Seite 9 von 17 Erste ... 4567891011121314 ... Letzte
Zeige Ergebnis 81 bis 90 von 161

Diskutiere im Thema Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich. im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #81
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    mj71 schreibt:
    Eine krankheit ist etwas dass zu heilen ist oder eben nicht (weil es keine wirksame mitteln gibt). Ein krankheit ist auch etwas dass im lauf der Leben kommt und manchmal wieder geht. Eine Infekt, eine Depression, ein Krebs... Es kommt von aussen und gehört nicht wirklich zu mein Wesen.
    Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns mal wieder munter im Kreise herumdrehen .... diese Definition, welche Du da anbringst, gibt es schlicht und ergreifend nicht.

    Definition von Krankheit lt. Lexika:
    "Die Störung oder Einschränkung der normalen körperlichen und/oder seelischen Funktionen."
    Punkt.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    lediglich eine Definitiion, keine Stigmatisierung.
    Und nicht der kleinste Hinweis darauf, dass eine Krankheit von außen kommen müsse ...
    Und auch Diabetes ist eine Krankheit, obwohl sie angeboren sein kann und nicht heilbar ist.
    Sie kann, muss aber keine Behinderung sein, warum siehe unten .

    Und ich muss gestehen, dass die meisten, die ich kenne, sehr gut darauf verzichten können, dass sie ständig alles vergessen, kein Zeitgefühl haben, impulsiv sind ... das sind mitnichten Charakterzüge die zu mir gehören ... das gehört so ganz und gar nicht zu mir.

    Würde das zu mir gehören, gäbe es keinen Grund dagegen etwas zu tun, es zu kompensieren etc ....
    Insofern ist das unlogisch.

    mj71 schreibt:
    Natürlich leide ich auch darunter... Aber die behandlung sollte nicht es wegmachen (es geht nicht!) nur mich helfen damit besser zu leben und daher zu kompensieren.
    Ok, ... Du leidest darunter ....
    Sollte die Behandlung es denn tatsächlich nicht wegmachen, auch dann nicht, wenn es ginge?
    Ich würde gerne auf meine Gedächtnisprobleme, meine Zerstreutheit, mei Chaos etc. verzichten.
    Dann könnte ich meine Ideenvielfalt und meine Fähigkeiten und Stärken deutlich besser nutzen und zur Geltung bringen als bisher, daran hindert mich die ADS nämlich ganz gewaltig und darauf könnte ich sehr gut verzichten.
    Und Du doch soweit ich das verstehe ebenfalls, denn sonst würdest Du es nicht kompensieren wollen.

    Und gemäß der o.g. Definition ist auch Blindheit als Krankheit anzusehen, sie hat auch einen ICD Schlüssel (H54).

    Krankheit und Behinderung schließen sich nebenbei bemerkt nicht gegenseitig aus, denn letztlich besagt der Begriff Behinderung, dass man dauerhafte Beeinträchtigungen an der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Teilhabe hat, verursacht durch das Zusammenspiel ungünstiger Umweltfaktoren ....

    In der Tat, ... da steht kein Wort von Krankheit etc und auch nicht von gesundheitlichen Beeinträchtigungen, sondern es geht bei der Begriffsdefinition ausschließlich um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe.

    Das sind zwei vollkommen voneinander unabhängige und verschiedene Dinge und die sollte man keinesfalls so einfach in einen Topf werfen.

    EDIT: Welchen Ursprung die Beeinträchtigungen haben, die dazu führen, dass man an der genannten Teilhabe behindert wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Liebe Grüße
    Marcus
    Geändert von Fliegerlein (13.10.2013 um 17:02 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur / Edit zugefügt

  2. #82
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.425

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Hallo,

    Noch der rest gelesen... Ich sehe das Fliegerlein schon reagiert hatte... Es war nicht meine Absicht dich zu ärgern, und ich erkläre dich mehr wieso ich so reagiere:

    Es gibt auch ein Grund, aus meine Erfahrung wieso das Wort "Kranhheit" im Bezug auf ADS mich stört: Ich mache oft die Erfahrung dass Menschen die mich diese Begriff gegenüber benützten auch eine Haltung mich gegenüber haben der mich nicht gut tun: Sie versuchen mich in der Norm zu pressen, mich zu optimieren damit ich normaler werde, was eigentlich mehr Leid bringt, weil es oft gar nicht klappt oder mit eine Kraftaufwand der mich auch Krank macht. Wer in meine Umfeld von "Veranlagung" oder "Einschränkung" redet, hat oft eine ganz andere Haltung: Ich bin anders und ich bin ok so. Da fühle ich mehr Akkzeptanz und Respekt mein Wesen gegenüber. Es wird nicht geschaut wo ich normal sein muss, aber ich werde gerne dort unterstützt wo es ein Weg gibt, mein Leben zu erleichtern. Diese Weg darf auch mal ganz "unormal" sein, so lange dass er für mich stimmt und niemand schadet ist es gut...

    Konkrete Beispiel: Wer mich als krank sieht, wird gerne sehen dass ich schneller wird, weniger vergesslich, komplexen Aufgaben doch endlich richtig erledige! Wer ein Veranlagung sieht, wird ehe schauen dass ich die Zeit bekomme die ich brauche und es mich nehme, dass ich mein Leben "vereinfachen" kann, damit ich an weniger denken muss (und der Rest doch mit Hilfsmittel bewähltigen kann) und auch dann wo liegen meine Stärken und was kann ich daraus sinnvolles machen.

    Mich war wichtig es zu äussern, weil diese Thema mich, aus gegeben Anlass beschäftigt.

    Klar, würde ich gerne weniger vergessen, mich besser konzentrieren, aber auch besser angenommen werden und nicht als kleine Kind behandelt werden, nur weil ich der "Krankheit" ADS habe. Leider ist diese Wort eine Trigger geworden...

    Ganz Objektiv gebe ich Fliegerlein auch recht, aber emotional reagiere ich anders... Ich wehre mich nicht dagegen dass ADS mich beinträchtig, aber wie Menschen mich manchmal behandeln...

    lg

  3. #83
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Fliegerlein schreibt:


    Was aber in erster Linie daran liegt, dass es sich dabei um Leistungen der Gesundheitssysteme handelt, welche abzurechnen sind und die daher einen Schlüssel benötigen.
    Niemand wird eine Geburt als Krankheit betrachten, allerdings würde ich das eher als Abrechnungsschlüssel, denn als Diagnose einstufen.
    Es ist schon richtig, dass in der Medizin eine positive Diagnose meist etwas negatives ist.
    Aber das ist nicht zwingend so.
    Es werden mitnichten nur Krankheiten diagnostiziert.

    Wenn Du die normale Entbindung nicht als Beispiel akzeptieren magst: grade der gynäkologische Bereich bietet eine Fülle an Beispielen, dass auch reguläre Funktionen diagnostiziert werden können:
    Nehmen wir mal die Menstruation als das auffälligste Beispiel.
    Natürlich geht man zum Arzt, wenn man befindet, dass da was nicht stimmt.
    Der kann dann verschiedenste Störungen feststellen.
    Die sind zusammengefasst unter ICD N92.
    ICD N92.3 ist dabei die Diagnose für die reguläre "Regelmäßige intermenstruelle Blutung".
    Das ist durchaus von Bedeutung, das diagnostizieren zu können. Das ist nicht nur das Fehlen jeder Störung, sondern das vorhandensein eines medizinischen Vorgangs.
    Daher wird nicht nur eine Fehlfunktion nicht-diagnostiziert, sondern die reguläre Funktion wird diagnostiziert.
    Gleiches gilt für den Eisprung, Empfängnis, etc., bis eben einschließlich die Geburt.
    Das alles sind Vorgänge, die komplikationen enthalten können, für die es diagnoseschlüssel gibt.
    Aber es ist unbedingt notwendig, das reguläre Funktionieren diagnostizieren zu können - nicht nur deren ausbleiben.
    Das ist auch notendig bei Eingriffen, die eine gestörte Funktion wiederherstellen sollen: es muss dann eine Möglichkeit geben, die gewünschte Funktion diagnostizieren zukönnen - nicht nur das nicht mehr vorhandensein des nicht-funktionierens.
    Das ist nicht nur eine Abrechnungs-Modalität.

    Verschiedene Ethnien haben sich an ihre Umwelt angepasst durch Bildung von Enzymen, um bestimmte Nahrung verdauen zu können.
    Das Fehlen dieser Enzyme bedeutet daher eine Nahrungsunverträglichkeit für die entsprechenden Lebensmittel.
    Selbstverständlich kann eine solche Unverträglichkeit diagnostiziert werden.
    Sind deshalb alle nichtangehörigen dieser Ethnischen Gruppe, die genau dieses Nahrungsmittel nicht verarbeiten können, krank, weil etwas diagnostizierbares vorliegt?

    Der Begriff der Krankheit ist an der Stelle bei Weitem nicht so sauber abgrenzbar, wie Du es gerne hättest, und er ist Umgangssprachlich v.a. im Psychiatrischen Bereich mit einem ballast befrachtet, der ihn tatsächlich stigmatisierend macht.

    ABER:
    AD(H)S ist eine medizinisch valide Diagnose. Punkt.
    So wie eine reguläre Menstruation, eine Schwangerschaft, eine Depression, eine Diabetes oder eine Unterarmfraktur.
    Sie führt für die Betroffnen zu erheblichen Beeinträchtigungen. Ebenfalls Punkt.

    Die Frage: "Gibt es ADHS" ist für mich hinreichend beantwortet mit der Aussage:
    AD(H)S ist eine medizinisch valide Diagnose.

    Wir hatten mal bei der ebenfalls im Wochenrhythmus auftauchenden Frage nach den "Vorteilen" von AD(H)S die Frage, wie sinnvoll es ist, davon zu reden - insbes. in der Öffentlichkeit.
    Diese Frage kann man stellen, ohne die Frage selbst beantworten zu müssen.

    Ich finde, im Bezug auf den Begriff der Krankheit stelle ich mir diese Frage auch.
    Und ich finde, nein, dieser Begriff taugt nicht viel.

    Er kann tatsächlich stigmatisierend wirken, und wird auch von vielen Betroffenen so wahrgenommen.
    Auch von Menschen, die darauf Wert legen, dass ihr AD(H)S eine medizinisch valide Diagnose ist.

  4. #84
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Nur ganz kurz, denn ich bin graad beim Essen kochen

    IonTichy schreibt:
    Es ist schon richtig, dass in der Medizin eine positive Diagnose meist etwas negatives ist.
    Aber das ist nicht zwingend so.
    Es werden mitnichten nur Krankheiten diagnostiziert.

    Wenn Du die normale Entbindung nicht als Beispiel akzeptieren magst:
    Ich bin verwirrt, ... gerade das habe ich doch mit meinem Text bestätigt, von daher bin ich gerade mehr als ducheinander, dass es so aufgefast wird, dass ich es nicht akzeptieren mag ... das verwirrt mich gerade wirklich arg.

    @mj71:
    Du hast mich nicht geärgert und ich bin auch nicht verärgert, ganz und gar nicht und kein bisschen, also keine Sorge.
    Aber auch das verwirrt mich gerade, da ich offensichtlich den Eindruck erwecke, dies aber gar nicht in meiner Absicht lag ...

  5. #85
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.425

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Hallo,

    @ IonTychi:

    Die Frage: "Gibt es ADHS" ist für mich hinreichend beantwortet mit der Aussage:
    AD(H)S ist eine medizinisch valide Diagnose.
    So sehe ich auch! Und mit der begriff habe ich keine mühe, er ist sehr neutral und sachlich.

    Er kann tatsächlich stigmatisierend wirken, und wird auch von vielen Betroffenen so wahrgenommen.
    Auch von Menschen, die darauf Wert legen, dass ihr AD(H)S eine medizinisch valide Diagnose ist.
    Ja, so sehe ich auch! Auf eine Seite, bin ich froh eine Name zu haben für etwas was mich belastet, aber wie mein umfeld mich damit umgeht ist mich noch wichtiger, da man mit ADS auch auf eine gute Umfeld angewiesen ist (eigentlich jeden Mensch) und mein Erfahrung zeigt, dass die innere Haltung ein Mensch seine Verhalten sehr beinfluss. Ich lege viel Wert darauf, trotzt ADS als mündige und gleichwertige Mensch behandelt zu werden, der einfach einige Einschränkungen hat und deswegen an bestimmte Situationen Rücksicht braucht, aber trotzdem klar genug im Kopf um zu entscheiden was er will und braucht. Daher rede ich um mich lieber von eine "Einschränkung" Oder sogar "Diagnose" als als Krankheit, weil ich keine Mitleid will, nur Verständnis und ein bisschen Rücksicht.

    Das Wort Krankheit, vor allem, wenn es etwas im Kopf ist, löst bei viele Menschen unschönen Bilder auf und Vorurteilen und damit will ich vorsichtig sein.

    @ Fliegerlein: Es ist ok, es war eine Missverständnis

    lg
    Geändert von mj71 (13.10.2013 um 19:11 Uhr)

  6. #86
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    mj71 schreibt:

    Ganz Objektiv gebe ich Fliegerlein auch recht, aber emotional reagiere ich anders... Ich wehre mich nicht dagegen dass ADS mich beinträchtig, aber wie Menschen mich manchmal behandeln...
    Das verstehe ich.
    An sich ist es auch nur meine Absicht, über die genaue Erklärung Objektivierung der Begriffe diese emotionalen Reaktionen abzumildern.

    Ich denk mir halt, wenn man die Begriffe genauer kennt und was eigentlich tatsächlich dahinter steht, dann verlieren sie ihre emotionale Bedeutung, werden einfach bedeutungslose, harmlose Wörter.

    Aber ich muss auch an dieser Stelle wieder zugeben, dass ich da mit der Vielschichtigkeit der Menschen vollkommen überfordert bin .... das tut mir natürlich sehr leid.

    Liebe Grüße
    Marcus

  7. #87
    Lysander

    Gast

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Diabetes ist eine chronische Krankheit, zumindest Typ II (mit Typ 1 habe zu wenig Erfahrung). Ich habe auch einmal gedacht, eine Krankheit ist es nur, wenn ich schlecht eingestellt bin. Aber das ist weitaus komplizierter. Es ist unwahrscheinlich den Zuckerwert auf den eines Gesunden dauerhaft einzustellen (HbA1c 5,4). Man kann mit einem HbA1C von 6-7 ganu zufrieden sein, obwohl man bei diesem Wert einen dauerhaft erhöhten Zuckerwert hat und der wirkt sich nun einmal früher oder später aus: auf die Augen, das Gehör, die Nieren, das Herz und die Extremitäten. Man kann damit alt werden, aber muss sein Leben lang diszipliniert essen und Sport treiben. Es gibt nur einen sehr engen Spielraum, was das Gewicht angeht. Neee, Diabetes ist eine chronische Krankheit! Und manchmal hilft selbst die eiserne Disziplin nicht mehr und es kann zu Langzeitfolgen kommen, die einfach sehr unschön sind. Der Vergleich mit ADS hinkt. aber ich habe ihn früher ebenfalls gezogen.

  8. #88


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Auch wenn mich eigentlich dieses Thema inzwischen
    häufig anödet werde ich jetzt mal eine Kleinigkeit schreiben.

    Alle chronischen Krankheiten sind dauerhaft. Deshalb
    sind sie chronisch. Aber es sind trotzdem Krankheiten.
    Rheumatoide Arthritis, Stoffwechselerkrankungen wie
    z.B. Diabetes Typ 1 und vieles mehr. Sind das, weil sie nicht
    heilbar sind, auch keine Krankheiten. Immerhin gehören sie
    ja auch zum Leben dieser Menschen.

    Und ich muss keine Medis nehmen, wenn ich doch eigentlich nur
    anders bin als andere Menschen. Wenn dieses Verhalten zu mir gehört, wie ein angeborenes
    Humpeln, dann humpel ich eben weiter, bekomme aber keine Medis.

    Aber sobald ich Medis nehme und die mir helfen mich wohler zu fühlen,
    dann ist dies mehr als eine Beeinträchtigung.
    (Eine genetische Disposition bezeichnet die aus der Struktur oder Zusammensetzung von Erbgut bestimmte außergewöhnliche Veranlagung eines Individuums oder der Mitglieder einer Familie (= familiäre Disposition), bestimmte Besonderheiten und Erkrankungen zu vererben bzw. die anlagebedingte Anfälligkeit, bestimmte Erkrankungen zu entwickeln. Auch eine Erkrankung, die nur bestimmte Tiergruppen, Arten oder Rassen betrifft, ist zumeist durch genetische Unterschiede bedingt. Wikipedia)
    Für eine Besonderheit lasse ich mich nicht behandeln. Gegen eine Krankheit schon.

  9. #89
    Lysander

    Gast

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Ich hoffe, es kommt der Tag, an dem der Satz "Ich habe eine psychische Krankheit" so aufgenommen wird wie "Ich habe einen Schnupfen" (Wahlweise: Grippe, Influenza o.a.) und dann entgegnet wird "Welche denn?". An einer Erkrankung der Psyche, hergerufen durch ein chemisches Ungleichgewicht und daraus erlittene große wie kleine Traumata ist eigentlich nichts Weltbewegendes (mir fällt kein geeigneter Begriff ein. Ich will damit nicht schmälern, dass eine Verletzung des Seele schlimm sein kann). Ich wünsche mir einen gelassenen Umgang mit dem Thema. Damit meine ich nicht nur AD(H)S.
    Ich setze die schnellere Wiederaufnahme des Dopamins als erwiesen voraus. Das ist ein angeborener Defekt. Derzeit kann man den nur mit Wiederaufnahmehemmern auffangen. Das Problem ist das Symptombündel, die vielen Traumata und die sozialen Schwierigkeiten. Entweder man kann damit leben oder muss behandelt werden. So what?

  10. #90
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 1.910

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Ich lasse mich nicht behandeln - bzw. nehme Ritalin - gegen ADHS - sondern damit ich in der Menschengesellschaft überhaupt handlungsfähig bin.
    Deren Regeln machen mich zum "Kranken".

    Krank bin ich, weil als Folge dieses Konfliktes zwischen mir und den Anderen meine Psyche erkrankt ist.
    Das Anders-Sein wegen ADHS ist keine Krankheit: ich bin so geboren. - Meine Andersartigkeit ist aber nicht erwünscht und so wurde ich krank. Richtig scheißkrank.
    Das geht dann auch ins Körperliche...!!!

    (Sie wollten ja bis vor nicht allzu langer Zeit z.B. auch die Homosexualität "heilen". Wer sich nicht "helfen" lassen wollte oder sich eben "anpasste" wurde ausgestoßen und verfolgt....
    anderes Spiel - selbe Geschichte)



    Außer ich bin ein "Star"/ ein berühmter Künstler, den man wie einen Tanzbären durch die Medien jagen, die "Society" belustigen und gut zu Geld machen/vermarkten kann.
    Die Welt wird regiert von der Masse / Mehrheit. Und Geldgier.

Seite 9 von 17 Erste ... 4567891011121314 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. Nicht wirklich Medien über ADHS ... aber trotzdem interessant
    Von Wildfang im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 25.07.2012, 15:06
  2. Quarks&Co: AD/H)S, ADHS gibts nicht?
    Von Gustav im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 28
    Letzter Beitrag: 27.10.2010, 16:28
  3. TriggerTrigger! ADHS - was es für mich wirklich ist - tatsächliche Heilungschance
    Von Chaosfee im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 32
    Letzter Beitrag: 26.09.2010, 19:48

Stichworte

Thema: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich. im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum