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Diskutiere im Thema ADHS und Diabetes im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 107

    ADHS und Diabetes

    Ich bin seit 8 Jahren Diabetikerin, Typ I. Damals war es für mich einen Graus immer noch an diese Dinge zu denken. Zum Glück hatte ich damals viel Kapazität frei um mich an die Abläufe zu gewöhnen und so hatte ich eine gute Einstellung.

    Die jetzige Situation sieht anders aus. Meine beiden Kinder und die neue Herausforderung mich mit meinem ADHS auseinander zu setzten fordern mich sehr. Seit mein Jüngster geboren ist, habe ich es nicht mehr geschaft, mich meinem Diabetes zu widmen, bzw. regelmässig den Blutzucker zu kontrollieren. Ich vergesse es einfach und denke ich mal dran, weiss ich nicht, wo mein Messgerät ist. Ich erhoffe, dass ich nun durch die Einstellung auf Concerta in diesem Bereich etwas entlastet werde und mich auch vermehrt, meinen Zuckerwerten widmen kann.

    Gibt es hier noch andere Menschen mit ADHS und Diabetes Typ I? Wie "handelt" ihr das ganze?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: ADHS und Diabetes

    Hallo Nell,

    Ich kann Dir gut nachempfinden, in welcher Situation Du Dich befindest und dass Deine Kapazitäten voll ausgeschöpft sind.

    Du musst glaube ich besser auf Dich acht geben und Dich auch mal um Dich selbst kümmern. Gibt es jemanden, der Dir die Kinder mal abnimmt, tust Du auch mal was für Dich?

    Der Typ 1 ist nicht ohne, dies weiß ich, weil ich auch Krankenschwester bin. Du musst den BZ regelmäßig kontrollieren!

    Mach Dir einen Plan, nach welchem Du regelmäßig vor den Mahlzeiten den BZ misst und lege Dein Messgerät immer nur an den gleichen Platz. Zwing Dich dazu. Es ist niemandem gedient, wenn Du irgendwann Organschäden wegen einer chronischen Überzuckerung hast, oder sogar in ein Ketoazidotisches Koma fällst.

    Zu Deiner Frage: Ich habe auch ein Kind und studiere dabei. Es ist manchmal sehr schwer. Ich muss mich immer wieder stark disziplinieren. Im Moment ist mir die Kratf auch ein bisschen ausgegangen, weil mein Mann zusätzlich schwer erkankt ist. Generell schaffe ich alles nur mit striktem Tagesplan und eiserner Disziplin, sowie einem Kindermädchen, welches tgl. 3 Stunden da ist.

    Ich wünsche Dir, dass Du - Deiner Gesundheit zuliebe - die nötige Disziplin aufbringst und ich wünsche Dir viel Kraft.

    Liebe Grüße

    Nora

  3. #3
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS und Diabetes

    Ich bin zwar Typ II, muss aber ebenfalls meinen Blutzucker kontrollieren. Diagnose 2004, dann habe ich 30 kg abgenommen (Hyperfokus: Sport, diszipliniert essen) und meinen HbA1c von 9,7 auf 5,4 gedrückt. Das ging anderthalb Jahre gut bis eine persönliche Krise sich über die andere stülpte. Ich vernachlässigte mich.... Jetzt habe ich kürzlich die Quittung erhalten: HbA1c: 12. Jedenfalls ignoriere ich es nicht mehr, bin jedoch nicht mehr im Hyperfokus. Allerdings habe ich wieder einmal von Jetzt auf Gleich alles umgestellt, mache jeden Tag Sport und esse gesund. Dabei helfen mir eindeutig MPH und Elontril, ganz zu schweigen natürlich von meinem Umfeld.

    Du kannst wirklich damit rechnen, dass Concerta Dir sehr helfen wird. Durch MPH hat man auch eine größere Aufmerksamkeit für den eigenen Körper. Verdrängungsmechanismen können jedoch ganz unabhängig von MPH wirken. Ich kenne nicht wenige Diabetiker (auch Typ1), die zeitweise die von Dir beschriebenen Probleme haben.
    Ich drücke Dir die Daumen. Es gibt übrigens eine Diabetiker-Gruppe hier. Allerdings wurde da lange nichts mehr geschrieben.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 107

    AW: ADHS und Diabetes

    Hallo ihr beiden

    Herzlichen Dank für eure Beiträge! Ihr habt recht, ich muss besser zu mir schauen. Dem bin ich mir voll und ganz bewusst. Jedoch wie bei allem, weiss ich es, weiss auch wie ich es angehen muss, mache es einfach nicht. Nicht weil ich zu faul bin, nein, es klappt irgendwie nicht. Zum Glück habe ich eine Pumpe, so geht das Basisinsulin automatisch ab und das Essensinsulin geht auch recht rasch. Nur eben das messen ist so eine Sache.

    Ich habe zum Glück eine Schwiegermama, welche liebend gerne zu den Kindern schaut. Ich arbeite 1 1/2 Tage und einen halben Tag habe ich für mich. Auch mein Mann schaut viel zu den Kids. Doch momentan mag ich nicht einmal mehr was für mich machen, da ich zu müde bin.

    @ Nora: Du hast auch ein volles Programm. Wie alt ist dein Kind? Ja, ein regelmässigen Tagesablauf ist wichtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir besser geht, wenn alles normal läuft. Momentan ist dies nicht der Fall. Zwei Hochzeiten, Geburtstag, Elternabende und eben die vielen Geburtstage bringen alles drunter und drüber...

    @ Lysander: Gratuliere zu deinem HbA1c! Meins ist seit Mai auf 8.1. Davor hatte ich jeweils knapp unter 6. Aber eben, da habe ich noch regelmässig gemessen. Aber du machst mir Mut, dass ich es mit dem Concerta und wenn es hier wieder ruhiger wird, besser geht. Auch deine Erfragungen zu den Up an Downs habe ich gehört. Das Unterforum gehe ich mal suchen. Ich bin irgendwie recht überfordert mit der Fülle dieses Forums!

    LG Nell

  5. #5
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS und Diabetes

    Ähm... neee...Missverständnis. Mein HbA1c war DAMALS auf 5,4. Jetzt dümpelt der um 10. Ich habe aber vor, den wieder runter zu bekommen. Dank Umfeld und MPH/Elontril ist mir die Situation erst wieder bewusst geworden.

    Es handelt sich um eine Gruppe, der man beitreten kann... https://adhs-chaoten.net/gruppen/zuc...n-chaoten.html

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 107

    AW: ADHS und Diabetes

    Oje, entschuldige! Habe nicht richtig gelesen...

    Danke für den Link!

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 99

    AW: ADHS und Diabetes

    Hallo Nell,

    warum meinst Du, dass es mit dem Messen nicht "klappt"?

    Ich wehre mich ja generell dagegen, die Krankheit gänzlich für ein bestimmtes Verhalten bzw. Nichtverhalten verantwortlich zu machen.

    Ist vielleicht Dein Akku einfach runter, bist Du zur Zeit einfach so ausgebrannt? Mit zwei Kindern ist es schon ganz schön anstrengend, denke ich. Und so wie Du es beschreibst, ist zur Zeit wirklich viel los bei Euch. Vielleicht hast Du auch zusätzlich eine Depression (ich weiß nicht allzu viel darüber, aber zumindest so viel, dass einem die einfachsten Dinge nicht gelingen, man kann sich einfach nicht "aufraffen". Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man ein Medikamt nimmt und plötzlich "misst man den BZ wieder").

    Jedenfalls denke ich, ist es für Dich wichtig, ehrlich nachzuforschen, was die Ursache dafür ist, weshalb Du den BZ nicht misst.

    Wenn Du eine Pumpe hast, ist ja zumindest sichergestellt, dass Du nicht überzuckerst, zumindest ist es unwahrscheinlicher.

    Hast Du einen Psychotherapeuten (was für eine Frage, bestimmt ist das zwingende Voraussetzung dafür, dass man Medikamente gegen das AD(H)S verschrieben bekommt. Sprichst Du mit diesem über Deine Probleme?

    Zu Deiner Frage: Mein Sohn ist erst 2 Jahre alt. Es fällt mir ebenfalls sehr schwer, meinen Tag zu organisieren. Insbesondere fällt es mir schwer, meinem Sohn einen regelmäßigen Tagesablauf zu gewährleisten. Ich kämpfe immer ganz schön mit mir selbst. Bin so ein Freigeist, dass ich mich nur ungern regelmäßigen Abläufen unterwerfe, empfinde diese als zu monoton. Muss noch viel an mir arbeiten... bzw.

    Liebe Grüße

    Nora

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 107

    AW: ADHS und Diabetes

    Ich mache nicht die Krankheit dafür verantwortlich, sondern wie du es auch schon ansprichst, meine aktuelle Situation. Momentan überfordert und überrollte mich alles und ich versuche einfach noch das notwendigste zu erledigen. Um das ganze anzugehen, habe ich nun div. Sachen abgegeben, bzw. das Training eingestellt und eben die ADHS-Abklärung, bzw. die Einstellung auf Concerta und das Coaching begonnen. Was natürlich auch wieder neue Termine bedeutet. Das Concerta ist Puzzleteil zum Ganzen und ich hoffe, dass es die aktuelle Situation zusätzlich beruhigt, da ich ruhiger bin. Damit wäre mir schon sehr viel geholfen.

    Das wo du wegen dem Tagesablauf ansprichst kenne ich nur zu gut und ich habe mich auch stark damit auseinandergesetzt, weil es eben auch nie schaffe. Ich habe eine ganz liebe Patentante, welche selber Mutter ist und div. Ausbildungen zum Thema Kleinkind/Kinder gemacht hat, die meisten mit anthroposophischem Hintergrund. In der Anthroposophie spielen Rituale ja eine grosse Rolle. Darum suchte ich ihren Rat. Ihre Meinung zu diesem Thema war, dass es grundsätzlich schwierig ist für eine Mutter einen genauen Rhythmus dem Kinder vorzugeben. Auch gibt es Kinder die diesen nicht annehmen und diesen selber bestimmen. Sie meinte nur, ich solle mich damit nicht zu sehr stressen. Ein wirklicher Rhythmus komme erst, wenn dieser von der Schule vorgegeben wird. Bis dahin, soll ich doch schauen, wie es für mich und das Kind stimmt. Dies hat mich sehr beruhigt und mir mein schlechtes Gewissen genommen. Vor allem da mein jüngerer Sohn nicht durchgeschlafen hat.

  9. #9
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: ADHS und Diabetes

    Hey Nell, bleib locker ... bei mir an meiner Zimmertür hängt ´nen Achtsamkeitszettel, der mich daran erinnert, das ich mindestens 4 x am Tag BZ messen sollte und zwar,

    vor dem Frühstück, vor dem Mittagessen, vor dem Abendbrot und vor dem Ablegen - meine Insulinpumpe erinnert mich ebenfalls und mittlerweile habe ich 2 BZ-Messgeräte,

    eins für zu Hause und eins für unterwegs, das BZ-Tagebuch steht auf meiner To-Do-Liste, bevor ich meine Hütte verlasse, genauso wie Schlüssel, Kleingeld, Persi usw.

    ich bin im Dezember 13 .... 48 Jahre Typ 1 Diabetiker und entwickele Spaß im Leben .. ohne ausreichende Gesundheit , dazu gehört ´ne eigene Struktur und die Hilfsmittel

    helfen mir, einigermaßen gut über den Tag bzw. die Nacht zu kommen ... meine Umwelt(Familie, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen, als ich noch im Arbeitsleben unterwegs


    war) weiß Bescheid, für den Fall, das ich mal nicht mehr reagieren kann, denn ich merke meine BZ-schwankungen seit etwa 5 Jahren nur noch nach Gefühl und nicht mehr

    Zeit nah körperlich, momentan nutze ich keine "Sensortherapie", weil ich dann wesentlich mehr schriftliche Aufzeichnungen erledigen muß, ich bin froh, wenn mein BZ-Tagebuch von

    mir regelmäßig genutzt wird ... den letzten Notarztbesuch hatte ich im Sommer 2003 und heute bin ich froh, wenn ich pro Woche nur einen niedrigen Wert von unter 60 mg dl

    messe, vor einem 1/4 Jahr waren es noch 3-4 Hypos pro Woche, mein aktueller HbA Langzeitwert liegt bei 8,8 und mein mittelfristiges Ziel ist wieder unter 8,0% zu liegen ... am

    Anfang der MPH medikation hatte sich mein BZ-Wert erhöht, so das ich mit Absprache der Diabetesberaterin meine Basalrate minimal erhöht habe um dann im weiteren Verlauf

    festzustellen, nach etwa 14 Tagen, das sich mein BZ auch wieder in die andere Richtung entwickeln kann, 29 mg dl hatte ich vorher bewußt nicht erlebt, dank MPH.

  10. #10
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS und Diabetes

    MPH erhöht den BZ?

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