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Diskutiere im Thema Das macht mich traurig... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    Das macht mich traurig...

    Ich habe ja schon mal geschrieben, dass ich mich in bestimmten Gruppen und Vereinen einfach unwohl fühle. Das ganz Getue (freu mich dich zu sehen. tata... - und ich weiß ganz genau, die können sich alle nicht leiden) Smalltalk (ermüdet mich ohne Ende und ich finde auch keinen Zugang) etc-

    Jetzt bin ich in einem Verein, in dem ich mich tatsächlich immer unwohler fühle, da ich merke, dass hinter den Kulissen wirklich böse Dinge ablaufen. Dort werden Intrigen gesponnen, Menschen versuchen "Posten" zu bekommen und sind bereit, alles dafür zu tun.

    Was mir aber jetzt wirklich sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass dort auch eine Frau aus meiner Sebsthilfegruppe ist, die ich gerne mag. Sie ist motorisch oft sehr unruhig, redet sehr viel und verhält sich nicht so wie alle anderen. Aber sie ist lieb und bemüht sich sehr um Kontakt.

    Jetzt habe ich mitbekommen, dass die Damen untereinander über die Frau herziehen. Sie hat sogar schon einen Spitznamen und wird als lästig und seltsam empfunden.

    Da ich in diese Verein kein Bein auf die Erde bekomme, liegt an mir. Ich bin anscheinend in der Lage, mich auf diese Leute einzustellen, wenn ich will. Da ich das nicht (oder nur sehr eingeschränkt möchte) werde ich nicht richtig in die Gruppe aufgenommen aber man läßt mich in Ruhe. Ich gelte wahrscheinlich als zu stolz. (bin ich aber nicht - nur gelangweilt)

    Ich habe ich noch nie über Menschen mokiert. Ich habe viel zu viel Respekt vor z. B. älteren Menschen, behinderten Menschen, "seltsamen Menschen". Meine Kinder genauso. Die waren auch in einem integrativen Kindergarten und haben keine Vorbehalte. Mit solchen Menschen fühlen wir uns pudelwohl.

    Was kann ich tun? Da ja niemand weiß, was mit ihr los ist, wird sich das Problem im Laufe der Zeit sicher verschlimmern. Es tut mir leid, dass anscheinend niemand in der Lage ist, Verständnis für sie aufzubringen. Ich bin aber auch nur ganz selten dabei und habe keinen Einfluss.

    Seit meiner Diagnose fällt mir immer mehr auf, dass es gerade solche Leute wie wir sind, die immer anecken. Und das macht mich traurig.

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Das macht mich traurig...

    Huhu du,

    ich find, wie schlimm das wirklich ist, hängt davon ab, wie man damit umgeht bzw. was man daraus macht.
    Wäre ich nicht ständig angeeckt, wäre ich nicht gezwungen gewesen über mich nach zu denken und in Folge dann vermutlich auch nicht der, der ich heute bin. Hätte viele wichtige Erfahrungen in meinem Leben gar nicht erst gemacht.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Das macht mich traurig...

    Ich finde anecken auch nicht mehr schlimm. Aber früher war das wirklich hart. Immer zu merken, du bist anders ist nichts, was ich jemandem wünsche.

    Der Weg zu mir war schwer und ohne die Diagnose würde ich immer noch im Dunkeln tappen.

    Ich finde, die Menschheit sollte mit Leuten, die anders sind, lockerer umgehen. Wieso kann man so einen Menschen nicht einfach akzeptieren?

    Sie tut doch niemandem etwas. Sie passt einfach nicht in das Schema.

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Das macht mich traurig...

    Hallo Cengel,

    ich merke, seit dem du dich mit deiner ADHS befasst, gehen dir viele Dinge im Kopf herum, oder?


    Wenn ich deine Zeilen lese, frage ich mich, wieso du in diesem Verein bist?

    Mir fallen beim Lesen drei Ziffern ein:

    1. Tipp 47 im Buch "Zwanghaft zerstreut" von Hallowell/Ratey
    "Suchen Sie sich Gruppen und nehmen Sie daran teil, wo man
    Sie mag, schätzt, versteht und gern mit Ihnen zusammen ist.
    Noch mehr als andere Menschen schöpfen Menschen mit ADHS große
    Kraft aus dem Rückhalt in einer Gruppe."

    2. Tipp 48 aus dem gleichem Buch:
    Bleiben Sie nicht zu lange in Gruppen, wo man
    Sie nicht versteht oder schätzt.
    So viel Menschen mit ADHS durch Gruppen gewinnen, die ihnen Rückhalt bieten,
    so nachhaltig werden sie durch negative Gruppen geschwächt und demoralisiert,
    und leider neigen sie dazu, in solchen Gruppen zu lange zu bleiben und vergeblich
    zu versuchen, die Sache in den Griff zu bekommen, selbst wenn alle Anzeichen
    dagegen sprechen".

    3. Das 8. Gebot (ich habe in dem Katechismus von Martin Luther gelernt)
    "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinem Nächsten."

    Obwohl meine religiöse Bildung rudimentär ist und ich selbst wiederholt
    in meinem Leben nicht direkt "falsch Zeugnis" geredet, aber schon über
    jemanden mit anderen getrascht habe, ohne das derjenige anwesend war, und
    das rechne ich auch zu diesem Gebot, versuche ich mein Leben daran auszurichten.

    Was jetzt deine Vereinskollegin angeht, sie muss für sich selbst einstehen und
    entscheiden, ob sie dort sein will oder nicht.

    Hast du dich schon mal mit ihr darüber ausgetauscht, wie es im Verein zugeht?

    Deine Ansicht über den Umgang mit Mitmenschen teile ich natürlich,
    aber ich weiß, ich kann nur mich ändern und keinen anderen.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Das macht mich traurig...

    Ja, mir fallen jetzt Dinge auf, die ich früher auch wahrgenommen habe, aber nicht einordnen konnte.

    Das Buch "Zwanghaft zerstreut" habe ich noch nicht gelesen. Das muss ich unbedingt nachholen.

    Ich finde nur, dass es so wenig Gruppen gibt, in denen ich mich wohlfühle. Diese Gruppe werde ich wohl wirklich
    verlassen. Es gibt mir so gar nichts.

    Die Frau, um die es hier geht, ist wegen ihrer Tochter in dem Verein. Die Mütter betreuen ihre Kinder da und
    wachsen so in den Verein rein.

    Also macht sie es nicht ganz freiwillig. Und gerade das finde ich schwierig. Der Verein sucht immer neue Mitglieder und
    Menschen, die sich engagieren. Aber anscheinend nur, wenn sie in das Schema passen. Man will ihr keine Aufträge geben. Das muss
    sehr verletzend sein.

  6. #6
    moonstone

    Gast

    AW: Das macht mich traurig...

    cengel schreibt:
    Ich habe ja schon mal geschrieben, dass ich mich in bestimmten Gruppen und Vereinen einfach unwohl fühle. Das ganz Getue (freu mich dich zu sehen. tata... - und ich weiß ganz genau, die können sich alle nicht leiden) Smalltalk (ermüdet mich ohne Ende und ich finde auch keinen Zugang) etc-

    Jetzt bin ich in einem Verein, in dem ich mich tatsächlich immer unwohler fühle, da ich merke, dass hinter den Kulissen wirklich böse Dinge ablaufen. Dort werden Intrigen gesponnen, Menschen versuchen "Posten" zu bekommen und sind bereit, alles dafür zu tun.

    Was mir aber jetzt wirklich sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass dort auch eine Frau aus meiner Sebsthilfegruppe ist, die ich gerne mag. Sie ist motorisch oft sehr unruhig, redet sehr viel und verhält sich nicht so wie alle anderen. Aber sie ist lieb und bemüht sich sehr um Kontakt.

    Jetzt habe ich mitbekommen, dass die Damen untereinander über die Frau herziehen. Sie hat sogar schon einen Spitznamen und wird als lästig und seltsam empfunden.

    Da ich in diese Verein kein Bein auf die Erde bekomme, liegt an mir. Ich bin anscheinend in der Lage, mich auf diese Leute einzustellen, wenn ich will. Da ich das nicht (oder nur sehr eingeschränkt möchte) werde ich nicht richtig in die Gruppe aufgenommen aber man läßt mich in Ruhe. Ich gelte wahrscheinlich als zu stolz. (bin ich aber nicht - nur gelangweilt)

    Ich habe ich noch nie über Menschen mokiert. Ich habe viel zu viel Respekt vor z. B. älteren Menschen, behinderten Menschen, "seltsamen Menschen". Meine Kinder genauso. Die waren auch in einem integrativen Kindergarten und haben keine Vorbehalte. Mit solchen Menschen fühlen wir uns pudelwohl.

    Was kann ich tun? Da ja niemand weiß, was mit ihr los ist, wird sich das Problem im Laufe der Zeit sicher verschlimmern. Es tut mir leid, dass anscheinend niemand in der Lage ist, Verständnis für sie aufzubringen. Ich bin aber auch nur ganz selten dabei und habe keinen Einfluss.

    Seit meiner Diagnose fällt mir immer mehr auf, dass es gerade solche Leute wie wir sind, die immer anecken. Und das macht mich traurig.
    Wenn Dir so viel an der Frau liegt, dann würde ich ein klärendes, offenes Gespräch mit ihr führen. Vielleicht wäre es ganz gut, wenn sie wüsste, wie hinterhältig die anderen sind. Wäre es dann nicht sowieso besser, wenn ihr euch einen vollkommen anderen Verein sucht oder aber einfach zu Zweit etwas unternehmt? Wenn ich mich in einer Gruppe nicht wohl fühle, dann tue ich mir eine solche Stimmung und Menschen dieser Art einfach nicht an und meide sie. Ich hoffe für euch Beide, dass ihr über kurz oder lang ganz auf die Treffen dort verzichten könnt. Denkt daran: Es gibt auch noch andere Vereine und gewiss nettere Menschen! Außerdem muss einen ja nicht Jeder mögen! Wenn aber so viele hinterhältige Personen auf einen Haufen treffen, dann könnte ich es an eurer Stelle nicht mehr wirklich dort aushalten und würde die Kurve kratzen. Falls Du nach den Gründen für Deinen Austritt gefragt wirst, so lege die Karten offen auf den Tisch, und sag dem/den Betreffenden, was Dich stört! Dann wissen er bzw. die anderen, woran sie sind. Ändern werden sie sich deswegen zwar sicher nicht, aber ihr habt ihnen dann wenigstens gezeigt, dass ihr Menschen wie sie nicht nötig habt!

  7. #7
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Das macht mich traurig...

    @cengel
    Noch ein Tipp wegen "Zwanghaft zerstreut":
    Es lohnt sich natürlich, das Buch zu lesen.

    Die Tipps findet man hier im Bücher-Bereich unter
    "Zwanghaft zerstreut" Thread #23, allerdings nicht
    in der Übersetzung wie bei Rowohlt, sondern von
    Michael Townsend übersetzt.

    P.S. Der Rowohlt Verlag muss echt zufrieden mit mir
    sein, so wie ich dieses Buch lobe.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Das macht mich traurig...

    Das ist ein guter Gedanke. Ich habe auch schon darüber nachgedacht. Aber die Frau kann nicht aus dem Verein, da ihre Tochter dann kreuzunglücklich wäre.

    Ich aber habe eine Freundin dort und bin auch nur ihretwegen in diesem Verein. Da sie aber auch langsam die Faxen dicke hat, wird sich das sicher bald erledigt haben.

    Die Tipps werde ich mir ansehen. Vielen Dank.

  9. #9
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Das macht mich traurig...

    Ich finde es gut, wie du um deine Freundin sorgst

    Und was Gretchen sagt stimmt, man geht kaputt, wenn man einm solchen Lügengebilde wie diesem Verein anhängt und weißt du was Hesse mal sagte" Wer nicht so recht in die Welt passt ist nahe daran, sich selbst zu finden"

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Das macht mich traurig...

    Hallo cengel,

    weiß die Frau überhaupt, was die anderen Leute über sie denken? Fühlt sie sich wohl in diesem Verein? Wenn das der Fall ist, würde ich ihr an deiner Stelle lieber nicht die Wahrheit stecken... 1.) Das könnte sehr verletzend für sie sein. 2.) Du musst damit rechnen, dass sie dir nicht glaubt. Weißt du, ich habe früher auch manche Leute darüber aufgeklärt, wenn andere mit ihnen ein böses Spiel spielten und war am Ende immer die Böse. Die Opfer gaben mir die ganze Schuld an den Vorkommnissen und brachen auch meistens den Kontakt zu mir ab.

    Dass dich Small Talk und solche Dinge auch nerven, kann ich gut verstehen. Sag´ mal, was genau verstehst du unter Small Talk? Dieses übliche "Schönes Wetter heute, nicht wahr?" Mir ist aufgefallen, dass es auch nicht immer nur Small Talk sein muss, aber auch nicht immer tiefere Gespräche... Viele Menschen haben es am liebsten, wenn das Umfeld die meiste Zeit Witze erzählt und flache Sprüche reißt. Ich halte das auf die Dauer nicht aus, weil ich das ganz schlecht kann... aber solche Menschen sind ganz besonders beliebt und werden meistens zu irgendwelchen Aktivitäten eingeladen. Ich kann fast nur über Hobbys und persönliche Themen sprechen, mich will selten jemand einfach so mal treffen... vielleicht kannst du es besser?

    LG
    WeißeRose

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