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Diskutiere im Thema Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 107

    Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Hallo

    Mir wurde anfangs Juli die Diagnose AD(H)S gestellt. Bereits in der Verdachtsphase habe ich eher näherstehenden Personen davon erzählt. Ich bin eher der ruhige Typ, also motorisch nicht auffällig und äusserlich würde man mich nie als hyperaktiv bezeichnen.

    Da ich Mutter von 2 Kleinkinder bin (1&4) ist die Reaktion oft: Ach, du bist doch einfach überfordert! Das mag auch sein, jedoch kennen sie ja nicht mein Innenleben und mein Verhalten im Alltag.

    Auch habe ich oft einfach KEINE Reaktion erlebt. Dies verunsichert mich sehr.

    Kennt ihr das? Wie reagieren die Leute bei euch und wie geht ihr damit um?

    Momentan mag ich garnicht mehr darüber reden...

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Hallo Nell,

    du bekommst hierfür bestimmt eine Menge Zuschriften.

    Im Fall von ADHS gilt wie oft,

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

    Es hat nur einen Sinn, mit Menschen, die dazu eine Ahnung haben zu sprechen,
    alles andere ist Energieverschwendung. Wenn es dir gut geht, lächle still in dich
    hinein, und wenn es dir schlecht geht, bring es ins Forum.

    Und du darfst natürlich im Small Talk jeden Tag berichten, was dir gut getan hat.

    (Oh, du schriebst, du bist nicht so oft im Internet, nun einmal in der Woche ist auch schön.)

    LG Gretchen

  3. #3
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Die meisten schweigen, weil sie es einfach ignorieren, passt nicht in ihre Welt

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Hi Nell,
    ich habe auch die Erfahrung gemacht, auch wenn es Menschen gibt die verstehen wollen, werden sie nicht verstehen. Ich glaube es ist auch schwer zu verstehen, wenn man nicht so fühlt und denkt....Wie oft hast du dir beispielsweise die Frage gestellt"Wie dumm seit ihr nur, warum macht ihr das so?!"
    Das hat mit einem anderen Erleben und Begreiffen zu tun....

    Wirkliches Verständnis wirst du nur von ähnlich fühlenden Menschen Erfahren....
    Tausch dich hier aus, tut echt gut und hier gibts auch brauchbare Lösungen


    Viele Grüße

  5. #5
    lostinthoughts

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Häufigste Reaktion: "Duuuu hast doch kein ADS!"

    Weil sie: 1. keine Ahnung von ADS haben
    2. keine Ahnung von meinem täglichen Kampf und meiner Verzweiflung haben.


    Dazu immer der implizite Vorwurf: "Du suchst nur eine Ausrede, warum du faul bist."
    oder manchmal auch "Du rennst jetzt der neuesten Mode hinterher."

    Und das von den Menschen, die mir am nächsten stehen!


    Also ja, ich spreche am besten gar nicht mehr darüber.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    gar nicht darüber sprechen ist nicht der weg....besser sprich mit den richtigen

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Hey,

    Ich finde es auch nervig.

    "Du machst einfach zu viel".
    "Diese Probleme, die du hast, haben viele StudentInnen einer Sozialwissenschaft."
    "Ich wünschte, ich hätte auch ein Mittel zur Erhöhung der Konzentration."
    "Wer räumt schon gerne auf oder mag Rechnungen?"
    "Ich glaube nicht an ADHS."

    Usw. Aber manchmal fühle ich mich auch einfach hilflos, weil ich scheinbar niemandem erklären kann, wie es sich anfühlt, diesen täglichen unsichtbaren Kampf zu führen.

    Das Letzte, was mir diesbezüglich widerfahren ist, war die Bemerkung eines Kollegen: "Solches Verhalten muss man nicht therapieren." (Es ging um Medikamente und die Rede war von einem Kind. Ich hätte ihm gern erklärt, dass es nicht darum geht, einen Menschen für die Gesellschaft tragbar zu machen, sondern eher, dass es für diesen Menschen tragbar wird, in dieser Gesellschaft zu (über)leben. Habe es dann aber sein lassen.)

    Ach ja, und dann natürlich die Erwartung: Jetzt hast du ja Medikamente, jetzt kannst du das Leben ja erleichtert geniessen.

    Auch wer (mit ADHS) keine Medikamente nimmt, wird missverstanden. Es würdigt einfach nicht die Anstrengung, die jede(r) ADHSler(in) täglich durchmacht.


    Ich persönlich bin nicht "weicher" mit mir selbst geworden und genauso ehrgeizig wie zuvor, dieselben Dinge zu leisten wie meine Mitmenschen; ausserdem versuche ich regelmässig, mich selbst zu übertreffen, teste meine Grenzen aus und versuche diese auszudehnen. Aber wenn ich die Diagnose erwähne, habe ich manchmal das Gefühl, dass man dies als "Kapitulieren" betrachtet. Es könnte allerdings auch sein,d ass das meine eigene, unbewusste, tief innere Stimme ist, die ich da auf andere projeziere.
    Geändert von jetztaber (10.09.2013 um 22:40 Uhr)

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    ich glaube einfach wie ich schon gesagt hab...normalos können unser erleben so wenig verstehen wie wir ihres....aber nicht so schlimm wenn man immer wieder Menschen trifft die verstehen

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Hallo Nell

    Eigentlich wissen es nicht viele. Am Meisten höre ich: Du hast doch kein ADHS! Dabei finde ich nicht die Aussage an sich das Verletzende, sondern das das es die Meisten gar nicht interessiert was ADHS überhaupt ist! Und das von nahe stehenden Personen!

    Dummerweise passiert es manchmal das ich den Mund nicht halten kann wenn über das Thema gesprochen wird, und ich mich als Betroffene zu erkennen gebe (was ich in aller Regel sofort bereue) und da ärgere ich mich immer das die Leute mit Aussagen wie, das ist eine Modekrankheit oder Einbildung und all dem anderen Mist, uns einfach verurteilen und abwerten!

    Leider gab es auch Leute die sich deswegen von mir distanzierten haben. Aber dann soll es so sein, wr es nicht der Richtige Umgang für mich!

    Ich bin froh das es aber auch Menschen gibt die nicht mit Ablehnung oder Ignoranz reagierten und mehr wissen wollten. Gerade in meiner Familie spüre ich eine Akzeptanz. Meine Schwester, die einen Fragebogen zur Abklärung ausfüllte, sagte mir das es schwierig gewesen sei Eigenschaften und Verhalten zu beurteilen, und das Gefühl zu haben das diese falsch sein könnten, und stellt auch Fragen.
    Aber sie unterstütze mich gerne wenn dies das Richtige für mich sei. Danke!
    Und eine Freundin sagte mir, ich sei genau richtig wie ich sei, weiss aber was ADHS ist. Sie ist Mutter von 2 ADHS- KIndern. Von ihr erfahre ich sehr viel Unterstützung, weil ich nichts erklären muss. Sie versteht es tatsächlich! Sie sieht mich auch nicht als ADHSler sondern als ein Mensch.

    Und doch fühle ich mich oft einsam und unverstanden, sie können (oder wollen) nicht wissen das es tatsächlich eine riesen Anstrengung und ein täglicher Kampf ist ADHSler zu sein. Aber wie sollen sie es verstehen wenn ich mich selber manchmal nicht verstehe.

    Meistens ist er mir aber egal was andere denken, die sollen zuerst vor ihrer Haustür kehren!

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Ich sags niemandem. Bzw. meine Mutter kennt den Verdacht, aber der ist alles ziemlich egal. Die hat keine Meinung.
    Mit meinem Partner rede ich auch häufig drüber, seine erste Reaktion ging auch eher in Richtung "DU? Bist du dir sicher?"
    Bin eben nicht hyperaktiv... aber als wir uns dann zusammen hingesetzt haben hat er dann doch ziemlich schnell zugestimmt,
    dass es wie die Faust aufs Auge passt und nahezu alle meiner Probleme erklärt.

    Ansonsten habe ich noch nie mit anderen drüber gesprochen und bevor ich eine wasserfeste Diagnose habe werde ich es auch nicht tun.
    Und dann? Mal schauen, vllt. rede ich mit meinen Geschwistern darüber?
    Bin da aber eher skeptisch, die sind halt sehr alternativ und in der "Szene" ist ADHS nunmal nicht-existent, siehe Hüther&Co.

    Was mich wundert, ist, dass hier so negativ reagiert wird, wenn Leute nicht viel dazu sagen oder es sie nicht so sehr interessiert.
    Man kann eben nicht alles auf dieser Welt spannend finden.
    Und lieber jemand, der nichts sagt wenn er keine Ahnung hat, als jemand der dann nur das nachplappert, was er als letztes im Spiegel gelesen hat.
    Also "wenn man keine Ahnung hat, lieber mal die Fr*sse halten", ist doch schön wenn sich Leute daran halten!

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