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Diskutiere im Thema Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #71
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Wintersaat schreibt:
    Die Forderung nach Rechten für die Bevölkerung erscheint erstmals mit dem Bürgertum und der Aufklärung. Diese Bewegung koluminiert in der französischen Revolution – sie ist die erste, in der eine Gesellschaft neue Rechte fordert und nicht lediglich, dass der Monarch sich an die gegebene Ordnung halten soll (wie zuvor in den Bauernunruhen). Die Revolution selbst verwirklicht nicht alle in ihre erhobenen Forderungen, sie ist aber der Anstoß für alle darauffolgenden Entwicklungen.
    Dazu noch die systemischen Paradoxien berücksichtigen, was die Pol. Ideengeschichte zu wenig sieht: Ludwig XIV. hatte nur eine absolutistische Doktrin, erst Napoleon hatte eine tatsächlich institutionell-absolutistische Bürokratie zur Verfügung u legte da die Bürger-Doktrin drüber, eher ein Ideologiewechsel. Der tatsächliche Einfluss des Adels war de facto längst auf die Bürokratie übergegangen, wogegen der Adel opponierte u weshalb das u.A - strukturell betrachtet - dann so blutig wurde. Kurz: aus Sicht der Staatsbildung war der Staat erst unter Napoleon um erst 1800 de facto absolutistisch, durch den bürgerlichen Bürokratieapparat.

    Vor dem strukturellen Hintergrund ist klar, wie leicht die öffentliche Meinung von den Parteien (die Bürger waren längst organisiert z.b. in sog. "Clubs") politisiert u. und wegen der extremen Reformträgheit der Krone ab den 1750ern auch radikalisiert werden konnte. In Gegenden, wo der Adel nicht die Chancen der damaligen Moderne verdummt hat wie v.a. im Norden, hielt die Bevölkerung dem Adel entsprechend länger die Stange.

    Die Idee, dass die Legitimität von herrschaftlicher Legislatur von ihrer Mehrheitsfähigkeit abhängt, findet sich schon in der spanischen Staatslehre des frühen 16. Jh., z.b. bei Franzisco Suarez, der übrigens Aufklärern wie Schiller das Konzept des Tyrannenmordes (als Notwehrrecht) vorgekaut hat.
    Geändert von Loyola (25.09.2013 um 01:50 Uhr)

  2. #72
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 128

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Gredchen du willst mich genauso verschaukeln wie unsere Politiker z.b. mit dem letzten Gesetz für Stromintensiefe Betriebe!

    Und dann mit Exportweltmeister wo Leute dafür Abeiten für Hungerlöhne und unserer Land bekommt nur Schudscheine dafür die unsere Kinder eintreiben sollen!

    Ich frage mich nur was muß Passieren das ihr wach werdet wie wir aktuell beschissen werden um unsere Kinder Zukunft.

    Informiren muß man sich Täglich und nicht wen es gerade mal zu spät ist.

    Wen ich Info reinstelle werden die nicht angeschaut weil ja 35 minuten zu lang sind und ich hab ja schon meine meinung weil ich sie einfach übernommen hab.

  3. #73
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Aber warum finden wir absolutistische Monarchien so gut? Mag das eine heimliche Lust an der totalen, alles beherrschende und jegliche Individualität vernichtende Monarchie sein? Die Freude am Kaiser, der von Pfalz zu Pfalz reist, dem die Passanten auf den frisch gescheuerten Gehwegen zujubeln und dem die Mägdeleins in ihren weißen Kleidchen Blumen auf den Weg streuen? Nicht nur, dass alle unbedingt Versailles besuchen müssen, dieses Gebäude sogar als Mekka des Westens betrachten (einmal in Versailles gewesen sein), auch die Sehnsucht nach dem friedlichen absolutistischen Paradies, wie die Tonga- oder die Fidschii-Inseln, auf denen ja eine absolutistische Monarchie herrscht, ist in vielen, von einem Rendezvous mit einem, mit Baströckchen bekleideten Kakaomädchen träumenden Menschen vorhanden. Ich denke, wäre der Plebiszit tatsächlich vom Volk gewünscht, würde nicht so viele Kreuzfahrten in die Südsee gebucht werden.
    Geändert von Steintor (25.09.2013 um 01:49 Uhr)

  4. #74
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Personalisierung von Politik auf einen Kopf hin ist m.E. breiter vermittelbar als eine Strukturanalyse. Alex der große, Caesar, Ludwig XIV, Napoleon, die Diktatoren etc. In der Erinnerungskultur kennet fast jeder die Namen u 2-3 "Heldentaten", kaum einer kennt die tatsächlichen Politikfelder. Die Lust an so krasser Komplexitätsreduktion prägt auch die Wahrnehmungen, die die Gegenwart mitformen...
    Geändert von Loyola (25.09.2013 um 01:58 Uhr)

  5. #75
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Bestünde in Deutschland die Möglichkeit zum Volksentscheid, hätten wir sehr schnell wieder eine Monarchie.

    Deutschland ist deswegen keine Monarchie mehr, weil die Kaiser keine Kaiser werden wollten. Willi 2 hat 1918 abgedankt und seinen Söhnen und Enkeln verboten, den Thron zu besteigen. Aus Mangel an Thronfolgern hat man eben die Republik ausgerufen.

    Außerdem wollten wir es unseren ebenfalls geächteten russischen Freunden gleichtun. Wir hatten ja unsere Novemberrevolution und eine durch eine Revolution entstandene Republik war schon was, historisch gesehen. Aber es war ein Tanz auf dem Vulkan. 1932 war das Experiment Demokratie beendet. Der Ruf nach dem Kaiser wurde wieder laut. Aber Willi 2 lebte noch und hat seinen Hohenzollern und Wittelsbachern immer noch den Thron untersagt. Zwar hatte man mit von Hindenburg einen ziemlich kaiserlich aussehenden und noch dazu adeligen Präsidenten, aber es fehlte noch ein Bisschen zum richtigen Despoten, der die Männerherzen hart und die Frauenherzen weich machen konnte.

    Das Grundgesetz sieht die Einführung eines Kaisers vor, wen 3/4 des Bundestages dafür sind.
    Geändert von Steintor (25.09.2013 um 02:38 Uhr)

  6. #76
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Hey Paulu119, auch Du kannst leider keine Alternativen bieten, nur Frust verbreiten bringt nix. Außer Eurem Wort gewandten Kandidaten für die zurückliegende

    Bundestagswahl 2013, Herrn Luke, bleibt der Rest von Euch farblos und wenn Ihr mehr als 5 % der gültigen abgegebenen Stimmen erreicht hättet, dann seit Ihr selbst in der

    Pflicht und nicht die Anderen. Eure gemeinsame Außenwirkung ist für mich Grotten schlecht. Du kannst mich mit Deiner Argumentation nicht überzeugen "Phrasenmäher"

    ist bzw. war eine Musikgruppe und auf "Eliten", die tatsächlich glauben Sie wissen ALLES besser, die sind leider nicht demokratisch wählbar, weil Sie scheinbar davon

    ausgehen, das ALLE außer Ihnen, töricht wären . Aus meiner Sicht bist Du töricht, weil Du angeblich Wissen hast. Das ist leider keine Werbung für die A f D.

  7. #77
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Also ich wollte keine Monarchie und mehr wie zum Volkszirkus taugen für mich auch die Royals in England nicht. Nichten der Quenn, die der Presse ihr Höschen zeigen, ein Prinz der mit Blumen spricht und ein Prinzenenkel der sich als Nazi verkleidet, solche Witzfiguren brauche ich nicht als Herrscher.

    Für mich sind Leute die die Traumhochzeit von Prinz X und Prinzessin Y ansehen Leute, deren eigenes Leben zu langweilig ist.

    Ich würde mich ja gerne als begeisterter Republikaner bezeichen(Anhänger einer Republik) aber leider waren da andere schneller und haben den begriff anders aufgeladen

  8. #78
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Hi Wintersaat,

    Wintersaat schreibt:
    Eine alte Ordnung kann nur durch Gewalt abgeschafft werden.
    So wie z.B. die friedliche Revolution in der DDR? Nur als ein Beispiel, weil recht aktuell...
    Wenn wir den Begriff "Gewalt" aber im weiteren Sinne auch als wechselseitige Beeinflussung und nicht nur als (physische/psychische) Schädigung verstehen, wären wir uns dennoch einig.

    Wintersaat schreibt:
    Hegel weist in seiner „Philosophie der Geschichte“ daraufhin, dass jede neue Idee mit dem Seienden brechen muss, anders kann sie sich nicht verwirklichen. Ein überkommenes System kann nicht mit seinen eigenen Gesetzen abgeschafft werden.
    Hegels Geschichtsbild teile ich nicht. Ich gehe nicht davon aus, dass die (Menschheits)Geschichte determiniert ist und in einem Weltgeist kulminiert. Aber innerhalb Hegels System mögen diese Aussagen durchaus Sinn ergeben.

    Wintersaat schreibt:
    Das Demokratie über Jahrhunderte argumentativ erkämpft wurde, kann ich nicht bestätigen. Dieser Zeitraum erstreckt sich ungefähr auf 1600 - 1789. Die Idee „Demokratie“ existiert seit der Antike, sie blieb aber über das gesamt Mittelalter verschüttet. Die Forderung nach Rechten für die Bevölkerung erscheint erstmals mit dem Bürgertum und der Aufklärung.
    Eben. Das Bürgertum begann ungefähr ab dem Spätmittelalter (ab ca. 1250) sich vom Adel zunehmend zu emanzipieren. Diese wichtige Periode sollte man denke ich schon berücksichtigen, ansonsten wäre die spätere Kulmination der Freiheitsbestrebungen in Form der Franz. Rev. etc. meiner Ansicht nach nur schwer vorstellbar.
    Vergessen sollte man auch nicht, dass die Franz. Rev. nicht gerade unerheblich auch von den Amerikanischen Unabhängigkeitsbestrebungen inspiriert war. Die Zusammenhänge sind so komplex, dass es meiner Meinung nach nicht viel Sinn macht, ein Zentralereignis zum entscheidenden revolutionären Akt zu stilisieren.

    Wintersaat schreibt:
    Ich denke, die Welt als Ganzes leidet hinreichend, um sich ernsthaft Gedanken um eine neue Ordnung zu machen.
    Gedanken sollte man sich immer machen, da stimme ich zu. Ich sehne mich auch nach einer Gesellschaft, in der der Leistungsgedanke einem Gedanken des rücksichtsvollen Miteinanders weicht (bedingungsloses Grundeinkommen halte ich z.B. für äußerst interessant etc.) weicht.

    Dafür ist eine Sensibilisierung notwendig und die kann eben nicht durch Gewalt erreicht werden, das wäre ein Widerspruch in sich. Unser Menschenbild/Selbstbild muss (und wird, da bin ich mir recht sicher) sich im Laufe der kommenden Jahrzehnte sicherlich weiter ändern, da unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse stetig wachsen. Irgendwann wird dann nicht mehr bestraft, sondern geforscht (nach Ursachen für Taten). Das ist jedenfalls meine kleine Vision.

    Holdi

  9. #79
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Holdibaldi schreibt:
    So wie z.B. die friedliche Revolution in der DDR? Nur als ein Beispiel, weil recht aktuell...
    Aus der Sicht der Sozialisten war die DM-Revolution nicht so friedlich.

  10. #80
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Bundestagswahl: was bewirkt das bei ADHSlern

    Holdibaldi schreibt:
    So wie z.B. die friedliche Revolution in der DDR? Nur als ein Beispiel, weil recht aktuell...
    Die „Revolution“ in der DDR hat kein neues, nie dagewesenes System etabliert sondern lediglich das global dominante System (Kapitalismus und parlamentarische Demokratie) nachträglich eingeführt. Dasselbe gilt für alle übrigen, Postsowjetstaaten und (wahrscheinlich) auch für die aktuellen Entwicklungen im arabischen Raum.

    Wenn wir den Begriff "Gewalt" aber im weiteren Sinne auch als wechselseitige Beeinflussung und nicht nur als (physische/psychische) Schädigung verstehen, wären wir uns dennoch einig.
    Eine Definition von Gewalt als Wechselseitige „Beeinflussung“ halte ich für falsch. In diesem Zusammenhang wäre der Begriff der Kraft passender. Ich kann dir die Gewaltdefinition von Foucault anbieten:
    „Ein Gewaltverhältnis wirkt auf einen Körper, wirkt auf Dinge ein: es zwingt, beugt, bricht, es zerstört: es schließt alle Möglichkeiten aus“

    Hegels Geschichtsbild teile ich nicht. Ich gehe nicht davon aus, dass die (Menschheits-)Geschichte determiniert ist und in einem Weltgeist kulminiert. Aber innerhalb Hegels System mögen diese Aussagen durchaus Sinn ergeben
    Dass man Hegels Geschichtstheorie als Ganzes nicht zustimmt (tue ich auch nicht) bedeutet nicht, dass Teile davon nicht richtig sein können. Die von mir dargestellt These ist in sich schlüssig. Nochmal: Um etwas Neues zu etabliere, muss mit dem Alten gebrochen werden. Dadurch werden die alten Gesetze verletzt (vgl. Foucaults Gewalttheorie) – anders ist Fortschritt nicht möglich. Wenn du dem nicht zustimmst, musst du es logisch widerlegen und erklären, warum diese Aussage außerhalb von Hegels System keinen Sinn ergeben soll.

    Eben. Das Bürgertum begann ungefähr ab dem Spätmittelalter (ab ca. 1250) sich vom Adel zunehmend zu emanzipieren. Diese wichtige Periode sollte man denke ich schon berücksichtigen, ansonsten wäre die spätere Kulmination der Freiheitsbestrebungen in Form der Franz. Rev. etc. meiner Ansicht nach nur schwer vorstellbar.
    Hier möchte ich um eine Quelle bitten. Ich habe noch nie etwas von einem Bürgerstand im Spätmittelalter gehört. Grundbesitz und Humankapital in den Händen von Nichtadeligen widerspricht dem System des Feudalismus und genau das (Besitz unabhängig vom Monarchen) ist die Definition des Bürgertums. Der Begriff selbst existiert erst seit ca. 1745. In Schulbüchern ist oft vo Bürgern die Rede, wo es um vereinzelte Händler (meist Juden, die ohnehin außerhalb des ständischen Systems standen) geht.

    Vergessen sollte man auch nicht, dass die Franz. Rev. nicht gerade unerheblich auch von den Amerikanischen Unabhängigkeitsbestrebungen inspiriert war. Die Zusammenhänge sind so komplex, dass es meiner Meinung nach nicht viel Sinn macht, ein Zentralereignis zum entscheidenden revolutionären Akt zu stilisieren.
    Die Zusammenhänge sind komplex, darin gebe ich dir recht. Meine Formulierung lautete „diese kulminieren in der französischen Revolution“, das bedeutet nicht, dass beispielsweise die amerikanische Unabhängigkeitserklärung keinen Einfluss auf sie hatte. Genau das Gegenteil ist der Fall, in der Französischen Revolution werden die damaligen Strömungen gebündelt. Ihren Ausgang halte ich für mehr als bedauernswert, daher habe ich auch keinen Anlass, sie zu stilisieren.
    Bei allem, was ich schreibe, handelt es sich um eine reduzierte Darstellung. Jedes Gespräch lässt sich unterbinden, indem man darauf hinweist, das sich alles komplexer und vielschichtiger darstellt, als man es soeben formuliert hat. Wollte man die Welt in ihrer vollständigen Komplexität erfassen, müsste man schweigen.
    Davon ab würde ich dafür plädieren, die Geschichte der USA separat zu betrachten, weil wir dort völlig andere Bedingungen vorfinden (das Fehlen von Ständen, viel Land mit wenig Bevölkerung, Sklaverei etc.). Auch wenn sie von ähnlichen Ideen inspiriert waren, sind die Unabhängigkeitserklärung und die Französische Revolution zwei sehr unterschiedliche Ereignisse.

    Dafür ist eine Sensibilisierung notwendig und die kann eben nicht durch Gewalt erreicht werden, das wäre ein Widerspruch in sich. Unser Menschenbild/Selbstbild muss (und wird, da bin ich mir recht sicher) sich im Laufe der kommenden Jahrzehnte sicherlich weiter ändern, da unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse stetig wachsen. Irgendwann wird dann nicht mehr bestraft, sondern geforscht (nach Ursachen für Taten). Das ist jedenfalls meine kleine Vision.
    Es freut mich ehrlich für dich, dass du diesbezüglich eine so optimistische Haltung hast. Ich befürchte, dass das genaue Gegenteil der Fall sein wird.

    Abschließend möchte ich anmerken, dass wir gerade zwei sehr unterschiedliche Fragen debattieren:

    Ob eine Revolution immer ein Gewaltakt ist: Ja, denn sie bricht mit der gegenwärtigen Ordnung.
    Ob die Revolution dann in solch eine Katastrophe wie der Jakobinerherrschaft münden muss oder soll: Nein, denn genau das ist der Moment, in dem sie ins Regressive umkippt und die alte Herrschaft in einem neuen Gewandt etabliert.

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