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Diskutiere im Thema Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich. im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #111
    Lysander

    Gast

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Gretel schreibt:
    ADHS = keine psychische Krankheit

    Psychische Erkrankungen KÖNNEN die Folge von ADHS sein.
    Darüber herrscht doch Konsens?!

  2. #112
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    minzi schreibt:
    Doppelpost
    Wie kommt das?
    Verhaltenskrankheit?

  3. #113
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 1.910

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    minzi: "Ich sehe mich eigentlich auch nicht als psychisch krank.
    Ich denke die Komorbiditäten fallen darunter, aber
    das ADHS eher nicht. Ich bin etwas unsicher, was das
    angeht. "

  4. #114
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Gretel schreibt:
    minzi: "Ich sehe mich eigentlich auch nicht als psychisch krank.
    Ich denke die Komorbiditäten fallen darunter, aber
    das ADHS eher nicht. Ich bin etwas unsicher, was das
    angeht. "
    Vom rein fachlichen Standpunkt aus betrachtet, gehört auch AD(H)S zu den psychischen Erkrankungen.

    Inwiefern man das für sich persönlich annimmt oder nicht, das ist eine ganz andere Sache.

    Ich denke, es ist wichtig das zu unterscheiden.
    Das Eine ist eine Frage der persönlichen Sichtweise, der persönlichen Wahrnehmung, des eigenen Umgangs damit und natürlich auch, wie man selbst sich damit fühlt, sowohl mit dem einen, als auch mit dem anderen Gedanken.

    Fachlich aber kann es für uns nur richtig und wichtig sein, dass auch ADHS als (psychische) Erkrankung betrachtet wird und auch wenn man das auf der emotionalen Ebene für sich selbst ganz anders sieht und auch sehen darf, macht es Sinn, auch dafür einzustehen und sogar darum zu kämpfen.

    Denn nur wenn die Gesellschaft das auch erkennt und anerkennt, nur dann können wir die Hilfe und den Respekt, das Entgegenkommen, die Rücksicht etc., ... eben all das bekommen, das nötig ist, um uns ein Leben ohne Komorbiditäten zu ermöglichen.

    Der Haken an der ganzen Sache sit nämlich leider:
    Je lauter und öfter wir sagen, dass ADS keine Krankheit ist, desto lauter und öfter werden wir zu hören bekommen, dass wir dann ja schließlich auch keine Hilfen etc. benötigen.
    Ich weiß wie das ist, wenn man von einer zuständigen Behörde, bzw. Körperschaft gefragt wird:
    "Was denn, ... Ihr seid doch diese ganz tollen Genies, die Kreativen, Hochbegabten und all das, ... was wollt Ihr denn bitte mit Nachteilsausgleichen, Schwerbehindertenstatus, Medikamenten auf Kosten der Sozialgesellschaft, etc.?
    Ihr seid doch so toll...."
    Und das kann man denen nicht mal vorwerfen, denn sie wissen es auch nicht besser.

    Aber ich kann eben auch verstehen, wenn Jemand für sich beschließt, nicht krank sein zu wollen oder sich nicht so zu fühlen etc.
    Genauso wie Lysander vor einiger Zeit in einem anderen Thread (ist ja nicht so, dass wir nicht öfter mal in das Thema abrutschen ) sehr treffend geschrieben hat (sinngemäß), dass man eben manchmal auch diese Sichtweise erst benötigt, um sich der fachlichen Sichtweise überhaupt annähern zu können.
    Ich finde, schöner kann man das nicht ausdrücken.
    Geändert von Fliegerlein (14.10.2013 um 14:10 Uhr)

  5. #115


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Prinzipiell und auch ansonsten hast Du natürlich recht.
    Wahrscheinlich ist es einfach so, dass psychische
    Erkrankung einerseits so negativ behaftet ist und
    man auch selber schnell mit einer Schublade da ist.
    Andererseits. ist es beim ADHS ja so, dass die Probleme
    in vielen Bereichen durch unzureichende Fähigkeiten in
    der Steuerung des Verhaltens liegen.
    Und es liegt am Dopamin. Hirnstoffwechsel. Ist genetisch bedingt.
    Ich sehe es eher als eine genetisch bedingte Hirnstoffwechselerkrankung
    mit Auswirkungen auf die Psyche.
    Und vielleicht sehe ich das auch nur so, weil ich keine psychische Erkrankung
    haben will .

  6. #116
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Fliegerlein schreibt:
    Fachlich aber kann es für uns nur richtig und wichtig sein, dass auch ADHS als (psychische) Erkrankung betrachtet wird und auch wenn man das auf der emotionalen Ebene für sich selbst ganz anders sieht und auch sehen darf, macht es Sinn, auch dafür einzustehen und sogar darum zu kämpfen.

    Denn nur wenn die Gesellschaft das auch erkennt und anerkennt, nur dann können wir die Hilfe und den Respekt, das Entgegenkommen, die Rücksicht etc., ... eben all das bekommen, das nötig ist, um uns ein Leben ohne Komorbiditäten zu ermöglichen.

    Der Haken an der ganzen Sache sit nämlich leider:
    Je lauter und öfter wir sagen, dass ADS keine Krankheit ist, desto lauter und öfter werden wir zu hören bekommen, dass wir dann ja schließlich auch keine Hilfen etc. benötigen.
    Ich weiß wie das ist, wenn man von einer zuständigen Behörde, bzw. Körperschaft gefragt wird:
    "Was denn, ... Ihr seid doch diese ganz tollen Genies, die Kreativen, Hochbegabten und all das, ... was wollt Ihr denn bitte mit Nachteilsausgleichen, Schwerbehindertenstatus, Medikamenten auf Kosten der Sozialgesellschaft, etc.?
    Ihr seid doch so toll...."
    Und das kann man denen nicht mal vorwerfen, denn sie wissen es auch nicht besser.
    Nein, genau das eben nicht.
    Es genügt dafür vollkommen, dass es medizinisch relevant und notwendig ist.
    Auch bei Schwangerschaft und Geburt genügt das.
    Es ist gesellschaftlich vollkommen anerkannt, bei Schwangerschaft und Geburt medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, ohne dass dabei eine Krankheit gesehen wird.
    Es ist medizinisch relevant.

    Freilich sollten wir nicht grade behaupten, dass es keine Krankheit ist.
    Und dass es ganz toll sei, weil wir ja so tolle Genies sind etc, das ist natürlich auch Quark.
    Aber den Krankheitsbegriff benötige ich für die Begründung immer noch nicht.

    Kannst Du meiner Argumentation folgen?
    Ich habe grad den Eindruck, das niemand versteht, was ich meine.

    Also nicht, dass jemand gegen mich argumentiert, sondern komplett an mir vorbeiredet.

  7. #117
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 1.910

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Definitionen:

    Begriff: STÖRUNG
    Mein Gehirnstoffwechsel ist gestört - warum?
    Mein Gehirnstoffwechsel ist anders, als der der Mehrheit der Menschen.
    Für mich ist er normal.
    Er wird als Störung definiert, weil ich dadurch anders
    wahrnehme, reagiere, und schließlich funktioniere, als die Mehrheit der Menschen.

    Begriff: BEHINDERUNG
    Ich bin durch meine Andersartigkeit be-hindert / bzw. werde dadurch ge-hindert, im normalen Rahmen der heutigen gesellschaftlichen Normen zu funktionieren.
    Es fällt auf, daß ich anders bin...
    Ich bin mit dem vorherrschenden System nicht kompatibel.

    Begriff: KRANKHEIT
    Versuche ich dennoch, kompatibel zu sein / mich anzupassen um einen Beruf ausüben zu können / Geld verdienen zu können / selbst für mich sorgen zu können -
    aber es funktioniert nicht,
    bzw. meine Eigen-Art wird nicht toleriert und ich störe dadurch das (menschengemachte) System,
    werde ich höchstwahrscheinlich psychisch krank.
    Und dadurch vielleicht auch körperlich.

    ______________________________ ______________________________ ______________________________ ______________________________ ________

    Ich bin mit diesem/meinem Gehirn auf die Welt gekommen, auf diese Erde, und absolut überlebensfähig, was die Naturgesetze betrifft.
    Die Natur und die Tiere und die Pflanzen haben keinerlei Probleme mit mir.
    Und ich mit ihnen auch nicht.
    Im Gegenteil...

    Bei der Mehrheit der Menschen schaut das ganz anders aus - und das führt zwangsläufig zur Frage der WERTE.

    Und die Werte - wie Toleranz, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Respekt, Ehrlichkeit, Loyalität.... sind und waren, immer schon der "Knackpunkt".
    Und zwar egal, ob bei ADHS, körperlicher und geistiger Andersartigkeit, Hautfarbe, Homosexualität, Nationalität, Religion, Natur und Umwelt, Tiere, usw.usw.
    (Und in diesem Punkt erlaube ich es mir auch, die Schuldfrage zu stellen.)

    Ich danke für eure geschätzte Aufmerksamkeit!

    Geändert von Gretel (14.10.2013 um 15:55 Uhr)

  8. #118
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    IonTichy schreibt:
    Kannst Du meiner Argumentation folgen?
    Ich habe grad den Eindruck, das niemand versteht, was ich meine.
    Ich denke ja, zumindest glaube ich dass ich Deiner Argumentation folgen kann und ich denke auch, dass es ein sehr interessanter Ansatz ist.

    Die Argumentation birgt aber ein Problem, welches allerdings schon recht lange auch in Fachkreisen diskutiert wird:


    IonTichy schreibt:
    Es genügt dafür vollkommen, dass es medizinisch relevant und notwendig ist.
    Auch bei Schwangerschaft und Geburt genügt das.
    Es ist gesellschaftlich vollkommen anerkannt, bei Schwangerschaft und Geburt medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, ohne dass dabei eine Krankheit gesehen wird.
    Es ist medizinisch relevant.
    Der Krankheitsbegriff stützt sich darauf, dass eine normale Funktion, welche sich aus der Regelhaftigkeit der Lebensvorgänge ergibt, gestört oder beeinträchtigt ist.

    Bei einer Geburt ist das nicht der Fall, denn trotz der medizinischen Betreuung ist eine Geburt ein zugegebenermaßen sehr regelhafter Lebensvorgang.

    ADS dagegen ist nicht regelhaft.
    Regelhaft ist es, wenn 95% der Menschen keine ADHS haben.

    Dummerweise ist es recht kompliziert, da die Definition für Krankheit unterschiedlich sein können, so zum Beispiel medizinisch und sozialrechtlich.
    Der Medizin reicht es, wenn bestimmte Symptome auf eine Krankheitsursache zurückführbar sind.
    Infektionskrankheiten eben klar auf den Krankheitserreger, bei angeborenen Krankheiten findet man mehr und mehr genetische Ursachen, weil die Untersuchungsmethoden immer besser werden.
    Aber auch da liegt eine Störung der Regelhaftigkeit vor.

    Sozialrechtlich wird neben der Abweichung von der Regelhaftigkeit auch eine Behandlungsbedürftigkeit, eine Wahrnehmbarkeit nach außen und die Aussicht auf Besserung angenommen.

    Auch wenn die Definitionen medizinisch und rechtlich unterschiedlich sind:
    Was zählt ist besagte Regelwidrigkeit (natürlich nicht nur, auch Behandlungsbedürftigkeit gehört dazu und einiges mehr, aber an der Regelwidrigkeit kann man das Beispiel der Geburt ableiten).

    Wobei man sich bitte nicht am Begriff "Regelwidrigkeit" stoßen sollte.
    Es geht dabei nicht um "Regeln", die irgendjemand aufgestellt und als "normal" konstatiert hat, sondern um eine beobachtbare Regelhaftigkeit.
    Gemäß dem Grundsatz "Häufiges kommt öfter vor, als Seltenes", wird das Häufige als das betrachtet, was eben "in der Regel" zu beobachten ist.
    Da sitzt niemand und schreibt eine Norm, da wird geschaut.

    Bei ADS kann man nun zum einen sagen, dass eine Behandlungsbedüftgkeit besteht, zumindest dann, wenn eine Diagnose gestellt wurde, die selbiges beinhaltet (ich weiß, es gibt auch die leichte Form von ADS, welche keiner weiteren Behandlung bedarf, die aber dennoch Sinn macht, um sie im Hinterkopf zu haben und nicht in eine Behandlungsbedürftigkeit zu geraten).
    Und zum Anderen kann man ja sogar sagen, dass die Basis eine Stoffwechselstörung ist, bei welcher inzwischen auch mehr und mehr genetische Ursachen erkannt werden.

  9. #119
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Deine Argumentation geht immer noch in die Richtung, DASS AD(H)S eine Krankheit IST.
    Darüber diskutiere ich aber gar nicht.

    Und daher birgt meine Argumentation auch nicht das von Dir genannte Problem.

    Die Sachlage ist natürlich wirklich anders als bei einer Schwangerschaft.
    Aber die Begründung, warum bei einer Schwangerschaft medizinisch betreut wird - nämlich, dass es medizinisch relevant ist - gilt auch bei AD(H)S.

    Ich kann das auch mittels Krankheitsbegriff begründen.
    Aber der Krankheitsbegriff bringt eben selber eine Reihe von Problemen.

  10. #120
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.429

    AW: Gibts ADS/ADHS eigentlich wirklich? Bitte zerreisst mich nicht gleich.

    Fliegerlein schreibt:
    Das verstehe ich.
    An sich ist es auch nur meine Absicht, über die genaue Erklärung Objektivierung der Begriffe diese emotionalen Reaktionen abzumildern.

    Ich denk mir halt, wenn man die Begriffe genauer kennt und was eigentlich tatsächlich dahinter steht, dann verlieren sie ihre emotionale Bedeutung, werden einfach bedeutungslose, harmlose Wörter.

    Aber ich muss auch an dieser Stelle wieder zugeben, dass ich da mit der Vielschichtigkeit der Menschen vollkommen überfordert bin .... das tut mir natürlich sehr leid.

    Liebe Grüße
    Marcus
    Hallo Marcus,

    Ichh weiss, dass du mit der Vielschichtigkeit der Menschen Mühe hast und dass du neben ADS ein andere Diagnose und probiere es präsent im Kopf zu haben. Ich probiere klar und konkret zu kommunizieren und finde doch dass du schrifltich sehr gut schaffst dich auszudrücken.

    Wegen die Emotionen die schwächer werden wenn ich ein Wort verstehe: Bei mich funktionniert eben nicht so! Ich kann dann es nur im Bezug auf dein Beiträgen, wenn ich weiss, wie du etwas genau meint, und nicht zu impulsiv bin (weil eben, es braucht auch mal der Frontalhirn dazu) aber sonst, erlebe ich manche Wörter auch als "auflöser".

    Es ist in so etwas, als vergleich: Wenn ein Mensch einmal von ein Hund gebissen wird, er kann viel lesen über Hunden und verstehen dass Hunden nicht immer beissen, aber sieht er wieder ein Hund, wird er sich wahrscheinlich an der biss sich errinern und Angst davon haben... So ist bei Wörter bei mich, nun dass ich mit manche Wörter viel erlebt habe, meinstens subtil, im Körpersprache oder Tonfall oder 2-Deutigkeiten (Sachen die ich sehr klar wahrnehme) und es ist wie der Biss ein Hund, nur wiederholt: die Errinerung kommt wieder.

    Es wäre schön wenn mehr menschen mit wörter so sachlich und netral umgehen würden (für mich auch gewöhnungbedürftig), aber ich erlebe es oft anders. Lysander hat es auch sehr gut gesagt, finde ich:

    Ich hoffe, es kommt der Tag, an dem der Satz "Ich habe eine psychische Krankheit" so aufgenommen wird wie "Ich habe einen Schnupfen" (Wahlweise: Grippe, Influenza o.a.) und dann entgegnet wird "Welche denn?". An einer Erkrankung der Psyche, hergerufen durch ein chemisches Ungleichgewicht und daraus erlittene große wie kleine Traumata ist eigentlich nichts Weltbewegendes (mir fällt kein geeigneter Begriff ein. Ich will damit nicht schmälern, dass eine Verletzung des Seele schlimm sein kann). Ich wünsche mir einen gelassenen Umgang mit dem Thema. Damit meine ich nicht nur AD(H)S.
    Ich lese oft und erlebe oft, dass was in Kopf ist, rasch stigmatisiert wird... Wieder läuft dass oft subtil, im tonfall, 2.deutigkeit, körpersprache, aber ADS-ler nehmen es sehr deutlich wahr...

    Noch andere beispiel, erlebt: Als ich eine schwer depris hatte, hörte ich viel, ich sollte doch nicht alles so negativ sehen... hat jemand diabete, versteht jeder dass er insulin braucht und auf seine ernährung achten sollte und es nicht mich ein andere einstellung sich heilen kann... Sage ich dass ich vergesslich bin, oder einiges nicht kann, wegen ADS, kann so was kommen wie: "aber es ist einfach, du kannst es doch lernen" Mit ein Ton der mich zu verstehen gibt, dass der andere meint, ich wusste es nicht... Naja, danke, ich bin 42 jahre alt und genug Lebenserfahrung um meine Schwächen zu kennen. Aber es wird nicht von ein schwerhörige Mensch verlangt besser zuzuhören oder eine Rollstuhlfahrer die Treppe zu steigen. Es ist klar, dass es sinnlos ist...

    Dann, ja, ganz sachlich ist ADS eine krankheit, weil ich darunter leide und einiges nicht so kann wie anderen, aber es wird stigmatisiert wie alles was im Kopf eben gibt...

    So habe ich die Zeit wieder vergessen... Ich schicke ab und muss weg...

    lg

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