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Diskutiere im Thema Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Ich kann mich den anderen nur anschließen. Tatsächliches Verständnis wirst Du nur von Leuten bekommen, die selber betroffen sind oder eben Kinder mit dieser "Besonderheit" haben.

    Das Schwierige und Gemeine an der ganzen Geschichte ist ja, dass wirklich jeder die Symptome von sich selber kennt. Die Sache ist eben nur, dass es bei "normalen" Leuten mal vorkommt, bei uns aber der Dauerzustand ist und man dementsprechend durchaus darunter leider kann. Das verständlich zu machen ist schwer... Und die Energie, es zu erklären etc., stecke ich nur in Leute bei denen es mir wirklich wichtig ist.
    Bei allen anderen ist meist eh Hopfen und Malz verloren...

    Leute die zu dem Thema schweigen, sind mir persönlich tausendmal lieber als Leute die meinen mich dann mit grandiosem Halbwissen bombardieren zu müssen. Diese Menschen sind meistens auch so verbohrt, dass sie keine anderen Meinungen zulassen können / wollen...

    Warum nun jemand schweigt, kann unterschiedliche Gründe haben. Entweder interessiert es denjenigen wirklich nicht (was eher selten der Fall ist) oder derjenige ist sehr unsicher bzgl. des Themas und schweigt deswegen lieber.

    Nimm es also nicht persönlich und erwarte vorallem kein Verständnis von den Leuten. Umso mehr freut es einen dann, wenn jemand tatsächlich mal ehrliches Interesse zeigt.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Ich habe ziemlich schnell damit aufgehört es anderen zu erzählen. Es bringt meistens nichts. In ganz seltenen Fällen kann mal einer was sinnvolles dazu sagen. Meistens denken die anderen aber, dass man spinnt. Da ich auch eher Hypoaktiv bin passe ich ja auch nicht so ganz ins Bild.

    Ich würde es nur denen erzählen die mir wichtig sind. Dann muss man meistens viel erklären weil keiner eine Ahnung davon hat

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Genau das ist ja das Schwierige, dass Ablehnung und Unverständnis von mir nahe stehenden Menschen kam! Und ich gleichzeitig einmal mehr realisieren muss, das mein Tag täglicher Kampf wohl tatsächlich nicht nach aussen dringt. Da habe ich mich schon in Frage gestellt und mich gefragt ob ich mich in den Menschen getäuscht habe, oder ob es einfach Unsicherheit ist.

    Andersherum habe ich auch Offenheit von Menschen erlebt wo ich mir sicher war dass sie es nicht verstehen können oder wollen (ich eigentlich nichts sagen wollte und es dann doch aus geplappert habe).

    Für mich das Allerwichtigste ist aber: die mir Wichtigsten Menschen und unterstützen mich, auch wenn es nicht alle nach vollziehen können. Das tut gut.

    Und dann gibt es ja noch das Forum, da werde ich verstanden
    Geändert von Zola (11.09.2013 um 23:26 Uhr)

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Es gibt halt Dinge die können andere nicht verstehen, völlig unmöglich. Da kann man Glück haben und gute Reaktionen erhalten oder man hat Pech und erhält eine dämliche Reaktion vom Gegenüber. So eine AD(H)S Diagnose ist nichts alltägliches. Da kann man nicht mit dem normalen Smalltalk drauf reagieren. In dem Moment wenn der Gegenüber völlig unerwartet sowas zu hören bekommt muss er vom gewohnten Schema abweichen und, sofern er sich noch nicht intensiv mit dem Thema befasst hat über etwas reden von dem er keine Ahnung hat. Da dann das richtige zu sagen ist schwierig und das würde ich auch nicht von jedem erwarten. Es gibt halt auch verschiedene Typen von Menschen: Die die erstmal schweigen und zuhören wenn sie keine Ahnung haben und die die immer drauflosquatschen. Letzteres ist ein Versuch das Gespräch am laufen zu halten und ist ein ganz normales verhalten: Man bekommt etwas erzählt, überlegt kurz und erzählt dann etwas vergleichbares aus dem eigenen Leben. Das schafft normalerweise Verbundenheit. In unserem Fall kanns aber problematisch werden weil unsere Gesprächspartner meistens keine vergleichbaren Erlebnisse parat haben. Wer dann nicht schafft die Klappe zu halten läuft Gefahr Blödsinn zu erzählen und den Anderen zu verletzen ohne es zu wollen.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Ich glaube nur Menschen die es wert sind, sollten darüber bescheid wissen.....diese Menschen werden sich dann auch informieren und versuchen zu verstehen.....

    Hab nicht viele Menschen an meiner Seite, aber ein paar.....habe ´gelernt mich in der Öffentlichkeit, solange es nicht zu lange dauert "angepasst" zu verhalten, wenns nicht mehr geht, dann hau ich immer ab

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 107

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Hmmmm, ist ja extrem wie einstimmt alle die gleichen Erfahrungen gemacht haben. Ich werde daher auch zurück haltend mit erzählen sein. Nun ist es eben so, dass ich es vor allem Leuten erzählt habe, die mir nahe (oder ich dachte) sie stehen mir nahe. Daher war ich vor allem von einer Person extrem enttäuscht, da sie gar nicht reagiert hatte. Ich habe in gewissen Situationen Aggressionsschübe, worüber sie Beschied wusste. Ihr war es bewusst, dass ich hier auf der Suche nach Hilfe und einem Grund war. Daher hätte ich wirklich eine andere Reaktion erwartet. Aber eigentlich sollte ich es ja wissen, dass man dann enttäuscht wird, wenn man etwas erwartet...

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Hmmmm....leider ist das oft so und selbst wenn es einige Personen wissen, können sie trotzdem nicht verstehen und wundern sich warum man sich nicht zusammenreißen kann...hmmmmwas solls

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 491

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Hallo ihr Lieben
    möchte nur geschwind was erzählen ;

    eine Arbeits-Freundin eröffnete mir eines Nachts von ihrem Sohn -- der ADHS hat....... sie hätte auch erzählen können, er trage grüne Hosen....
    ich hatte nicht die leiseste Vorstellung was ADHS heissen mag....
    Sie erzählte mir von seinen Schwierigkeiten, seiner Art....... DAS hingegen kannte ich so gut.....
    Sie könnte ihn an die Wand klatschen, weil er auf den Schulabschluss büffeln sollte... und er sich regelmässig verzettle..... DAS kenne ich auch gut ...
    Sie hätte nicht mehr die Nerven ständig zu drücken.....

    Ich fragte sie, ob sie ihren Jungen zu mir schicken möchte, - täglich nach der Schule, subito, um Hausaufgaben zu machen ?
    3 Menschen auf einen Schlag happy.
    Mami konnte sich um die beiden Töchter kümmern -
    Der Junge kam gerne zu mir - sogar durch strömenden Regen - immer pünktlich -
    Und ich freute mich mit ihm zu lernen ....Nach UNSEREM Plan und Rhythmus.... voll cool !
    Er hätte auch ein Gebrochenes Bein haben können - oder, wie meine lieben Freunde von der Arbeitsstätte - mit allerlei anderen Behinderungen -

    oder all die Kinder, die ich begleitete - "Ausländer" - "Asylanten" - "Farbige" -
    ? Ein Kind, das Suaheli in Mutters Sprache spricht... ist nicht behindert - / es lernt nur gerade hochdeutsch in der Schule, und versteht den Dialekt trotzdem nicht..../ - ist 9 Jahre alt, spricht Suaheli, französisch, englisch, ein bisschen italienisch...
    ? wenn du jemand kennenlernst - und er sagt Dir, dass er AIDS positiv ist... - wie reagierst Du dann ? - er hätt auch sagen können, dass er grüne Hosen trägt.....
    Wenn er aber in einem elenden Hustenanfall schier zerbricht..., dann hältst Du ihn auch fest, nicht wahr ? Ja, - das ist Vertrauen, Mitgefühl. Eigentlich eine einfache schlichte schöne menschliche Regung....
    Lisa liebt Millhouse
    Es ist doch eigentlich so Wurst wie die Medizinische, Psychologische oder was auch immer ÜBERSCHRIFT ist.....

    Und nein, ich stelle mich auch nicht so vor : "salü ich hab grad Migräne,
    heisse Josefine, und hab grad den Eisprung,
    bin auf dem Weg Salat einzukaufen,
    und sollte das Leergut entsorgen,
    wie geht es dir?"

    Aber wenn ich jemanden treffe, der mir ins Gesicht schaut, und mir sagt : "hey, siehst müde aus...?" - dann sag ich "ja, hab fast nichts geschlafen"

    Was ich nicht erklären muss - wenn nicht explizit danach gefragt wird - dass ich stundenlang im ADHS Forum rum gezappt bin..... um mich mit diesem Thema erstmals auseinanderzusetzen.
    Weil ich erstmals eine Erklärung für mein Wesen und meine Eigenheiten finde.
    Wenn ich aber mit jemanden jenes bestimmte Thema der Behinderung, der Eigenart bereden will, dann mit jemandem der es teilen kann, von Bildung her, selbst betroffen, philosophisch.....
    Egal, von welcher "Behinderung" wir gerade sprechen - wie gesagt, deren Leiden sind Vielfältig.... und haben viele, viele bunte Namen....

    Was ganz zuvorderst und am Wichtigsten ist >>> mein Gegenüber. die Situation. das Gefühl, meine Intuition... das Wohl- oder Unwohlsein...
    dementsprechend meine Antwort.
    Im Zweifelsfalle ist Schweigen besser..... (glaube ich - ) - oder eher - vorsichtiges Herantasten...... wenn auch mit Fettnäpfchen..... aber ehrlich, aufrichtig.....

    ich quassle schon wieder, was ?

    Ok. - dann bis später - irgendwo in diesem - unserem - Universum

  9. #19
    lostinthoughts

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    jetztaber schreibt:

    Ich persönlich bin nicht "weicher" mit mir selbst geworden und genauso ehrgeizig wie zuvor, dieselben Dinge zu leisten wie meine Mitmenschen; ausserdem versuche ich regelmässig, mich selbst zu übertreffen, teste meine Grenzen aus und versuche diese auszudehnen. Aber wenn ich die Diagnose erwähne, habe ich manchmal das Gefühl, dass man dies als "Kapitulieren" betrachtet.
    Es geht mir ähnlich. Die Menschen in meinem Umfeld betrachten es als "eine Ausrede haben wollen" wenn ich von ADS spreche. So ein Quatsch, was hätte ich denn davon, eine Ausrede zu finden, wenn es doch mein Leben ist und meine Ziele, die ich nicht erreiche? Ich kämpfe immer noch täglich, um irgendwie weiterzukommen, ich erfülle meine Pflichten, ich gebe niemandem die Schuld. Zu wissen, dass ich ADS habe hilft mir aber dabei, andere Wege zu finden, wenn es bei mir nicht so klappt wie bei anderen Menschen und vor allem hilft es mir, mich nicht selbst zu hassen, wenn es eben mal wieder nicht klappt.

    Aber so lange meine nächsten Menschen mir immer noch implizit vorwerfen, dass ich doch nur eine Ausrede suche und doch könnte, wenn ich wollte, so lange wird ein kleiner Teil in mir das irgendwie ein bisschen glauben und dieser kleine Teil mich selbst hassen und mir selbst Vorwürfe machen. Ich arbeite daran, das zu ändern, aber es ist echt schwer.
    Geändert von Bavepeco (12.09.2013 um 00:10 Uhr)

  10. #20
    lostinthoughts

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Von der neuen Diagnose erzählen -Reaktionen

    Übrigens, auch lustig, als mich zu dem Thema dass ich immer noch unter Depressionen leide, jemand angiftete: "Siehst du! Und du hast gedacht, dass eine Pille deine Probleme löst" (weil ich vor ein paar Jahren MPH probieren wollte. Nehme es übrigens zur Zeit nicht)

    Und dabei wären meine Depressionen jetzt sicher nicht da oder zumindest nicht so stark, wenn ich nämlich früher die Diagnose und Therapie bekommen hätte und wenn vor allem gerade diese Person und mein restliches Umfeld mich unterstützt hätte.


    Aber nein, sie sehen nur: Bavepeco hat irgendwie psychische Probleme, sie will das auf ADS schieben. Dass aus jahrelangen Versagenserfahrungen und wenn einem immer wieder eingeredet wird, dass man faul ist, schließlich auch Depressionen erwachsen können, das ist doch nicht so schwer zu verstehen.

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