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Diskutiere im Thema soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Mumford

    Gast

    AW: soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht?

    Steintor schreibt:

    Und wenn es nur um die Angriffe seitens der Eltern geht, so kann man diesen begegnen, wenn man sich selbst ändert und diesen Angriffen keinen Raum mehr bietet. Das habe ich oben schon beschrieben. Die Eltern kann man nämlich nicht mehr ändern. Aber man kann sich selbst ändern.
    Rein theoretisch kann sich JEDER ändern, auch wenn er schon älter ist. Ich sehe das bei meinem Vater, mit dem ich mich sehr gut verstehe.

    Das genaue Gegenteil dann bei meiner Mutter. Wir haben uns NIE verstanden. Nicht mal annähernd. So sehe ich das heute und sie hat es mir vor Kurzem sogar noch bestätigt.
    Da hilft es auch nicht weiter wenn sie mir sagt, dass mich liebt. Damit tut sie mir im Endeffekt nur noch mehr weh. Entscheidend ist doch, wie sie sich verhält.
    Und da erfahre ich eher das Gegenteil. Da ist Hopfen und Malz verloren. Ja, das mag traurig klingen, aber es ist tatsächlich so. Da hilft mMn nur noch die Notbremse -DISTANZ.

    Die Zeit wird zeigen, ob sich etwas ändern wird, aber ich mache mir da keine Illusionen. Mutter und Kind (bzw. Vater und Kind) können sich fremder sein, als zwei völlig unterschiedliche Kulturen zweier verschiedener Planeten.

  2. #32
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht?

    Steintor schreibt:
    Und wenn es nur um die Angriffe seitens der Eltern geht, so kann man diesen begegnen, wenn man sich selbst ändert und diesen Angriffen keinen Raum mehr bietet. Das habe ich oben schon beschrieben. Die Eltern kann man nämlich nicht mehr ändern. Aber man kann sich selbst ändern.
    Da stimme ich dir absolut zu. Die Frage ist nur, ob das jeder mit weiterhin andauerndem Kontakt schafft, oder erstmal eine Auszeit braucht, in der er sich sammeln und an der Verwirklichung arbeiten kann.

    Ich möchte den Kontakt zu meinen Eltern auch nicht abbrechen, denn egal was sie schon alles verbockt haben (und ich kann euch sagen das ist ne ganze Menge), bin ich doch durch das Blut das in unseren Adern fließt, mit ihnen verbunden. Es wird allerdings für beide Seiten ein hartes Stück Arbeit werden (besonders für meine Eltern denke ich) sich zu ändern, falls es nicht irgendwann doch zu einem Bruch kommen soll und so zu einem angenehmeren Miteinander beizutragen. Denn in dem Punkt, sehe ich alle in der Pflicht.

    Dieses Gerede mancher Eltern, das sie durch ihren Status über solchen Bemühungen und Zugeständnissen stehen, hängt mir zum Hals raus. Eltern und Kinder sollten sich was den Respekt angeht, ebenbürtig sein. In der Liebe (auch zwischen Eltern und ihren Kindern) steht keiner über dem anderen. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist es aber nicht.

  3. #33
    salamander

    Gast

    AW: soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht?

    ich finde das muß jeder mit sich selbst ausmachen.


    ich hab vor 23 jahren schon mal 10 jahre keinen kontakt zu meinen eltern gehabt,
    und mir hat das sehr gut getan.


    vor 13 jahren habe ich ihn langsam wieder zugelassen, vor 4 jahren wieder einge-
    stellt, momentan lasse ich ihn nur in homöopatischen dosen zu, mehr wäre auch
    wieder zuviel.


    was steintor schreibt, habe ich anders erlebt und erfahren, das gespräch mit meinen
    eltern, ob vater oder mutter, das er sich gewünscht hätte, ist bei mir bis heute unmög-
    lich, und wird es für immer bleiben.


    was ich verstanden habe, stand und steht dahinter keine böse absicht, sondern ein
    wahrnehmungsproblem. ich kann das nicht verändern, ich kann nur "zur seite treten"
    sobald es auftaucht, und das tut es auch im "hömoöpatischen kontakt". ist aber ein-
    facher für mich mit umzugehen, weil es nicht so nah wird, wie bei "vollkontakt".


    ich finde, egal wie es ist, es ist gründlich zu überlegen, ob das eine oder andere, und
    wie es gehen könnte. ohne den erneuten kontaktkontakt jetzt vor 4 jahren, wäre das
    ein ding der unmöglichkeit gewesen, und irgendwann hätten wir uns zerfetzt und zer-
    fleischt. ich finde es geht um das begreifen, warum das so ist, oder so kommt, was der
    eigene anteil daran sein kann, ob es einen eigenen anteil daran gibt, wie das familien-
    system tickt, und ob das was man sich wünscht, mit den eltern so möglich ist/wäre, wie
    man es sich wünschen würde. es sind ja nicht bloß eltern um die es geht, es sind men-
    schen die genauso kämpfen, mit dem was ist, wie sie die welt erleben, was sie ertragen
    und was nicht. das find ich jetzt aber, kann man erst wenn man mal ein gutes stück
    weit weg gegangen ist von ihnen, und sie mit einer gehörigen portion abstand sehen
    kann.


    bei meinen ist es zum beispiel sie wollen mich auch heute noch vor allem möglichen be-
    schützen, ich bin 48..., da kennen die keinen punkt und kein komma, und wo sie können
    gehen sie rein, und versuchen mich zu schützen, das ist es für sie. mich bringt das fast
    um, mir nimmt es luft, ich flipp bald aus dabei, weil soviel einmischung, soviel die welt
    ist so und so, das ist richtig/falsch, kann kein mensch aushalten, der was eigenes hat.
    und das geht schon im ganz, ganz kleinen an. der punkt um den es geht, ist sie können
    es nicht merken, sie meinen es nicht böse, in ihrer welt ist das so, und ihrer welt ist das
    so richtig. in meiner nennt man sowas feindliche übernahme, übergriff, fremdsteuerung
    und fremdbestimmung. das geht aber nicht rüber zu bringen...


    also was tun? lieben tun sie mich, gar keine frage, ich sie auch, ebenfalls keine frage,
    aber so wie sie sind, halte ich sie nicht aus.... also ging es darum, raus zu finden, wie
    ich sie aushalten kann, konnte ich aber erst, als ich mich wirklich kennen lernte.


    seitdem geht es in homöopatischen dosen, einmal im monat, momentan nur mit meiner
    mutter, die ist nicht gar so krass wie mein vater, aber auch eine extrem harte nummer,
    die hab ich jetzt soweit, wenn es wieder los geht, dass ich sagen kann, bedränge mich
    nicht, das akzeptiert sie inzwischen und läßt mich sein. bei anderem widerum, da habe
    ich aufgehört irgendetwas zu sagen, da lasse ich sie reden, wie sie meint, aber das ist
    kein beim einen ohr rein, beim andern raus, ich hör ihr schon sehr genau zu, aber ich
    merke auch, dass sie mich nicht hören kann, das was ich sage, weil sie in ihrem ist, das
    ist ganz schön schwierig.


    früher hat das zu einer kollision nach der anderen, mit gegenseitiger zerfleischung, und
    ganz viel bösem blut geführt. das gibt's doch nicht, dass die mich nicht verstehen, wo
    leben wir eigentlich..., doch das gibt es schon. und so wie ich meine blinden flecken habe,
    wo ich genauso "vernagelt" sein kann, ist es bei ihnen auch...


    also geht's wirklich nur in ganz, ganz kleinen dosen.


    überleg dir wo du hin möchtest, und ob deine eltern die menschen (nicht die eltern!) sind,
    die das wo anders leben, was du dir von ihnen wünscht. meistens ist es, wenn sie es wo
    anders nicht können, dann können sie's auch nicht bei dir. kannst du gucken, was wo
    anders geht, das geht dann auch mit dir. aber das braucht seine zeit.


    lg
    salamander
    Geändert von salamander (27.09.2013 um 16:54 Uhr)

  4. #34
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 66

    AW: soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht?

    Also ich danke euch erstmal sehr sehr herzlich das hier soo viel geschrieben habt, viele schöne ratschläge und erfahrungsberichte. Sicher muss ich meine eigenen entscheidungen treffen und klar, ich vertraue jetzt keinem in solchen entscheidungen, die ich garnicht persönlich kenne. Trotzdem geht das problem ja schon jahre bzw. seid dem ich denken kann und habe natürlich meine menschen im umfeld damit auch des häufigeren belastet. ich habe mir so einiges von euch hier im forum durch den kopf gehen lassen und mir so manches auch angenommen, da es meiner eigenen überzeugung gleicht und mich gestärkt hat. Es hat mich auch jetzt motiviert was zu tun da ihr mir das gefühl gegeben habt, nicht damit alleine zu sein und das es auch eine lösung gibt die für mich zum vorteil werden kann, egal mit oder ohne kontakt.

    Mein vater ist halt nen fall für sich und er wird sich auch nicht mehr wirklich ändern. Ich werde mich jetzt erstmal komplett um mich kümmern damit es hier läuft, weil solche moralpredigen und mir zu sagen das ich ein versager bin tut mir weh und wirft mich um einiges zurück. Zurzeit brauche ich wieder eine therapie und menschen die mir kraft und motivation geben. Wenn ich soweit alles im griff habe, werde ich den schritt zu meinem vater nochmal wagen, aber erst eins nach dem anderen. Sollte er mich immernoch versuchen zu bevormunden und mich nieder machen hat es dann aber auch für mich keinen sinn einen großen kontakt zu haben. Entweder den kontakt zu minimieren oder wenn's nicht anders geht ganz abbrechen. Wenn er noch nicht mal glaubt,als ich stationär in behandlung war , das ich wirklich was hatte und nicht nur geshow spielert habe , dann hat das für mich kein respekt zum sohn und überhaupt kein einsichtsvermögen. mal sehen was passiert, ich hatte mal liebe zu ihm, aber ich muss ganz ehrlich sein, das mir meine freunde viele andere menschen wichtiger sind als er. Und es geht mir zurzeit irgendwie besser, weil wenn ich z.b. schon probleme hatte, die mich belastet haben, war das schon ganz kraftraubend, aber dann noch dabei die angst das er das mit bekommen kann war dann noch nen stück belastung , und jetzt irgendwie seid dem ich kein kontakt habe ist mir das egal was er über meine probleme denkt, und es ist für mich so keine große belastung mehr,somit ich die probleme leichter angehen kann .

  5. #35
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht?

    Dein Vater wird Dich solange als Versager betrachten, solange Du ihm das Bild vermittelst, ein solcher zu sein. In meinen Augen geht es nicht darum, dass Du seinem Bild entsprechen musst, er möchte lediglich, dass Du zufrieden bist. Und das würde ich ihm zeigen.

    Und ich würde an deiner Stelle nichts mehr von ADHS, stationärer Behandlung, Tabeltten oder Therapie erzählen. Das interessiert ihn ohnehin nicht. Erzähle ihm doch, wie schön Deine Freundin ist. Das wird er Dir glauben, denn er hatte mal eine ähnlich schöne Freundin, nämlich Deine Mutter. Ich nehme an, dass solche Themen eure Beziehung verbessern würden.
    Geändert von Steintor (27.09.2013 um 19:04 Uhr)

  6. #36
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 613

    AW: soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht?

    manchmal sind Väter so massiv negativ an der Entwicklung ihrer Kinder beteiligt, dass es durchaus sinnvoll sein kann, sich abzuwenden.

    ob nun zeitweise oder für immer, ist dabei eine eigene Entscheidung, die sich im Laufe der Zeit sicher ändern kann.

    und was selbst ändern betrifft: solange der Wunsch nach einem Vater da ist, verbunden mit all der Hoffnung und Sehnsucht, und solange sich das nicht im Ansatz erfüllen lässt, solange muss eben in dem Fall ICH die Distanz halten.

  7. #37
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht?

    Ja natürlich, Katichaos. Das von Dir geschilderte Verhältnis zwischen Vater und Kind halte ich persönlich aber für ein Extrem. In den meisten Fällen scheitern gute Vater-Kind-beziehung an der Unfähigkeit zum Frieden; beide weigern sich, die Harmonie zu suchen und suchen statt dessen den Krieg. Diese Unfähigkeit, mal von sich selbst abzulassen und sich selbst nicht so wichtig nehmen, ist leider nun mal ein ADS-Symptom. Ich habe das übrigens seit meiner Diagnose gelernt, den friedlichen Umgang zu suchen. Mal zusammen einen Tee zu trinken, statt den Anderen anzupflaumen.

    Ich erinnere mich, wie ich schon geladen die Küche betreten hatte, damals, als ich noch mit meinem Vater zusammenlebte. Natürlich kam es zum Streit, weil ich streitwillig war. Ich habe mich nie bemüht, meinen Vater zu verstehen. Ich habe nie mit ein Bier in der Kneipe getrunken, obwohl er oft dort war. Ich habe ihn statt dessen abgelehnt, weil er oft betrunken nach Hause kam. Ich selber habe mir da ein Bein gestellt. Er war es nicht, der mich abgestoßen hat. Ich habe ihn abgestoßen.

    Heute tut mir das sehr weh.

  8. #38
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht?

    Der Musiker schreibt:
    Sicher muss ich meine eigenen entscheidungen treffen und klar, ich vertraue jetzt keinem in solchen entscheidungen.... ich habe mir so einiges von euch hier im forum durch den kopf gehen lassen und mir so manches auch angenommen, da es meiner eigenen überzeugung gleicht und mich gestärkt hat. Es hat mich auch jetzt motiviert was zu tun da ihr mir das gefühl gegeben habt, nicht damit alleine zu sein und das es auch eine lösung gibt die für mich zum vorteil werden kann, egal mit oder ohne kontakt.
    Genau. Das musst du. Ja, du bist damit nicht alleine und mehr als dir Denkanstöße zu geben, können und dürfen wir auch gar nicht tun. Alles andere wäre eine zu große Einflußnahme.

    Der Musiker schreibt:
    Zurzeit brauche ich wieder eine therapie und menschen die mir kraft und motivation geben.
    Exakt.

    Der Musiker schreibt:
    Sollte er mich immernoch versuchen zu bevormunden und mich nieder machen hat es dann aber auch für mich keinen sinn einen großen kontakt zu haben. ...Wenn er noch nicht mal glaubt,als ich stationär in behandlung war , das ich wirklich was hatte und nicht nur geshow spielert habe , dann hat das für mich kein respekt zum sohn und überhaupt kein einsichtsvermögen.
    Das ist ein Punkt, an dem du in der Therapie ansetzen kannst. Ob er versucht dich zu bevormunden oder dir etwas nicht glaubt, kann und sollte dir eigentlich schnuppe sein. Wenn du es schaffst dich soweit von ihm zu "emanzipieren", das dein Seelenheil nicht mehr von seiner Meinung abhängt und sowas an dir abgleitet, ist das vielleicht schon die Lösung deines Problems. Ob etwas wahr ist oder nicht, hängt nicht davon ab, ob er es dir glaubt. Auch ohne das er es tut, ist es real.

    Es gibt Menschen, die ändern sich nur sehr schwer. Leichter könnte es sein, wenn du dich änderst (im positiven Sinne). Wenn dein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl so gestärkt sind, das es für dich nicht mehr von Bedeutung ist welchen Wert er dir mit seiner Meinung und seinen Sprüchen verleiht, dann hast du dich genauso davon befreit, als hätte er damit aufgehört.

    Denk daran: Du bestimmst deinen Wert niemand sonst. Und niemand anderes Meinung darüber, ob du gut, schlecht, fleißig, faul etc bist, zählt in dieser Hinsicht (die ethische Komponente über Gut oder Böse sein, lass ich hier mal außer Acht.). Solange du mit dir im Reinen und mit deinem Leben zufrieden bist, zählt der Rest nicht. Wenn du in dir ruhst, werden solche Sprüche wirkungslos. Noch bevor du daran arbeiten möchtest andere zu ändern, solltest du diesen Schritt bevorzugen, denn er wird dir größere und dauerhaftere Stabilität verleihen, als alle Loblieder, die auf dich gesungen werden können. Das ist es, was Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen ausmacht.

    Steintor schreibt:
    Dein Vater wird Dich solange als Versager betrachten, solange Du ihm das Bild vermittelst, ein solcher zu sein. In meinen Augen geht es nicht darum, dass Du seinem Bild entsprechen musst, er möchte lediglich, dass Du zufrieden bist. Und das würde ich ihm zeigen.

    Und ich würde an deiner Stelle nichts mehr von ADHS, stationärer Behandlung, Tabeltten oder Therapie erzählen. Das interessiert ihn ohnehin nicht. Erzähle ihm doch, wie schön Deine Freundin ist. Das wird er Dir glauben, denn er hatte mal eine ähnlich schöne Freundin, nämlich Deine Mutter. Ich nehme an, dass solche Themen eure Beziehung verbessern würden.
    Da kann ich dir teilweise zustimmen Steintor. Aber ich denke es ist wichtiger, autonom von der Meinung des Vaters zu werden und seine eigene Meinung zu haben, die mehr Gewicht hat als die aller anderen. Wir sind nunmal so, das wir gefallen und so Zuneigung erhalten wollen. Aber gerade das macht uns so verletzlich.

    Katichaos schreibt:
    ...und was selbst ändern betrifft: solange der Wunsch nach einem Vater da ist, verbunden mit all der Hoffnung und Sehnsucht, und solange sich das nicht im Ansatz erfüllen lässt, solange muss eben in dem Fall ICH die Distanz halten.
    Nicht ganz. Was ist, wenn derjenige an den diesen Hoffnungen und Sehnsüchte gerichtet sind, diese nicht erfüllen kann? Sagen wir, er hat es selber nicht anderes erlebt als Kind und ist nicht imstande die gewünschte Form der Liebe zu zeigen. Soll man deswegen ohne wenn und aber Tabula Rasa machen? Würde ein eigener Perspektivwechsel und die Einsicht, das von dieser Person einfach nicht bekommen zu können und das zu akzeptieren, nicht mehr und inneren Frieden bringen? Und ich spreche jetzt nicht davon, Gewalt gleich welcher Form zu akzeptieren.

    Ich denke, der lange Kampf um etwas das man nie bekommen wird, ist zermürbender als es irgendwann zu akzeptieren und zu sehen, wie man trotz dieses Mangels so etwas wie eine Beziehung aufbauen kann. Sicher tut es weh, nicht den Vater oder die Mutter zu haben, die man sich wünscht und idealisiert. Doch wir haben nunmal nur die Eltern die wir haben. Stattdessen findet man die Zuneigung und den Zuspruch den man sucht, vielleicht in einer erfüllenden Partnerschaft/Ehe oder bei Freunden die einen wirklich verstehen.
    Geändert von Seraphim (27.09.2013 um 22:08 Uhr)

  9. #39
    salamander

    Gast

    AW: soll ich den kontakt zu meinem vater abbrechen oder nicht?

    Steintor schreibt:
    Dein Vater wird Dich solange als Versager betrachten, solange Du ihm das Bild vermittelst, ein solcher zu sein. In meinen Augen geht es nicht darum, dass Du seinem Bild entsprechen musst, er möchte lediglich, dass Du zufrieden bist. Und das würde ich ihm zeigen.
    @steintor, das kann aber muß nicht zwangsläufig so sein. es gibt da ganz, ganz fiese psychologische
    verstrickungen, wo der vater es braucht, so zu seinem sohn/kids zu sein, die halten "sozusagen" aus
    liebe & loyalität zum vater, das "system" aufrecht, damit der vater nicht bei sich ankommen und sich
    selbst sehen muß.

    sowas ist nur aufzubrechen, wenn der der's "schnallt" sich entzieht. sein eigenes ding macht, sich
    stabilisert, da was tut - was für ihn ganz alleine gut ist, und ihm gut tut. und sobald das elterliche spiel
    wieder beginnt, geht, bzw. es an die wand fahren läßt, in dem er nicht "mitspielt". da muß er aber
    erstmal raus finden was da am laufen ist, und dass er "erfüllungsgehilfe" für jemand anderen ist,
    damit der sich besser fühlen kann. mit ads braucht das gar nichts zu tun haben.

    das ist schwierig erstmal raus zu finden, woher da was kommt und rührt, was davon eigenes ist, und
    was von anderen, was man nur "erfüllt"...

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