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Diskutiere im Thema Angst vor der Diagnose im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 29

    Angst vor der Diagnose

    Also jeder von euch hat sich bestimmt lang angehört wie faul er ist und so und man hat das ja wirklich verinnerlicht.... und ich mach mir wirklich sorgen ob ich nciht genau das tun werd was wohl alle erwarten...und zwar ads als ausrede für mich selbst hernehmen warum ic ncihts auf die reihe bekomme... mir is im moment nur noch nicht klar ob das gut ist (weil ich mir vielleicht mal selbst weniger vorwürfe machen würde oder schlecht weil ich mich dahinter halt ziemlich leicht verstecken könnte...
    was für erfahrungen habt ihr damit gemacht in wiefern hat sich euer verhalten eure gefühle verändert nachdem ihr wusstet das ihr ads/adhs habt?

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9.523
    Also die Diagnose war bei mir was zweischneidiges, zumal ich davor nicht viel darüber wusste. Einerseits war es eine Riesenerleichterung, endlich mal einen Anhaltspunkt zu haben, warum es nochmal und nochmal nicht richtig geklappt hat und warum ich immer und immer wieder den Eindruck hatte, mich nur durchzumogeln. Andererseits war auch eine große Unsicherheit bezüglich wie es weitergehen könnte. Persönlich würde ich das Fazit ziehen, die Diagnose und die Therapie allein haben nicht alle Probleme gelöst, aber ohne könnte ich sie noch heute nicht lösen und würde mir dabei blöd vorkommen.

    Mein Eindruck ist auch, dass mit der Zeit wegen der vielen Misserfolge ein Antriebsmangel dazugekommen ist. Den wird man leider nicht einfach los, aber zumindest geht es jetzt, ihn langsam abzubauen.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 60
    Bei mir ist es ähnlich, ich hab die Diagnose erst seit einer Woche und hatte auch die gleichen zweifel und sorgen. War mir zwischen durch ziemlich sicher, Das ich ADHS habe und dann mal wieder nicht, weil die "normalos" meinten ich würde es mir einbilden. Dann hab ich letzten Montag meine Diagose bekommen und es war eine echte Erleichterung und auch Befreiung. Ich konnte auch zu mir sagen, dass ich anders ticke und das ist gut so. Denn ich denke ADHS bringt nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile.
    Auf jeden fall hat mir mein Doc nun am Donnerstag MPH verschrieben und ich sollte am Freitag morgen die erste Tablette nehmen, aber dann kamen am Donnerstagabend die zweifel wieder. "Ist sich mein Doc wirklich sicher das ich ADHS habe und das die Tabletten wirklich helfen?"

    Fazit: Mein Doc hatte recht das ich ADHS habe und ich merke den Unterschied zwischen MIT und OHNE Tabletten. Ich kann dich nur ermutigen zum Doc zu gehen und es abzuklären.

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.805
    Blog-Einträge: 40
    Hallo

    Genau das unterscheidet einen ADHS-ler, der MPH einnimmt, von einem nicht-Betroffenen

    Mit ADHS landest du mit MPH auf "normalem Level", bist ruhig und geordnet und kannst dich auf einmal auch konzentrieren, aber jemand, der kein ADHS hat, wird von MPH ziemlich nervös und ängstlich, aber es bringt ihm keine Vorteile.

    Es ist eben ein Stimulanz, also ein enorm anregendes Mittel, das beim nicht-Betroffenen auch genauso wirkt und hat nur bei ADHS diese "paradoxe" Wirkung.

    Das kann man auf jeden Fall als endgültigen Beweis sehn, dass die Diagnose stimmt, wenn keine Wirkung eintritt, die nervös und durcheinander macht, sondern genau das Gegenteil.





    LG,
    Alex

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 60

    Beitrag

    Hallo,

    ja Alex so ist es bei mit und ich bin froh, dass das "Kind" ein Namen hat und mir geholfen wereden kann.

    Es wurde mir auch in der Vergangenheit oft gesagt ich sei komisch verpeilt , aber nun kann ich JA dazu sagen und es ist ok und mir kann geholfen werden. Bin halt wie viele ADHS´ler angeeckt.

    Nun stellt sich ehr die frage warum hat man es nicht früher gesehen und mir viel Leidensdruck erspart?

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 29
    also meine einstellung dazu hat sich auch wirklich schon geändert ich würde eine ads diagnose jetzt als chance sehen das sich was ändert

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632
    Jo, Augsburger, das sehe ich in Deinem Fall ganzgenauso.

    Und was Deine Befürchtung angeht, dass Du das ADS als Ausrede gebrauchen wirst, kann ich Dich zu einem guten Teil "beruhigen".

    Die Zeit des Sich-Wie-ein-Totalversager-Vorkommens ist so tief in Dir verwurzelt, dass es seine Zeit braucht, die "Ausrede" ADS für sich selbst überhaupt gelten zu lassen.

    Das ändert sich nicht von heut auf morgen. Die Selbstvorwürfe bleiben erstmal erhalten.

    Erst langsam entdeckst Du mehr und mehr, warum Du in vielen Situationen nicht versagt hast, sondern einfach mit Deinem Informnationsstand und aufgrund von ADS gar nicht anders handeln konntest. Dir wird immer deutlicher warum Du - unter Mph werden die Einschätzungen und Wahrnehmungen der eigenen Person zunehmend realistischer und selbstvertrauenserweckender - unter den gegebenen Voraussetzungen eigentlich gar keine Chance hattest, unabhängig davon, wie sehr Du Dich auch angestrengt hast.

    Du wirst aber die Erfahrung machen, dass es Dir TROTZ Diagnose schwerfallen wird, Dir die ganze "Versagerei" zu verzeihen.

    Die "Ausrede" ADS wirst Du selber vielfach gar nicht gelten lassen. (Abgesehen davon, dass man vermutlich ADS haben muss, um überhaupt so denken zu können, dass des ne Ausrede ist.

    Es dauert eine Weile, bis die Botschaft wirklich ankommt, und man sich mit der Diagnose wirklich entschuldigen kann, also sich wirklich befreit fühlt von der Schuld der eigenen Unzulänglichkeit.

    Am Anfang kanns nämlich auch noch so aus sehen: Na toll, erst war ich nur Versager, jetzt bin ich auch noch Versager mit ADS, d.h. zunächst drastisch geschwundenen Chancen, aus der Nummer wieder rauszukommen.

    Das wichtigste ist, dass Du Dich mit der Diagnose auseinandersetzt, also wirklich mal Deine Nase in ein paar Bücher steckst. Das hilft Dir, Dich selber besser kennenzulernen. Und trägt auch wieder zu einem Stück für Stück besser werdenden Selbstvertrauen bei, weil Du realistisch einschätzen kannst, wie Du in bestimmten Reaktionen reagieren wirst und warum das so ist. Das macht das Leben wieder ein Stück weit steuerbarer.

    Auch wirst Du erstaunt feststellen, was mit diesem ADS eigentlich alles zusammenhängt, die gesamte Gefühls- und Denkwelt eigentlich, und nicht nur wie der Name zunächst mal suggeriert, ein "kleines" Defizit bei der Aufmerksamkeit.

    Diese Selbstentdeckung wird spannend. Das dauert eine Weile. Geht also nicht von heute auf morgen.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 60
    @ Eiselein
    Ich hab auch viel gelesen über ADHS und war ja auch schon vor meiner Diagnose hier angemeldet.
    Ich war auch zeitweilig baff was alles mit ADHS zusammen hängt und das es eine plausible Erklärung dafür gibt. Ich hab mir immer gesagt wenn wieder was passt von mir zur ADHS-Diagonse, dass ich ein Puzzelteil gefunden hab das passt und ich hatte auf viele Gedanken und Handlungen plötzlich eine Erklärung, wo ich sonst immer gegrübelt wo es her kommt.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Angst vor der Diagnose

    Meine drei Mädchen haben ADS/ADHS und ich befasse mich mit dem Thema schon ca. 9 Jahre und trotzdem war ich überrascht als man mir sagte ich habe ADS.
    Für mich war die Diagnose zuerst ein Befreiungsschlag.Erst jetzt nach ca 1/1,5 Jahren fange ich an meine "Macken" zu mögen.Ich benutze es nicht als Ausrede und ich sehe mich auch nicht als "krank".Die Zeiten,in denen ich mich wirklich krank fühlte liegen hinter mir.Und nichts und niemand bringt mich da wieder hin.
    Es braucht gewiss eine lange Zeit und nach wie vor bin ich oft in meinen Gedanken und Gefühlen gefangen,leide unter meinen Gefühlsschwankungen und ständigen Hinterfragungen.Aber je offener ich damit umgehe und mich nicht mehr hinter einer Maske verstecke,desto offener werden auch die Menschen um mich herum....

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Angst vor der Diagnose

    ja morgen ist es dann soweit
    dann hab ich endlich den termin... werd euch auf dem laufenden halten

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