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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    TTS


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 235

    Zucker

    Moin.

    Ich hab mal ne Frage oder hätt gerne Euere Erfahrung gewusst.
    Es geht um Zucker.

    Ich habe für mich festgestellt das ich ziemlich große Mengen Zucker benötige. Ich weiß nicht ob ich sie wirklich benötige oder ob ich das nur denke.
    Es ist wie ein Aufputsch- und Beruhigungsmittel zugleich.
    Zum einen hilft er mir bei konzentrationsintensiven Arbeiten, zum anderen pusht er ein wenig und ich bin aufgedrehter.
    Die Erfahrungen habe ich nur bei Nichteinnahme von Medikamenten wie Ritalin/Concerta/Medikinet. So bald ich diese nehme, ist der Zuckerdrang weg.

    Wie geht ihr mit Zucker um?

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Zucker

    Es ist so, dass Zucker sehr viel Prozesse im Körper steuert ohne im dem Zucker kein Leben! Ich will nicht zu weit ausholen! ich bin dem "Gerücht" nachgegangen das ADS etwas mit
    persönlich falscher Ernährung zutun haben kann, tatsächlich gelang es ad-H-s Kindern über eine weniger kohlenhydratreiche Ernährung zu helfen.

    Kinder die aus dem Haus sind werden wahrscheinlich gleich zur Cola ihres Freundes/in greifen wenn sie schon zuhause geregelt werden!

    Darum könnten die Erfahrungen wesentlich höher sein denke ich! Da solltest Du jedenfalls dran bleiben und dich richtig schlau machen! Warum? Ich glaube darum:


    Ich selbst habe schon wegen dem Sport die Kohlenhydrate reduziert, und stellte schon des öfteren eine positive Wirkung auf das Tägliche leben fest! Ein Freund und Zuckermaul, der unter Migräne leidet empfahl ich darum, ganz lapidar, er solle sich mal mit dem Thema Ernährung+Mirgräne beschäftigen und verwies auf die Ergebnisse mit ADslern. Die Verbindung ergab sich beim plaudern
    über Gehirn...Stoffwechsel....Unter zuckerung...Agression...Zucker ! Er kaufte sich ein Buch von einem Peter Mersh - Migräne ist heilbar...
    Darin ging es um Kohlenhydrate usw. Er hatte seit der Pubertät ständig Migräne Anfälle und seit er seine Ernährung umgestellt hat sind diese Anfälle sehr selten und kurzzeitig geworden! Er hat abgenommen ;-) und wenn er sich Stress und Zucker aussetzt bekommt er schon ein ziehen im Kopf auf einer Seite!
    Das Hirnzellen und Rote Blutzellen benutzen als Energie nur Glukose!

    Es ist kein Geheimnis mehr, hoffe ich, dass der zu hohe Konsum mit einfachen Kohlenhydrate die Menschen unserer Gesellschaft krank macht! Ich möchte hier keine aufgeheizte Diskussion los treten und jede/r die/der sich berufen fühlt entgegen zu wettern gleich bitten Sachlich zu bleiben und selbst Statistiken zu googeln diese sind erschreckend und man muss kein Verschwörungs Theoretiker sein um sich eine Vorstellung zu machen in wie weit Ernährungsindustrie und Pharmaindustrie Interesse an einer Änderung diese Zustandes haben :-(
    Ich selbst bin kein Zuckermaul, aber esse sehr gerne fast alles und 5Kg weniger würden mir bestimmt auch gut stehen, nur mal so ;-)

    Ich kenne mittlerweile drei, die zwar weder an ADS oder an Migräne leiden, die aber ohne Qual ein paar Kilo abgenommen haben und sich tatsächlich frischer und klarer fühlen!

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: Zucker

    ich esse gerne Süßes, aber ich esse das die ganzen Jahre unbewusst ohne zu denken das es mich vielleicht aufputscht, es macht einfach nur ein schönes Gefühl, und ich kann auch besser denken wenn ich nebenbei was esse und hier tippe oder Tv gucke, ich kann mich da besser konzentrieren hab ich das Gefühl. Ich hab das schon seit meiner Kindheit so gemacht, gelernt und gefuttert.
    Hab ich nix zu mampfen in solchen Situationen wird mir schnell langweilig. Ich sollte mal eher auf Wurst umsteigen bei sowas aber ich liebe so sehr Chips und Schoki und Bonbons und................jaaa fragt meinen Freund der weiß das ich ein halber Zuckerjunkie bin
    Geändert von sourcream ( 9.10.2013 um 21:58 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Zucker

    Mir geht es mit dem Zucker ähnlich. Ich hab mich sogar auf Diabetes testen lassen, war aber zum Glück negativ. Trotzdem ist Zucker (mit Ausnahme von starken Schmerzmitteln) das einzige, was bei mir ein Migräneanfall mildert. Ich habe aber eine Fruktoseunverträglichkeit und es ist möglich, dass der Zuckerdrang von daher kommt, dass mein Darm ja kein Fruchtzucker vernünftig abbauen kann. Ich habe es mir angewöhnt immer Traubenzucker dabei zu haben, weil der Darm den Fruchtzucker, dann besser abbauen kann. So kann ich zumindest einmal pro Tag Früchte essen.

    Morgens bin ich vor meinem zuckerhaltigen Fruchtjogurt mit Müsli und Tee, wie ein Zombie und bin beim Versuch ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen schon zweimal kurz ohnmächtig geworden. Seitdem stehe ich lieber früher auf und nehme mir die Zeit. Zucker scheint also bei ADHS ein Problem zu sein, wenn ich auch den Zusammenhang nicht verstehen kann...

    Ich kann Traubenzucker (gibt's in vielen Geschmackssorten) nur empfehlen aber nicht im Übermass. Fürs Lernen habe ich mir angewöhnt eine Packung Nüsse und genügend Wasser griffbereit zu haben.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Zucker

    Ich trinke meinen Zucker in der Regel mit Milch und ein wenig Kaffee...
    Hätte man mir als Kind nicht aufgezwungen wenigstens zum Abendbrot dunkles Brot mit Wurst zu essen, wäre ich heute das perfekte Beispiel dafür das Pudding auch gut gebaute Körper produzieren kann.
    Auch bei mir bestand immer, bei allen mich umgebenen Personen der Verdacht auf Diabetes, was sich nie bestätigt hat.

    Auf Tabletten mag ich meine Speisen genauso süß wie ohne und ich glaube das ich auf Tabletten die Tafel Schoki nicht innerhalb von Minuten "platt" mache liegt ehr an dem Bewusstsein, dass die anderen sonst "mal wieder" leer ausgehen oder der allgemeinen Appetitlosigkeit die bei mir vom Wirkstoffspiegel im Körper abhängt.
    Selbst wenn ich (ohne Medis) wirklich Mengen an Zucker in mich rein stopfe (glaubt mir: ich stelle locker jeden Kiffer in den Schatten), habe ich ich nicht das Gefühl noch aufgedrehter zu sein als sonst. Aber mein Körper kennt es wohl auch nicht anders. (Deswegen die einleitenden Sätze).
    Ich hatte vor Jahren mal einen Freund der keine Schokolade essen durfte, weil er danach grundsätzlich ausgeflippt ist.
    Im Sinne von: könnte, muss aber nicht mit dem ADS zusammenhängen... Evtl. verwertet dein Körper den Zucker einfach nur "extrem effektiv".

    zum Punkt:
    auch wenn Zucker für mich nur ein geliebtes Nahrungsmittel ist, kenne ich einige Fälle in denen er das Befinden der Konsumenten stark beeinflusst.
    Ich würde folgendes testen:
    1. Ist, sobald du die Medis drin hast nur der "Zuckerdrang" oder der gesamte Appetit/Hunger weg? bzw. Hast du nach Ablauf der Wirkzeit nur wieder Hunger oder "Zuckerdrang"?
    2. Wie lange dauert es von der Einnahme bis zum Einsetzen der von dir beschriebenen Wirkung?
    3. Ist der Effekt bei allen Zuckerformen gleich? Also Fruchtzucker, Traubenzucker, weißer oder Brauner Zucker evtl. auch Milchzucker (Hatte früher mal das Gefühl, Milch würde bei mir so wirken).
    4. Was passiert wenn du statt dem "Zuckerdrang" nachzugeben etwas anderes isst? Im Grunde ist ja in fast allem was wir essen Zucker enthalten, in einem Steak aber deutlich weniger als in einem Snickers 6er.
    5. Was und wieviel trinkst du im Alltag? Bei einem Wassertrinker ist es ehr nachvollziehbar "Zuckerdrang" zu bekommen als bei jemandem der am Tag 4 Liter Cola oder Eistee vernichtet.


    Da die Medis letztendlich in die gleiche bzw. ähnliche Richtung wirken, jedoch deutlich stärker sind, ist ein Kompensationseffekt durchaus vorstellbar.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Zucker

    *edit*
    Vielleicht noch kurz zu meiner Person:
    Habe schweres ADS (schwacher Reizfilter + ein haufen Komorbiditäten, jedenfalls als die Diagnose gemacht wurde. Inzwischen dürfte das wohl besser sein), bin paar Kilo über dem Idealgewicht (vom BMI aus) aber mache auch Muskeltraining. Körperfettanteil bei der letzten Messung unter 15%. Neben MPH, nehme ich noch E-Drinks (und Zigaretten). Essgewohnheiten überdurchschnittlich viel aber durchschnittlich "gesund". Sehr viel (weisser) Reis im Reiskocher (Wie beim Asiaten <3). Ab und zu Fast Food. Fleischkonsum unterdurchschnittlich (seltener Fressorgien), vor allem Geflügel. Fast keine Milchprodukte. Alle paar Wochen mal Kopfschmerzen, keine Migräne.

    Hm.

    Ich konsumiere durchschnittlich viel Zucker.

    Natürlich täglich Energy Drinks aber je nachdem auch öfters kalorienreduziert oder ganz zuckerfrei. Schmeckt leider nicht so gut. Ansonsten hatte ich früher eher ein Problem mit Fettigem. Ich konnte da nie einen Unterschied festellen. Aus den E-Drinks wirken vor allem Guarana (Koffein) und Taurin stimulierend. Weiss aus empirischer Sicht einfach, dass ich davon ruhiger und konzentrierter werde. Ob mit oder ohne Zucker, Wirkung nach 10 Minuten spürbar.

    Allgemein gesehen, sind diese ganzen Ernährungsthesen alle ziemlich spekulativ...

    Fakt ist, Pflanzen produzieren aus Wasser & Kohlenstoffdioxid (CO2) mithilfe von Sonnenergie Glucose (Dextrose/Traubenzucker), die unter anderem in Zellulose und Stärke gespeichert wird.

    = Kohlenhydrate

    Ebenfalls binden sie Stickstoff aus Ammonium und Nitrat.

    = Proteine / Aminosäuren

    Zusätzlich natürlich auch Mineralstoffe, Vitamine und Fette.

    Diese energiereichen Stoffe werden von Konsumenten (Tiere & Menschen) dann jeweils übernommen und umgewandelt/genutzt.

    Wichtig sind sie für den Körper alle, aber in Massen. Ausserdem anwendungsspezifisch konsumieren; Reduktion von Kohlenhydraten und Fetten bei Übergewicht... oder Erhöhung von Proteineinnahme bei Muskelaufbau.
    Geändert von Theonar (17.10.2013 um 19:05 Uhr)

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Zucker

    Sorry Theonar, ich wollte dir nicht zu nahe treten oder deine Erfahrungen in Frage stellen, sondern weitere Umgebungs- bzw. Einflussfakoren von TTS abfragen.
    Es ist einfach ein zu komplexes Thema mit zu vielen Abhängigkeiten um auf Basis seiner Infos pauschale Aussagen zu treffen.
    Vor allem weil jeder Körper ein kleines bisschen anders reagiert.
    Ich gebe dir aber grundsätzlich recht.
    Im Gegensatz zu dir hänge ich am unteren Ende des BMI und kriege nur durch Ernährung nicht "mehr auf die Rippen".
    Unter Medis nimmt mein Körper E-Drinks nicht mal wahr.
    Allerding nehme ich auch Amphetaminsulfat...

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Zucker

    Ich fühlte mich überhaupt nicht angegriffen. Klar, bin weit übers Ziel hinausgeschossen mit meinem Beitrag, weil ich durch deinen Post dazu animiert wurde aber nicht im negativen Sinne.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Zucker

    :thumbup:
    Perfekt

  10. #10
    asdf23

    Gast

    AW: Zucker

    In dem sehr guten Buch "Schnelles Denken, Langsames Denken" des Psychologen und Wirtschafts-Nobelpreisträgers Daniel Kahnemann geht es grob gesagt darum, dass das menschliche Gehirn auf zwei Ebenen Reitze und Aufgaben bewältigt:

    System 1 - schnelle Schlussfolgerungen durch Intuition, Assozation u.ä.

    System 2 - langsame Schlussfolgerungen durch bewusste Logik und Konzentration

    Dabei erweist sich System 2 als anstrengend, da es ein höheres Maß an Selbstkontrolle erfordert als System 1. Das Gehirn ist sozusagen faul, weil es dazu tendiert den einfacheren Weg über System 1 zu bevorzugen (was aber die Gefahr von z.B. Trugschlüssen, Vorverurteilung beinhaltet). Diese Tendenz ist bei Menschen allerdings unterschiedlich stark ausgeprägt.

    Im Zusammenhang mit Zucker hat der Autor ein interessantes Experiment vorgestellt: Unter Verwendung von System 2 verbraucht das Gehirn sehr viel Glukose (Das Nervensystem verbraucht letztlich mehr als die meisten anderen Körperteile). Die Folge ist nach einigen geistig anspruchsvollen Aufgaben mentale Erschöpfung. Der Fachbegriff für diese Erschöpfung lautet "Ego-Depletion".

    Nun hat man Leuten einen Film gezeigt, bei dem sie die Körpersprache einer dort dargestellten Frau beschreiben sollten. Gleichzeitig sind Wörter über den Bildschirm gelaufen, diese mussten sie konsequent ignorieren. Diese Aufgabe war geistig erschöpfend.
    Im Vorhinein hat man der Hälfte der Probanden Limonade mit Zucker und der anderen Hälfte Limonade mit Süßstoff trinken lassen. Diejenigen mit zuckerhaltiger Limonade konnten längere Zeit korrekte Angaben über die Frau machen. Bei den Leuten mit süßstoffhaltiger Limonade sanken die kognitiven Leistungen sehr viel schneller.

    Von ADHS heißt es, dass geistige Anstrengungen oft vermieden oder hinausgezögert werden. Das kenne ich auch von mir. Insofern kann ich mir gut vorstellen, dass man bei ADHS mehr Lust auf Zucker hat, weil es geistige (und vielleicht auch körperliche) Anstrengung erträglicher macht. Zucker beugt Erschöpfungszustände vor.
    Geändert von asdf23 (19.10.2013 um 16:46 Uhr)

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