ich unterdrücke mein ADHS ganz gut, weswegen es kaum wer merkt (außer, man hat wirklich viel mit mir zu tun). Ich behalte Anfangs meine Probleme für mich und mir geht es immer gut. Zwar bin ich nicht sportlich, aber ich bin nun auch nicht wirklich dick. Ich spiele Gitarre, Keyboard. Flöte und sang ein paar Bandproben lang (leider fanden wir keine Zeit mehr für weitere Proben) und finde, dass ich eigentlich gar nicht schlecht aussehe. Ich bin selbstsicher und in der Regel wird es mit mir nicht langweilig. Und trotzdem will kein Mensch länger mit mir zu tun haben. Von daher ist es fraglich, ob es wirklich daran liegt. Und du kannst ja mal hinterfragen, wie gut er denn mit den Leuten befreundet ist. Manchmal hab ich auch festgestellt, dass Leute, die ständig unterwegs sind und immer wen zum Reden haben, garkeine Freunde haben. Sie haben 1000 Bekannte, aber keinen einzigen Freund. Von daher solltest du mal schauen, ob es nicht vielleicht viel mehr Schein als Sein ist.

    Edit: Jetzt so beim durchlesen klingt das recht Arrogant, was ich da schrieb. Natürlich bin ich nicht so, wenn ich mit anderen rede oder so. Es ist nur meine persönliche Meinung und ich würde jetzt niemanden schlechter behandeln, nur weil ich denke, dass ich paar Fähigkeiten habe oder so.
    Geändert von Lichtbringer ( 5.11.2013 um 11:56 Uhr)

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 79

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Lichtbringer schreibt:
    Ich weiß zwar, wie du das meinst, muss aber immer Schmunzeln, wenn jemand es gut findet, dass andere Probleme haben ;D. Nicht ernst nehmen . Nur ein kleiner Scherz am Rande.
    Sehe aber es genauso - finde es interessant zu sehen, dass andere die selben Probleme haben .

    Lichtbringer schreibt:
    Das seltsame ist: Wenn sie aber mal etwas schönes erleben, kennen sie einen nicht. Ich sag denen dann in der Regel, dass mir das zu blöd ist und dass sie selbst Verantwortung übernehmen müssen. Das witzige ist, dass es das letzte Mal ist, wo ich von denen dann etwas gehört habe .
    Dazu fehlt mir irgendwie der Mut. Ich denke dann immer: Und was ist, wenn sie sonst gerade niemanden haben?
    Ich mein ich kenn das Gefühl vom allein sein und niemanden zu haben ja.

    Wie gelingt dir das?


    und wegen meinem Brüderlein: Kann gut sein, dass es auch bei ihm mehr schein als sein ist... Und vielleicht ist der grosse Unterschied zwischen uns einfach, dass er Selbstvertrauen hat, und ich nicht so viel.

    Mir merkt man einiges an, also halt vor allem Unkonzentrierheit und die Mangelhafte Impuls- und Emotionskontrolle...
    Vielleicht macht es das auch schwieriger ?!?

    Lichtbringer schreibt:
    Edit: Jetzt so beim durchlesen klingt das recht Arrogant, was ich da schrieb. Natürlich bin ich nicht so, wenn ich mit anderen rede oder so. Es ist nur meine persönliche Meinung und ich würde jetzt niemanden schlechter behandeln, nur weil ich denke, dass ich paar Fähigkeiten habe oder so.
    Da kann ich dich beruhigen, auf mich klingt es eher ehrlich als arrogant... Und das find ich gut, denn ich will eine ehrliche Meinung und nichts weichgespültes.

  7. #47
    Mumford

    Gast

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Beruhigend zu wissen, dass es vielen genauso geht, wie mir.

    Den Kontakt mit anderen Menschen empfinde ich auch überwiegend als anstrengend.
    Ich komme halt mit vielen "Normen" und gewöhnlichen Sichtweisen nicht zurecht und stelle sie deshalb auch permanent in Frage.
    Damit schieße ich mich bei den meisten Leuten schnell ins Abseits und die halten mich vermutlich für einen ziemlich komischen Kauz.

    Aber hey, so bin ich eben! Also die Aussage "Normal kann jeder!" kann nicht so ganz stimmen, ich kann's nämlich offenbar nicht.

    Ironischerweise wirke ich wohl immer dann besonders seltsam, wenn ich versuche mich ganz "normal" zu geben.
    Das geht aber meist nach hinten los, eben weil ich ganz offensichtlich nicht "normal" bin. Es bringt mir also nüscht.
    Inzwischen ist es mir auch ziemlich wurscht, was andere Leute von mir halten. Man kann halt nicht mit jedem klar kommen.

    Es ist am besten, wenn man sich einfach nicht verbiegt, denn so findet man auch eher die Freunde, die einem gut tun, die einen verstehen.
    Alles Andere macht doch nur unglücklich und krank...

  8. #48
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 31

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Saphir schreibt:
    Dazu fehlt mir irgendwie der Mut. Ich denke dann immer: Und was ist, wenn sie sonst gerade niemanden haben?
    Ich mein ich kenn das Gefühl vom allein sein und niemanden zu haben ja.

    Wie gelingt dir das?


    und wegen meinem Brüderlein: Kann gut sein, dass es auch bei ihm mehr schein als sein ist... Und vielleicht ist der grosse Unterschied zwischen uns einfach, dass er Selbstvertrauen hat, und ich nicht so viel.

    Mir merkt man einiges an, also halt vor allem Unkonzentrierheit und die Mangelhafte Impuls- und Emotionskontrolle...
    Vielleicht macht es das auch schwieriger ?!?



    Da kann ich dich beruhigen, auf mich klingt es eher ehrlich als arrogant... Und das find ich gut, denn ich will eine ehrliche Meinung und nichts weichgespültes.
    Ich wusste von den Menschen, dass sie wen haben, da sie sonst nicht auf Party gegangen wären. Ausserdem hat die besagte Person auch vorher schon erzählt, dass er das öfters mal gemacht hat. "Es ging bisher immer irgendwie". Von mir aus soll er auch mal auf die Schnauze fallen. Vielleicht braucht er das sogar mal.

    Die andere war zumindest von der Psyche her stabil. Da braucht ich mir auch keine Sorgen zu machen und zur Not hatte sie noch ne Beste Freundin, von der sie immer erzählte. Nur ich war halt der einzige Depp den man Nachts wecken konnte, ohne, dass er murrig war.

    Dass du unsicher bist, kann durchaus ein Grund sein. Vielleicht hilft es dir ja, mal so zu tun, als wärest du Selbstsicher. Spiel mal nen Tag eine Rolle, die du garnicht bist. Ich mache das gerne täglich und es klappt wunderbar - vor allem, weil du das irgendwann übernimmst und es dann auch *wirklich* *bist*. Das ist wie mit dem Lächeln am Morgen . Wenn du es aussen trägst geht es nach innen über .

    Aber ob das wirklich bei deinem Problem hilft, kann ich nicht versprechen - wie gesagt: Ich bin selbstsicher und hab trotzdem keine Freunde . Aber es hilft mir, über den Tag zu kommen . Und es lebt sich so leichter.

    @Mumford: Wahre Worte! Leider heißt es auch manchmal, dass man gar keine Freunde hat. Aber lieber gar keine als falsche!

  9. #49
    Mumford

    Gast

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    Lichtbringer schreibt:
    Leider heißt es auch manchmal, dass man gar keine Freunde hat. Aber lieber gar keine als falsche!
    Sehe ich genauso.

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 79

    AW: AD(H)S und das Problem mit den sozialen Kontakten im echten Leben

    @Lichtbringer: Einen Versuch ist es wert, also let's try.

    Wenn du weisst, dass die anderen jemanden haben, dann ist es schon leichter. Aber irgendwie bin ich in solchen Fällen oftmals trotzdem zu nett...


    Und wegen den falschen Freunden: Recht hast du!
    Ich bin lieber ehrlich und hoffe dass es die anderen auch sind, anstatt falsche Leute um mich herum zu haben

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