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Diskutiere im Thema Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich. im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #121
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Gretel schreibt:
    Ich danke für eure geschätzte Aufmerksamkeit!
    Hmm, ... auch wenn ich glaube, dass das etwas anders gemeint ist, dennoch hat gerade dieser Satz im Zusammenhang mit Deinem Posting eine besondere Bedeutung, ... vor allem wegen der "Aufmerksamkeit".

    Denn in der Tat musste ich gewaltige Menge an Aufmerksamkeit aufbringen und bin dennoch fast an Deinem Posting verzweifelt, aus dem einfachen Grunde weil ich meine Aufmerksamkeit nicht auf das lenken konnte, was eigentlich wichtig gewesen wäre, nämlich den Inhalt.
    Die Art wie es geschrieben ist, Schriftgröße, Kursiv und fett und Unterstrichen in wilder, für mich nicht in einen inhaltlichen Zusammenhang bringbarer Form hat mich immer wieder aus dem Lesen geworfen.
    Ich konnte Deinen Sätzen nicht folgen, den Inhalt nicht wahrnehmen, weil die Formatierungen mich gnadenlos abgelenkt und jedesmal aufs Neue rausgeworfen haben.
    Das soll kein Vorwurf sein, nur ein Hinweis ... denn in meinen Augen ist das ein Musterbeispiel für eine Störung (meinerseits), ... denn meine Frau konnte das lesen.
    Sie kann das Posting mit Leichtigkeit lesen und vorlesen und es mir in einen normalen Text umschreiben, so das auch ich mich auf den Inhalt konzentrieren konnte.
    Und das soll keine Störung sein?

    Und weiterhin ist das ein schönes Beispiel dafür, dass selbst uns das nicht immer bewusst ist und wir nicht bemerken oder erkennen, wo für Unseresgleichen die Defizite liegen und darauf nicht immer die Rücksicht nehmen, die sinnvoll und hilfreich wären.
    Und das, obwohl wir um das alles doch wissen.
    Wie können wir dann von anderen erwarten, die sich das nicht mal ansatzweise vorstellen können, dass sie auf uns Rücksicht nehmen?

    Die können es noch viel weniger verstehen oder nachvollziehen.


    Dann muss ich noch eines loswerden, nämlich was die krankmachenden Komorbiditäten angeht.
    Das mag man mir als sticheln auslegen, aber so ist es ganz und gar nicht gemeint, vielmehr wieder nur als Anregung zur nachdenklichkeit:
    Was bedeutet denn der Begriff "Komorbidität" überhaupt?

    Zusammengesetzt aus "Ko" für "mit", also begleitend, ebenfalls auftretend und "Morbus" = "Krankheit" ...
    Oder auch im Wörterbuch zu finden als "Von einer weiteren Krankheit begleitend"

    Oh, ... Autsch ... öhm, ... ja nu, ... wie jetzt ... "weitere Krankheit?" also ...

    Spaß beseite, obwohl das durchaus ernst gemeint ist:
    Komorbidität bedeutet üblicherweise das gleichzeitige, gegenseitig begleitende Auftreten von mehreren Krankheiten.
    WennA DS also keine Krankheit ist, kann es dementsprechend auch keine Komorbidität geben und wer durchaus akzeptiert, dass er Komorbiditäten aufgrund seiner ADS hat, der müsste demzufolge auch erkennen, dass auch die ADS eine erkrankung sein muss, denn sonst wäre es unlogisch von einer Komorbidität zu sprechen.

    Der Hintergrund dieser "Tintenpisserei" ist aber ein durchaus ernster, denn ohne die Grunderkrankung ADS würde es die Komorbiditäten gar nicht geben.
    Und das lässt die ADS wohl kaum nur als eine andere Art des Seins dastehen, wenn man wirklich ehrlich gegen sich selbst ist oder?

    Wenn eine Blume rot statt gelb ist, dann ist sie einfach anders, eine Variante, aber das sit nichts, was ihre natürliche Funktion beeinträchtigt.
    Ist diese andere Färbung dagegen ein äußeres Zeichen für eine Störung der Photosynthese, dann ist das sehr wohl eine Beeinträchtigung ihrer natürlichen Funktion und ganz gewiss eine Störung.

    Und der Begriff Störung besagt, dass es Beeinträchtigungen in der normalen Funktion gibt.
    Ja, das mag sich in der einen Gesellschaft anders auswirken, als in einer anderen.

    In einer gesellschaft, in der Zeit kein Thema ist, fällt Jemand mit einer Zeitblindheit nicht auf, genauso wie in einem dunklem Bergwerk ein Farbenblinder nicht auffällt.
    Aber das ändert nichts daran, dass die betreffenden Personen dennoch diese Störungen haben.
    Und das kann ich der Gesellschaft nicht vorwerfen, denn die hat sich einfach so entwickelt.

    Ich für meinen Teil bin mir sicher, dass ich auch in der Steinzeit reichlich Probleme gehabt hätte, ... andere, aber dennoch gravierende und auf die ADS zurückführbare.

    Auch zum Begriff Behinderung muss ich gestehen, dass Deine Ansicht nicht korrekt ist.

    Denn wie erwähnt besagt der Begriff Behinderung, dass man dauerhafte Beeinträchtigungen an der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Teilhabe hat, verursacht durch das Zusammenspiel ungünstiger Umweltfaktoren ....

    Und genau da liegt der Punkt.
    Niemand wirft einem Menschen mit Behinderung vor, dass er anders oder krank oder sonstwas ist.
    Vielmehr wird durch diese Formulierung mehr als deutlich und auch sehr respektvoll anerkannt, dass es ungünstige Umweltfaktoren sind, welche letztlich dazu führen, dass der Betroffene dauerhafte Beeinträchtigungen an der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Teilhabe hat.

    Das ist nämlich genau der Punkt, an dem das "menschengemachte System" uns anerkennt und sagt, dass wir eben nichts dafür können, das System ebensowenig, denn es hat sich aus sich selbst heraus so entwickelt, dass es sich letztlich für uns ungünstig auswirkt und damit versucht man, genau das geltend für uns zu machen.

    Mir ist klar, dass das bei weitem nicht so rosa ist, wie es hier klingen mag, ganz und gar nicht.
    Aber es zeigt auch, dass die Gesellschaft mehr und mehr zeigt, dass sie Rücksicht nehmen und respektvoll mit denen umgehen muss (und will), die nicht mit ihr mithalten können.

    Ich bilde mir nicht ein, dass das schon so toll funktioniert, aber ich billige ihnen auch zu, dass sie es versuchen.
    Ich gestehe, dass ich in Deinen Postings eine Menge Zorn und Wut herauslese und das sit auch verständlich.
    Ich werde oft gefragt, warum ich diese Wut nicht habe.
    Ich weiß es nicht, .... die Wut bringt mich nicht weiter, die Zuversicht schon.
    Auch wenn sie immer wieder auf die Probe gestellt und enttäuscht wird.
    Geändert von Fliegerlein (14.10.2013 um 17:57 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  2. #122
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    @Fliegerlein, ich bewundere, wie du immer wieder geduldig Beiträge schreibst!
    Schade, dass du im hohen Norden lebst, ich würde ich gerne mal treffen!

    Liebe Grüße
    Gretchen

  3. #123
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Ich versuche mal noch eins draufzusetzen mit einem Beispiel, bei dem meiner Meinung nach das zu enge Festhalten am Krankheitsbegriff wirklcih zum Problem wird:
    Ich erinnere mich an mindestens zwei Fälle hier im Forum, bei denen die AD(H)S-Diagnose verweigert wurde mit der Begründung: Nicht betroffen genug, weil nicht leidend genug. Nicht genug "Krankheitswert".
    Könne aber ja noch kommen.
    Dann soll derjenige sich halt in ein paar jahren nochmal melden.

    Meine Wortwahl klingt jetzt etwas zynischer als die des behandelnden Arztes, aber in der Sache lief es genau darauf hinaus.

    Das kann dabei herauskommen, wenn man die AD(H)S- Problematik zu sehr am Krankheitsbegriff festmacht.

    Ein AD(HS) ist von sich aus "medizinisch relevant. Es ist nämlich zu erwarten, dass es in verschiedenen Lebensphasen zu unvorhergesehenen Problemen kommt, die nicht-Betroffene bei weitem nicht in diesem Umfang haben.
    Man braucht nicht darauf zu warten, dass größere persönliche Katastrophen passieren und einen "hinreichenden Leidensdruck" erzeugen.

    Es macht auch ohne das Sinn, vorzeitig für ein passendes Umfeld zu sorgen, damit Betroffene sich gar nicht erst "krank fühlen".
    Trotz des Bewusstseins, AD(H)S zu haben und auf bestimmte Dinge oder Umstände mehr angewiesen zu sein als andere.

    Wenn wir dahin kämen, wäre wirklich etwas enorm wichtiges errreicht - und gerade diese AD(H)S-Betroffenen werden sich ausgesprochen "nicht krank" empfinden.

  4. #124
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Da kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen Ion, ... Wort für Wort.




    Gretchen schreibt:
    @Fliegerlein, ich bewundere, wie du immer wieder geduldig Beiträge schreibst!
    Schade, dass du im hohen Norden lebst, ich würde ich gerne mal treffen!
    Lieben Dank, ich weiß das sehr zu schätzen.
    Allerdings wird das in den meisten Fällen wohl eher etwas enttäuschend sein, denn in der direkten Interaktion bin ich eher so der Stille.
    Hier am Rechner habe ich die Möglichkeit meine Gedanken zu sammeln und brauche Antworten nicht direkt zu geben wie in einem Gespräch.
    Aber naja, ... ein bisschen geht das natürlich schon .

    Liebe Grüße
    Marcus

  5. #125
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Fliegerlein schreibt:
    Allerdings wird das in den meisten Fällen wohl eher etwas enttäuschend sein, denn in der direkten Interaktion bin ich eher so der Stille.
    Hier am Rechner habe ich die Möglichkeit meine Gedanken zu sammeln und brauche Antworten nicht direkt zu geben wie in einem Gespräch.
    Aber naja, ... ein bisschen geht das natürlich schon .
    Ach weißt Du, Fliegerlein, dem würde ich ganz gelassen entgegensehen.
    Bei einer Begegnung hättest Du nämlich den Vorteil, dass Gretchen oder ich oder wer immer aus dem Forum ja schon weiß, dass Du etwas "zu sagen" hast - Du brauchst das nicht mehr zu beweisen.

    Ich fand das schon bei meinem ersten Treffen mit Forums-Chaoten soo wohltuend, zu erleben, dass da Leute sind, auf die nicht nur ich mich freue- sondern die sich auch auf mich.
    Und daher neugierig sind, auch auf mich, ich mir das nicht erst erkämpfen oder verdienen muss, weil es schon gegeben ist.

  6. #126
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 491

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Ich bin sicher, dass es ein Aufmerksamkeits-Defizit gibt....
    Genau so sicher bin ich, dass da, wo das Defizit ist. - es an einem andern Ort dafür umso fokussierter ist.
    Das geht doch auf ! Das ist doch gut ! Wie können wir nur so verunsichert sein ?
    "den Leidens-druck" gibt uns die "normale" Gesellschaft auf .... geben wir ihnen den Druck zurück !
    Doch - WAS ist "normal" ?
    normal ist :
    empfindsam zu sein - ein bisschen ver-rückt - im Sinne von ver-rückt, - nicht verrückt, kirre (ja auch, aber...)
    den Schlüssel zu verlegen, hundert mal, und weil's so witzig ist : grad noch einmal.... DAS ist EXTREM NORMAL !!!
    Normal ist ; deprimiert zu sein, traurig, zweifelnd, bis verzweifelnd...
    Normal ist ; Kopf- und Rückenschmerzen zu haben während einem langen Arbeitsleben...

    Nicht normal ist ; die wirtschaft im politischen Umfeld... DAS ...... D A R F n i c h t normal sein - und NIE werden !

    Und wenn ich vor dem Tor stehe... und die Wahl habe : dann wähle ich wieder, und noch einmal - ein Leben mit AD(H)S !!!!!

    Eigentlich - möchte ich so bleiben, wie ich bin - so kennt man mich, so liebt man mich (...nun ja, - nicht immer, nicht immer gleich viel....)
    und auch ich .... mag so lieben....nicht immer gleich viel.... - (ach, Du weisst schon....)

    Mag Euch - find Eure Offenheit, Eure Ehrlichkeit - - eigentlich... normal.
    Darum, um so mehr geschätzt
    Gute Nacht ihr Lieben - ich geh in die Nachbarschaft zu einem Kaffee. (wenn DAS nicht normal ist.... ? -

    Gruz - Eure bergforelle

  7. #127
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    @ Gretel: Deine Gedanken, dass der Umfeld Krank macht habe ich auch... Dabei finde ich immer noch gut eine Diagnose zu haben und geholfen zu werden, wenn wir leiden. Wer vergesslich, impulsiv und chaotisch ist und damit in sein Umfeld klar kommt und keine Leidendruck verspürt, bekommt auch nicht die Diagnose ADS und geht auch nicht deswegen zum Arzt... Zu der Diagnose ADS gehört der Leidendruck.

    Vielleicht ist es möglich, eine starke ADS-Veranlagung in eine ideale Umfeld aufzufangen... Aber der ideale Umfeld ist selten da und meistens sogar weit weg davon und klar, es macht krank.

    Klar, ich habe auch der Eindruck, wegen die Gesellschaft Hilfe zu brauchen... Eien gute Umfeld, eine tolerante, offene Gesellschaft tut jeden Mensch gut, aber ist besonders wichtig für Menschen die irgendwie "anders" sind.

    Ich habe mich schon eine zeit befasst mit meine einschränkung, kann schon gut kompensieren, aber... habe weiter einige schwierigkeiten. Ich spüre weiter wie wichtig eine gute umfeld ist, wie wichtig es ist, aufgehoben zu sein.

    Neben der umfeld, merke ich auch dass schon dass anderssein mich das leben schwierig macht: da die meistens leute anders ticken, braucht es dauernd anpassung aus meine seite. Ich erlebe sonst immer wieder, dass mit ADSler zusammen zu sein, weniger anstregend ist (auch wenn wir impulsiv sind und oft im wort fallen), weil ich weniger Anpassung brauche... Andere ADS verstehen meine Gedankengänge, und auch wenn sie schnell reden, verstehe ich es, weil ich ähnlich verdraht bin. Irgendwie verhalten wir uns, unten ADSler richtig... Klar, es kann auch Konflikten geben, aber es gibt auch etwas dass das Zusammensein schön und einfacher macht...

    Davon habe ich nie genug!!!

  8. #128
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    @ Fliegerlein:
    Aber hilft es uns, wenn wir versuchen "den Anderen" oder "der Gesellschaft" Vorwürfe zu machen?
    Ich sehe da keine vorwurf... Wenn 95% die gesellschaft kein problem mit der executiv funktion hat und ich gehöre zu die 5% die damit mühe hat, wird als "aussenseiter" mein leben schwieriger... Da jeden mensch zuerst mal aus seine sicht sieht, kann er nicht begriffen dass ich kein zeitgefühl habe... je nach hintergrund, wird er nur erstaunt sein und es zu kenntniss nehmen und mich so annehmen und dann geht es gut. Aber es kann doch immer wieder missverstàndnissen geben...

    Es gibt auch menschen, leider, die urteilen... Solche die sich selber urteilen und sich nicht annehmen... Solche menschen sind nicht böse, sie leiden nur. Aber sie neigen auch dazu, wer anders ist, abzlehnen.

    Es gibt auch was die menschen gemacht haben: der welt ist für 95% die menschen gemacht, die mehrheit... Ich vermissen vielleicht die ruhewagen im 2. klasse die es im 80 jahren gab... Weil mich so eine bedèrfniss ist! Aber die meistens brauchen es nicht und so, gibt es so was nicht... Diese welt ist für wer anders ist, nicht artgerecht, aber niemand ist schuld... Die meistens kommen doch damit klar!

    Es gibt auch ignoranz! Es ist auch nicht absichtlich... Irgendwie wissen noch weniger was ADS ist. Da denke ich, mich aufklärung und auch passenden massnahme, kann man (und es wird ehe von betroffenen kommen!) diese welt ein bisschen weniger anstregend machen... Es ist ähnlich wenn ich weiss, einige user hier haben AS (ich weiss von einigen ganz konkret) kann ich mich im kommunikation darauf einstellen. Ich habe ein bisschen ein ahnung was asperger ist und lerne gerne dazu.

    Also, es geht nicht um schuld, mehr um einige grenzen die bei die nichtbetroffenen gibt und es trägt auch dazu bei dass wir ein bisschen mehr leiden...

    Ich merke immer wieder und spüre ganz stark dass die nichtbetroffenen sehr gut meinen mit mich, aber rasch verwirrt und überfordert sind. Da sie auch nur menschen sind, können sie aus eine Missverständnis beleidigt sein und schon fängt es an...

    @ gretel:
    Als Kind/Jugendliche: Ich war wie ich war und durfte es nicht sein.
    Jetzt bin ich wie ich bin - und wieder / noch immer werde ich nicht respektiert (von der Masse, dem System, ...)

    Ich will ja nichts von den 95% ! Aber sie wollen dauernd etwas von mir!!!

    Sie haben mich nicht in Ruhe gelassen....jetzt können sie ich mal.
    Du sprichst mich aus der seele! So geht es mich auch!

    Ja, diese nicht sein zu dèrfen tut weh! Aber (um Fliegerlein zu erklären), auch wenn es mich manchmal wütend bin, weil ich doch anders will, weil ich ein sehnsucht habe, nach mich selbst sein zu dürfen, weiss ich, dass es nicht absichtlich ist... Es ist der schuld von niemand! Menschen haben mich verletzt ohne mich verletzen zu wollen. Sie haben gut gemeint und einfach mal fehler gemacht.

    Ich bin auch nicht schuld anders zu sein. Es ist sonst nur eine tatsache, dass anecken und auf unverständnis, unakkzeptanz, einfach weh tut und krank macht! Aber kein schuld dabei... Diese menschen hatten ihre grenzen... Wenn ich mal etwas vergesse, mache ich nicht extra und es passiert manchmal trotzdem. Aber es gibt menschen die es als uninteresse an ihre person auffassen und verletzt sind. Ich bin nicht schuld, aber es tut der anders trotzdem weh.

  9. #129
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    hallo alle,

    Ich wiederhole mich. Ich sehe ADS als beeinträchtigung mehr als als krankheit. Beinträchtigung ist etwas dass wirklich zu mich, zu mein wesen gehört, aber mich eben im leben beinträchtigt. Ich muss (und kann) nicht geheilt werden (was man bei krankheiten ehe probiert, klappt nicht immer) aber kompensieren, unterstützt und geholfen werden...

    Wenn einigen es als Krankeit sehen, ist es ok... Aber ich habe der eindruck, ich bekomme mehr die hilfe die ich brauche, wenn ich von einschränkung rede. Hilfe im sinn von hilfmittel, kompensation und nicht nur medis...

    Hier ist mich wieder egal, was sachlich richtig ist (ich weiss, es gibt verschieden meinungen). Da bin ich eben nicht sehr sachlich, ich weiss...

    lg

  10. #130
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 214

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    IonTichy schreibt:
    Deine Argumentation geht immer noch in die Richtung, DASS AD(H)S eine Krankheit IST.
    Darüber diskutiere ich aber gar nicht.

    Und daher birgt meine Argumentation auch nicht das von Dir genannte Problem.

    Die Sachlage ist natürlich wirklich anders als bei einer Schwangerschaft.
    Aber die Begründung, warum bei einer Schwangerschaft medizinisch betreut wird - nämlich, dass es medizinisch relevant ist - gilt auch bei AD(H)S.

    Ich kann das auch mittels Krankheitsbegriff begründen.
    Aber der Krankheitsbegriff bringt eben selber eine Reihe von Problemen.
    Etwas OT, aber eine Schwangerschaft ist mMn ebenfalls nichst, für dass ich zwingend ärztliche Überwachung, Begleitung oder Kontrolle benötige. Im Gegenteil, man kann sogar am Thema Geburt aufzeigen, wie hier in den letzten Jahrzehnten ein völlig "normaler, zum Leben gehörender Teil regelrecht zu einem medizinisch zu begleitenden Vorgang gemacht wurde. Wie sonst erklärt sich die enorm hohe Sectio-Rate?

    Das ist es anders als bei ADS.
    Geburten werden krank geredet, ADS wird von großen Anteilen der Menschen negiert.

    Mir ist das ganz krass aufgefallen, als ich mich für eine hebammenbegleitete Hausgeburt entschieden habe. Ich hatte teils den Eindruck, ich wollte Selbstmord begehen. Zumindest hat mir das mein Umfeld so einreden wollen.


    Gruß
    Mary

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